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KK004 Straßenfotografie

KK004 Straßenfotografie | Poesie, Kunst, Literatur, Spiel, Fluxus, Netzliteratur, Medienkunst, Netzkunst | Scoop.it

 

Oldschool-Bloggerin und FAZ-Journalistin Andrea Diener ist in den letzten Jahren in die Streetphotography-Praxis eingetaucht. Flanierend macht sie Fotos der Welt, die sie durchquert und veröffentlicht eine handverlesene und bearbeitete Auswahl davon im Web via Flickr und Twitter.Straßenfotografie gibt es als Genre seit den 1930er Jahren, sie erfährt als digitale Szene in den letzten Jahren einen internationalen Hype.

 

 

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James Joyce in Paris: “Deal With Him, Hemingway!”

James Joyce in Paris: “Deal With Him, Hemingway!” | Poesie, Kunst, Literatur, Spiel, Fluxus, Netzliteratur, Medienkunst, Netzkunst | Scoop.it

The narrator of this rare clip describes James Joyce – arguably the greatest novelist of the 20th century — as a “small, thin, unathletic man with very bad eyes.” Ouch. And it gets worse. According to the voiceover, when Joyce and drinking buddy Ernest Hemingway faced a potential brawl, Joyce would hide behind his more imposing comrade and shout “Deal with him, Hemingway, deal with him!!!’

But we bet they were both just hiding behind Gertrude Stein.

You will find this video (and the others listed below) in our new collection of Cultural Icons.

 
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Making Coming Attractions More Attractive

Making Coming Attractions More Attractive | Poesie, Kunst, Literatur, Spiel, Fluxus, Netzliteratur, Medienkunst, Netzkunst | Scoop.it
The art of making a movie trailer consists largely of deciding what to include — and what to leave out.

...

They reveal too much. They don’t reveal enough. They’re misleading. They’re manipulative. They’re better than both the movie they’re previewing and the movie that’s about to start. They delay that movie by 20 minutes.

 
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Book Art – From Facebook to FacePhoneBook :-) | ePublish a Book

Book Art – From Facebook to FacePhoneBook :-) | ePublish a Book | Poesie, Kunst, Literatur, Spiel, Fluxus, Netzliteratur, Medienkunst, Netzkunst | Scoop.it
Ever wondered what to do with the old phonebooks gathering dust and eating up space? What about putting them in a museum? Here is how Scroll down to see...
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Alice in Wonderland as a subway map

Alice in Wonderland as a subway map | Poesie, Kunst, Literatur, Spiel, Fluxus, Netzliteratur, Medienkunst, Netzkunst | Scoop.it

'"Then it doesn't matter which way you go," said the Cat.'


Via Luca Baptista
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Google vs. Gutenberg: Strategien der Nutzung - kollaborativer Science Fiction

Google vs. Gutenberg: Strategien der Nutzung - kollaborativer Science Fiction | Poesie, Kunst, Literatur, Spiel, Fluxus, Netzliteratur, Medienkunst, Netzkunst | Scoop.it

Vielleicht sind wir immer noch zu bequem – und haben es noch gar nicht gelernt mit den „postmodernen Informationstechnologien“ wirklich zu denken – einen Aufforderung, die Jean Francois Lyotard 1984 in der Ausstellung „Die Immaterialien“ im Centre Beaubourg, Paris, an die Intellektuellen postmodernen Theoretiker adressierte – und promt eines der ersten kollaborativen Schreibprojekte iniziierte ... und somit die Theorie eigentlich Pop-fähig machte ... denn die Kids an den Terminals „dachten“ die Texte weiter ... mit ihren Fingerspitzen huschten sie über die Tastaturen, riefen am Mini-TEL-Terminal, eine jener heroisch untergegangenen Technologien, die endlosen Dislussionen, Stichwörter, Definitionen auf, die die Schriftgelehrten (das waren in den 80er Jahren eben jene postmodernenn Philosophen Baudrillard, Lyotard und Konsorten ....) in einem Schreibspiel zusammengetragen hatten .. sie taten das einzige, was man mit diesen Texten machen konnten, sie spielten damit ... und bewegten sich womöglich mit einer solchen „Nutzerstrategie“ eben jenseits dieser Dichotomien, in deren abgrundtiefer Lücke vielleicht unser gänzliches Unverständnis den neuen Technologien gegenüber aufblitzt: high and low, E und U, Gutenberg und Google, Handschrift oder Druck, Code / Decode:
In einer Schrift zum ‘Lob der Schreiber’ versucht ein benediktinischer Abt seine Ordensbrüder von der Notwendigkeit des manuellen Abschreibens der heiligen Bücher angesichts der heraufkommenden Reproduktionsmöglichkeiten der Drucktechnologie zu überzeugen:
„Wer wüßte nicht, welcher Unterschied zwischen Handschrift und Druck besteht? Die Schrift, wenn sie auf Pergament geschrieben wird, vermag tausend Jahre zu überdauernd; wie lang wird aber der Druck, der ja vom Papier abhängt, Bestand haben; [...] gleichwohl glauben viele, ihre Texte dem Druck anvertrauen zu müssen. Hierüber wird die Nachwelt befinden. [...] Selbst wenn alle Werke der ganzen Welt gedruckt würden, bräuchte ein hingebungsvoller Schreiber von seinem Eifer keineswegs abzulassen; er müßte vielmehr auch den gedruckten und nützlichen Büchern Dauer verleien, indem er sie abschreibt, da sie ansonsten nicht lange Bestand hätten. Erst seine Leistung erwirbt den dürftigen Werken Autorität, den wertlosen Größe und den vergänglichen Langlebigkeit.“ (Trithemius 1492, S.63 ff)
Lesezeichen hinzufügen: Widmung. Lachen, Sirenen, herrenlose Hunde
lachen an der Grenze des Denkens ...
Da ist im Hintergrund ein Lachen zu hören, das immer mehr anschwillt und das automatische Display des folgenden Fragments auf pergamentener fast durchscheinender Oberfläche nach der Art eines vielschichtigen Palimpsestes fast in den Hintergrund drängt:
"Dieses Buch hat seine Entstehung einem Text von Borges zu verdanken. Dem Lachen, das bei seiner Lektüre alle Vertrautheiten unseres Denkens aufrüttelt, des Denkens unserer Zeit und unseres Raumes, das alle geordneten Oberflächen und alle Pläne erschüttert und unsere tausendjährige Handhabung des Gleichen und des Anderen schwanken läßt und in Unruhe versetzt. Dieser Text zitiert "eine gewisse chinesiche Enzyklopädie", in der es heißt, daß 'die Tiere sich wie folgt gruppieren: a) Tiere, die dem Kaiser gehören, b) einbalsamierte Tiere, c) gezähmte, d) Milchschweine, e) Sirenen, f) Fabeltiere, g) herrenlose Hunde, h) in diese Gruppierung gehörige, i) die sich wie Tolle gebären, k) die mit einem ganz feinen Pinsel aus Kamelhaar gezeichnet sind, l) und so weiter, m) die den Wasserkrug zerbrochen haben, n) die von weitem wie Fliegen aussehen.'
(Borges 1981, S. 212)
Bei dem Erstaunen über diese Taxinomie erreicht man mit einem Sprung, was in dieser Aufzählung uns als der exotische Zauber eines anderen Denkens bezeichnet wird - die Grenze unseres Denkens: die schiere Unmöglichkeit, das zu denken."
(Foucault 1971, S.17)


