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Wie gut lebt es sich in Deutschlands Städten? Neue „Urban Audit“-Studie zur Lebensqualität

Angelehnt an die Befragung der Europäischen Kommission führt das Kommunale Statistische Informationssystem (KOSIS-Gemeinschaft) alle drei Jahre das „Urban Audit“ zur Lebensqualität durch. Auch wieder mit dabei ist Braunschweig. Braunschweig gehört zu den 20 deutschen Teilnehmern, die sich neben den 75 von der EU ausgesuchten Städten am „Urban Audit“ beteiligen. Die Studie soll helfen, wichtige Informationen zur Bürgerzufriedenheit zu sammeln, damit die Städte ihre Entwicklungspotenziale entdecken und nutzen können. Die Befragung zur Lebensqualität findet telefonisch per zufälliger Auswahl statt. In Braunschweig läuft die Erhebung bereits seit dem 22. November und endet im Januar. Die Stadt nimmt nicht zum ersten Mal an der Studie teil: Bereits im Jahr 2010 wurde Braunschweig als einer der lebenswertesten Städte Deutschlands ausgezeichnet. Braunschweig ist Lebensqualität Bei der Erhebung im vorletzten Jahr lag Braunschweig im Vergleich mit 26 anderen deutschen Städten in vielen Bereichen weit vorne. In der Frage nach dem Wohlbefinden landete Braunschweig beispielsweise auf dem fünften Rang. Auf den Plätzen davor finden sich mit der bayerischen Millionenmetropole München und der kleinen Studentenhochburg grundverschiedene Städte wieder. Bei der Aussicht nach positiver Veränderung innerhalb der nächsten fünf Jahre rangierte die Stadt auf Platz vier. Die meisten Punkte hat Braunschweig 2010 in den Bereichen Stadtbild, Sauberkeit und Sicherheit erreicht. Bei der neuen Untersuchung wird interessant, ob sich die Situation im öffentlichen Nahverkehr, bei den Sportanlagen und Arbeitsplätzen verändert hat. In diesen Kategorien rangierte die Stadt in der Vergangenheit auf den hinteren Plätzen. Denkanstöße durch das Ranking Braunschweig will die Ergebnisse als Chance für Verbesserungen nutzen. Um bei der nächsten „Urban Audit“-Studie auch in den noch mangelhaften Punkten besser abzuschneiden, wurden verschiedene Initiativen in die Welt gerufen. Die Stadtmarketingkampagne „lebelieberlebenswert“, die vom 28.Juli bis 14.August 2011 lief, hatte das Ziel, das vielseitige Braunschweig als ansprechenden Wohnort mit hoher Lebensqualität zu präsentieren. Auch sollte die Attraktivität weit außerhalb der Braunschweiger Grenzen in die Welt getragen werden. Auch in diesem Jahr wird nach wie vor an der Lebensqualität und der Weiterentwicklung gearbeitet. Das Konzept „ErlebnisRegion2020“, das weitere Städte Niedersachsens wie etwa Wolfsburg mit einschließt, hat es sich zum Ziel gesetzt, die Freizeit- und Lebensqualität in der Region zu steigern. In diesem Zuge hat Braunschweig zudem das Projekt „Regionale Umsetzungs- und Investorenkonzept“ (RIK) beschlossen. Des Weiteren haben sich die Regionalentwicklungsgesellschaften Wolfsburg AG und Region Braunschweig GmbH für eine Kooperation für die Verbesserung der Infrastruktur und für die Schaffung von Arbeitsplätzen zusammengefunden. Das Projekt läuft bereits seit 2009 und arbeitet an einer Profilierung der Region Braunschweig-Wolfsburg im weltweiten Wettbewerb. Kernthemen hier sind Verbesserungen bei der Bildung, der Wirtschaftsförderung und dem Verkehr. Mittelgroße Städte mausern sich Auffällig ist, dass besonders mittelgroße Städte bei der Lebensqualität punkten können. Neben Braunschweig ist beispielsweise das hessische Darmstadt nennenswert, ebenfalls Teil der „Urban Audit“-Studien. Bei der repräsentativen Stichprobe bescheinigten die Darmstädter ihrer Stadt im Jahr 2010 mit 76,6 Prozent eine hohe bis sehr hohe Lebensqualität, was eine bereits eine Steigerung zu den Werten von 2009 war. Dieses Jahr erwarten die Forscher einen weiteren Fortschritt in dem Bereich. Mit der Wohnsituation waren die Darmstädter zu 63,4 Prozent zufrieden und zu 30,8 sogar sehr zufrieden, wie die Zahlen von 2010 belegen. Doch auch Negativpunkte wurden von den Bürgern genannt. So etwa wünschten sich 62 Prozent der Einwohner mehr Ausgaben für die Kinderbetreuung und Straßensanierung, auch Fahrradwegausbau und Schulsanierungen waren auf der Wunschliste. Die „Urban Audit“ wird Mitte des nächsten Jahres zeigen, ob sich an diesen Punkten in Darmstadt etwas geändert hat. Auch im Westen und Süden lebt es sich gut Die DB Research hat die Zufriedenheit der Bürger aus 97 Regionen und Städten in Deutschland in verschiedenen Kategorien untersucht. Gesamtsieger: Der Landkreis Donau-Iller in Baden Württemberg. Die beste Stadt ist Osnabrück, die Metropolen München, Hamburg und Berlin fallen deutlich ab. Schlusslicht ist das Mittlere Mecklenburg/Rostock. Die Werte verdeutlichen die durchschnittlichen Bewertungen in den einzelnen Kategorien bezogen auf 100% „Deutschland zum Wohlfühlen“ ist der Name einer Studie im Auftrag der “Deutsche Bank Research”. Im November 2007 attestierte diese Forschungseinrichtung der Stadt Ulm eine hohe Lebensqualität, was später auch ein Ranking der Dekabank und Immobilienmanager 2009 bestätigten, als Ulm den sechsten Rang bei den attraktivsten deutschen Immobilienmärkten belegt. Dass sich dies in Ulm auch nachfrageseitig auswirkt, beweist das aktuell große Interesse nach Immobilien in der baden-württembergischen Stadt. In puncto Wohnqualität überzeugen inzwischen nicht mehr nur die „üblichen verdächtigen“ Städte. Der Ruhrpott beispielsweise, in den vergangenen Jahrzehnten noch der Inbegriff einer durch die Industrie landschaftlich negativ geprägten Gegend, putzt sich immer mehr heraus. Im September dieses Jahres schaffte es Dortmund bei der repräsentativen Online-Befragung der ServiceValue GmbH in 15 deutschen Großstädten insgesamt zwar nur auf den zehnten Platz, in der Kategorie Leben und Wohnen landete die Ruhrpottmetropole jedoch auf einem sehr guten fünften Platz. Zudem gelten die Preise für Immobilien in Dortmund im Vergleich zu kleineren Universitätsstädten zu den großen Ballungsräumen als relativ günstig. Auch bei Bildungsangeboten, Infrastruktur und vor allem beim Sport kann Dortmund weiterhin punkten. URL der Quelle: news.immobilo.de/


