Tamara (15) und Sandro (19) im Internet.
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Reflektion Pascal Bamert

Reflektion Pascal Bamert

Daniel Scherrer's insight:

Reflexion Medienkompetenzen

 

Immer wieder gibt es in der Zeitung Berichte zu lesen, in denen es um Pädophile und ihre Opfer geht. Die Vorfälle ereignen sich erschreckend oft und regten mich zum Nachdenken an. Meiner Meinung nach gibt es im Bereich der Medienkompetenz nichts Schlimmeres als Mobbing und falsche Identitäten, sprich Pädophilie, Ausspionieren, usw. Aus diesem Grund wählten ich und Daniel das Thema Tamara und Sandro im Internet. Unser Ziel war es in einem öffentlichen Chat Erfahrungen zu sammeln wie schwer, beziehungsweise wie einfach Pädophile im Chat ihre Ziele umsetzen können. Das Resultat fiel erschreckend aus. Das Registrieren auf einer Chatplattform ist einfach. Ein Kind mit ein wenig Browsererfahrung kann dies problemlos bewerkstelligen. In privaten Fenstern (Nachrichten) lassen sich gleichzeitig viele Personen ansprechen. Somit hat ein Pädophiler innert kürzester Zeit Zugang zu immens vielen potentiellen Opfern. Dabei muss erwähnt werden, dass noch lange nicht jede Tat von einem Pädophilen umgesetzt wird, selbst Schüler sind mit diesen Gedanken in Chats auf der Suche nach Opfern.

 

Während sich Daniel als Sandro anmeldete, durchstreifte ich die Chaträume mit dem Nickname Tami. Doch aufgepasst, nicht hinter jedem weiblichen Namen ist auch eine weibliche Person. Ich schrieb einige Personen an, die aber nicht reagierten oder einfach nicht zurückschrieben. Insgesamt haben nur 4 Personen zurückgeschrieben. Ich habe mich kurz mit diesen unterhalten, mir fiel jedoch bei keinem etwas in Richtung Pädophilie auf. Heisst das nun unsere Chats in der Schweiz sind sicher? Nachrichten sagen etwas anderes! Auch Lehrer sollten über dieses Thema Bescheid wissen, da diese die Kinder sensibilisieren und auf Gefahren hinweisen können. Auch mit den Eltern sollte darüber gesprochen werden, da gerade diese oft nicht wissen, was ihre Kinder im Internet machen. Eine einfache Beschränkung des Internetgebrauchs setzt am falschen Teil der Problematik an. Vielmehr müssen die Kinder aufgeklärt werden. Da die Gesetze zu diesem Thema laufend verändert werden ist es dem Lehrer oft unmöglich auf dem Laufenden zu sein. Eine Stütze und Hilfe für Eltern und Kind zu sein sollte jedoch im Bereich des möglich liegen. Mir wurde nun noch bewusster, wie aktuell das Thema ist und das etwas getan werden muss!

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20 Minuten Online - Facebook-Lehrer spioniert Schüler aus - Ostschweiz

20 Minuten Online - Facebook-Lehrer spioniert Schüler aus - Ostschweiz | Tamara (15) und Sandro (19) im Internet. | Scoop.it
Auf Facebook hat sich ein Pädagoge als Mädchen ausgegeben und Oberstufenschüler über den Unterricht und ihren Drogenkonsum ausspioniert. Experten kritisieren sein Vorgehen.
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Chaträume: Eine Gefahr der unbegrenzten Möglichkeiten des Internet

Bekanntlich bewirken Verbote genau das Gegenteil vom Beabsichtigten. Die grenzenlosen Möglichkeiten des Internets stellen aber auch Risiken dar, speziell für Kinder ernstzunehmende Gefahren. Es gilt Kinder gut auf die Nutzung von Internet vorzubereiten und Ihnen die Vielfältigkeit zu präsentieren, jedoch sie auch darauf aufmerksam zu machen auf die Vorsicht, die geboten ist. Nicht alles, was im Internet zu finden ist, ist für Kinder bestimmt.

In meinen Augen bilden Chaträume ein sehr grosses Gefahrenrisiko. Sie sind nicht gefährlich im klassischen Sinne, erst durch den Konsum eines Kindes können sich verschiedene Probleme entwickeln. Selbstverständlich gibt es solche Plattformen, die ausschliesslich für Kinder bestimmt sind. Ein solches Problem macht immer wieder Schlagzeile: Pädophilie. Ich will aber gar nicht gleich auf dieses Thema zu sprechen kommen, mich interessiert vielmehr wie man solchen skandalösen und traurigen Ereignissen vorbeugen kann.

Während meiner Arbeit auf Scoop.it bin ich auf verschiedene Seiten gestossen, die Hilfestellungen für Kinder formulieren. Meiner Meinung nach gibt die Website „chatten-ohne-Risiko.net“ sehr gute, präventive Vorschläge für Kinder, die sich sicher im Internet bewegen wollen. Damit diese Sicherheit jedem Kind ermöglicht wird, wenn auch nie ein hundertprozentiger Schutz gewährleistet werden kann, müssten alle Eltern pflichtbewusst mit ihren Kindern gemeinsam die virtuelle Welt der Globalisierung in Erfahrung bringen.
Hier stolpere ich aber bereits über die ersten Steine: Nicht alle Eltern bringen genug Wissen, Zeit und Pflichtbewusstsein mit. Ein Mal mehr müssen sich die Lehrpersonen stark machen. Wenn es uns um das Wohl der Kinder geht, dürfen wir dem nicht gleichgültig gegenüber stehen. So kann man im Themenbereich Chatten die bereits erwähnte Page „chatten-ohne-Risiko.net“ nutzen. Auf diesem Wege erhalten auch die Eltern, die das Wissen oder Pflichtbewusstsein nicht haben, einen Zugang in die Kommunikationswelt der heutigen Zeit.

In diesem Sinne gibt Scoop.it viel Material her, das man mit seinen Kindern und Klassen thematisieren kann. Es gilt einen differenzierten und bewussten Umgang mit den verschiedenen und zahlreichen Ebenen des Internets zu erlernen- genau so, wie den Kindern lesen und schreiben beigebracht wird.
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20 Minuten Online - «Ich gebe auf» - Schülerin wirft sich vor den Zug - News

20 Minuten Online - «Ich gebe auf» - Schülerin wirft sich vor den Zug - News | Tamara (15) und Sandro (19) im Internet. | Scoop.it
In New York hat eine 15-jährige Schülerin Suizid begangen, nachdem sie monatelang von ihren Kollegen gemobbt worden war. Der Terror begann, als sie ihren Freund verliess.
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Pädophile im Internet: Zürich stellt präventive verdeckte Fahndung ein - 10vor10 - SRF Player - Schweizer Radio und Fernsehen

Pädophile im Internet: Zürich stellt präventive verdeckte Fahndung ein - 10vor10 - SRF Player - Schweizer Radio und Fernsehen | Tamara (15) und Sandro (19) im Internet. | Scoop.it
Stadt- und Kantonspolizei Zürich erklären heute, dass sie die präventive verdeckte Fahndung nach Pädophilen im Internet aufgeben würden, weil...
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Pädophile im Internet: "Ich will dich verwöhnen" - SPIEGEL ONLINE

Pädophile im Internet: "Ich will dich verwöhnen" - SPIEGEL ONLINE | Tamara (15) und Sandro (19) im Internet. | Scoop.it
Sie verstecken sich hinter falschen Namen, geben sich als Teenager aus, sind auf der Jagd: Pädophile, die sich im Internet an Kinder und Jugendliche heranmachen. SPIEGEL TV hat Männer aufgespürt, die im Netz nach Kindern suchen.
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Kinder sind im Chat oft Freiwild für Pädophile

Kinder sind im Chat oft Freiwild für Pädophile | Tamara (15) und Sandro (19) im Internet. | Scoop.it

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Eltern sollten das Verhalten ihrer Kinder im Internet beobachten. Quelle: dpa

dpa HAMBURG. Kinder sind im Internet häufig Freiwild für Pädophile. Vor allem die Chaträume für Kinder und Jugendliche werden nach Ansicht von Experten von Pädophilen genutzt, um Kontakte anzubahnen.