auswendig lernen, inwendig wissen
Aber das ist alles nichts, das ich weiß – alles nur abgeschrieben aus einen Suhrkamp-Buch, obwohl ich dem Autor – Michel Foucault – doch einmal tatsächlich gefolgt bin – auf einem Festival der Gegenkultur in Berlin (hieß es wirklich „TUNIX“) ... aber das weiterzuerzählen führte wirklich zu weit ...
Diese Buchmenschen! Alles ist für sie Text: Landschaften, Städte, Wolken ... Alle Zeichen und Spuren, die ganze Welt kann (und muss!) gelesen werden: die Natur, die Träume, die Seele, die Krankheiten, die Sternzeichen, der Vogelflug ...

Auf dem Monitor öffnet sich ein Videofenster: Menschen laufen kreuz und quer durch die Landschaft und rezitieren dabei mehr oder weniger bekannte Stellen aus der Weltliteratur. Ich spule vor. Ein alter Mann liegt im Sterben. Mit Mühe und Not artikuliert er einen auswendig gelernten Text. Ein Junge liest ihm die Worte von den Lippen ab und versucht, diese wiederum zu behalten. Fast forward. Es handelt sich um Aufständische, die in einer hochtechnisierten Mediengesellschaft, in der es verboten ist, Bücher zu lesen und zu besitzen, durch mündliche Weitergabe versuchen, die wichtigsten Bücher zu bewahren. Jeder lernt sein Lieblingsbuch auswendig.
(Francois Truffauts Verfilmung von Ray Bradburys "Fahreinheit 451", England 1966)

Inwendig nur konnten die Texte in vorliteralen Gesellschaften bewahrt und tradiert werdern. Die Gedächtniskünste zeugen von raffiinierten mnemotechnischen Methoden und Verfahrensweisen. Die klassische Gedächtniskunst gründet sich auf eine Topographie mentaler Bilder:
der Redner geht durch die Architektur des alten Roms, sieht die Plätze, Orte und Standbilder, an denen Bilder und Geschichten gespeichert sind, und in dieser Bewegung durch kulturelle Erinnerungsplätze memoriert er Gedanken und Worte. Mit Hilfe dieser Mnemotechnik, bei der Orte Assoziationen im Gedächtnis hervorrufen, gelangt der Inhalt einer Rede durch gezieltes Umhergehen wieder auf die Lippen des Poeten.

.... das Wissen im Netz ist also gar kein Wissen – im klassischen Sinne?

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Play music live with your friends online

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Choose one of 19 instruments and JAM with your friends online

Via Felix Jacomino
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odysseen des wissens: mit der waybackmachine ins Jahr 2001: Arno Schmidt's Zettelkasten und Foucault

odysseen des wissens: mit der waybackmachine ins Jahr 2001: Arno Schmidt's Zettelkasten und Foucault | Poesie, Kunst, Literatur, Spiel, Fluxus, Netzliteratur, Medienkunst, Netzkunst | Scoop.it

kollaboratives schreiben im netz
... die waybackmachine beamt mich zurück auf meine alte webseite im Jahre 2001 :-)
... ich sehe die Zettelkästen von Anrno Schmidt und lese nicht ohne Verwunderung eines meiner (damaligen) Lieblingszitate:
"Dieses Buch hat seine Entstehung einem Text von Borges zu verdanken. Dem Lachen, das bei seiner Lektüre alle Vertrautheiten unseres Denkens aufrüttelt, des Denkens unserer Zeit und unseres Raumes, das alle geordneten Oberflächen und alle Pläne erschüttert und unsere tausendjährige Handhabung des Gleichen und des Anderen schwanken läßt und in Unruhe versetzt. Dieser Text zitiert "eine gewisse chinesiche Enzyklopädie", in der es heißt, daß "die Tiere sich wie folgt gruppieren: a) Tiere, die dem Kaiser gehören, b) einbalsamierte Tiere, c) gezähmte, d) Milchschweine, e) Sirenen, f) Fabeltiere, g) herrenlose Hunde, h) in diese Gruppierung gehörige, i) die sich wie Tolle gebären, k) die mit einem ganz feinen Pinsel aus Kamelhaar gezeichnet sind, l) und so weiter, m) die den Wasserkrug zerbrochen haben, n) die von weitem wie Fliegen aussehen. (Jorge Luis Borges, Die analytische Sprache John Wilkins', in: ders., Das Eine und die Vielen. Essays zur Literatur, München 1966, S.212) Bei dem Erstaunen über diese Taxinomie erreicht man mit einem Sprung, was in dieser Aufzählung uns als der exotische Zauber eines anderen Denkens bezeichnet wird - die Grenze unseres Denkens: die schiere Unmöglichkeit, das zu denken."
(Michel Foucault, Die Ordnung der Dinge. Eine Archäologie der Humanwissenschaften, Frankfurt/Main, 1971, 17)

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#CourseSites get the most powerful tools for your classroom #edtech20 #elearning

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Cut-Up Machine

This is a cut-up machine working along similar principles to those used by Burroughs in his own work. Basically it works along similar principles to photo-montage, create an new image of words out of whatever was put in.
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Skyfall James Bond: Versoffener, tragischer, menschlicher, ironischer. Ein Hack? Gefahr von innen?