Via isoba92a
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Über die Lebensqualität in deutschen Städten

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Die Geschichte des Sozialbaus in Deutschland

Nach Jahren der Vernachlässigung könnte der soziale Wohnungsbau in Deutschland ein Comeback erleben – die Preisentwicklung der Mieten in vielen Städten Deutschlands hat im Bundestagswahljahr die Politik auf den Plan gerufen. Doch wo liegen die Ursprünge des sozialen Wohnungsbaus in Deutschland? Nach dem Zweiten Weltkrieg herrschte in Deutschland vielerorts Wohnungsknappheit. In den ersten Jahren nach dem Krieg wurde diese durch den Zuzug von Vertriebenen aus dem Ostgebiet, die im Westen nach einem neuen Zuhause suchten, verstärkt. Es gab damals sechs Millionen Wohnungen zu wenig. Zuerst fehlten die notwendigen Baumaterialien, weswegen die sogenannten Trümmerfrauen und andere Helfer in den nur halbzerstörten Wohnungen Notunterkünfte herrichteten. Diese Situation konnte und durfte nicht andauern, weswegen es in der Nachkriegszeit die wichtigste sozialpolitische Aufgabe der Bundesrepublik Deutschland war, den Bau und Wiederaufbau von Wohnungen zu fördern. In den Jahren 1949/1950 gab es zu 503.900 Wohnungsfertigstellungen, mit 400.000 Einheiten wurde der Großteil davon im Rahmen des öffentlich geförderten Wohnungsbaus. Damit war der Sozialbau in Deutschland geboren . Das Wohnungsbaugesetz Am 24.04.1950 wurde das erste Wohnungsbaugesetz verabschiedet. Dieses regelte bundesweit und –einheitlich den Wiederaufbau von Wohnungen, vor allem aber die Schaffung von sozialem Wohnungsbau. Der damals noch neue Begriff wurde als Bau von Wohnungen, die nach Größe, Ausstattung und Miete für die breiten Schichten des Volkes bestimmt und geeignet sind, definiert. Zum Anfang war der Bau von 1,8 Millionen solcher Wohnungen in einem Zeitraum von sechs Jahren vorgesehen. Die Wohnungsämter teilten dann die Wohneinheiten je nach Bedürftigkeit den Anspruchsberechtigten zu. Im Jahr 1950 bestand dabei aber noch immer ein Wohnungsdefizit von 4,8 Millionen. Im folgenden Jahr 1951/52 wurden erneut 850.000 Wohnungen neu gebaut, rund ein Fünftel davon durch öffentliche Mittel. Ab 1956 geriet der soziale Wohnungsbau mit Inkrafttreten des Zweiten Wohnungsbaugesetzes etwas in den Hintergrund, denn ab diesem Zeitpunkt wurde das Einzeleigentum, auch hier wieder speziell von einkommensschwachen Menschen, gefördert. Sozialer Wohnungsbau als Rettung? Der soziale Wohnungsbau war in seiner Anfangsphase nicht nur einkommensschwachen Familien gewidmet, sondern allen. Für die Nachkriegsgeneration bedeutete diese Art des Wohnungsbaus damals endlich wieder ein Zuhause zu haben, ein Dach über dem Kopf erklärt Bernd Bartholmai, Experte für Immobilienwirtschaft im Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in der „Zeit“. Die ersten Jahre des sozialen Wohnungsbaus versprachen deshalb auch einiges – und diese Versprechen konnten so nicht gehalten werden. Mitte der 1950er Jahre sank die Förderung des Wohnungsbaus durch öffentliche Mittel bereits wieder, denn die Soziale Marktwirtschaft begann, sich durchzusetzen. Fortan begannen die Bundesländer, ihre eigenen Gesetze und Richtlinien für den sozialen Wohnungsbau zu formulieren. So funktioniert sozialer Wohnungsbau Größtenteils wurden die Richtlinien in den einzelnen Bundesländern aber nach dem gleichen Grundprinzip festgelegt: Zinsverbilligte Darlehen subventionieren das Kapital, das Bauherren für die Baufinanzierung brauchen oder sie stellen das Kapital mit Aufwandszuschüssen selbst und erhalten vom Staat dafür Hilfe beim Zins und bei der Tilgung. Bei allen gebauten Objekten gilt das Prinzip der Kostenmiete, was bedeutet, dass die Miete aus allen Bau-, Nutzungs- und Grundstückskosten errechnet wird. Mehr als diese Obergrenze darf der Vermieter von den Mietern nicht verlangen. Sobald die Fördermittel allerdings getilgt sind, entfällt die Koppelung mit dem Mietpreis. Dann landen auch diese Objekte auf dem freien Markt, wo das Angebot den Preis bestimmt. Sozialer Wohnungsbau in Berlin Anders als viele andere Bundesländer hat Berlin ab den 1960er Jahren in besonderem Maße auf den sozialen Wohnungsbau gesetzt. Zwei der größten Projekte waren das Märkische Viertel und Gropiusstadt, die zwischen den 60er und 70er Jahren mit Hilfe von öffentlichen Mitteln errichtet wurden. Mitte der 1980er Jahre, als der soziale Wohnbau vorerst allmählich an Bedeutung verlor, wurden im Zuge der Internationalen Bauausstellung 1984-1987 noch einmal viele Wohnhäuser für Einkommensschwache gebaut. Ziel war es auch das Stadtbild dahin gehend zu verändern, dass Funktionen der Arbeit, des Wohnens und der Freizeit nicht mehr klar voneinander getrennt, sondern vielmehr vermischt wurden. 2002 wurde der soziale Wohnungsbau in Berlin vom Senat eingestellt mit der Aussage, dass er nicht mehr benötigt würde. Seit auch in der Bundeshauptstadt wieder Wohnungsknappheit und steigende Mietpreise an der Ordnung sind, plädiert die Politik dafür den sozialen Wohnungsbau wieder verstärkt einzusetzen. Zuerst veröffentlicht auf: news.immobilo.de


