Hören mit Gefühl | Wepyirang | Scoop.it

 

Ein bedrohliches Hundeknurren lässt uns sofort aufhorchen. Emotionen wie Angst lenken unsere Aufmerksamkeit – auch beim Hören. Was dabei im Gehirn passiert, untersucht eine Psychologin der Uni Mannheim. Die Psychologin Antje Gerdes hatte ein Problem: Lärm. Der störte ihre Versuche. Sie erforschte an der Universität Mannheim, wie im Gehirn Eindrücke verarbeitet werden, die vom Ohr kommen. Besonders interessierte sie, welche Rolle Gefühle dabei spielen. Man wusste bereits, dass Menschen beispielsweise einem bedrohlichen Hundeknurren viel mehr Aufmerksamkeit schenken als dem Geblubber der Kaffeemaschine. Im Gesprächsgewirr einer Party hören wir schnell die Stimme des geliebten Menschen heraus, die anderen Geräusche blenden wir aus. Das bedeutet: Durch Emotionen wird unsere Aufmerksamkeit gesteuert. Und das kann überlebenswichtig sein: Sei es in früheren Zeiten das Knurren des Bären oder heute das herannahende Auto: Bei ängstigenden Geräuschen sollten wir besser alles andere vergessen und schnell reagieren. Doch wie lässt sich erforschen, was dabei im Gehirn passiert? Die normale Herangehensweise ist, Testpersonen in die Röhre eines funktionalen Magnetresonanztomografen (fMRT) zu schieben und dann zu schauen, welche Hirnareale aktiv sind. Will man allerdings das Hören mit dieser Methode untersuchen, gibt es ein Problem. Das Gerät macht großen, sehr unangenehmen Krach. Keine gute Voraussetzung also, wenn man wie Antje Gerdes herausfinden will, wie das Gehirn auf „emotionale“ Geräusche reagiert.....


Via Thomas Menk