Skyfall James Bond: Versoffener, tragischer, menschlicher, ironischer. Ein Hack? Gefahr von innen? | Poesie, Kunst, Literatur, Spiel, Fluxus, Netzliteratur, Medienkunst, Netzkunst | Scoop.it
Der neue „James Bond“ setzt die Grundgesetze der Serie außer Kraft und ist dabei so brillant, dass er Angst macht. Was soll danach noch kommen?

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Die Köpfe der Fans sind also vollgestopft mit Fakten aus den vergangenen 50 Jahren. Das schraubt die Erwartungshaltung, die bei Bond ohnehin regelmäßig ausartet, ins beinahe Unermessliche hoch.

Vielleicht haben Regisseur Sam Mendes und die Drehbuch-Autoren Neal Purvis, Robert Wade und John Logan „Skyfall“ deshalb als Bond der Antihelden-Superlative angelegt: noch nie war er so alt, so versoffen, so schlecht im Schießen, so unfit, so traumatisiert. Ist das das Ende der Geschichte? Ist selbst James Bond der Welt nicht mehr gewachsen?...
Filmkritik zu „Skyfall“-Premiere: Der neue „James Bond“: Versoffener, tragischer, menschlicher - weiter lesen auf FOCUS Online: http://www.focus.de/kultur/kino_tv/filmstarts/tid-27940/filmkritik-zu-skyfall-premiere-der-neue-james-bond-versoffener-tragischer-menschlicher_aid_850637.html

...

Bei „Skyfall“ ist das vorbei. Es ist nicht das erste Mal, dass Bond das Ende der Geschichte erlebt. Und es ist auch nicht das erste Mal, dass er vermeintlich stirbt. Aber es ist das erste Mal, dass die Gefahr von innen kommt. Bond, der MI6, werden auf sich selbst zurückgeworfen, das Zentrum der Macht mitten in London angegriffen. Nicht von fundamentalistisch verwirrten Terroristen, nein, von einem der ihren. Und deshalb liegt auch der Schlüssel dazu, der Gefahr Herr zu werden, im Inneren der Figuren. In „M“ und in Bond...
Filmkritik zu „Skyfall“-Premiere: Der neue „James Bond“: Versoffener, tragischer, menschlicher - weiter lesen auf FOCUS Online: http://www.focus.de/kultur/kino_tv/filmstarts/tid-27940/filmkritik-zu-skyfall-premiere-der-neue-james-bond-versoffener-tragischer-menschlicher_aid_850637.html

Heiko Idensen's insight:

... Super Remix mit viel Ironie ... Die Filmzitate überschlagen sich, die Effekte, die Klischees, die Melodien ... Ist ein Geheimagent im Zeitalter des Cyberterrorismus noch nötig? ... Der Gegenspieler: ein gefallener Engel, selbstständig, freelancer, nimmt Aufträge von Regierungen, Firmen etc. an ...

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European Masters of Art

European Masters of Art | Poesie, Kunst, Literatur, Spiel, Fluxus, Netzliteratur, Medienkunst, Netzkunst | Scoop.it

Biographical info and most important works of influential painters in organized, and easy to read articles.

I will be updating this twice every week with new artists.

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Poetry: journey into the wondrous world of poetry: apps, books, podcasts, videos #iTunesU

Poetry: journey into the wondrous world of poetry:  apps, books, podcasts, videos  #iTunesU | Poesie, Kunst, Literatur, Spiel, Fluxus, Netzliteratur, Medienkunst, Netzkunst | Scoop.it
Course DescriptionLet's take a journey together into the wondrous world of poetry. Through apps, books, podcasts, and videos we will learn about great poets and how to write poetry. After we immerse ourselves in award-winning literature, we will become published authors with our own book of poetry. 

"Listen to the mustn'ts, child. Listen to the don'ts. Listen to the shouldn'ts, the impossibles, the won'ts. Listen to the never haves, then listen close to me... Anything can happen, child. Anything can be."
– Shel Silverstein

CCSS:
RL.4.1Refer to details and examples in a text when explaining what the text says explicitly and when drawing inferences from the text.
RL.4.2 Determine a theme of a story, drama, or poem from details in the text; summarize the text.
RL.4.5 Explain major differences between poems, drama, and prose, and refer to the structural elements of poems (e.g., verse, rhythm, meter) and drama (e.g., casts of characters, settings, descriptions, dialogue, stage directions) when writing or speaking about a text.
SL.4.1 Engage effectively in a range of collaborative discussions (one-on-one, in groups, and teacher-led) with diverse partners on grade 4 topics and texts, building on others’ ideas and expressing their own clearly.
SL.4.5 Add audio recordings and visual displays to presentations when appropriate to enhance the development of main ideas or themes.
W.4.5 With guidance and support from peers and adults, develop and strengthen writing as needed by planning, revising, and editing. (Editing for conventions should demonstrate command of Language standards 1-3 up to and including grade 4.
W.4.6 With some guidance and support from adults, use technology, including the Internet, to produce and publish writing as well as to interact and collaborate with others; demonstrate sufficient command of keyboarding skills to type a minimum of one page in a single sitting.  
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Ebook Leser als W/Reader? Rollentausch?Buchmarkt: Leser, mach’s dir selbst!