Via oghko97p
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Sozialer Wohnungsbau ist Geschichte

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oghko97p's curator insight, April 10, 2013 4:43 PM

Nach Jahren der Vernachlässigung könnte der soziale Wohnungsbau in Deutschland ein Comeback erleben – die Preisentwicklung der Mieten in vielen Städten Deutschlands hat im Bundestagswahljahr die Politik auf den Plan gerufen. Doch wo liegen die Ursprünge des sozialen Wohnungsbaus in Deutschland? Nach dem Zweiten Weltkrieg herrschte in Deutschland vielerorts Wohnungsknappheit. In den ersten Jahren nach dem Krieg wurde diese durch den Zuzug von Vertriebenen aus dem Ostgebiet, die im Westen nach einem neuen Zuhause suchten, verstärkt. Es gab damals sechs Millionen Wohnungen zu wenig. Zuerst fehlten die notwendigen Baumaterialien, weswegen die sogenannten Trümmerfrauen und andere Helfer in den nur halbzerstörten Wohnungen Notunterkünfte herrichteten. Diese Situation konnte und durfte nicht andauern, weswegen es in der Nachkriegszeit die wichtigste sozialpolitische Aufgabe der Bundesrepublik Deutschland war, den Bau und Wiederaufbau von Wohnungen zu fördern. In den Jahren 1949/1950 gab es zu 503.900 Wohnungsfertigstellungen, mit 400.000 Einheiten wurde der Großteil davon im Rahmen des öffentlich geförderten Wohnungsbaus. Damit war der Sozialbau in Deutschland geboren . Das Wohnungsbaugesetz Am 24.04.1950 wurde das erste Wohnungsbaugesetz verabschiedet. Dieses regelte bundesweit und –einheitlich den Wiederaufbau von Wohnungen, vor allem aber die Schaffung von sozialem Wohnungsbau. Der damals noch neue Begriff wurde als Bau von Wohnungen, die nach Größe, Ausstattung und Miete für die breiten Schichten des Volkes bestimmt und geeignet sind, definiert. Zum Anfang war der Bau von 1,8 Millionen solcher Wohnungen in einem Zeitraum von sechs Jahren vorgesehen. Die Wohnungsämter teilten dann die Wohneinheiten je nach Bedürftigkeit den Anspruchsberechtigten zu. Im Jahr 1950 bestand dabei aber noch immer ein Wohnungsdefizit von 4,8 Millionen. Im folgenden Jahr 1951/52 wurden erneut 850.000 Wohnungen neu gebaut, rund ein Fünftel davon durch öffentliche Mittel. Ab 1956 geriet der soziale Wohnungsbau mit Inkrafttreten des Zweiten Wohnungsbaugesetzes etwas in den Hintergrund, denn ab diesem Zeitpunkt wurde das Einzeleigentum, auch hier wieder speziell von einkommensschwachen Menschen, gefördert. Sozialer Wohnungsbau als Rettung? Der soziale Wohnungsbau war in seiner Anfangsphase nicht nur einkommensschwachen Familien gewidmet, sondern allen. Für die Nachkriegsgeneration bedeutete diese Art des Wohnungsbaus damals endlich wieder ein Zuhause zu haben, ein Dach über dem Kopf erklärt Bernd Bartholmai, Experte für Immobilienwirtschaft im Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in der „Zeit“. Die ersten Jahre des sozialen Wohnungsbaus versprachen deshalb auch einiges – und diese Versprechen konnten so nicht gehalten werden. Mitte der 1950er Jahre sank die Förderung des Wohnungsbaus durch öffentliche Mittel bereits wieder, denn die Soziale Marktwirtschaft begann, sich durchzusetzen. Fortan begannen die Bundesländer, ihre eigenen Gesetze und Richtlinien für den sozialen Wohnungsbau zu formulieren. So funktioniert sozialer Wohnungsbau Größtenteils wurden die Richtlinien in den einzelnen Bundesländern aber nach dem gleichen Grundprinzip festgelegt: Zinsverbilligte Darlehen subventionieren das Kapital, das Bauherren für die Baufinanzierung brauchen oder sie stellen das Kapital mit Aufwandszuschüssen selbst und erhalten vom Staat dafür Hilfe beim Zins und bei der Tilgung. Bei allen gebauten Objekten gilt das Prinzip der Kostenmiete, was bedeutet, dass die Miete aus allen Bau-, Nutzungs- und Grundstückskosten errechnet wird. Mehr als diese Obergrenze darf der Vermieter von den Mietern nicht verlangen. Sobald die Fördermittel allerdings getilgt sind, entfällt die Koppelung mit dem Mietpreis. Dann landen auch diese Objekte auf dem freien Markt, wo das Angebot den Preis bestimmt. Sozialer Wohnungsbau in Berlin Anders als viele andere Bundesländer hat Berlin ab den 1960er Jahren in besonderem Maße auf den sozialen Wohnungsbau gesetzt. Zwei der größten Projekte waren das Märkische Viertel und Gropiusstadt, die zwischen den 60er und 70er Jahren mit Hilfe von öffentlichen Mitteln errichtet wurden. Mitte der 1980er Jahre, als der soziale Wohnbau vorerst allmählich an Bedeutung verlor, wurden im Zuge der Internationalen Bauausstellung 1984-1987 noch einmal viele Wohnhäuser für Einkommensschwache gebaut. Ziel war es auch das Stadtbild dahin gehend zu verändern, dass Funktionen der Arbeit, des Wohnens und der Freizeit nicht mehr klar voneinander getrennt, sondern vielmehr vermischt wurden. 2002 wurde der soziale Wohnungsbau in Berlin vom Senat eingestellt mit der Aussage, dass er nicht mehr benötigt würde. Seit auch in der Bundeshauptstadt wieder Wohnungsknappheit und steigende Mietpreise an der Ordnung sind, plädiert die Politik dafür den sozialen Wohnungsbau wieder verstärkt einzusetzen. Zuerst veröffentlicht auf: news.immobilo.de