„Die Anmache ist oft unverblümt mit Fragen wie "Schon mal Sex gehabt?" oder "Haste schon Titten?"“, berichtet die Mitbegründerin des Jugendschutzvereins Netkids, Beate Schöning. Die Angesprochenen sind Kinder, die mitunter das Teenager-Alter noch nicht erreicht haben. Oft werden selbst Elf- und Zwölfjährige aufgefordert, Nacktfotos an ihren Chatpartner zu schicken, wie es jüngst im Fall einer heute 13-Jährigen aus dem Kreis Gütersloh bekannt wurde. Ihr Gesprächspartner hatte die Bilder im Internet verbreitet.

„Das ist sicher kein Einzelfall“, erklärt Jörg Pecanic von der Ansprechstelle Kinderpornografie beim Landeskriminalamt Niedersachsen. Die Chaträume werden seinen Kenntnissen zufolge verstärkt von Pädophilen zur Suche nach Opfern genutzt. Doch nur wenige Fälle werden bei der Polizei angezeigt, obwohl die sexuelle Belästigung strafbar ist. Zudem finden die Dialoge häufig im Privat- Chat statt, der sich der Kontrolle von Moderatoren entzieht.

Experten unterscheiden zwei Vorgehensweisen der Pädophilen in den Chats. Einige machen den Kindern und Jugendlichen direkt und unverblümt sexuelle Avancen. Viele gehen aber auch subtil vor, geben sich freundlich, um über längere Zeit das Vertrauen der Kinder zu gewinnen. Auf diese Weise versuchen sie an Fotos zu gelangen oder gar ein Treffen zu arrangieren. Einige dieser Erwachsene tarnen sich im Online-Gespräch als Kinder.

So machen sich viele Pädophile die ungebrochene Beliebtheit der Chats bei Kindern und Jugendlichen zu Nutze. Jeder vierte junge Internetnutzer klickt sich mehrmals pro Woche in die virtuellen Quasselbuden, wie eine Studie des Medienpädagogischen Forschungsverbundes Südwest (Mpfs) ergab. Die Hälfte der jungen Chatter gab an, beim Plaudern belästigt worden zu sein: Schon bei den 12- und 13-Jährigen hatte jeder Dritte laut der Untersuchung solche Erfahrungen gemacht. Bei einer Online-Umfrage berichteten sogar 160 von 200 Kindern von sexuellen Belästigungen, sagt die Medienpädagogin Ulrike Behrens. „Vor allem in dem Moment, wo man sich als Kind in den großen Chats zu erkennen gibt, wird man von Pädokriminellen angesprochen.“

Von der Anmache seien Jungs genauso betroffen wie Mädchen, erklärt Schöning. „Es gibt eine große pädophile homosexuelle Szene und auch Frauen mit pädophilen Neigungen.“ Doch vor allem Teenager sind gefährdet, da sie selbst eine sexuelle Neugier entwickeln und Kinder- Chats, in denen es mitunter verschärfte Zugänge und Kontrollen gibt, für sie eher uninteressant sind.

Und viele junge Internetnutzer geben leichtfertig ihre Daten an unbekannte Gesprächspartner weiter. „Die Kinder geben im Chat oftmals alles von sich preis, weil sie glauben, es sei ein geschützter Raum“, sagt Schöning. Dass ihre Daten und Bilder von Pädophilen gesammelt und getauscht werden, sei ihnen nicht klar, weiß sie aus Gesprächen in Schulklassen und mit Chatpartnern. In der Mpfs-Studie gab fast ein Viertel der jugendlichen Chatter an, Name, Adresse oder Telefonnummer nach Aufforderung weitergegeben zu haben.

Die Experten raten Kindern und Jugendlichen dringend, im Chat solche Angaben nicht preiszugeben und sich nicht mit Fremden zu einem realen Treffen zu verabreden. Nach Angaben von Schöning sollten Kinder frühestens ab dem Alter von zwölf Jahren unter Begleitung der Eltern ans Internet herangeführt werden. Das Internet schon in Grundschulen oder gar im Kindergarten zu nutzen sei nicht sinnvoll: „Man füttert die Kinder in der Grundschule an und überlässt sie Zuhause sich selbst vorm PC“, kritisiert sie und mahnt die Eltern: „Sprecht mit euren Kindern über Sex bevor es ihr "Chatfreund" mit ihnen tut.“

 

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Pädophilie - Gefährliche Gespräche

Pädophilie - Gefährliche Gespräche | Tamara (15) und Sandro (19) im Internet. | Scoop.it
Kinderschänder knüpfen im Web gezielt Kontakt zu Minderjährigen. Täglich werden Kinder und Jugendliche in Chat-Räumen sexuell genötigt

Schüchterne Elfjährige bleiben im Internet nicht lang allein. Kaum betritt „Clarissa11w“ einen Chat-Raum, poppt ein Fenster nach dem anderen auf, in denen Surfer sie zu privaten Zwiegesprächen einladen. „Madmax2000“ fragt, ob sie sich auch mit Älteren unterhalten möchte. „Yogi“ will wissen, ob sie sich schon mal selbst befriedigt hat, und „Michael99“, angeblich 19 Jahre, will sie gleich besuchen. „Ich möchte so gern meinen Penis in deinen Schlitz stecken.“

„Clarissa11w“ vergeht die Lust am Plaudern. In Wirklichkeit heißt sie Beate Schöning und ist 38 Jahre alt. „Auf Surfer mit Chat-Namen, die weiblich und jung signalisieren, stürzen sich innerhalb weniger Minuten zahlreiche Pädophile“, warnt die Bremer Journalistin und Kinderschützerin. Auf Informationsveranstaltungen schockiert sie Eltern, Lehrer und Sozialarbeiter mit Live-Demonstrationen sexueller Belästigungen im Netz. „Es funktioniert immer, ob im Yahoo-Chat, bei AOL oder auf Teeny-Seiten wie Bravo.de“, sagt Schöning, die mit der Initiative Netkids für Kinderschutz im Web kämpft.

Wegen schockierender Erfahrungen meidet die 14-jährige Schülerin Birte aus der Nähe von Bremen jeden Chat. Als die Eltern vor zwei Jahren eines Abends nicht zu Hause waren, loggte sie sich als „Birte12“ bei Happychat.de ein. Prompt lud ein Surfer die damals Zwölfjährige in einen virtuellen Privatraum ein und entlockte dem Kind die private Mail-Adresse. „Plötzlich fragte er mich nach meiner Körbchengröße“, erzählt der Teenager. Dann schickte er dem Mädchen das Bild eines steifen Penis.

Sogar in Selbsthilfeforen sind Jugendliche nicht sicher. „Ungeniert fordern Pädophile Missbrauchopfer auf, erlebte Vergewaltigungen zu schildern“, schimpft Ingo Fock, Gründer des Forums Gegen-Missbrauch.de. In eine solche Falle tappte mehrfach die 17-jährige Stella aus Frankfurt/Main und durchlebte die ihr angetane Gewalt noch einmal. „Dann kann ich die ganze Nacht nicht schlafen“, klagt der Teenager. „Dabei chatte ich doch so gern.“

Anmache ist Internet-Alltag. Eine US-Untersuchung ergab, dass von über 1000 befragten weiblichen Teenagern 30 Prozent im Internet sexuell belästigt wurden. Jedes fünfte surfende Kind wird online zu sexueller Handlung aufgefordert, belegen Forscher von der US-Universität New Hampshire. Zahlen über den Online-Missbrauch in Deutschland existieren nicht, die Behörden kennen jedoch das Problem. „Pädophile nutzen planmäßig auch Chat-Foren, um Kontakt zu Kindern zu knüpfen“, bestätigt Albert Bischeltsrieder, Leiter Dezernat Fahndung beim bayerischen Landeskriminalamt.

Seine Internet-Streife loggt sich in Chats ein und greift verdächtige Surfer auf. „Wir können aber nur Stichproben machen“, bedauert der Polizist. Er rät Eltern, jeden Missbrauch anzuzeigen, denn anhand von Datenspuren, die jeder Surfer im Web hinterlässt, kann die Polizei Täter fassen. Kinderschützerin Schöning schätzt, dass täglich Tausende Kinder Pädophilen im Web auf den Leim gehen, trotzdem werden nur wenige Vorfälle angezeigt. „Die meisten Kinder verschweigen den Angriff aus Angst, nicht mehr ins Internet zu dürfen“, erklärt Schöning.