Ebook Leser als W/Reader? Rollentausch?Buchmarkt: Leser, mach’s dir selbst! | Poesie, Kunst, Literatur, Spiel, Fluxus, Netzliteratur, Medienkunst, Netzkunst | Scoop.it
Im Netz wird das Schreiben von Büchern ein kollektives Abenteuer: Das Publikum mischt mit. Es ist eine Rollenverschiebung. Von Maximilian Probst und Kilian Trotier

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"Was aber bleibt davon übrig, wenn Autoren wie Fenske das Kollektiv der Leser basisdemokratisch entscheiden lassen? Was passiert, wenn das Medium Buch unwiderruflich in die Logik des Digitalen eintaucht? Wenn die Möglichkeiten der Vergemeinschaftung im Netz den Prozess des Bücherschreibens verändern? Wenn das, was erzählt werden soll, im Wissen um die digitale Sphäre produziert wird?"

...

"kleine Experimentierstuben ... in denen das gedruckte lineare Buch aufgebrochen wird: Es gibt E-Books, die mit Zusatzmaterial angereichert werden, mit Videos, Audiomaterial und Bildern – diese »Enhanced E-Books« sind vor allem bei Reise- und Kochbüchern beliebt. Es gibt sogenannte Sequentials, die wie Fortsetzungsromane häppchenweise gekauft werden können. Es gibt spielerische Elemente im E-Book, die sich in Form und Ästhetik an Computerspielen orientieren, und es gibt, davon ausgehend, E-Books, bei denen der Leser wählen kann, aus welcher Perspektive er die Geschichte lesen möchte und ob sie mit wenig, viel oder ganz viel Erotik aufgeladen sein soll."

...

"Es sind die Leser, die so zum entscheidenden Korrektiv und zur entscheidenden Instanz werden – und zwar nicht mehr wie früher durch ihre Kaufentscheidung, sondern durch ihr Leseverhalten. Sie übernehmen die Rolle des nachträglichen Lektors und entscheiden als Kollektiv, in welche Richtung die Geschichten gehen. Die empirische Evidenz der Daten siegt als Quantität über jedes qualitative Argument."

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"Immer geht es darum, dass die Leser nicht mehr bloß interpretieren, sondern intervenieren. Aber niemand von ihnen geht so weit wie Dirk von Gehlen, Autor und Leiter für den Bereich Social Media/Innovation bei der Süddeutschen Zeitung. Sein Projekt heißt Eine neue Version ist verfügbar, und er lässt darin seine Leser nicht nur partiell entscheiden, sondern am gesamten Prozess des Buchschreibens teilhaben. Die Leser werden zu Experten für seine Sache, und der Autor übernimmt die Rolle eines Salonbetreibers, der Vorschläge macht, moderiert und der am Ende ein Werk zusammenbindet, das im Idealfall ein aus den Diskussionen entstandenes Gemeinschaftsprodukt ist."

...

"Es ist eine Rollenverschiebung in einem lange als asymmetrisch akzeptierten Beziehungsverhältnis, die die Digitalisierung provoziert: Das alte, gedruckte Buch, das über Jahrhunderte mit dem Selbstbild des »So steht es geschrieben« der Bibel auftrat, artikulierte einen Anspruch auf ein Allgemeines, das je individuell eingelöst wurde. Der einzelne Leser sollte sich dann – nach dem Modell des nicht zufällig zeitgleich zu Gutenbergs Erfindung entstehenden Protestantismus – das gedruckte Wort selbstständig zu eigen machen."

VON Maximilian Probst | Kilian TrotierDATUM 31.01.2013 - 14:03 UhrQUELLE DIE ZEIT, 31.1.2013 Nr. 06KOMMENTARE 14

 

Heiko Idensen's insight:

... Interessante Rollenverschiebungen im Entstehungs-, Lese- und Verwertungsprozeß von ebooks zwischen Autor und LeserInnen ... fast so wie in der Netzliteratur der 90er Jahre erträumt - oser von Calvino imaginiert :-)

Wenn ein Reisender in einer Winternacht ...)
...
Um zu dem wesentlichen Merkmal von Internet-Literatur hinzuleiten, zitiert Uwe Wirth zu Beginn seines Textes einen Ausschnitt aus dem Roman "Wenn ein Reisender in einer Winternacht" von Italo Calvino. Italo Calvino wurde 1923 in Kuba geboren und studierte Philosophie und Literatur in Turin (Italien), wo er 1985 starb. In seinem oben genannten Roman hat die Schlüsselfigur, der Erfolgsautor Flannery, folgende Idee: "Bin auf den Gedanken gekommen, einen Roman zu schreiben, der nur aus lauter Romananfängen besteht. Der Held könnte ein Leser sein, der ständig beim Lesen unterbrochen wird.(...)" (S. 237)Auch bei Hypertexten wird der Lesefluß durch ständige untereinander vernetzte Verweise (Links) unterbrochen. Der Leser hat dadurch nahezu unbegrenzte Möglichkeiten, den Text an beliebigen Verweisen weiterzulesen. Dieses Netz aus Verweisen führt den Leser ständig vom vorhandenen Text weg zu einem neuen Text, d. h. der Leser springt zwischen verschiedenen Texten hin und her und hat somit einen Text vor sich, der im Grunde nur aus Textanfängen besteht. Es handelt sich dabei um einen offenen Text, da weder sein Anfang noch sein Ende zu bestimmen ist. Der Text bzw. seine Abfolge entsteht erst beim Lesen und ist durch die Vernetzung von Links mit anderen Links praktisch unendlich.Weil Hypertexte aufgrund ihrer internen Verweisstrukturen keine Grenzen haben und unendlich erweiterbar sind, kann Online-Literatur keinen Buch- oder Werkcharakter haben und sich nicht als Buch drucken lassen.Bei Hypertexten treffen verschiedene aber direkt vorhandene, durch Links miteinander verbundene Texte aufeinander, die auf verschiedenen Ebenen angesiedelt sind. Durch diese Intertextualität von Hypertexten, also dem "Dialog zwischen Büchern bzw. Textstellen", kann der Leser durch die Links "wirkliche Sprünge" zwischen verschiedenen Fragmenten vollziehen, sich tatsächlich zwischen verschiedenen Texten oder Textstellen bewegen. Beim Lesen von Büchern bleibt die Intertextualität dagegen eine virtuelle, sie entsteht nur im Gedächtnis des Lesers.Die stilistische Qualität des Online-Textes steht eher im Hintergrund, wichtig wird der Stil des Lesens, also wie das Hin- und Herschalten zwischen verschiedenen Textebenen und Links funktioniert.Uwe Wirth zitiert in diesem Zusammenhang Heiko Idensen nach dessen Aussage "Schreiben im Netzwerk nicht im klassischen Sinne mit Literatur zu tun hat, sondern es darum geht (...) Schreiben und Lesen als einen nomadischen Akt des Umherschweifens durch Text-Netzwerke zu begreifen."

