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Wie trifft man gute Entscheidungen? Ratio versus Intuition …

Wie trifft man gute Entscheidungen? Ratio versus Intuition … | Weiterbildung | Scoop.it

Das Thema Intuition hatte wir schon einige Male anklingen lassen. Ich habe mir gerade den Vortrag Wie trifft man gute Entscheidungen? des Direktors des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung, Prof. Gigerenzer, gehalten auf den Petersberger Gesprächen 2012, angehört, und auch er empfiehlt uns, neben der Logik auch die Intuition zu nutzen. Besonders wenn die Entscheidung auf einem komplexen, unsicheren Hintergrund erfolgen soll. Die Botschaft der Verfechter des rationalen Entscheidens lautet: Zuerst wägen, dann wagen. Zuerst analysieren, dann agieren.

Was ist Intuition? Nach Gigerenzer ist das gefühlte Wissen, was sehr schnell im Bewusstsein ist, aber die Gründe dafür sind nicht bewusst: SIE SIND NICHT IN SPRACHE! Dieser Teil des Wissens ist der bei Weitem größte. Wer also nicht auf seine Intuition hört, nutzt den größten Teil seines Gehirns nicht. Intuition sei kein sechster Sinn und auch keine göttliche Eingebung. Intuition funktioniert auf viel Erfahrung, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren und den Rest zu ignorieren.

 

Siehe dagegen die heutige ökonomische Theorie des erwarteten Nutzenmaximierens: liste die Möglichkeiten mit ihren Pros und Kons, dann gewichte und berechne. Auf die Frage, wer seinen Ehepartner so ausgewählt hätte, kam ein Handzeichen. Klick? Unsere Gesellschaft tolleriere keine Bauchentscheidungen. Dennoch würden insgeheim die Manager zu 50% oder gar mehr intuitiv entscheiden, so eine Analyse in einem deutschen Daxunternehmen. So wird häufig nach der insgeheim getroffen Entscheidung noch ein rechtfertigendes Gutachten teuer eingekauft, das dann die rationalen Gründe noch nachliefert. Typisch sind hier Firmenkulturen mit Nullfehlertolleranz, so dass jeder Manager lieber seinen Arsch rettet als zum Nutzen der Firma zu handeln, indem er nicht oder eben defensiv entscheidet. So würden 30-40% eher weniger zuträgliche Entscheidungen getroffen. Besonders schlimm ist es offensichtlich in der Ärzteschaft der USA. Dort würde aus Eigenschutz zu 93% gegen den Patentien entschieden. Wir misstrauen der Intuition Anderer, aber trauen den Formeln von Experten blind. Er zeigt dies am Beispiel der kaum treffenden Vorhersagen der Entwicklung des Euros seitens der Top-Banken in den letzten Jahren (wir erinnern uns auch ungerne an die Voraussagen unserer Wirtschaftsweisen, wo auch viel Geld für “Mist” in den Himmel ging. So mancher Hungernde hätte sich über das Geld gefreut.

Komplexität mit viel Unsicherheit müsse mit Einfachheit begegnet werden, so Gigerenzers Empfehlung.

 

Sein Fazit:

Intuition beruht auf schnellen, heuristischen Prozessen, die oft zu bessern Entscheidungen in einer unsicheren Welt führen als die kompliziertesten, statistischen Verfahren. Mehr Zeit, mehr Information und mehr Berechnung ist nicht immer besser. Weniger kann mehr sein.

 

In seinem Vortrag geht er noch auf einige Untersuchungen ein, wann die Intuition besser greift, u. a. geht er auch auf den Unterschied von Golf-Experten und -Anfänger ein, wenn für den Abschlag nur 3 Sekunden Zeit gegeben werden. Und auch Jens Lehmanns berühmter Zettel beim Elfmeterschießen gegen Argentinien kommt zur Sprache.....