Nur selten dringt ein Fall an die Öffentlichkeit. Im vergangenen Jahr vergewaltigte beispielsweise ein 25-jähriger Magdeburger mindestens zweimal eine Zwölfjährige, die er im Chat kennen gelernt hatte. Der Täter nutzte eine typische Verführungsmasche: „Er gab sich als jünger aus, zeigte Verständnis für ihre Probleme und verwöhnte sie mit Geschenken“, erklärt Klaus Buhlmann, Sprecher der Polizeidirektion Braunschweig. Pädophile bauen so systematisch eine Beziehung zu den Kindern auf. „Schnell drängen sie auf ein persönliches Treffen“, warnt Buhlmann, „bei dem Teenager einen Missbrauch kaum abwehren können.“

Claudia P. aus Bremen gelang es, ihre Tochter Julia zu schützen. Vor zwei Jahren freundete sich die damals Elfjährige im Chat mit einem gleichaltrigen Mädchen an. „Ich telefonierte mit der Mutter und war zunächst beruhigt“, erzählt die 37-Jährige. Als sie zur Sicherheit den E-Mail-Verkehr der Tochter kontrollierte, erschrak sie: „Die Kinder wollten sich mit zwei älteren Surfern treffen, die Julias Chat-Freundin aus dem Internet kannte“, berichtet die Mutter und verhinderte weiteren Kontakt.

Mörder aus dem Web. Eine strengere Aufsicht hätte die 13-jährige Christina Long aus dem US-Bundesstaat Connecticut vielleicht gerettet. Heimlich verabredete sie sich im Mai 2002 mit einem 25-jährigen Internet-Freund. Im Auto verging sich der Brasilianer Saul Dos Reis an dem Mädchen. Dabei drückte er Christina so heftig die Kehle zu, dass sie starb. „Hätte ich doch nur ihre Mails gelesen“, klagt ihre Tante Shelley Riling, bei der das Mädchen wohnte.

Chat-Betreiber wissen, dass in ihren Räumen Kinder belästigt werden. „Was in den Zweier-Chats passiert, können wir nicht kontrollieren“, wehrt Bravo.de-Redaktionsleiterin Friederike Hartlieb ab. Auch Yahoo hebt die Hände. „Es ist Pflicht der Eltern, ihre Kinder zu beaufsichtigen“, meint Sprecherin Patricia Rohde.

Viele Eltern und Lehrer sind sich aber der Gefahren kaum bewusst. Fast ein Drittel der zehn- bis elfjährigen Internet-Nutzer surft ohne Aufsicht (s. Kasten S. 140). Während in diesem Frühjahr Großbritanniens Familienbehörde mit einer 1,5 Millionen Pfund teuren Kampagne auf Chat-Risiken aufmerksam machte, kümmert sich Jugendschutz.net, die Internet-Stelle der hiesigen Jugendministerien, nur um Kinderpornos im Web. „Wir haben wenig Erfahrung mit Chat“, gibt Martin Döring, stellvertretender Leiter der Behörde, zu und fordert: „Eltern dürfen Kinder nicht unbeaufsichtigt chatten lassen.“

Heranwachsende lassen sich beim Plausch mit Freunden aber nicht ständig über die Schulter blicken. Einige Anbieter von Kinder-Chats verhindern daher das private Zwiegespräch und setzen auf die Kontrolle der Chat-Gemeinde. Als ehrenamtliche Moderatorin patrouilliert etwa die 13-jährige Denise im Chat bei Kindersache.de. „Ich passe auf, dass keiner etwas Schlimmes sagt“, beschreibt sie ihre Aufgabe. Störenfriede schließt die Schülerin aus Stuttgart beherzt von der digitalen Gesprächsrunde aus. Obwohl gerissene User schnell wieder einen Weg zurück in den Chat finden, unterstützt ihre Mutter das Mädchen: „Meine Tochter lernt, sich zu wehren.“

www.kindersindtabu.de

www.jugendschutz.net

Sicherheitstipps, die Kinder im Web schützen

Beate Schöning von der Initiative Netkids verrät Eltern, wie sie ihre Kinder vor sexuellen Attacken beim Surfen bewahren können.

Internet nicht verbieten Jegliche Online-Ausflüge zu untersagen könnte fatale Folgen haben, wenn Kinder dann unbeaufsichtigt bei Freunden chatten. Surfen Sie stattdessen gemeinsam, und sprechen Sie über die Erlebnisse.

Vorsicht mit Daten Bringen Sie Ihren Kindern bei, keine persönlichen Daten preiszugeben. Auf keinen Fall dürfen Jugendliche im Chat Anschrift, Mail-Adresse oder Telefonnummer nennen.

Schweinkram unterbinden Nutzen Sie Filtersoftware, um Sexseiten zu blockieren. Die Programme schützen aber nicht vor Anmache in Chat-Räumen.

Kinder-Chats Selbst in moderierte Chats können sich Pädophile einschleichen. Denn häufig findet die Kontrolle nur stichprobenartig statt. Zeigen Sie Ihrem Kind, wie es verbale Angriffe abwehrt.

Mails lesen Kontrollieren Sie den E-Mail-Verkehr insbesondere bei jüngeren Kindern. Fragen Sie nach Internet-Freunden, und lassen Sie ein persönliches Treffen nur unter Aufsicht zu.

Täter anzeigen Benachrichtigen Sie den Chat-Provider über Belästigungen. Erstatten Sie bei jeder sexuellen Anmache Anzeige. Speichern Sie Texte und Bilder, und notieren Sie die Tatzeit.

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Pädophilie: Gefährliche Gespräche - weiter lesen auf FOCUS Online: http://www.focus.de/digital/internet/paedophilie-gefaehrliche-gespraeche_aid_195521.html

 

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Wie Kinder reagieren sollten

Wie Kinder reagieren sollten | Tamara (15) und Sandro (19) im Internet. | Scoop.it

Bekommt ein Kind anstößige Photos zugeschickt, die etwa den Penis des Täters zeigen, sollte das Kind sich weder schockiert, noch neugierig zeigen. "Kinder sollten dann sagen ''das ist ekelig'' oder ''da hab ich keine Lust drauf'' oder einfach fordern, dass der Chatpartner sie in Ruhe lassen soll", rät Schulte weiter.

Denn der Täter geifert nach einer Sensation und provoziert sein Opfer deshalb. Wird sie ihm verwehrt, verliert das Gespräch für ihn schnell seinen Reiz. Auf die Weise können Kinder so ein Unterhaltung geschickter zu Ende führen, als plötzlich das Chatfenster zu schließen.

Denn je nach Psyche des Opfers hinterlässt auch ein abruptes Abbrechen Folgen. Das Kind ist unter Umständen nach dem Chat dann noch verstörter - das negative Erlebnis hatte ein offenes Ende. Unabhängig davon, wie die Unterhaltung beendet wurde, sollte nicht geschwiegen werden.

"Wir raten Kindern, solche Erlebnisse weiter zu erzählen, und nicht für sich zu behalten. Erste Ansprechpartner können Freunde, Lehrer oder die Eltern sein ", so Schulte. Denn allein können Kinder die Belästigungen oft nicht verarbeiten.

Sehr gute Infoseite für Kinder

Um den sicheren Umgang mit dem Chat zu erlernen, lohnt sich für Kinder ein Besuch des Kinderportals Internauten.de, das vor wenigen Tagen online ging. In aufwendig animierten Comicstrips gehen die drei Helden Rio, Nina und Ben auf Gangsterjagd und weisen so auf die Gefahren im Netz hin. Das Portal gehört zur Initiative "Deutschland sicher im Netz", die unter der Schirmherrschaft des Bundeswirtschaftsministers Wolfgang Clement steht.

Zu der Initiative gehören das deutsche Kinderhilfswerk, MSN Deutschland und die Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Dienstanbieter (FSM). Die Webseite richtet sich an Kinder von acht bis 13 Jahren und bietet neben den Comicgeschichten viele Infos über das Internet und seine Gefahren in leicht verständlichen Artikeln.

Nützliche Tipps für den Alltag, etwa zu den Themen Taschengeld, versteckte Werbung oder Umgang mit dem Handy, runden das Angebot ab. Für Eltern gibt es eine eigene Unterseite, auf der Praxistipps zum Thema Kinder und Internet bereit liegen. Zum Angebot gehören auch Links zu kindergerechten Webseiten, Literaturempfehlungen und der Download eines Internetguide.

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Es gibt auch jugendliche Täter

Es gibt auch jugendliche Täter | Tamara (15) und Sandro (19) im Internet. | Scoop.it

Auch Beate Blumental von Netkids rät bei realen Treffen zur Vorsicht: "Treffen sollten grundsätzlich nur mit Eltern stattfinden oder am besten gar nicht." Denn auch sie weiß von Fällen, in denen die Chatbekanntschaft plötzlich aufdringlich wurde: "Selbst Kinder, die beim Treffen mit dem Chatfreund Übergriffe erlebt haben, erzählen ihren Eltern in den meisten Fällen nichts davon."