http://kunst.erzwiss.uni-hamburg.de/Meyer/Hypermed/wirth/wirth1.htm

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Besonders interessant an dem Beitrag, wie kann es anders sei , die Kommentare :-)

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RUSSISCHE FILME

RUSSISCHE FILME | Poesie, Kunst, Literatur, Spiel, Fluxus, Netzliteratur, Medienkunst, Netzkunst | Scoop.it
Sergei Eisenstein, Sergei Bondarchuk, Elem Klimov, Andrei Tarkowski, Leonid Gaidai ...

Sie sind zu einem Ausflug in die russische bzw. sowjetische Filmgeschichte eingeladen.

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Das russische staatliche Filminstitut Mosfilm, 1920 in der Sowjetunion gegründet, stellt zahlreiche Filme auf der Site Mosfilm bzw. auf einem eigenen Kanal auf YouTube gratis zur Verfügung. Darunter finden sich auch eine Reihe von hervorragenden Literaturverfilmungen.

Ein Teil dieses cinematograhischen Schatzes wurde mit Untertiteln versehen. Der Großteil mit englischsprachigem, einige wenige mit französischem bzw. ungarischem Text.

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Publishing a Project for iPad or HTML5 - E-Learning Heroes

Publishing a Project for iPad or HTML5 - E-Learning Heroes | Poesie, Kunst, Literatur, Spiel, Fluxus, Netzliteratur, Medienkunst, Netzkunst | Scoop.it
E-Learning Heroes: Step-by-step tutorials for building better courses, fast answers to your e-learning questions, free downloads for your e-learning projects.

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Publishing courses for mobile devices and iPad

If you choose Web, Articulate Online, or LMS when publishing your Storyline content, you'll see several options on the Publish window. You can choose Include HTML5 output to let learners view content on mobile devices that don't support Flash. You can also choose Use Articulate Mobile Player on iPad to let learners view content on iPad using Articulate Mobile Player, a free app that gives learners the richest viewing experience on an iPad. Anyone can download it for free from the iTunes App Store.


Via Mayra Aixa Villar
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Heiko Idensen: Hypertext, Hyperfiction, Hyperwissenschaft

Plato: Schrift tötet lebendiges Gedächtnis

Plato, sich gleichermaßen gegen Literatur im Netz als auch gegen die Schrift prinzipiell wendend simuliert seinerseits einen Dialog zwischem seinem nur mündlich lehrenden Lehrer Sokrates mit Phaidros, in dem die Schwäche der Schrift im Gegensatz zu dialogischen Kultur herausgestellt wird:
"Denn dieses Schlimme hat doch die Schrift, Phaidros, und ist darin ganz eigentlich der Malerei ähnlich; denn auch diese stellt ihre Ausgeburten hin als lebend, wenn man sie aber etwas fragt, so schweigen sie gar ehrwürdig still. Ebenso auch die Schriften: Du könntest glauben, sie sprächen, als verständen sie etwas, fragst du sie aber lernbegierig über das Gesagte, so bezeichnen sie doch nur stets ein und dasselbe. Ist sie aber einmal geschrieben, so schweift auch überall jede Rede gleichermaßen unter denen umher, die sie verstehen, und unter denen, für die sie nicht gehört, und versteht nicht, zu wem sie reden soll und zu wem nicht."
(Platon, Phaidros. in: Sämtliche Werke 4, Hamburg 1957, S.56 )

Derrida: bloß nicht an der Oberflächen bleiben!

Derrida, müde und abgespannt wirkend vom dauernden differenzieren und dekonstruieren, pflichtet ihm bei und überbietet ihn noch (wer hätte das gedacht - oder handelt es sich um ein Mißverständnis, einen Übersetzungs- oder Übertragungsfehler?)
"Was es heute zu Denken gilt, kann in Form der Zeile oder des Buches nicht niedergeschrieben werden. (155) Wenn wir den Text vom Buch abheben, dann wollen wir damit sagen, daß der Untergang des Buches, wie es sich heute in allen Bereichen andeutet, die Oberfläche des Textes bloßlegt. (35)
Kinematographie, Choreographie, aber auch 'Schrift' des Bildes, der Musik, der Skulptur usw. Ebensogut könnte man von einer athletischen Schrift sprechen und, in Anbetracht der Techniken, die heute dieses Gebiet beherrschen, mit noch größerem Recht von einer Schrift des Militärischen oder des Politischen. [...] Im Hinblick auf die elementaren Informationsprozesse in der lebenden Zelle spricht auch der Biologe heute von Schrift und Pro-gramm. Und endlich wird der ganze, vom kybernetischen Programm eingenommene Bereich [...] ein Bereich der Schrift sein. (21) Entgegen allem Augenschein kündigt der Tode des Buches zweifellos [...] bloß einen Tod des gesprochenen Wortes und eine neue Mutation in der Geschichte der Schrift [...] an. (20) Wie schon bei Platons Schrift der Wahrheit in der Seele haben wir es auch noch im Mittelalter mit einer im metaphorischen Sinnen verstandenen, natürlichen, ewigen und universalen Schrift zu tun [...]. Wie im Phaidros bleibt ihr eine gewissermaßen abgefallene Schrift entgegengesetzt. (31)"
(Derrida, Jacques: Grammatologie, Frankfurt/Main 1974, Originaltitel: De la grammatologie, Paris 1967)