Via Thomas Menk
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Philippe Vallat's comment, April 22, 2013 11:27 AM
Leider ist die Definition von Herrn Gigerenzer falsch. Laut Duden: "das unmittelbare, nicht diskursive, nicht auf Reflexion beruhende Erkennen, Erfassen eines Sachverhalts oder eines komplizierten Vorgangs". Wenn es heuristische Prozessen sind, ist es Reflexion, d.h. keine Intuition...
Pascale Mousset's comment, April 22, 2013 1:32 PM
Dommage que ce soit en Allemand ! Ca me semble hyper interessant d' après quelques notions rescapées de ma scolarité. Ce theme m 'interesse beaucoup si vs le trouvez en Fr ou En ...that will be Great !

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Wissenswertes über Führen, Denken und Lernen
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Trendmethode Selbstcoaching - Gespräch mit dem inneren Du

Trendmethode Selbstcoaching - Gespräch mit dem inneren Du | Weiterbildung | Scoop.it

Sich selbst coachen? Das geht wahrscheinlich genauso gut, wie sich selbst am eigenen Schopf aus dem Sumpf zu ziehen. Es ist noch gar nicht lange her, dass Selbstcoaching-Methoden mit großer Skepsis betrachtet wurden. Heute ist dieser Ansatz der Trend im Coaching mit dem stärksten Rückenwind. Was man mit welchen Übungen erreichen kann, wie sie wirken, und wo man als sein eigener Coach an Grenzen stößt.

 

Inhalt:
- Expeditionen ins Ich: Der gemeinsame Nenner von Selbstcoaching-Übungen
- Hemmende Gedanken bannen: Die erste Disziplin des Selbstcoachings
- Gedankenloses Schreiben: Die Cahier-Methode im Selbsttest und Fremdcheck
- Studienreisen ins Selbst: Die zweite Disziplin des Selbstcoachings
- Wer schreibt, der bleibt – beim Thema: Warum Selbsterkenntnis am besten schriftlich funktioniert
- Lösungsorientierter Selbst-Dialog: Die dritte Disziplin des Selbstcoachings
- Sprechende Symbole: Die Intuition als Ratgeber an den Tisch holen

Zentrale Botschaft:
Als vor gut zehn Jahren die ersten komplexeren Selbstcoaching-Konzepte auf den Markt kamen, war in der Fachwelt die Skepsis groß. Mittlerweile haben Forschung und Praxis bewiesen: Selbstcoaching ist möglich. Unter bestimmten Voraussetzungen. Bei bestimmten Anliegen. Wenn man einige grundlegende Regeln beachtet. Selbst viele Coachs, die von der Face-to-Face-Beratung leben, sehen Selbstcoaching durchaus positiv und verstehen die Angebote weniger als Konkurrenz denn als sinnvolle Ergänzung zu ihrem Angebot. Über die Möglichkeiten und Grenzen des Coachings ohne Coach.

Extras:
- Sechs Übungen: So coachen Sie sich selbst
- Literatur- und Linktipps

Sascha Reimann's insight:

Das aktuelle managerSeminare-Titelthema

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▶ "Lernen in den Schulen von morgen" - Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer im Interview

Schule des Lebens im Interview mit dem Psychologen & Hirnforscher Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer über die Bedeutung von Neugier, Flow, Begeisterung und Selbst...

Via BlessTheTeacher, Michael Sabah
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Schlafrhythmus: Wie die innere Uhr mentale Fitness beeinflusst

Schlafrhythmus: Wie die innere Uhr mentale Fitness beeinflusst | Weiterbildung | Scoop.it
Warum sind Teenager morgens immer müde? Schlafforscher Göran Hajak erklärt, wie die innere Uhr die mentale Fitness beeinflusst. Und weshalb Betriebe auf Azubis Rücksicht nehmen sollten.
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Facebook at work will Yammer und IBM Connections Konkurrenz machen

Facebook at work will Yammer und IBM Connections Konkurrenz machen | Weiterbildung | Scoop.it
Ein soziales Netzwerk für die Kommunikation in Unternehmen? Genau das will Facebook mit einem neuen Angebot schaffen, das ausschließlich Firmen offenstehen soll. Der Dienst soll interne E-Mails und Chats überflüssig machen.
Sascha Reimann's insight:

Mehr dazu zu, wie Enterprise Social Networks funktionieren und wie man sie steuert, hier: http://www.managerseminare.de/ms_Artikel/Soziales-Wissensmanagement-Sortiertes-Rauschen,232979 und hier: http://www.managerseminare.de/ms_Artikel/Digitale-Kollaboration-Mitdenken-managen,233852

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Der Taumel als Forschungsobjekt: Ein Wanken durch die Disziplinen

Der Taumel als Forschungsobjekt: Ein Wanken durch die Disziplinen | Weiterbildung | Scoop.it
Forschungsprojekt über das Potenzial des Taumels verbindet Kunst und Wissenschaft

 

Kreativität im Taumel

"Der Taumel ist für unsere Begriffe eine Grundbedingung kreativer Prozesse", sagt Anderwald. Denn ein künstlerischer Schaffensprozess führt immer durch eine Ungewissheit. "Das ist in der Wissenschaft durchaus ähnlich: Man denkt, man geht von A nach B und dann kommt man am Ende doch bei C wieder raus."


Via Michael Sabah
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Employer Branding Studie: inwiefern spielt Work Life Balance eine Rolle?

Employer Branding Studie: inwiefern spielt Work Life Balance eine Rolle? | Weiterbildung | Scoop.it

Männer und Frauen schätzen Work-Life-Balance-Angebote unterschiedlich ein, leistungsorientierte und weniger leistungsorientierte auch.

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Großraumbüro - Eingekastelt im Billig-Büro-Würfel

Großraumbüro - Eingekastelt im Billig-Büro-Würfel | Weiterbildung | Scoop.it
Großraumbüros machen krank und sind mäßig effizient - trotzdem feiern die Ozeane aus Schreibtischplatten seit Jahren einen Siegeszug.
Sascha Reimann's insight:

Wie es anders geht: http://www.managerseminare.de/ms_Artikel/Innovative-Raumkonzepte-Das-Ende-des-Bueros,229974 (Achtung Paywall)

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Computer und Gehirn: Der Mythos von der digitalen Demenz - SPIEGEL ONLINE

Computer und Gehirn: Der Mythos von der digitalen Demenz - SPIEGEL ONLINE | Weiterbildung | Scoop.it
Muss ich mir nicht merken, finde ich online! Macht uns das Internet immer dümmer? Eine Studie zeigt, dass unser Gehirn keinesfalls verkümmert, wenn es Wissen digital auslagert. Ganz im Gegenteil.

Via Torsten Fell
Sascha Reimann's insight:

Mehr zum Thema hier: http://www.managerseminare.de/ms_News/Learntec-2013-Digitale-Demenz-versus-digitale-Relevanz,225451

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The Biggest Reason We Steal Other People's Ideas

The Biggest Reason We Steal Other People's Ideas | Weiterbildung | Scoop.it
The psychologist Dan Gilbert calls this kleptomnesia: generating an idea that you believe is novel, but in fact was created by someone else. It's accidental plagiarism, and it's all too common in creative work....

Via Miklos Szilagyi
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Miklos Szilagyi's curator insight, January 2, 5:56 AM

"Kleptomnesia („stealing” others’ ideas without realizing it and „owning” them)  happens due to a pragmatic, but peculiar, feature of how human memory is wired. When we encode information, we tend to pay more attention to the content than the source. Once we accept a piece of information as true, we no longer need to worry about where we acquired it..." - Very interesting... d'un côté everything is yours - contentwise -  independently from the sources, de l'autre côté it is fair to (try) to remember & to make the distinction and to mention thee source when appropriate....