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Suchmaschinen-Betrug: Der lange Schatten des Google-Imperiums

Schmutziger Krieg im Netz: Firmen täuschen den geheimen Algorithmus von Google, um Konkurrenten auszuschalten. Das Problem zeigt auch, warum die Marktmacht der US-Suchmaschine so gefährlich ist. Von Benedikt Fuest Als Benjamin Patock Ende Dezember die Zahlen seines Webshops "Noblego.de" aufruft, erwartet ihn eine böse Überraschung: Unbekannte hatten auf Hunderten Webseiten Zehntausende Links zu seiner Seite gesetzt. Normalerweise freut sich der Firmengründer über jeden Verweis zu seinem Onlineladen. Doch 10.000 neue Links auf einmal sind kein Gefallen, im Gegenteil: Sie sind eine völlig neue Form des unfairen Angriffs im Netz, gegen den es vorerst kein Gegenmittel gibt. Über Noblego versucht Patock zusammen mit Geschäftspartnern seit März 2012, online Zigarren zu verkaufen. Er ist nicht der erste mit der Idee, doch dank innovativer Shopinhalte und Verzicht auf Versandkosten ist Noblego recht erfolgreich. Diesen Erfolg versuchen anonyme Täter nun mittels einer perfiden Online-Attacke zu torpedieren. Wer verstehen will, wie der Angriff funktioniert, muss einen Blick auf den deutschen Suchmaschinenmarkt werfen. Er muss die Funktionsweise von Google verstehen und eine ganze Szene von Suchmaschinenexperten betrachten, die ihr Geld damit verdienen, Googles Suchalgorithmus zu erforschen und ihn für ihre Zwecke auszunutzen. Keine Möglichkeit zur Abwehr "Es wird unsportlich" titelte Patock Mitte Januar in seinem Firmenblog und lieferte eine Analyse der Attacken auf seinen Shop. Im Gespräch erklärt er: "Die Link-Attacke ist nur ein Teil einer ganzen Serie von Angriffen. Doch sie ist die raffinierteste, es gibt keine einfache Abwehr." Denn die Angreifer beherrschen ihr Geschäft. Sie zielen direkt darauf, Googles Suchalgorithmus zu täuschen – und eine absichtliche Bestrafung von Patocks Zigarrenladen hervorzurufen, der dann online praktisch unsichtbar wird. Google hat in Noblegos Zielmarkt Deutschland einen Marktanteil von rund 95 Prozent. Das bedeutet: Bei 20 Suchanfragen gehen die Deutschen nur einmal über andere Suchmaschinen wie Bing oder Yahoo. Damit verleihen die Nutzer Google de facto einen Monopolstatus, der Webseitenbetreiber zur Fokussierung auf die Algorithmen des US-Suchpioniers zwingt. Nur wer in Googles Suchergebnissen besonders weit oben vorkommt, wird von den Surfern überhaupt wahrgenommen. Die wenigsten Suchenden im Netz machen sich die Mühe, über Googles erste zehn Treffer zu ihrer Suche hinaus zu scrollen. Wessen Seite also zu bestimmten Suchwörtern wie etwa "Zigarren online" unter diesen ersten zehn Treffern steht, der gewinnt die Gunst der Kunden und wird angesurft. Alle andern versinken im Sumpf der Bedeutungslosigkeit. Ein zunächst erfreuliches Ergebnis Noblego steht zu dem genannten Suchstichwort aktuell auf Platz Neun. Ein respektabler Platz für ein Start-up, das gerade mal zehn Monate lang den Etablierten im Markt Konkurrenz macht. Die gute Google-Einstufung verdankt Patock vor allem seinem Geschäftspartner Andre Alpar. Der hat Noblego mitgegründet. Doch die Seite ist nur ein Nebenjob, Alpars tägliches Brot ist die Suchmaschinenoptimierung (auch: "SEO - Search engine optimisation") bei seiner Berliner Agentur AKM3. Höchst vorsichtig und sorgfältig verhalf er mit seiner Arbeit Noblego zu dem Ergebnis. Das ist dem anonymen Angreifer anscheinend ein Dorn im Auge. "Hier versucht jemand, die Arbeit der letzten Monate auf einen Schlag zu zerstören", ärgert sich Alpar. Um eine Seite bei Google nach oben zu bringen, gibt es mehrere Ansätze. "Wir wollen, dass unsere Nutzer auf ihre Suchanfragen möglichst das finden, was ihnen tatsächlich weiterhilft", sagt Google-Sprecher Klaas Flechsig. Daher gibt Google sogar Tipps, wie man die eigene Seite für Google besonders einfach kategorisieren kann. Doch mit guten Schlagwörtern allein kommt niemand in die Top Ten, dafür bedarf es ein tieferes Verständnis von Googles Suchmethode. Dessen Algorithmus ist seit 13 Jahren so erfolgreich, weil er die Relevanz einer Seite einschätzen kann. Dazu gleicht