Dabei ist seit April 2004 sogar schon die Verabredung zu einem Treffen, bei dem sexuelle Handlungen stattfinden sollen, strafbar. Der geänderte Paragraph 176 StGB greift hart durch: Wird ein Kind durch Zusenden von Pornobildern, Tonaufnahmen oder nur durch schriftliches Überreden dazu gebracht, sexuelle Handlungen durchzuführen, wandert der Täter für bis zu fünf Jahre hinter Gitter - auch wenn das Kind diese Handlungen an sich selbst durchführt. Die Mindeststrafe beträgt drei Monate.

Aber nicht nur Erwachsene missbrauchen den Chat. Es sind auch Fälle bekannt, in denen Mitschüler einfach Adressen und Fotos Anderer über das Internet verteilten. Fotos, mit dem Handy erstellt, wurden heimlich in der Toilette gemacht und tauchten anschließend im Chat auf.

"Es kommt auch vor, dass Kinder und Jugendliche den Chat nutzen, um unter dem Namen ihrer Mitschüler peinliche Sachen zu schreiben. Die haben dann das Passwort herausbekommen und benutzen den Nickname Anderer", berichtet Schulte.

Auch peinliche Fotos und sogar Nacktfotos von Mitschülern wurden schon von Jugendlichen im Netz veröffentlicht. Natürlich bleibt auch die schriftliche Belästigung im Chat nicht aus. "Man kann sehr große Zuwächse im Bereich der jugendlichen Täter (ab 16) feststellen", berichtet Schöning. "Die nutzen vornehmlich die Verbalerotik via Zwiegespräch oder auch die Möglichkeit via Webcam zu kommunizieren."

Wie man Täter drankriegt

Weil Chatmissbrauch strafbar ist, lohnt es sich, den Nickname des Täters und die genaue Uhrzeit zu notieren. Der Chatbetreiber kann dann die IP-Nummer des Täters ermitteln. Normalerweise kümmert sich die Polizei darum.

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Eltern sollten chatten lernen

Eltern sollten chatten lernen | Tamara (15) und Sandro (19) im Internet. | Scoop.it

"Der Täter setzt dann zum Beispiel mit dem Computer den Kopf des Kindes auf ein Kinderporno-Foto und erpresst sein Opfer damit", weiß Schulte zu berichten. Bei Zartbitter melden sich mehrmals pro Woche Opfer sexueller Belästigung im Chat. Im Fall einer Erpressung, wollen die Täter dann zum Beispiel mehr Fotos, Adresse, Telefonnummer oder ein reales Treffen.

Schulte empfiehlt Eltern, sich mit dem Thema Chat zu beschäftigen. Chatverbote sollten prinzipiell nicht ausgesprochen werden, weil die Kinder dann heimlich weitermachen und in einem Belästigungsfall, ihren Eltern nicht davon erzählen. Statt dessen sollten Eltern mit ihren Kindern gelegentlich zusammen chatten, wie man auch zusammen Fernsehen guckt.

"Bei Kindern bis zwölf Jahren sollten die Eltern immer dabei sein", rät Schulte und fordert, "Eltern müssen sich fit machen und durch eigenes Chatten einmal selbst erfahren, worüber ihre Kinder im Netz so stolpern." Dazu sollten sie sich auch bei älteren Kindern, ruhig einmal zeigen lassen, wie das geht.

Bei passender Gelegenheit, etwa beim Abendessen, sollte mit den Kindern über ihre Chaterlebnisse geredet werden, wie sonst auch über andere Geschehnisse des Tages. Gleichzeitig ist ein Kontrollversuch nicht angebracht. Geheimnisse verraten ältere Kinder ohnehin nicht ihren Eltern. "Trotzdem ist es wichtig, mit den Kindern im Gespräch zu bleiben", meint Schulte.

Auch Beate Schöning von Netkids hält das für den richtigen Ansatz: "Ähnlich wie Eltern mittags fragen ''wie war es in der Schule?'' kann man auch mal fragen, was Sohn oder Tochter im Netz gemacht haben, mit wem sie dort Umgang haben."

Persönliche Angaben gehören nicht ins Netz

Außerdem sollte den Kindern klar gemacht werden, niemals Adresse, Telefonnummer oder den Namen der Schule im Chat weiterzugeben. Schon in dem Chatprofil, eine Art Steckbrief, den man beim Chatanbieter hinterlegen kann, geben viele Jugendliche zu viele Informationen preis - oft sogar mit Foto.

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Der pädosexuelle Täter

Der pädosexuelle Täter | Tamara (15) und Sandro (19) im Internet. | Scoop.it

Teilweise auch selbst als Jugendliche getarnt, wählen die Täter oft das Zweiergespräch, wie es in den meisten Onlinechats angeboten wird und bauen ein freundschaftliches Verhältnis auf.

"Sanft nähert sich dieser Täter dem Opfer und lässt oft sehr viel Zeit in's Land gehen, bis er sich irgendwann einmal erklärt", weiß Schöning von Netkids zu berichten. Sie unterscheidet die Täter in zwei Gruppen. Die pädophilen Täter fallen nicht sofort auf und gehen wie beschrieben vor.

Die zweite Gruppe zeigt sich offensiv: "Der Täter bietet Geld gegen Sex und kommt schnell zur Sache", so Schöning. "Oftmals hat dieser Tätertyp keinen pädosexuellen Hintergrund. Er ist sich voll darüber im klaren, dass er eine Straftat begeht und sucht das Risiko."

Bei richtigen Pädophilen ist gar kein Unrechtsbewusstsein vorhanden. Sie halten die zuvor aufgebaute Freundschaft für normal und schaffen eine Art Vertrauensverhältnis, wo keins hingehört.

Der offensive Täter

Die "Bungee-Pädophilen", wie Schöning die offensiven Täter beschreibt, führen das Gespräch schnell auf eine sexuelle Ebene. Anfangs ist das für Jugendliche natürlich ein Anreiz, die Anonymität scheint eine sichere Möglichkeit, heimlich über solch sensible Themen zu reden.

Doch die Täter sind ihren Opfern in der Gesprächsführung überlegen. Sie machen den Jugendlichen Komplimente, zeigen Gefallen an ihrem Alter und kennen sich beim Thema Sex natürlich viel besser aus.

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Chancen und Risiken virtueller Identitätsentwürfe

Der Diskussions- und Forschungsstand zu virtuellen Identitäten ist also durch Selbstmaskierungs-Kritik und Selbsterkundungs-Lob geprägt. Wie kommt diese Polarisierung zustande? Drei Faktoren sind ausschlaggebend: Das stillschweigend zugrundegelegte Menschenbild, die Auswahl der untersuchten Netzdienste sowie die betrachteten Nutzungskontexte.

Menschenbild

Beginnen wir mit der Frage nach dem Menschenbild: Aus Sicht der Selbstmaskierungs-These haben Netznutzer /innen überwiegend egoistische und böse Absichten: Sie wollen andere Menschen hintergehen und ausnutzen, im günstigsten Fall suchen sie oberflächliche Unterhaltung. Aus Sicht der Selbsterkundungs-These dagegen verfolgen Netznutzer /innen ehrenwerte psychosoziale Ziele: Sie wollen sich und andere besser verstehen, setzen computervermittelte Kommunikation manchmal geradezu therapeutisch ein und reflektieren ihre Netzerfahrungen ebenso gründlich wie sozialkritisch. Vor dem Hintergrund, dass Netznutzung sich in immer größeren Bevölkerungskreisen verbreitet (zur soziodemografischen Zusammensetzung der Netzpopulation siehe Döring, 1999, S. 142ff.) scheint es jedoch unangemessen, entweder ein kriminalistisches oder ein psychologistisches Menschenbild zugrunde zu legen. Dass diese einseitigen Menschenbilder den Diskurs über virtuelle Identitäten bislang prägen, liegt daran, dass man sich empirisch vorwiegend auf Einzelfälle und Sondergruppen konzentriert hat.