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Verringertes Schmerzgefühl: Fluchen ist gesund

Verringertes Schmerzgefühl: Fluchen ist gesund | Weiterbildung | Scoop.it
"Scheiße" sagt man nicht? Von wegen. Im richtigen Augenblick ist Fluchen ein Segen. Wohldosiert können Schimpfwörter Schmerzen lindern oder das Durchhaltevermögen steigern.
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Kampfdialektik abwehren - Nicht mit mir!

Kampfdialektik abwehren - Nicht mit mir! | Weiterbildung | Scoop.it

Andere verbal auflaufen lassen, sie verunsichern, aus der Fassung bringen … das betreiben Kampfdialektiker systematisch. Sie nutzen diese zweifelhafte rhetorische Kunst, um ihren Willen durchzuboxen, sich mit einer schwächeren Position gegen eine stärkere durchzusetzen oder sich einen Statusvorteil zu verschaffen. Rhetorikexperte Albert Thiele erklärt, wie man sich der perfiden Techniken erwehren kann.

 

 

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Change gestalten - Weiter mit den Willigen

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Change-Experten wissen schon lange, wie wichtig die Beteiligung der Betroffenen für den Erfolg von Veränderungsprojekten ist. Mit den klassischen Ansätzen lässt sie sich allerdings nur mühsam herstellen. Neue Konzepte wollen das ändern und Mitarbeiter dauerhaft stärker einbinden. Dabei setzen sie vor allem auf Freiwillige.

 

--

 

Das Technologieunternehmen, bei dem Paul Davidson arbeitet, strauchelt: Seit zwei Jahren steigen die Verkaufszahlen kaum noch, die Marktanteile sinken, in Asien hat die Konkurrenz die Firma schon überholt. Eine ernste Krise droht. Und was tun die Mitarbeiter? Resignieren, kündigen, verzweifeln? Nein. Um ihr Unternehmen zu retten, ziehen sie alle an einem Strang: Kundenbetreuer wie Controller machen sich daran, ihre Kollegen von der Notwendigkeit grundsätzlicher Veränderungen zu überzeugen, Produktverantwortliche und Außendienstler grübeln gemeinsam, wie sich der Einführungsprozess für neue Produkte beschleunigen lässt, interne Programmierer und Verkäufer tun sich zusammen, um ein vereinfachtes Vertriebstool zu entwickeln ...

Klingt wie Fiktion? Ist aber Realität. Das Fallbeispiel stammt aus John P. Kotters neuem Buch 'Accelerate'. Der renommierte Change-Experte beschreibt dort, wie es ihm mit seiner Beratungsfirma gelungen ist, in einem – namentlich leider nicht genannten – Unternehmen, den Traum eines jeden Firmenchefs wahr werden zu lassen: Stell dir vor, es ist Change, und jeder macht mit!

Was bisher kaum vorstellbar war, geben heute immer mehr Change- und Organisationsberater als Maxime aus, die sie in neue Konzepte gießen und bisweilen sogar schon umsetzen. Sie sprechen von elastischen, dynamischen oder fluiden Organisationen mit engagierten und mitdenkenden Individuen. Sie beschwören die Neugier der Mitarbeiter und ihren Wunsch nach Beteiligung und Selbstbestimmung. Ihre Überzeugung: Das urmenschliche Streben nach permanenter Weiterentwicklung muss nur auf Strukturen treffen, in denen es sich ausleben kann. Dann lässt es sich auch in den Dienst von Organisationen stellen und hilft ihnen, sich immer wieder neu zu erfinden. Change wird so zum kontinuierlichen kollektiven Prozess...

 

 

Sascha Reimann's insight:

Zum Download oder als kostenloser Podcast

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Stress ist besser als sein Ruf – Wie Stress auf Erinnern und Vergessen wirkt

Stress ist besser als sein Ruf – Wie Stress auf Erinnern und Vergessen wirkt | Weiterbildung | Scoop.it

Der Abruf von Gelerntem unter Stress funktioniert zwar nicht gut. Aber Stress kann auch beim Lernen helfen. Und er schützt die Seele vor belastenden Erinnerungen.