die Maschine ab, wie oft eine Seite an anderer Stelle erwähnt und verlinkt wird. Pagerank nennt Google diese Relevanzschätzung. Je höher der Pagerank einer Seite A, desto wertvoller ein Link auf ihr für das Start-up B. SEO-Experten nutzen das aus: Seiten tauschen gegenseitige sogenannte Backlinks untereinander aus, Shops werden in relevanten Blogs mit Adresse erwähnt. Noch vor wenigen Jahren war es einfach, eine Seite nach oben zu spülen: Wer mit sogenanten SEO-Programmen automatisiert ein paar hundert Seiten im Netz einrichtete, die sich alle untereinander verlinkten, konnte den Pagerank-Mechanismus täuschen. "Linkfarming" heißt diese Methode, die bei Google äußerst unbeliebt ist. "Ein Problem sehen wir immer dann, wenn Webseitenbetreiber eine Relevanz vorgaukeln, die für die Nutzer eigentlich nicht da ist", erklärt Flechsig. Wettbewerbe für SEO-Experten Dennoch versucht sich eine Szene von SEO-Spezialisten immer wieder genau daran und ist trotz Googles Abwehrversuchen erfolgreich. Wie gut sie sind, testen sie sogar in Wettbewerben: Im Rahmen der Kölner Netz-Branchenmesse Dmexco etwa bewiesen die versammelten deutschen SEO-Experten ihr Können, indem sie innerhalb einer Woche dem erfundenen Begriff "hochgeschwindigkeitsSEO" zu ungeahnter Bedeutung im deutschsprachigen Netz verhalfen. Mehrfach pro Jahr aktualisieren Googles Programmierer mittlerweile ihre Suchsoftware, um solche Versuche gezielt herauszufiltern. Sie spielen ein Katz- und Maus-Spiel mit der weltweiten SEO-Szene: "Tausende Ingenieure machen bei uns nichts anderes, als den Algorithmus immer weiter zu optimieren und ihn so resistent wie möglich gegen Manipulation zu machen", sagt Flechsig. Insbesondere das neueste große Update, von der SEO-Szene "Penguin" getauft, bereitet den Optimierern große Kopfschmerzen. Google berücksichtigt dank "Penguin" viel stärker die unerwünschten SEO-Versuche und straft die aufgefallenen Seiten ab. Sie werden im Suchindex schlechter oder gar nicht mehr berücksichtigt. Wer nun allzu offensichtlich innerhalb von Tagen Tausende neue Links auf eine Webseite setzt, wird unweigerlich aus Googles Index fliegen. Genau hier setzt der anonyme Link-Angriff auf Noblego an: Der Angreifer verwendet absichtlich plumpe Methoden, um die Seite des Zigarrenversenders gegenüber Google als Link-Betrüger erscheinen zu lassen. Die Maschine wird daraufhin ihren eigenen Maßstäben folgen und Noblego.de in die digitale Bedeutungslosigkeit verbannen. "Wer immer uns zehntausend Links zu Noblego.de auf einmal beschert hat, kennt sich mit SEO aus und weiß: Google wird das unweigerlich abstrafen, unsere Seite wird im Index fallen wie ein Stein", sagt Mitgründer Andre Alpar. Googles Mühlen mahlen dabei unerbittlich: "Solche Methoden wirken sich meist innerhalb weniger Wochen aus, die plumpen Linkfarmen in Richtung unserer Seite sind eine tickende Zeitbombe." Suchmaschinenoptimierung, bei der die Verletzung der Google-Richtlinien bewusst in Kauf genommen wird, wird auch als "Black-Hat-SEO" bezeichnet. Als "Black Hat" gelten destruktive Hacker, die wie bei Noblego einen Dritten schädigen. Anzeige gegen Unbekannt Alpar und Patock bleiben nur wenige Möglichkeiten, um sich zu wehren. "Wenn wir nun einzeln jeden Link als falsch markieren lassen, dann wird der Angreifer einfach neue bauen", so Alpar. Deswegen gilt es nun, die Täter zu finden: Patock hat Anzeige gegen Unbekannt erstattet. Zudem hat Alpar sich mittlerweile direkt an Google gewandt, um Noblego im Index zu halten. Sollten die Noblego-Gründer ihre anonymen Angreifer demaskieren, könnten sie diese nach dem Wettbewerbsrecht verklagen, schätzt der Online-Rechtsexperte Udo Vetter: "Den Konkurrenten derart zu behindern, fällt unter den Tatbestand der vorsätzlichen sittenwidrigen Schädigung. Da wird dann sogar Schadensersatz für entgangene Umsätze fällig." Die Täter zu finden, ist indes nicht einfach. "Die Linkseiten hat der Angreifer nicht selbst gebaut, diese Dienstleistung kann man auf diversen Onlineforen einfach einkaufen." Doch die SEO-Szene i


Via isoba92a
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Linkfarmen unde Black-Head-SEO