Netzdienste

Während das Selbstmaskierungs-Modell spektakuläre Skandal- und Kriminalfälle aus der Presse aufgreift, stützt sich das Selbsterkundungs-Modell primär auf die Erfahrungen von Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus dem sozialwissenschaftlichen Universitäts-Milieu. Dass ein vorbestrafter Heiratsschwindler sich im Netz als unverheiratet ausgibt und auf diese Weise weitere Opfer findet sagt mehr über die Besonderheiten der betrachteten Person als über das Netzmedium aus. Selbiges gilt wenn eine 20jährige Psychologiestudentin ihre virtuelle Selbstdarstellung kritisch reflektiert und sich dadurch in ihrer altersbedingt gerade besonders vordringlichen Persönlichkeitsentwicklung bereichert fühlt. Eine weniger polarisierte und dramatisierte Einschätzung der Risiken und Chancen virtueller Identitäten würde also resultieren, wenn anstelle von Einzelfällen und Sondergruppen repräsentative Ausschnitte der Netzpopulation betrachtet würden, bei denen keine besondere kriminelle oder psychologische Prägung, sondern vielmehr ein breites Spektrum von Nutzungsmotiven zu erwarten ist. Extremisiert ist der bisherige Diskurs über virtuelle Identitäten aber nicht nur durch die Konzentration auf Einzelfälle und Sondergruppen innerhalb der Bevölkerung und daraus resultierende implizite Menschenbildannahmen, sondern auch durch eine enorme Einengung der betrachteten Netzdienste. Dass Menschen sich - beginnend mit der Namenswahl - in ihren virtuellen Selbstdarstellungen völlig frei entfalten, beliebige und ggf. auch wechselnde Informationen über sich lancieren können, ist in erster Linie eine Option der Chat-Kommunikation als der kontextärmsten und flüchtigsten Variante persönlichen Austauschs im Netz (zur Beschreibung der Chat-Kommunikation siehe Döring, 1999, s. 95ff.). Das Chatten ist aber nur ein Netzdienst neben vielen anderen. Tatsächlich spielt im Netzalltag die Email- und WWW-Kommunikation eine weitaus gewichtigere Rolle; sie wird von über 90% der Netzaktiven praktiziert während nicht einmal jede zweite Person im Netz jemals chattet (Döring, 1999, S. 153ff.). Und Selbstdarstellung in Emails und auf persönlichen Webseiten folgt ganz anderen Prinzipien als die Selbstdarstellung im Chat: So sind persönliche Homepage mit Text- und Bildmaterial ausgestattet und liefern in der Regel den vollen Namen und eine Kontaktadresse (Döring, 1999, S. 285ff Der Aufwand, der mit der Erstellung einer persönlichen Homepage einhergeht legt es nicht nahe, die Inhalte je nach Lust und Laune täglich zu verändern oder diverse Homepages gleichzeitig zu betreiben. Auch in der Email-Kommunikation ist weitaus mehr Identifizierbarkeit angelegt als in der Chat-Kommunikation. Viele Netznutzer/innen operieren mit Email-Adressen, die ihren vollen Namen sowie die Institutszugehörigkeit erkennen lassen und damit beliebigen Identitätswechseln einen Riegel vorschieben (Döring, 1999, S. 281ff.). Um virtuelle (d.h. netzbasierte) Selbstdarstellung angemessen zu beurteilen, dürfen also nicht nur MUDs und Chats betrachtet werden, sondern müssen auch alle anderen computervermittelten Kommunikationsdienste einbezogen werden und zwar proportional zu ihrer Nutzungshäufigkeit und Verbreitung. So faszinierend virtuelle Charaktere in MUDs sein mögen (genauer hierzu Döring, 1999, S. 116ff.) - die überwältigende Mehrzahl der Netznutzer/innen hat noch nie im Leben ein MUD betreten. Persönliche Homepages im WWW dagegen sind nahezu allen Netznutzer/innen bekannt - umso erstaunlicher, dass diese Form der virtuellen Selbstdarstellung bislang so gut wie gar nicht unter Identitäts-Perspektive untersucht wurde.

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Reflektion Daniel Scherrer

Reflektion Daniel Scherrer

Daniel Scherrer's insight:

1.  Onlinezeitung mit Scoop.it

 

Im Rahmen des Moduls Medienkompetenzen haben sich Pascal und ich mit der Thematik Pädophilie auseinandergesetzt. Auf der Webseite von scoop.it haben wir eine Onlinezeitung erstellt, in der wir eine Auswahl themenbezogener Artikel verschiedener Fundstellen gesammelt haben. Während mehreren Wochen haben wir uns intensiv mit der Frage auseinandergesetzt, wie und ob Kinder und Jugendliche von pädophilen Machenschaften betroffen sind. In einem Erfahrungsprojekt wollten wir herausfinden, wie einfach es ist, als Pädophiler im Internet an potentielle Opfer anzusprechen. Hierfür registrierten wir uns mit je einer virtuellen Identität (Sandro und Tamara) auf einer offenen sozialen Plattform und machten dort unsere Erfahrungen. In einem weiteren Schritt gingen wir der Frage auf den Grund, was die gemachten Erfahrungen bzw. die Gefahr solcher offenen Netzwerke für Auswirkungen auf unseren zukünftigen Lehrberuf haben könnte.

 

 

2.  Relevanz und Bezug zur Medienkompetenz

 

Als Fachperson in den Medienkompetenzen hat man sich in allen Bereichen und Aktivitäten des World Wide Webs auszukennen. Eine der wichtigsten und für Kinder attraktivsten Bereiche sind die sozialen Plattformen. Es wird vorausgesetzt, dass eine Lehrperson darüber informiert ist, wie solche Plattformen aufgebaut sind und wie man sich darauf zu registrieren hat. Es ist wichtig, zwischen offenen und geschlossenen sozialen Netzwerken unterscheiden zu können und sich ihren Gefahren bewusst zu sein:

Sowohl die Anmeldung als auch die Registrierung auf einem sozialen Netzwerk wird (in den allermeisten Fällen) nicht überwacht und ist für jeden Benutzer ein Kinderspiel.Selbst der Zugang zu Plattformen mit einer Altersbeschränkung stellt überhaupt kein Hindernis dar (in den meisten Fällen ist dieses mit einem Klick auf den entsprechenden Button behoben).In vielen offenen Chatplattformen haben Benutzer die Möglichkeit, mehrere Gesprächspartner gleichzeitig anzusprechen. Dies bietet potentiellen Pädophilen eine willkommene Gelegenheit, mehrere potentielle Opfer in kürzester Zeit zu finden.

 

3.  Auswahl wesentlicher Fundstellen

 

http://www.youtube.com/watch?v=fDN_ql5BtdY

http://www.youtube.com/watch?v=_henRat3njk

 

 

4.  Erkenntnisse für die Schule und für den Unterricht

 

Sobald Kinder damit beginnen, sich im Internet zurechtzufinden, wird die Vielfallt der Aktivitäten im World Wide Web schnell sehr interessant. Besonders Aktivitäten mit sozialen Aspekten reizen Kinder, darin einzutauchen. Gemäss mehreren Quellen tragen nach Videospielen die sozialen Netzwerke wie Facebook, Twitter und MSN Messenger den grössten Reiz für Kinder. Bei den sozialen Netzwerken wird zwischen geschlossenen und offenen Netzwerken unterschieden. Geschlossene Netzwerke sind Plattformen, auf denen nur mit einer ausgewählten Anzahl Gesprächspartner kommuniziert werden kann. Diese müssen den Benutzer vorgängig um Erlaubnis bitten, wenn sie mit ihm kommunizieren möchten. Dieser hat dann die Wahl, dieses Angebot auszuschlagen oder anzunehmen und in seinem persönlichen Netzwerk zu integrieren. 

 

 

5.  Thesen

Offene, soziale Netzwerke bergen ein grösseres Potential für die Einschliessung pädophiler Mitwerber als geschlossene Netzwerke. Dennoch ist es für eine Lehrperson von hoher Relevanz, sich in beiden Formen von Netzwerken gut auszukennen. Oft sind es die geschlossenen Netzwerke, welche für die Kinder ein grösseres Interesse und folglich auch den grösseren Reiz bewirken.Als Fachperson in Medienkompetenzen gehört es zur Selbstverständlichkeit, sich als Lehrperson über die Entwicklung sozialer Plattformen im Internet zu informieren und mit der Zeit zu leben. Das ist die grösste Voraussetzung dafür, zeit- und kindgerechten Unterricht durchzuführen.Offene soziale Netzwerke bergen ein unvorstellbar hohes Gefahrenpotential für Schülerinnen und Schüler. Aus diesem Grund ist es für Lehrperson von grosser Wichtigkeit, diese Gefahr im Schulunterricht zu thematisieren.