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The Science of Persuasion [Infographic]

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How do you sway a buyer? Let science lend a hand.
Sascha Reimann's insight:

More about Persuasion in Leadership: http://www.managerseminare.de/ms_Artikel/Positiv-beeinflussen-Die-Macht-der-Manipulation,224833 (Download oder Gratis-Podcast)

 

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Bossing: "Es geht um Macht und Machtspielchen"

Bossing: "Es geht um Macht und Machtspielchen" | Weiterbildung | Scoop.it
Bossing ist Mobbing durch den Chef. Psychopathische Chefs suchen sich oft unsichere Mitarbeiter, um sie fertig zu machen, sagt die Managementberaterin Madeleine Leitner.
Sascha Reimann's insight:

Mehr dazu hier: http://www.managerseminare.de/ms_Artikel/Mobbing-Und-raus-bist-Du,157372 (kostenloser Download)

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Führungskräfte über Führung: Gefangen im System

Führungskräfte über Führung: Gefangen im System | Weiterbildung | Scoop.it

Diese Botschaft hat es in sich: Laut einer aktuellen Studie hadern die meisten Führungskräfte damit, wie Führung heute praktiziert wird. Sie wollen eigentlich ganz anders arbeiten, haben auch gewisse Vorstellungen davon, wie. Doch der Weg vom Fühlen zum Tun ist steinig und weit.

 

 

Zum Einstieg ein Gedankenexperiment: Stellen Sie sich vor, eine Studie hätte ergeben, dass über 70 Prozent der deutschen Ärzte die Arbeitsweisen ihrer Profession ablehnen. Dass die Mediziner das Gefühl hätten: Es ist falsch, was wir hier machen, es sollte eigentlich ganz anders laufen. Gruselig, oder?

So eine Studie gibt es tatsächlich. Doch es wurden keine Ärzte befragt, sondern 400 deutsche Führungskräfte aus Konzernen und mittelständischen Betrieben – also Angehörige einer Berufsgruppe, bei der es immerhin nicht um Leben und Tod geht. Das allerdings macht die Sache nur einen Tick weniger brisant. Denn auch die Arbeit von Führungskräften beeinflusst das Leben vieler Menschen. Das zentrale Ergebnis der aktuellen Studie 'Führungskultur im Wandel' lässt daher aufhorchen: Rund 77 Prozent der deutschen Führungskräfte haben das Gefühl, dass die Art und Weise, wie Führung in Deutschland praktiziert wird, den Anforderungen nicht entspricht. Nicht den heutigen. Und erst recht nicht denen in Zukunft.

Die Studie wurde vom Bremer Beratungs- und Forschungsunternehmen Nextpractice GmbH unter dem Dach der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) durchgeführt. Bei ihrer Veröffentlichung im Herbst 2014 rief sie ein großes Echo hervor: Deutschlands Führungskräfte sind mit ihrer Arbeit nicht im Reinen? Sie wollen eigentlich ganz anders führen? Diese Nachricht elektrisierte Medien und Öffentlichkeit. Denn meist sind es ja die anderen – sind es Journalisten, Arbeitnehmervertreter, Personalmanager, Mitarbeiter, Berater und Politiker –, die Deutschlands Leadern die rote Karte zeigen und Veränderungen anmahnen. Dass große Teile der Chefs offenbar selbst mit ihrer Zunft hadern, verlieh der alten Debatte über die Qualität von Führung neue Brisanz...

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Turbozeichner: Mal mir eine Konferenz

Turbozeichner: Mal mir eine Konferenz | Weiterbildung | Scoop.it
Nicht grübeln, spontan zeichnen! Dass Zuhörer bei Vorträgen wegdämmern, verhindern Spezialisten wie Mathias Weitbrecht und Malte von Tiesenhausen. Als "Graphic Recorder" übersetzen sie blitzschnell komplexe Inhalte in bunte Bilder.
Sascha Reimann's insight:

Mehr dazu hier: http://www.managerseminare.de/ms_Artikel/Spezialisten-in-Serie-Was-macht-eigentlich-ein-Visual-Facilitator,234275

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Warum gehen großen Unternehmen die Ideen aus?