Plato: Verwerfung jeglichen Schreibens

Plato, jetzt wirklich sauer auf diesen Versuch, die Schrift wieder aus den Klauen der Mündlichkeit zu befreien, wird laut und unflätig:
"Denn diese Erfindung wird den Seelen der Lernenden vielmehr Vergessenheit einflößen aus Vernachlässigung des Erinnerns, weil sie im Vertrauen auf die Schrift sich nur von außen vermittels fremder Zeichen, nicht aber innerlich sich selbst und unmittelbar erinnern werden. Nicht also für die Erinnerung, sondern nur für das Erinnern hast du ein Mittel erfunden, und von der Weisheit bringst du deinen Lehrlingen nur den Schein bei, nicht die Sache selbst. "
(Platon: Phaidros. in: Sämtliche Werke 4, 7-61, nach Friedrich Schleiermachers Übersetzung von Walter F. Otto, Ernesto Grassi und Gert Plamböck herausgegeben, hier:55)

Bonaventura: Schreiber, Kompilator, Kommentator, Autor - eine Kampffront

Bonaventura führt seine Hand an die Lippen, möchte am Liebsten wortlos (oder lautlos?) reden, verweist auf den alten Leiseleser und reicht seine Randbemerkungen an den (virtuellen) Diskursleiter weiter, der folgende Worte in einer alten, kaum leserlichen Frakturschrift biledschirmfüllend über den Screen scrollen läßt:
"Es gibt vier Arten, ein Buch zu machen. Man kann Fremdes schreiben, ohne etwas hinzuzufügen oder zu verändern, dann ist man ein Schreiber (scriptor). Man kann Fremdes schreiben und etwas hinzufügen, das nicht von einem selbst kommt, dann ist man ein Kompilator (compilator). Man kann auch schreiben, was von anderen und von einem selbst kommt, aber doch hauptsächlich das eines anderen, dem man das Eigene zur Erklärung beifügt, und dann ist man ein Kommentator (commentator), aber nicht ein Autor. Man kann auch Eigenes und Fremdes schreiben, aber das Eigene als Hauptsache und das Fremde zur Bekräftigung beifügen, und dann muß man als Autor (auctor) bezeichnet werden."
(Illich, Ivan: Im Weinberg des Textes. Als das moderne Schriftbild entstand. Ein Kommentar zu Hugos "Didascalicion", Frankfurt/Main 1991, Übersetzung (aus dem Englischen) Ylva Eriksson-Kuchenbuch, Originaltitel: L'Ere du livre, Paris 1990, 112)
In einer Schrift zum Lob der Schreiber versucht ein benediktinischer Abt seine Ordensbrüder von der Notwendigkeit des manuellen Abschreibens der heiligen Bücher angesichts der heraufkommenden Reproduktionsmöglichkeiten der Drucktechnologie zu überzeugen:

Trithemius: Lob des Schreibers

"Wer wüßte nicht, welcher Unterschied zwischen Handschrift und Druck besteht? Die Schrift, wenn sie auf Pergament geschrieben wird, vermag tausend Jahre zu überdauernd; wie lang wird aber der Druck, der ja vom Papier abhängt, Bestand haben, wenn ein Papiercodex zweihundert Jahre überdauert, ist es viel; gleichwohl glauben viele, ihre Texte dem Druck anvertrauen zu müssen. Hierüber wird die Nachwelt befinden. Selbst .wenn jetzt schon viele Bände gedruckt vorliegen, werden doch niemals so viele gedruckt sein sein, daß man nicht etwa wieder etwas zum Schreiben wird finden können, das noch nicht gedruckt ist. Schwerlich wird auch jemand alle gedruckten Bücher auffinden oder für sich erwerben können. Selbst wenn alle Werke der ganzen Welt gedruckt würden, bräuchte ein hingebungsvoller Schreiber von seinem Eifer keineswegs abzulassen; er müßte vielmehr auch den gedruckten und nützlichen Büchern Dauer verleien, indem er sie abschreibt, da sie ansonsten nicht lange bestand hätten. Erst seine Leistung erwirbt den dürftigen Werken Autorität, den wertlosen Größe und den vergänglichen Langlebigkeit. Ein begeisterter Schreiber wird jedenfalls immer etwas finden, was seiner Bemühung wert ist. Er begibt sich nicht unter die Abhängigkeit des Druckers; er ist frei und erfreut sich seiner Freiheit, indem er seine Aufgabe erfüllt. Und er sit dem Drucker keineswegs so unterlegen, daß er wegen dessen Kunst seine bemühungen aufgeben müßte."
(Trithemius, Johannes: De Laude Scriptorum. Zum Lobe der Schreiber. Eingeleitet und übersetzt von Klaus Arnold. Würzburg 1973, Originaltitel 1492, 63 ff)
Im Gegensatz zu den AutorInnen haben es die Literatur- und MedientheoretikerInnen schon immer gesagt: Das Buch ist tot, der Autor ist tot, Lesen ist das Ausfüllen von Leerstellen im Text. Seltsame Widersprüche zur gesellschaftlichen Praxis werden evident: Immer noch erscheinen Bücher mit Autorennamen auf dem Cover ..., aber andere Produktions- und Distributionsweisen scheinen sich zumindest im Universum vernetzter elektronischer Texte anzudeuten.
In der Problematisierung von Copyright und Eigentumsverhältnissen von Texten und Bildern im Internet werden zumeist die modernen bürgerlichen Rechtsnormen als unhinterfragte Bezugspunkte gesetzt, ohne deren historische Relativität zu berücksichtigen. Ein diskurshistorischer Blick auf die Entstehung der Autorenfunktion von Texten zeigt hingegen, daß Texte auch ohne Autorennamen zirkulieren können.