 

6.  Persönlicher Lernertrag

 

Mit der Auseinandersetzung der Möglichkeiten, welche Pädophile im Internet haben, potentielle Opfer anzusprechen, wurde mir die Wichtigkeit der Thematisierung dieser Gefahr im Unterricht sehr bewusst. Besonders im Rahmen des Erfahrungsprojektes habe ich viel dazugelernt, wie offene soziale Plattformen aufgebaut sind und welche Gefahr sie für die Schülerinnen und Schüler darstellen.

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Pädophiler Lehrer vergewaltigt seine Schüler » Lokales » Lehrer, Jungen, Dort, Schule, Polizei, Mallorca

Pädophiler Lehrer vergewaltigt seine Schüler » Lokales » Lehrer, Jungen, Dort, Schule, Polizei, Mallorca | Tamara (15) und Sandro (19) im Internet. | Scoop.it
Beamte der Nationalpolizei haben jetzt in Palma de Mallorca den Lehrer einer öffentlichen Schule festgenommen. Der 36-jährige Jorge M. wird beschuldigt zwei seiner Schüler im Alter von sechs Jahren sexuell misbraucht zu haben.
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«Wichtig ist die Bekämpfung der Pädophilen im Internet»

«Wichtig ist die Bekämpfung der Pädophilen im Internet» | Tamara (15) und Sandro (19) im Internet. | Scoop.it
Das Polizeigesetz des Kantons Zürich soll geändert werden: So wird die polizeiliche Videoüberwachung klar geregelt, und die Beamten dürfen verdeckt ermitteln – auch gegen Pädophile im Internet.
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Wie Pädophile im Internet Jagd auf Kinder machen

Wie Pädophile im Internet Jagd auf Kinder machen | Tamara (15) und Sandro (19) im Internet. | Scoop.it
Die Anonymität des Internets lockt Pädophile. Wie sie ihre Sucht nach Sex mit Kindern in Chatsrooms befriedigen wollen, zeigte eindrucksvoll die ZDF-Doku "Gefährliche Freunde.
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Chatroom-Pädophilie gerät ausser Kontrolle

Chatroom-Pädophilie gerät ausser Kontrolle | Tamara (15) und Sandro (19) im Internet. | Scoop.it

In Chatrooms sind Kinder im Visier von Pädophilen. Ermittler der Stadtpolizei Zürich bezeichnen die Situation als dramatisch. Eine Gesetzesänderung führt dazu, dass die Polizei ab 2011 nicht mehr verdeckt gegen Pädophile ermitteln darf. Die Polizei hält dies für «inakzeptabel». «10vor10» hat exklusiv Einblick in die Chatroom-Ermittlung bekommen.

VideoplayerVerdeckte Ermittlung bald vorbei.

 

In Kinder-Chatrooms tummeln sich fast rund um die Uhr Pädophile, die sexuellen Kontakt zu Kindern und Jugendlichen suchen. Die Täter fühlen sich im Internet sicher. Entsprechend hemmungslos gehen sie vor. Sobald es den Pädophilen gelingt, Kinder in einen Chat zu verwickeln, sprechen sie ihre Opfer auch sexuell an. «Im Schnitt dauert es 3 Minuten bis die Kinder sexuell belästigt werden», sagt Thomas Werner, Chatroom-Ermittler der Stadtpolizei Zürich.

Neun Verhaftungen 2010

«10vor10» hat Ermittler Thomas Werner bei der Arbeit begleitet. Der Polizist logt sich unter Pseudonymen in Chatrooms ein, die auf Kinder spezialisiert sind. Dabei gibt er sich als minderjähriges Mädchen aus. Bei seinen Ermittlungen stellt er massive Aktivitäten von Pädophilen im Netz fest. Auch während den Dreharbeiten von «10vor10» gehen dem Ermittler mehrere Verdächtige ins Netz.

Laut Werner hat sein Team in diesem Jahr 9 Chatpädophile verhaftet. Dass es nicht mehr sind, liegt alleine an den Ressourcen. Die Verfahren sind nach der Verhaftung sehr aufwändig.

Haben Sie Fragen zum Thema? Live-Chat am Mittwoch

Am Mittwoch, 20. Oktober, können Sie von 22 Uhr bis 23.30 Uhr im «10vor10»-Experten-Chat Ihre Fragen rund um das Thema Pädophilie und Missbrauch stellen. Regula Schwager, Opferhilfestelle Castagna und Thomas Werner, Stadtpolizei Zürich, stehen Ihnen zur Verfügung.

«Warten, bis es ein Opfer gibt»

Am 31. Dezember 2010 muss die Stadtpolizei Zürich die verdeckte Ermittlung einstellen. Bisher waren solche Einsätze im Bundesgesetz für verdeckte Ermittlung geregelt. Ab dem 1. Januar 2011 gilt die neue Bundes-Strafprozessordnung. Dort ist eine präventive, verdeckte Ermittlung im Vorfeld einer Tat nicht vorgesehen.

«Da wir nicht mehr präventiv Ermitteln können, müssen wir jetzt warten, bis es ein Opfer gibt. Das ist nicht akzeptabel», sagt Philipp Hotzenköcherle, Kommandant der Stadtpolizei Zürich.

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Pädophile: Kinderfang im Bravo-Chat - Digital | STERN.DE

Pädophile: Kinderfang im Bravo-Chat - Digital | STERN.DE | Tamara (15) und Sandro (19) im Internet. | Scoop.it

Auf seinen Besprechungstisch mit den chromblitzenden Beinen und der edlen Milchglasscheibe ist Rainer Kaduk stolz. Den hat er - "Uns fehlen ja die Mittel!" - noch zu D-Mark-Zeiten bei Ebay ersteigert. Natürlich verfügt Kaduk auch über eine E-Mail-Adresse und nutzt das Internet für Recherchen. So viel Modernität ist nicht selbstverständlich für einen Beamten, der kurz vor der Pensionsgrenze steht und in einem kleinen Örtchen in der Eifel lebt: Rainer Kaduk, 64, ist Schulleiter am städtischen Gymnasium in Schleiden.

Aber was bitte ist ein Chat? Und wie kann es dort zu sexuellem Missbrauch kommen? Kaduk hat davon noch nichts gehört. "Meine erste Reaktion war: Dat jibbet bei uns nich", sagt auch Schleidens Bürgermeister Ralf Hergarten, der an diesem Abend die Eröffnungsrede in der Schulaula hält. Als Referentin geladen ist Beate Schöning, Gründerin des Vereins "Netkids" und Spezialistin für den Tatort Chatraum. Sie kennt die Ahnungslosigkeit, die viele Menschen zunächst einmal glauben lässt, es würde hier um ein Orchideenthema gehen. Und sie nutzt diese Ahnungslosigkeit als Steilvorlage für Ihren Vortrag.

Mehr zu dem Thema ... ... sahen Sie bei stern TV , am Mittwoch um 22.15 Uhr, RTL

Auch Frauen sind Täter

Folie für Folie wirft Schöning über einen Beamer an die Stirnwand der Aula. Die Informationen, die nun unübersehbar im Raum stehen, sind beklemmend. 70 Prozent der Eltern wissen nicht, was ihre Kinder im Internet tun. Andererseits nutzen 97 Prozent der Menschen, die sich an Kindern vergreifen wollen, das Internet für Annäherungsversuche. 50 bis 70 Prozent der Chatter drängen das Gespräch in eine sexuelle Richtung. "Darunter sind auch erwachsene Frauen, das muss man akzeptieren", sagt Schöning. So geht das immer weiter - von Zahl zu Zahl, von Fakt zu Fakt und von Studienergebnis zu Studienergebnis. Am Ende weiß jeder, dass er eigentlich viel zu wenig weiß.

Dann erzählt Schöning von "ihren" Fällen. Seit fünf Jahren beschäftigt sie sich mit dem Thema, immer wieder gibt sie sich in Chats als minderjähriges Mädchen aus und lässt sich anbaggern. Mit insgesamt 21 Männern hat sie persönliche Treffen vereinbart, um sie in dieser Situation bloßzustellen - viel mehr lässt sich gegen pädophile Chatter nicht unternehmen, denn die sexuelle Annäherung übers Internet ist in Deutschland nicht strafbar. Unter den Männern, denen sie begegnete, war auch einer, der auf ihre Vorhaltungen einfach mit "no risk, no fun" geantwortet habe, erzählt Schöning. Wie sich herausstellte, führte dieser Mann beruflich ein Kinderheim in Kassel. Weil die Aktion von einem Fernsehteam mitgefilmt wurde, verlor er später seinen Job.