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isoba92a's curator insight, March 1, 2013 5:56 PM

Schmutziger Krieg im Netz: Firmen täuschen den geheimen Algorithmus von Google, um Konkurrenten auszuschalten. Das Problem zeigt auch, warum die Marktmacht der US-Suchmaschine so gefährlich ist. Von Benedikt Fuest Als Benjamin Patock Ende Dezember die Zahlen seines Webshops "Noblego.de" aufruft, erwartet ihn eine böse Überraschung: Unbekannte hatten auf Hunderten Webseiten Zehntausende Links zu seiner Seite gesetzt. Normalerweise freut sich der Firmengründer über jeden Verweis zu seinem Onlineladen. Doch 10.000 neue Links auf einmal sind kein Gefallen, im Gegenteil: Sie sind eine völlig neue Form des unfairen Angriffs im Netz, gegen den es vorerst kein Gegenmittel gibt. Über Noblego versucht Patock zusammen mit Geschäftspartnern seit März 2012, online Zigarren zu verkaufen. Er ist nicht der erste mit der Idee, doch dank innovativer Shopinhalte und Verzicht auf Versandkosten ist Noblego recht erfolgreich. Diesen Erfolg versuchen anonyme Täter nun mittels einer perfiden Online-Attacke zu torpedieren. Wer verstehen will, wie der Angriff funktioniert, muss einen Blick auf den deutschen Suchmaschinenmarkt werfen. Er muss die Funktionsweise von Google verstehen und eine ganze Szene von Suchmaschinenexperten betrachten, die ihr Geld damit verdienen, Googles Suchalgorithmus zu erforschen und ihn für ihre Zwecke auszunutzen. Keine Möglichkeit zur Abwehr "Es wird unsportlich" titelte Patock Mitte Januar in seinem Firmenblog und lieferte eine Analyse der Attacken auf seinen Shop. Im Gespräch erklärt er: "Die Link-Attacke ist nur ein Teil einer ganzen Serie von Angriffen. Doch sie ist die raffinierteste, es gibt keine einfache Abwehr." Denn die Angreifer beherrschen ihr Geschäft. Sie zielen direkt darauf, Googles Suchalgorithmus zu täuschen – und eine absichtliche Bestrafung von Patocks Zigarrenladen hervorzurufen, der dann online praktisch unsichtbar wird. Google hat in Noblegos Zielmarkt Deutschland einen Marktanteil von rund 95 Prozent. Das bedeutet: Bei 20 Suchanfragen gehen die Deutschen nur einmal über andere Suchmaschinen wie Bing oder Yahoo. Damit verleihen die Nutzer Google de facto einen Monopolstatus, der Webseitenbetreiber zur Fokussierung auf die Algorithmen des US-Suchpioniers zwingt. Nur wer in Googles Suchergebnissen besonders weit oben vorkommt, wird von den Surfern überhaupt wahrgenommen. Die wenigsten Suchenden im Netz machen sich die Mühe, über Googles erste zehn Treffer zu ihrer Suche hinaus zu scrollen. Wessen Seite also zu bestimmten Suchwörtern wie etwa "Zigarren online" unter diesen ersten zehn Treffern steht, der gewinnt die Gunst der Kunden und wird angesurft. Alle andern versinken im Sumpf der Bedeutungslosigkeit. Ein zunächst erfreuliches Ergebnis Noblego steht zu dem genannten Suchstichwort aktuell auf Platz Neun. Ein respektabler Platz für ein Start-up, das gerade mal zehn Monate lang den Etablierten im Markt Konkurrenz macht. Die gute Google-Einstufung verdankt Patock vor allem seinem Geschäftspartner Andre Alpar. Der hat Noblego mitgegründet. Doch die Seite ist nur ein Nebenjob, Alpars tägliches Brot ist die Suchmaschinenoptimierung (auch: "SEO - Search engine optimisation") bei seiner Berliner Agentur AKM3. Höchst vorsichtig und sorgfältig verhalf er mit seiner Arbeit Noblego zu dem Ergebnis. Das ist dem anonymen Angreifer anscheinend ein Dorn im Auge. "Hier versucht jemand, die Arbeit der letzten Monate auf einen Schlag zu zerstören", ärgert sich Alpar. Um eine Seite bei Google nach oben zu bringen, gibt es mehrere Ansätze. "Wir wollen, dass unsere Nutzer auf ihre Suchanfragen möglichst das finden, was ihnen tatsächlich weiterhilft", sagt Google-Sprecher Klaas Flechsig. Daher gibt Google sogar Tipps, wie man die eigene Seite für Google besonders einfach kategorisieren kann. Doch mit guten Schlagwörtern allein kommt niemand in die Top Ten, dafür bedarf es ein tieferes Verständnis von Googles Suchmethode. Dessen Algorithmus ist seit 13 Jahren so erfolgreich, weil er die Relevanz