Foucault: Im Namen des Autors: Sie sind entwaffnet!

Foucault stoppt sein dauerndes störendes Getuschel mit Derrida (in einem mit Geheimcodes durchsetzen fränzösisch) und sieht seine Chance, das Blatt zu wenden:

"Andererseits gilt die Funktion Autor nicht überall und nicht ständig für Diskurse. In unserer Kultur haben nicht immer die gleichen Texte einer Zuschreibung bedurft. Es gab eine Zeit, in der die Texte, die wir heute >literarisch< nennen (Berichte, Erzählungen, Epen, Tragödien, Komödien), aufgenommen, verbreitet und gewertet wurden, ohne daß sich die Autorfrage stellte [...]. Im Gegensatz dazu wurden die Texte, die wir heute wissenschaftlich nennen, über die Kosmologie und den Himmel, die Medizin und die Krankheiten, die Naturwissenschaften oder die Geographie im Mittelalter nur akzeptiert und hatten nur dann einen Wahrheitswert, wenn sie durch den Namen des Autors gekennzeichnet waren."
(Foucault, Michel: Schriften zur Literatur, Frankfurt/Main 1979, 19)

Die Autorenfunktion wird also - je nach dem technischen Stand des Kommunikationssystems - erst als ein medialer Effekt des jeweils vorherrschenden Informationssystems der Wissensverarbeitung produziert.
Jetzt erscheint ein freundlicher, aber harmloser Software-Agent auf dem Bildschirm und fordert den Vortragenden auf, endlich zum Thema zu kommen, mit dem Vorspiel aufzuhören, genug des gelehrigen Geschwätzes, brauche es den einen solchen theoretischen Unterbau für das kollaborative Schreiben im Netz?
...
Schnell schließe ich das Fenster dieser wirklich spannend programmierten JAVA- Applikation, die an frühe Text-Adventures erinnert und wähle mich (aus Gewohnheit oder Langeweile) ins Internet ein. Das hohe Piepen des internen Modems aktiviert meine Zirbeldrüse. Der Ton steht einen kurzen Moment, kippt ... Jetzt bin ich drin. Eine gewisse Unruhe ergreift Besitz von mir. Der Desktop ist ein Terminal geworden. Terminalstadien des Denkens? Ankünfte und Abfahrten ...

Aus dem Lautsprecher dröhen Protestrufe einer meuternden Menge, aufgenommen auf einer Demonstration für freie Netzkunst 1996. Die unheimlich starke Datenreduktion verführt allerdings dazu, anzunehmen, es würde sich um irgendeinen historisch weit zurückliegenden Aufstand handeln, vielleicht die Erstürmung des Winterpalais oder die Treppenszene aus Panzerkreuzer Potemkin ...

Lernen: Hören, Lesen, Browsen

Heuzutage findet ein Übergang statt vom Lernen, Verarbeiten und Aufnehmen durch Interaktion mit geschriebenen Materialien - einer Revolution der Informationsaufnahme durch den Buchdruck im späten 15. Jahrhundert, die letztlich zur Reformation, zur Industrialisierung und zu bürgerlich-demokratischen Zugriffsweisen auf Informationen geführt hat - zu einem neuen Lernen in digitalen Informationsenvironments. Vor dem Gutenberg-Zeitalter vollzogen sich Lernprozesse direkt im mündlichen Dialog zwischen Personen: lautes Lesen, Vor-Lesen und Auswendiglernen waren zentrale Übermittlungs- und Speicher-Paradigmen.
Die Übergänge gestalten sich nicht immer einfach: So protestierten etwa die Studenten im 15. Jahrhundert durch Trampeln und Pfeifen, als die Professoren in den Vorlesungen begannen, die Texte nicht mehr langsam im Diktierrythmus vorzulesen, sondern eine schnellere Diktion einschlugen. Die Vorlesung änderte ihren Charakter grundlegend, weil der Faktor der direkten Text-Übermittlung wegfiel zugunsten eines Meta-Diskurses über Texte, die nun schon gedruckt vorlagen. Der Durchsatz (Bytes per second) wurde optimiert, das Textformat und der Adressat änderte sich.

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100 Great Nonfiction Books

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100 must-read works of narrative nonfiction and journalism
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Wikisource:Gemeinfrei 2013 – Wikisource

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Liste der Literaten, Schriftsteller und Wissenschaftler, deren Werke im Jahr 2013 gemeinfrei geworden sind († 1942). Jeweils mit Angabe der Lebensdaten, des Berufes und einer kleinen Auswahl an Werken. Kann unter anderem als Grundlage für Autorenseiten dienen. Weitere Ergänzungen, insbesondere eventueller gemeinfreier Übersetzungen bei fremdsprachigen Autoren, sind erwünscht.

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Generell finden sich nicht wenige Autoren auf der Liste, die durch den Naziterror ums Leben kamen. Gerade bei einer Autorin wie Carry Brachvogel, deren Werk auch nach dem Ende des Dritten Reiches nicht mehr verlegt wurde, kann man nur hoffen, dass die Einstufung ihres Werks als gemeinfrei vielleicht dazu führt, dass wenigstens ein paar Leser auf ihre Texte aufmerksam werden. Denn wie kann man einer Schriftstellerin besser gedenken, als ihre Romane zu würdigen?

Die Werke des Kabarettisten und Schriftsteller Fred Endrikat sind ebenfalls seit Anfang des Monats nicht mehr geschützt. Der Name dürfte den meisten von uns nichts mehr sagen, der ein oder andere kennt aber vielleicht den von ihm erdachten Spruch: “Doof bleibt doof, da helfen keine Pillen”.

 ..http://ebook-fieber.de/e-books/ebooks-kostenlos-downloaden-die-werke-dieser-autoren-sind-jetzt-gemeinfrei
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Projekt Gutenberg-DE -"Der Mann ohne Eigenschaften" von Robert #Musil 2013 #Gemeineigentum #oer.