Warum gehen großen Unternehmen die Ideen aus? | Weiterbildung | Scoop.it
Konzerne haben viel Geld, Erfahrung und Tausende Mitarbeiter. Die besten Einfälle aber haben meist andere.

Via Michael Sabah
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Führungsstil beeinflusst psychische Gesundheit der Beschäftigten

Führungsstil beeinflusst psychische Gesundheit der Beschäftigten | Weiterbildung | Scoop.it
Gesundheitsförderliches Führungsverhalten wirkt sich positiv auf die psychische Gesundheit der Beschäftigten aus – und kann trainiert werden. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA).
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Für Chefs: Sechs Thesen zum richtigen Führen

Für Chefs: Sechs Thesen zum richtigen Führen | Weiterbildung | Scoop.it

"Wenn der Chef glaubt, er führt, tue ich so, als ob ich arbeite": Wie schafft es ein Unternehmer, seine Mitarbeiter zu motivieren? Reden, lauschen und entscheiden, meint unser Experte. Die Prinzipien für gute Chefs in sechs Thesen.

Sascha Reimann's insight:

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1. Exzellenzkultur und Wertschätzungskultur schaffen

2. Für eine hierarchiefreie Kommunikation sorgen

3. Durch kluge Führung die intrinsische Motivation fördern

4. Die Kleinigkeiten nicht vergessen

5. Wichtige Führungswerkzeuge zur Motivation anwenden

6. Nicht jeder kann motivieren

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Create Easy Infographics, Reports, Presentations | Piktochart

Create Easy Infographics, Reports, Presentations | Piktochart | Weiterbildung | Scoop.it
Piktochart is an easy infographic design app that requires very little effort to produce beautiful, high quality graphics. Make your own infographics here.

 

Learn more:

 

http://www.scoop.it/t/21st-century-tools-for-teaching-people-and-learners/?tag=infographics

 


Via Gust MEES
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Gust MEES's curator insight, December 31, 2014 10:06 AM
Piktochart is an easy infographic design app that requires very little effort to produce beautiful, high quality graphics. Make your own infographics here.


Learn more:


http://www.scoop.it/t/21st-century-tools-for-teaching-people-and-learners/?tag=infographics


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easel.ly | create and share visual ideas online

easel.ly | create and share visual ideas online | Weiterbildung | Scoop.it
Easel.ly is a simple web tool that empowers anyone to create and share powerful visuals (infographics, posters)... no design experience needed! We provide the canvas, you provide the creativity.

Via Volkmar Langer
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Volkmar Langer's curator insight, December 19, 2014 4:35 AM

An interessting tool to create #infographics very simple.

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Innovative Geschäftsmodelle von FLATRATE bis FROM PUSH-TO-PULL

Innovative Geschäftsmodelle von FLATRATE bis FROM PUSH-TO-PULL | Weiterbildung | Scoop.it
Über 90 Prozent aller Geschäftsmodellinnovationen sind Rekombinationen aus 55 Geschäftsmodellmustern. Heute: Innovative Geschäftsmodelle von FLATRATE bis FROM PUSH-TO-PULL
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Ein lediglich gehaltenes Versprechen wird genauso positiv bewertet wie ein übererfülltes Versprechen

Ein lediglich gehaltenes Versprechen wird genauso positiv bewertet wie ein übererfülltes Versprechen | Weiterbildung | Scoop.it

Stellen Sie sich vor, Sie streichen Ihre neue Wohnung und ein Freund hat Ihnen versprochen, zwei Stunden zu helfen. Nach diesen zwei Stunden ist jedoch nicht einmal die Hälfte geschafft. Da beschließt Ihr Freund, Sie nicht im Stich zu lassen und bleibt weitere zwei Stunden, bis alles fertig gestrichen ist. Freuen Sie sich über diese unerwartete Hilfe? Sicherlich. Und hätten Sie sich genauso gefreut, wenn Ihr Freund nach zwei Stunden gegangen wäre?