einer Seite einschätzen kann. Dazu gleicht die Maschine ab, wie oft eine Seite an anderer Stelle erwähnt und verlinkt wird. Pagerank nennt Google diese Relevanzschätzung. Je höher der Pagerank einer Seite A, desto wertvoller ein Link auf ihr für das Start-up B. SEO-Experten nutzen das aus: Seiten tauschen gegenseitige sogenannte Backlinks untereinander aus, Shops werden in relevanten Blogs mit Adresse erwähnt. Noch vor wenigen Jahren war es einfach, eine Seite nach oben zu spülen: Wer mit sogenanten SEO-Programmen automatisiert ein paar hundert Seiten im Netz einrichtete, die sich alle untereinander verlinkten, konnte den Pagerank-Mechanismus täuschen. "Linkfarming" heißt diese Methode, die bei Google äußerst unbeliebt ist. "Ein Problem sehen wir immer dann, wenn Webseitenbetreiber eine Relevanz vorgaukeln, die für die Nutzer eigentlich nicht da ist", erklärt Flechsig. Wettbewerbe für SEO-Experten Dennoch versucht sich eine Szene von SEO-Spezialisten immer wieder genau daran und ist trotz Googles Abwehrversuchen erfolgreich. Wie gut sie sind, testen sie sogar in Wettbewerben: Im Rahmen der Kölner Netz-Branchenmesse Dmexco etwa bewiesen die versammelten deutschen SEO-Experten ihr Können, indem sie innerhalb einer Woche dem erfundenen Begriff "hochgeschwindigkeitsSEO" zu ungeahnter Bedeutung im deutschsprachigen Netz verhalfen. Mehrfach pro Jahr aktualisieren Googles Programmierer mittlerweile ihre Suchsoftware, um solche Versuche gezielt herauszufiltern. Sie spielen ein Katz- und Maus-Spiel mit der weltweiten SEO-Szene: "Tausende Ingenieure machen bei uns nichts anderes, als den Algorithmus immer weiter zu optimieren und ihn so resistent wie möglich gegen Manipulation zu machen", sagt Flechsig. Insbesondere das neueste große Update, von der SEO-Szene "Penguin" getauft, bereitet den Optimierern große Kopfschmerzen. Google berücksichtigt dank "Penguin" viel stärker die unerwünschten SEO-Versuche und straft die aufgefallenen Seiten ab. Sie werden im Suchindex schlechter oder gar nicht mehr berücksichtigt. Wer nun allzu offensichtlich innerhalb von Tagen Tausende neue Links auf eine Webseite setzt, wird unweigerlich aus Googles Index fliegen. Genau hier setzt der anonyme Link-Angriff auf Noblego an: Der Angreifer verwendet absichtlich plumpe Methoden, um die Seite des Zigarrenversenders gegenüber Google als Link-Betrüger erscheinen zu lassen. Die Maschine wird daraufhin ihren eigenen Maßstäben folgen und Noblego.de in die digitale Bedeutungslosigkeit verbannen. "Wer immer uns zehntausend Links zu Noblego.de auf einmal beschert hat, kennt sich mit SEO aus und weiß: Google wird das unweigerlich abstrafen, unsere Seite wird im Index fallen wie ein Stein", sagt Mitgründer Andre Alpar. Googles Mühlen mahlen dabei unerbittlich: "Solche Methoden wirken sich meist innerhalb weniger Wochen aus, die plumpen Linkfarmen in Richtung unserer Seite sind eine tickende Zeitbombe." Suchmaschinenoptimierung, bei der die Verletzung der Google-Richtlinien bewusst in Kauf genommen wird, wird auch als "Black-Hat-SEO" bezeichnet. Als "Black Hat" gelten destruktive Hacker, die wie bei Noblego einen Dritten schädigen. Anzeige gegen Unbekannt Alpar und Patock bleiben nur wenige Möglichkeiten, um sich zu wehren. "Wenn wir nun einzeln jeden Link als falsch markieren lassen, dann wird der Angreifer einfach neue bauen", so Alpar. Deswegen gilt es nun, die Täter zu finden: Patock hat Anzeige gegen Unbekannt erstattet. Zudem hat Alpar sich mittlerweile direkt an Google gewandt, um Noblego im Index zu halten. Sollten die Noblego-Gründer ihre anonymen Angreifer demaskieren, könnten sie diese nach dem Wettbewerbsrecht verklagen, schätzt der Online-Rechtsexperte Udo Vetter: "Den Konkurrenten derart zu behindern, fällt unter den Tatbestand der vorsätzlichen sittenwidrigen Schädigung. Da wird dann sogar Schadensersatz für entgangene Umsätze fällig." Die Täter zu finden, ist indes nicht einfach. "Die Linkseiten hat der Angreifer nicht selbst gebaut, diese Dienstleistung kann man auf diversen Onlineforen einfach einkaufen." Doch die SEO-Szene i