Fragen nach der Unterwäsche

Wie leicht solche Treffen zustande kommen können, führt Schöning während ihres Vortrages live vor. Sie loggt sich in einen Chat auf www.bravo.de ein, gibt sich das Pseudonym "louisa12w" und schreibt ein paar Worte im Stil eines Kindes. Innerhalb von wenigen Minuten nähern sich die Chatter wie die Fliegen und fragen wie alt sie sei, welche Hobbies sie habe und wo sie wohne. Nach diesem Vorgeplänkel kommt "badboy_666" zur Sache. Zunächst will er wissen, ob "louisa12w" Unterwäsche trägt. Dann fordert er sie auf, sich auszuziehen und sich die Brustwarzen zu lecken. "Ich massiere deinen Arsch und stecke einen Finger in deine Muschi", schreibt er. Diese Zeilen flimmern über die Projektionsfläche in der Schleidener Aula und das Publikum quält sich. Allein die ebenso plötzliche wie brutale Intimität ist schwer zu ertragen. Wirklich schockierend aber wirkt der Gedanke, dass die eigene Tochter auch so angeprochen werden könnte und sich irgendwann mit einem "Bad Boy" aus dem Chat trifft.

Seit dem Jahr 2000 werden Missbrauchsfälle, die über Internetkontakte zustande kamen, statistisch registriert. Sieben Fälle sind es bereits und Schöning ist sich sicher, dass die Zahl steigen wird: "Nichts ist einfacher, als das Internet zu nutzen, um an das 'interessante Material’, das 'Frischfleisch’, wie es in der Szene genannt wird, heranzukommen." Kein Chat sei vor Pädophilen sicher, das Problembewusstsein sowohl bei Eltern als auch Kindern noch völlig unterentwickelt.

Eltern müssen wissen, was ihre Kidner tun

Was also tun? Beate Schöning schlägt radikale Maßnahmen vor. "Für mich hat kein Kind unter zwölf Jahren etwas im Internet verloren", sagt sie. Danach sollten Eltern die Internetkontakte ihrer Kinder kontrollieren - sie müssten also deren Passwörter kennen und sich im Zweifelsfall auch selbst in die Chats einloggen können. Völlig tabu sei es, dass der Nachwuchs irgendwelche Informationen im Internet hinterlasse, zum Beispiel Name, Adresse, Handynummer oder gar Bilder. Treffen mit "Chatfreunden" könnten - wenn überhaupt - nur in Begleitung der Eltern stattfinden.

Die Schleidener reagieren verunsichert. Schulleiter Rainer Kaduk ist stolz darauf, dass er 23 internetfähige Arbeitsplätze in seiner Schule hat und Informatik als Abiturfach anbieten kann. Bürgermeister Ralf Hergarten war vor seiner politischen Karriere Unternehmensberater und hat Firmen erklärt, wie sie das Internet geschäftlich nutzen können. Viele Eltern im Publikum waren bislang im guten Glauben, ihre Kinder müssten sich im Netz auskennen, um fit für die Zukunft zu sein. Und nun ist der Gedanke an die schöne neue Welt plötzlich mit Pädophilie besudelt. "Ich will das Medium Internet nicht verdammen", sagt Beate Schöning. "Aber man sollte ruhig mal kritisch überlegen, wofür man es überhaupt braucht."

Das letzte Wort an diesem Abend hat Sigrid Arabin-Müller, Kriminalbeamtin im Kreis Euskirchen und Vorstand von "Mumm e.V.", eines Vereins gegen den sexuellen Missbrauch von Jungen und Mädchen, der diesen Vortragsabend organisiert hat. "Jede Woche gehen bei uns ein bis zwei Anzeigen wegen Missbrauchs ein", sagt sie. Eine Vergewaltigung nach einem Chatkontakt war auch schon darunter.

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13-Jährige machte freiwillig mit

13-Jährige machte freiwillig mit | Tamara (15) und Sandro (19) im Internet. | Scoop.it

Sie hatte den Pädophilen beim Chat kennengelernt

Berlin - Als der Mann aus dem Internet-Chat fragt, ob sie nicht ein paar Fotos von sich machen könne, sagt das 11-jährige Mädchen aus Halle/Westfalen zu. Sie vertraut ihm, schließlich schreiben sie sich jetzt schon einen Monat hin und her. Später wird sie der Polizei erzählen, dass sie den Mann „sehr sympathisch“ fand.

Deshalb sei sie auch seinem Wunsch gefolgt. Wie, das schilderte sie der Polizei. Sie stellt die Digitalkamera in ihrem Kinderzimmer auf. Dann aktiviert sie den Selbstauslöser. Zweimal blickt sie mit ihren braunen Augen, den langen blonden Haaren und dem blauen Top in die Kamera.

Für die anderen vier Fotos zieht sie sich aus und setzt sich so hin, wie es ihr der Mann aus dem Internet beschrieben hat – es sind eindeutig sexuelle Posen, heißt es im Polizeibericht. Als sie fertig ist, schickt sie die Bilder ihrem vermeintlichen Freund. Sie sind mit dem 8. Juni 2004 datiert. Wann der Kontakt zwischen den beiden abbricht, ist unklar. Fest steht nur, dass der Chat-Partner die Bilder der damals 11-Jährigen ins Internet stellt und in der Kinderpornoszene handelt. Jeder, der hier Zugang hat, kann sie speichern und sie sich immer wieder ansehen. 2005 wurden die Fotos erstmals von Fahndern der Zentralstelle Kinderpornografie des Bundeskriminalamtes (BKA) entdeckt, jedoch gab es keine Spur zu Opfer und Täter. 2006 tauchten die Fotos erneut in der amerikanischen Pädophilenszene auf, das FBI informierte die deutschen Behörden.

Weil die Beamten mit ihren Ermittlungen nicht vorankamen, veröffentlichten sie am vergangenen Donnerstag zwei Bilder des Mädchens – eine ungewöhnliche Methode, denn normalerweise müssen minderjährige Missbrauchsopfer für die Öffentlichkeit unkenntlich gemacht werden. Doch die Polizei vermutete, dass das Mädchen weiterhin in seinem engsten Familienumfeld missbraucht wird. Die Veröffentlichung war ihr letztes Mittel, um das Mädchen zu finden. Auch in der ZDF-Fernsehsendung Aktenzeichen XY ... ungelöst“ am vergangenen Donnerstag wurden die Bilder gezeigt. Zufällig schaute die Schwester des Mädchens zu und erkannte ihre Schwester. Sofort informierte sie ihre Mutter. Noch am Freitag ging die mit ihrer heute 13-jährigen Tochter zur Polizei. Dort erzählt das Mädchen, wie die Fotos entstanden sind. Es war vermutlich das erste Mal, dass das Mädchen darüber sprach. Sie sei „sehr schüchtern“ gewesen, sagt der zuständige Oberstaatsanwalt Reinhard Baumgart von der Staatsanwaltschaft Bielefeld. Die Mutter habe von alldem nichts geahnt. Die Polizei fahndet jetzt nach dem Mann.

Dass Eltern nicht wissen, mit wem ihre Kinder im Internet kommunizieren, ist kein seltener Fall, sagt Friedemann Schindler, Leiter von jugendschutz.net. Dabei sei Vorsicht angebracht, denn immer wieder würden Pädophile versuchen, über das Internet Kontakt zu Minderjährigen aufzunehmen. So geben 51 Prozent der 12- bis 19-Jährigen bei einer Umfrage des medienpädagogischen Forschungsverbundes Südwest an, im Internet schon schlechte Erfahrungen gemacht zu haben.

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Es gibt keinen effektiven Schutz

Es gibt keinen effektiven Schutz | Tamara (15) und Sandro (19) im Internet. | Scoop.it

Denn zusammen mit einer Kopie des Textes kann bei der Polizei Anzeige erstattet werden. Den Text kopiert man, indem man ihn mit gedrückter Maustaste markiert und dann die Tasten "Strg" und "c" gleichzeitig drückt. In einem Schreibprogramm drückt man dann die Tasten "Strg" und "v" und fügt ihn so dort ein. Anschließend kann man den Text ausdrucken und abspeichern. Einmal abgespeichert, kann man ihn auf Diskette kopieren oder per Mail an die Polizei schicken.

Der Internetanbieter des Täters, auf den man mit der IP-Nummer rückschließen kann, muss den Namen seines Kunden herausgeben, wenn gegen ihn ermittelt wird. Ob ein Kind oder ein Erwachsener den Chat missbraucht hat, klärt sich spätestens dann. Zwar fallen die Strafen für Jugendliche natürlich nicht so hart aus. Trotzdem schreckt eine Anzeige junge Täter ab.