 

Ayelet Gneezy und Nicholas Epley würden diese Frage wohl bejahen. In einer Reihe von Studien widmeten sie sich den Konsequenzen von gebrochenen, eingehaltenen und übererfüllten Versprechen. Dabei war ihre erste – und sehr einleuchtende – Annahme, dass gebrochene Versprechen negativer bewertet werden als eingehaltene. Interessanter ist ihre zweite Annahme, dass übererfüllte Versprechen jedoch nicht besser bewertet werden als lediglich eingehaltene Versprechen. Eine solche Asymmetrie kann entweder dadurch entstehen, dass eingehaltene Versprechen überbewertet, oder dadurch, dass übererfüllte Versprechen unterbewertet werden. Die Forschenden tippten darauf, dass beim Einhalten eines Versprechens der Aspekt der bewiesenen Vertrauenswürdigkeit so stark ins Gewicht fällt, dass das Ausmaß der Erfüllung nicht mehr so wichtig ist.    

 

Diese Hypothesen prüften die Forschenden in einem Experiment, in dem die Versuchspersonen immer als Paare gleichzeitig teilnahmen. Person A sollte ein Aufgabenblatt mit 40 Aufgaben bearbeiten, wofür sie pro richtig gelöster Aufgabe Geld verdienen konnte. Person B wurde (ohne Wissen von Person A) instruiert, Hilfe anzubieten und Person A das Versprechen zu machen, zehn Aufgaben zu übernehmen. Tatsächlich sollte aber nur ein Drittel aller Personen B wirklich zehn Aufgaben lösen – ein Drittel sollte das Versprechen brechen und nur fünf lösen, das letzte Drittel hingegen das Versprechen übererfüllen und 15 Aufgaben lösen. Nachdem Person A die gelösten Aufgaben erhalten hatte, bewertete sie ihre Fröhlichkeit und Dankbarkeit gegenüber Person B und schätzte das Bemühen von Person B ein sowie deren Absicht, das gemachte Versprechen zu erfüllen. Es zeigte sich das erwartete Ergebnis: Hatte Person B das Versprechen gebrochen, war Person A im Durchschnitt weniger fröhlich und dankbar und gestand Person B weniger Bemühen und gute Absicht zu, als wenn Person B das Versprechen gehalten hatte.

 

Jedoch fanden sich keine Unterschiede zwischen eingehaltenen und übererfüllten Versprechen. Dabei ist objektiv klar, dass das Lösen von 15 Aufgaben mehr Aufwand kostet und Person A mehr Gewinn bringt als das Lösen von 10 Aufgaben. In einem weiteren Experiment bestätigten Gneezy und Epley die Annahme, dass die Asymmetrie in der Bewertung durch die Überbewertung eingehaltener Versprechen entsteht. Vermutlich zeigt sich darin die evolutionäre Wichtigkeit von Vertrauenswürdigkeit.  Kann man sich Großzügigkeit also sparen? Die Ergebnisse lassen vermuten, dass es durchaus verschwendete Mühe sein kann, Versprechen übererfüllen zu wollen. Man sollte seine Energie wohl besser darauf verwenden, ein Versprechen überhaupt zu halten – denn das kann bekanntlich schon schwer genug sein. 

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Leadership by Nudging - Nur ein kleiner Schubs

Leadership by Nudging - Nur ein kleiner Schubs | Weiterbildung | Scoop.it

Um das Verhalten ihrer Mitarbeiter zu lenken, setzen Unternehmen immer noch auf Befehl, Belohnung und Bestrafung – ein bevormundendes und anachronistisches Verfahren. Wünschenswertes Verhalten kann jedoch effektiver und nachhaltiger gefördert werden, ohne die Wahlfreiheit einzuschränken. Durch Nudging.

 

 

Sascha Reimann's insight:

Achtung Paywall (für Abonnenten kostenlos)

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