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Die Erstellung eines Mietspiegels

Die Erstellung eines Mietspiegels obliegt den Gemeinden gemeinsam mit Vertretern der Mieter- und Vermieterseite. Dazu gehören: das Bauamt einer Stadt oder das städtische Amt für Statistik, Stadtforschung und Wahlen Ortsvereine des Deutschen Mieterbundes Haus-, Grund- und Wohnungseigentümervereine der betreffenden Gemeinde Immobilienverbände, die in der Gemeinde ansässig sind Institute für Strukturpolitik und Stadtforschung Institute für angewandte Sozialwissenschaften Institute für empirische Marktanalysen, sofern sie am Ort vortreten sind Gutachterausschüsse oder einzelne Sachverständige. Gemeinde und Verbände müssen sich auf Sachverständige oder Gutachterausschüsse einigen und diese gemeinsam mit der Erstellung des Mietspiegels beauftragen. Das gilt insbesondere dann, wenn ein ortsfremder Ausschuss oder Sachverständiger hinzugezogen wird. Ferner muss ein Datenschutzbeauftragter oder eine Aufsichtsbehörde für Datenschutz hinzugezogen werden. Die Datenerhebung zur Mietspiegelerstellung Die Methoden zur Datenerhebung bei der Erstellung eines Mietspiegels hängen von mehreren Kriterien ab: soll ein einfacher oder ein qualifizierter Mietspiegel erstellt werden? Wie detailliert sollen die Angaben im Mietspiegel sein? Welche Daten stehen zur Verfügung? Bei der Beschaffung der notwendigen Daten kann auf bereits vorhandene Auswertungen zurückgegriffen werden. Alternativ können neue Daten erhoben werden. Beim einfachen Mietspiegel gibt es keine rechtliche Vorschrift, wie die Angaben erstellt werden müssen. Daher werden häufig bestehende Datenquellen ausgewertet. Bei einem qualifizierten Mietspiegel ist dies nicht zulässig. Dieser soll ein repräsentatives Bild des Wohnungsmarktes wiedergeben. Hierzu werden Mieter und Vermieter in schriftlicher oder telefonischer Form befragt. Auch Hausbesuche sind möglich. Es handelt sich bei diesen Befragungen um eigenständige Primärerhebungen; die Daten müssen allein zum Zweck der Mietspiegelerstellung erhoben werden. Die Befragungen sollen Zufallsstichproben sein – und jede geeignete Wohnung kann theoretisch betroffen ein. Die Adressen von Stichprobenwohnungen finden sich in Haushalts- oder Gebäudedateien einer Gemeinde. Aus diesen Dateien werden elektronisch die Wohnungen herausgefiltert, die den geforderten Anforderungen nicht entsprechen. Der Gesamtbestand geeigneter Wohnungen ergibt dann die so genannte Bruttostichprobe. Während der Befragungen können sich Ausfälle ergeben, zum Beispiel durch Leerstand Mieter oder Vermieter, die nicht befragt werden können oder nicht auffindbar sind Teilnahmeverweigerung unvollständige oder fehlerhafte Interviews und Fragebögen bestehende Mietpreisbindungen. Ist die Bruttostichprobe um diese Ausfälle bereinigt, ergibt sich die endgültige Ergebnisstichprobe der mietspiegelrelevanten Wohnungen. Diese Datensammlung muss eine repräsentative Anzahl von Fragebögen und Interviews aufweisen, um ein reales Bild der Wohn- und Mietensituation einer Gemeinde zu zeigen und somit auch als Mietspiegel anerkannt zu werden. Die Anzahl der geforderten Fragebögen und Interviews hängt ab von der Größe der Gemeinde der Wohnungsmarktstruktur und den Wohnwertmerkmalen, die im Mietspiegel Berücksichtigung finden sollen. Ein qualifizierter Mietspiegel muss alle zwei Jahre aktualisiert und alle vier Jahre neu erstellt werden. Gleichzeitig müssen ihn die Gremien, die an seiner Erstellung mitgewirkt haben, anerkennen. Zur Gültigkeit ist es des Weiteren erforderlich, dass bei einer Veröffentlichung neben allen Mitwirkenden die Grundlagen die Geltungsbereiche Datum und Zeitraum der Datenerhebungen und der Herausgeber genannt werden. In der Regel werden Mietspiegel von der Gemeinde veröffentlicht. Dort können sie auch eingesehen und meist gegen eine Gebühr erworben werden. Viele Gemeinden nutzen ihre Internetseiten zur Veröffentlichung des Mietspiegels oder bieten einen Download an. Welche Wohnungen dürfen in einen Mietspiegel einfließen? Wohnungen, deren Daten in die Erstellung eines Mietspiegels einfließen sollen, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Diese sind: Die Wohnung muss in dem Bezirk oder der Gemeinde liegen, für den oder die der Mietspiegel erstellt werden soll. Es finden nur diejenigen Wohnungen Berücksichtigung für den Mietspiegel, deren Mieten innerhalb der letzten vier Jahre neu vereinbart oder geändert wurden (§ 558 Absatz 2 BGB). Hier spricht man von Neuvertragsmieten beziehungsweise geänderten Bestandsmieten. Die Erhöhung oder Änderung von Betriebskosten spielt keine Rolle. Folgende Wohnungen fließen nicht in die Datenerfassung für den Mietspiegel ein: Wohnungen, die nach dem ersten und zweiten Förderweg nach II. WoBauG gefördert wurden. Wohnungen aus dem dritten Förderweg werden berücksichtigt, wenn Mietbegrenzungen festgelegt sind. Wohnungen mit durch Förderzusage festgelegten Mieten gemäß Wohnraumförderungsgesetz sonstige geförderte Wohnungen mit vorgegebenen Mieten und deren Erhöhungen Wohnungen in Sanierungsgebieten, für die die Grundlagen der Sanierungssatzung greifen, zum Beispiel KfW-Förderprogramme mit ausschließlich zinsverbilligten Darlehen unvermietete, leer stehende oder vom Eigentümer in Eigennutzung bewohnte Wohnungen gewerblich genutzte Wohnungen vorübergehend vermietete Wohnungen nach § 549 Absatz 2 Nummer 1 BGB Wohnungen für Menschen mit dringendem Wohnbedarf unter der Trägerschaft von juristischen Personen des öffentlichen Rechts oder der Wohlfahrtspflege. Wohnungen in Jugend- oder Studentenwohnheimen. Wohnungen in Seminaren, Wohnheimen, Heimen und Internaten werden nicht berücksichtigt, wenn die Miete zur Abdeckung von Serviceleistungen genutzt wird Wohnungen mit kompletter Möblierung oder Teilmöblierung sowie untervermietete Wohnungen Wohnungen unter Gefälligkeitsmietverhältnissen, beispielsweise das Vermieten von Wohnungen an Verwandte zu besonders geringen Mieten. Darüber hinaus gibt es Wohnraum, dessen Einbeziehung in den Mietspiegel der Entscheidung der erstellenden Gremien obliegt. Hierbei spielen die örtlichen Gegebenheiten eine Rolle. Hat eine Gemeinde zum Beispiel besonders viele Werks- oder Dienstwohnungen, so können diese ebenfalls in den Mietspiegel einfließen. Gleiches gilt für Wohnhäuser mit weniger als drei Wohnungen, Wohnungen mit Gemeinschaftsküchen und Gemeinschaftsädern für alle Mieter sowie teilweise untervermietete Wohnungen. Google Plus Erstmalig veröffentlicht auf: http://www.immobild.de/die-erstellung-eines-mietspiegels/4282


Via isoba92a
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Mietspiegelberechnung

 

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