Leider gibt es keine vernünftigen Schutzmechanismen für Internetchats. Programme, wie Cyber Patrol können zwar bestimmte Eingaben, etwa die zuvor hinterlegte Adresse, unterbinden, können aber auch leicht ausgetrickst werden. Ziel sollte auch nicht die Kontrolle der eigenen Kinder sein, sondern ein vorsichtiger Umgang mit dem Internet.

Einige Täter erkennt man oft schon an seltsamen Pseudonymen, in denen sexuelle Anspielungen stecken. Zeigt eine Person im Chat deutliche Begeisterung am Alter des Kindes, ist das auch schon ein deutliches Indiz. Denn Jugendliche aus etwa der gleichen Altersklasse, finden es nicht besonders spektakulär, wenn eine Person jünger ist.

Weil das aber auch nur grobe Anhaltspunkte sind, rät Schulte den Kindern, stärker auf ihr Gefühl zu hören, das sich bei einem gefährlichen Gespräche einschleicht: "Wenn einem Kind etwas komisch vorkommt, sollte es das Gespräch abbrechen. Es braucht sich nicht verpflichtet zu fühlen, das Gespräch aufrecht zu erhalten."

Chat-Aufklärung ist minderwertig

Weil aber viele Kinder und Jugendliche intime Gespräche anfangs spannend finden, lassen sie sich überhaupt auf so einen Dialog ein. "Der Chat ist kein Ort, der für eine Sexualaufklärung geeignet ist. Die BZgA (Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung) hat sehr gute Materialien, mit denen sich Kinder und Jugendliche besser informieren können", sagt Schulte.

Um die Möglichkeit zu verringern, im Chat belästigt zu werden, empfehlen sich moderierte Chats. Dort nimmt der Betreiber an den Chatgesprächen teil und sperrt die Nutzer, die negativ auffallen. Die können sich zwar unter einem anderen Namen wieder einloggen. Da jede Anmeldung aber etwas Zeit braucht, verlieren sie schnell das Interesse. Nicht moderierte Chats sind für sie deshalb interessanter.

Allerdings verfügen auch die moderierten Chats meist über eine Funktion, Zweiergespräche zu führen. Man kann also das Risiko, belästigt zu werden, nur verringern, nicht ausschließen. Um Pädophile abzuwimmeln, hilft die Behauptung, die Eltern würden das Zimmer betreten. "Wenn Erwachsene angekündigt werden, vertreibt das die Täter ziemlich schnell", berichtet Schulte aus ihren Chaterfahrungen.

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Vorsicht mit Schul- und Vereinsseiten

Vorsicht mit Schul- und Vereinsseiten | Tamara (15) und Sandro (19) im Internet. | Scoop.it

Denn ein Formular, in das man die Kontaktdaten eintragen kann, wird in der Regel bei der Anmeldung in einem Chat angezeigt. Das kann später von jedem Chatteilnehmer eingesehen werden.

"Eltern sollten die Kinder zu einem gesunden Misstrauen bringen", rät Schulte. "In unseren Workshops in den 20 Schulen der letzten Monate, erfuhren wir, dass viele Kinder zum Beispiel unter eigenem Namen chatten." In jedem Chat wählt man sich normalerweise ein Pseudonym (Nickname) aus, mit dem man angesprochen wird.

Prinzipiell sollten in einem Chatprofil entweder gar keine oder nur falsche Angaben gemacht werden. Für die Weitergabe von E-Mail-Adressen in Chats sollte man sich eine anonyme Mail-Adresse bei einem der zahlreichen kostenlosen E-Mail-Anbieter erstellen oder sogar ganz darauf verzichten.

Generell ist auch Vorsicht bei Veröffentlichungen von Fotos und persönlichen Angaben auf Schul- und Vereinsseiten geboten sein. Denn die Täter informieren sich über die Jugendlichen, wenn sie einmal den Namen kennen. Webcams sind ohnehin Tabu: Kennt ein Täter das Gesicht einer Person, kann er mit nur wenigen Zusatzinfos Name und Adresse herausbekommen.

Beispielsweise genügen dann die Angabe von Stadt und Hobby um nach Vereinsseiten zu recherchieren. Der Täter erkennt die Person auf dem Foto wieder und findet möglicherweise genauere Infos auf der Homepage.

Real-Life-Treffen nur mit Erwachsenen

Wollen sich die Jugendlichen mit einer Person treffen, die sie im Chat kennen gelernt haben, sollte das Treffen an einem öffentlichen Ort, zum Beispiel einem Cafe, stattfinden. "Wir raten dazu, dass man eine erwachsene Person mitnimmt", empfiehlt Schulte von Zartbitter, "Freunde mitzubringen, reicht da nicht."

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Gemeinsames Geheimnis

Gemeinsames Geheimnis | Tamara (15) und Sandro (19) im Internet. | Scoop.it

Schöning schildert so ein Vorgehen folgendermaßen: "Der Chatfreund klärt heute gerne auf, vermittelt die entsprechende ''Fachsprache'' und erläutert auch gerne, dass man mit zwölf Jahren heute unmöglich noch Jungfrau sein kann."

Oft wird so ein Vertrauensverhältnis geschaffen, das die Kinder ihren Eltern gegenüber geheim halten. Teilweise fordern die Täter auch ausdrücklich dazu auf, Niemandem von den Gesprächen zu erzählen.

"Es gibt Täter, die sagen, dass man die Tür abschließen soll, damit die Eltern das Gespräch nicht mitbekommen. Sie reden dann über Sex und sagen dem Kind hinterher ''das darfst du keinem weitererzählen''. Das Kind glaubt dann, von dem peinlichen Gespräch nichts verraten zu dürfen", berichtet Simone Schulte von Zartbitter Köln.

Der Verein informiert Eltern und Kinder über die Gefahren im Chat und ist eine Anlaufstelle für Geschädigte. Schulte gab sich auch schon mehrfach im Chat als Kind aus, um die Vorgehensweisen der Täter in Erfahrung zu bringen.

Auch sie unterscheidet zwei Tätergruppen: "Es gibt Täter, die mit der Tür in's Haus fallen und zum Beispiel Bilder von einer Selbstbefriedigung haben wollen. Vorsichtige Täter haben hingegen Strategien, mit denen sie freundschaftliche Verhältnisse schaffen wollen, wie im realen Leben."

Diese Täter versuchen ihre Opfer nach körperlichen Details, sexuellen Vorlieben und Kontaktdaten, wie Wohnort oder Telefonnummer auszufragen. "Dem einen reicht das erotische Gespräch, der nächste braucht das Gefühl, dass ein Kind zusieht, wie er sich vor der Webcam befriedigt und wiederum ein anderer will sich treffen und das Kind sexuell ausbeuten", berichtet Schöning.

Erpressung durch manipulierte Photos

Teilweise verlangen sie auch nach Fotos und schicken welche. Die zeigen nicht unbedingt das Gesicht des Täters, sondern sind oft auch pornographische Darstellungen, die entweder schockieren oder Neugier wecken sollen. Es kommt auch vor, dass die Täter ihre Opfer mit den Fotos unter Druck setzen, die ihnen die Opfer zusenden, indem sie mit Veröffentlichung drohen.

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Belästigungen sind offenbar die Regel

Belästigungen sind offenbar die Regel | Tamara (15) und Sandro (19) im Internet. | Scoop.it

Nach eigenen Erfahrungen, chatten ab der fünften Klasse etwa die Hälfte der Kinder - und alle wurden bereits sexuell belästigt: "Ältere Jugendliche sagen aus, dass von zehn neuen Chatpartnern, zwischen fünf und sieben etwas sexuelles von ihnen wollen."

Auch Beate Blumental, vom Verein Anti-Kinderporno, weiß um die Zustände in den Chats: "Das ist schon seit Jahren dringend", bekräftigt sie die Vermutung, dass sexuelle Belästigung im Chat ein Problem sei. "Manchmal rufen bis zu drei mal pro Woche Betroffene bei uns an", fährt sie fort. Dabei kümmert sich der Verein eigentlich nur um die ganz schlimmen Fälle, Opfer von schwerster sexueller Gewalt.

"Der Verein wurde von Menschen gegründet, die der starken Täter-Lobby eine Lobby für Kinder und für jugendliche und erwachsene Überlebende entgegensetzen will", ist auf der Homepage zu lesen.

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