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Literaturdatenbank auf SPIEGEL ONLINE - mit 1800 Romanen, Erzählungen, Novellen und 6300 Märchen, Fabeln, Sagen.

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Am heutigen Public Domain Day 2013 begrüssen wir die neuesten Werke, die al Gemeineigentum in unserer Gesellschaft verfügbar sind. Dabei handel es sich um all jene Werke, die von Menschen erstellt wurden, die i Jahr 1942 gestorben sind. Ab 1.1.2013 gehören dazu literarische Werk wie "Der Mann ohne Eigenschaften" von Robert Musil, "Di Schachnovelle" von Stefan Zweig, die Fotos und Reportagen vo Annemarie Schwarzenbach, die Musik von Fred Fisher und Bunny Berigan die Ethnografien von Bronisław Malinowski, sowie tausende weiter Werke. Siehe auch http://www.publicdomainday.org

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via Daniel Boos 

https://www.facebook.com/groups/pdjam/permalink/423067617763213/

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Heiko Idensen's curator insight, January 1, 2013 5:24 PM

.... Genialer Anfang:

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Über dem Atlantik befand sich ein barometrisches Minimum; es wanderte ostwärts, einem über Rußland lagernden Maximum zu, und verriet noch nicht die Neigung, diesem nördlich auszuweichen. Die Isothermen und kodieren taten ihre Schuldigkeit. Die Lufttemperatur stand in einem ordnungsgemäßen Verhältnis zur mittleren Jahrestemperatur, zur Temperatur des kältesten wie des wärmsten Monats und zur aperiodischen monatlichen Temperaturschwankung. Der Auf- und Untergang der Sonne, des Mondes, der Lichtwechsel des Mondes, der Venus, des Saturnringes und viele andere bedeutsame Erscheinungen entsprachen ihrer Voraussage in den astronomischen Jahrbüchern. Der Wasserdampf in der Luft hatte seine höchste Spannkraft, und die Feuchtigkeit der Luft war gering. Mit einem Wort, das das Tatsächliche recht gut bezeichnet, wenn es auch etwas altmodisch ist: Es war ein schöner Augusttag des Jahres 1913. ".... Bis zur Freischaltung:http://www.scribd.com/doc/47381385/Robert-Musil-Der-Mann-Ohne-Eigenschaften-COMPLETE-GERMAN
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Read "Black Box" by Jennifer EganTweet by Tweet :: Books :: News :: Paste

Read "Black Box" by Jennifer EganTweet by Tweet :: Books :: News :: Paste | Poesie, Kunst, Literatur, Spiel, Fluxus, Netzliteratur, Medienkunst, Netzkunst | Scoop.it

Pulitzer Prize-winning author Jennifer Egan is not new to innovation in fiction. In her novel A Visit from the Goon Squad, which won the 49-year-old author the prestigious writing award in 2001, Egan used unusual methods to tell a story with one chapter being written like PowerPoint slides. In an apology to her twitter followers, who were recent victims of spam through her twitter account, Egan decided to reveal her new short story, “Black Box” one tweet at a time.

Since May 24, the story has been tweeted at @NYerFiction between 8-9 p.m. EST. Because of the disjointed sentences, the story reads more like a prose poem than a short story.

You can read the story — tweet by tweet — below or head over to The New Yorker for a more traditional reading experience.

Click an image to see it full size. To move to the next image, click on the image or use the right arrow key.

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http://storify.com/cbcbooks/jennifer-egan-s-black-box

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The American author of A Visit From the Goon Squad had an online hit in April when she published "Black Box", a short story she'd written for theNew Yorker in novel fashion: it appeared in miniature, one- or two-sentence chapters, each short enough to be tweeted. "I knew I wanted to write in Twitter-sized units and had tried beginning the story on a yellow legal pad, which is what I generally use. I wasn't pleased with the way those long, dangly lines looked, though." So the work only properly got under way when Egan discovered a special notebook, sold by Muji, which had eight small rectangles on every page.

"I almost always write first drafts by hand, because it helps me to draw on the intuitive, unconscious part of my brain: the only part that seems capable of generating interesting fiction," says Egan, who has since published the story as an ebook. "The writing reveals the story to me."

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http://www.guardian.co.uk/books/2012/dec/30/jennifer-egan-ebook-novel

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Eigentlich sollte niemand erwachsen werden Beastie Boys verschwende Deine Jugend

Eigentlich sollte niemand erwachsen werden Beastie Boys verschwende Deine Jugend | Poesie, Kunst, Literatur, Spiel, Fluxus, Netzliteratur, Medienkunst, Netzkunst | Scoop.it
Der Beastie Boy MCA aka Adam Yauch ist seinem langen Krebsleiden erlegen. Aus diesem Anlass gibt es hier noch mal einen alten, aber immer noch passenden Text über das Lebensgefühl, das uns die Beastie Boys beschert haben.

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weite Teile der Popkultur. Das Jackass-Prinzip, das wenig später von MTV verbreitet wurde war genauso ihr Einfluss, wie die Fantastischen Vier oder eher noch Deichkind und überhaupt das Prinzip Crossover, das die zweite Hälfte der 90er bestimmte. Wir kannten es schon längst. Die Beastie Boys pulsten ihre urbane Lümmeligkeit durch zwei Jahrzehnte und sie strahlt bis heute,

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Jetzt haben sie wieder ein neues Album gemacht und es fühlte sich seltsam an, in den letzten Wochen - sollte man sich darauf freuen? Tatsächlich hatte ich jahrelang gar nicht mehr an die BB gedacht, war auch nicht nötig, man denkt ja auch nicht an sein Knie, man hat es ja immer dabei

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Das Komische, das wirkliche Wunder, aber ist, dass nichts dergleichen passierte.
 “Yes, here we go again, give you more, nothing lesser, back on the mic is the anti-depressor” Mit dieser ersten Zeile auf „Hot Sauce Comitee Part 2“ war alles wieder da und es fühlte sich so gut an wie 1995. Nämlich genau so:  

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