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Heiko Idensen: Hypertext, Hyperfiction, Hyperwissenschaft

Plato: Schrift tötet lebendiges Gedächtnis

Plato, sich gleichermaßen gegen Literatur im Netz als auch gegen die Schrift prinzipiell wendend simuliert seinerseits einen Dialog zwischem seinem nur mündlich lehrenden Lehrer Sokrates mit Phaidros, in dem die Schwäche der Schrift im Gegensatz zu dialogischen Kultur herausgestellt wird:
"Denn dieses Schlimme hat doch die Schrift, Phaidros, und ist darin ganz eigentlich der Malerei ähnlich; denn auch diese stellt ihre Ausgeburten hin als lebend, wenn man sie aber etwas fragt, so schweigen sie gar ehrwürdig still. Ebenso auch die Schriften: Du könntest glauben, sie sprächen, als verständen sie etwas, fragst du sie aber lernbegierig über das Gesagte, so bezeichnen sie doch nur stets ein und dasselbe. Ist sie aber einmal geschrieben, so schweift auch überall jede Rede gleichermaßen unter denen umher, die sie verstehen, und unter denen, für die sie nicht gehört, und versteht nicht, zu wem sie reden soll und zu wem nicht."
(Platon, Phaidros. in: Sämtliche Werke 4, Hamburg 1957, S.56 )

Derrida: bloß nicht an der Oberflächen bleiben!

Derrida, müde und abgespannt wirkend vom dauernden differenzieren und dekonstruieren, pflichtet ihm bei und überbietet ihn noch (wer hätte das gedacht - oder handelt es sich um ein Mißverständnis, einen Übersetzungs- oder Übertragungsfehler?)
"Was es heute zu Denken gilt, kann in Form der Zeile oder des Buches nicht niedergeschrieben werden. (155) Wenn wir den Text vom Buch abheben, dann wollen wir damit sagen, daß der Untergang des Buches, wie es sich heute in allen Bereichen andeutet, die Oberfläche des Textes bloßlegt. (35)
Kinematographie, Choreographie, aber auch 'Schrift' des Bildes, der Musik, der Skulptur usw. Ebensogut könnte man von einer athletischen Schrift sprechen und, in Anbetracht der Techniken, die heute dieses Gebiet beherrschen, mit noch größerem Recht von einer Schrift des Militärischen oder des Politischen. [...] Im Hinblick auf die elementaren Informationsprozesse in der lebenden Zelle spricht auch der Biologe heute von Schrift und Pro-gramm. Und endlich wird der ganze, vom kybernetischen Programm eingenommene Bereich [...] ein Bereich der Schrift sein. (21) Entgegen allem Augenschein kündigt der Tode des Buches zweifellos [...] bloß einen Tod des gesprochenen Wortes und eine neue Mutation in der Geschichte der Schrift [...] an. (20) Wie schon bei Platons Schrift der Wahrheit in der Seele haben wir es auch noch im Mittelalter mit einer im metaphorischen Sinnen verstandenen, natürlichen, ewigen und universalen Schrift zu tun [...]. Wie im Phaidros bleibt ihr eine gewissermaßen abgefallene Schrift entgegengesetzt. (31)"
(Derrida, Jacques: Grammatologie, Frankfurt/Main 1974, Originaltitel: De la grammatologie, Paris 1967)

Plato: Verwerfung jeglichen Schreibens

Plato, jetzt wirklich sauer auf diesen Versuch, die Schrift wieder aus den Klauen der Mündlichkeit zu befreien, wird laut und unflätig:
"Denn diese Erfindung wird den Seelen der Lernenden vielmehr Vergessenheit einflößen aus Vernachlässigung des Erinnerns, weil sie im Vertrauen auf die Schrift sich nur von außen vermittels fremder Zeichen, nicht aber innerlich sich selbst und unmittelbar erinnern werden. Nicht also für die Erinnerung, sondern nur für das Erinnern hast du ein Mittel erfunden, und von der Weisheit bringst du deinen Lehrlingen nur den Schein bei, nicht die Sache selbst. "
(Platon: Phaidros. in: Sämtliche Werke 4, 7-61, nach Friedrich Schleiermachers Übersetzung von Walter F. Otto, Ernesto Grassi und Gert Plamböck herausgegeben, hier:55)

Bonaventura: Schreiber, Kompilator, Kommentator, Autor - eine Kampffront

Bonaventura führt seine Hand an die Lippen, möchte am Liebsten wortlos (oder lautlos?) reden, verweist auf den alten Leiseleser und reicht seine Randbemerkungen an den (virtuellen) Diskursleiter weiter, der folgende Worte in einer alten, kaum leserlichen Frakturschrift biledschirmfüllend über den Screen scrollen läßt:
"Es gibt vier Arten, ein Buch zu machen. Man kann Fremdes schreiben, ohne etwas hinzuzufügen oder zu verändern, dann ist man ein Schreiber (scriptor). Man kann Fremdes schreiben und etwas hinzufügen, das nicht von einem selbst kommt, dann ist man ein Kompilator (compilator). Man kann auch schreiben, was von anderen und von einem selbst kommt, aber doch hauptsächlich das eines anderen, dem man das Eigene zur Erklärung beifügt, und dann ist man ein Kommentator (commentator), aber nicht ein Autor. Man kann auch Eigenes und Fremdes schreiben, aber das Eigene als Hauptsache und das Fremde zur Bekräftigung beifügen, und dann muß man als Autor (auctor) bezeichnet werden."
(Illich, Ivan: Im Weinberg des Textes. Als das moderne Schriftbild entstand. Ein Kommentar zu Hugos "Didascalicion", Frankfurt/Main 1991, Übersetzung (aus dem Englischen) Ylva Eriksson-Kuchenbuch, Originaltitel: L'Ere du livre, Paris 1990, 112)
In einer Schrift zum Lob der Schreiber versucht ein benediktinischer Abt seine Ordensbrüder von der Notwendigkeit des manuellen Abschreibens der heiligen Bücher angesichts der heraufkommenden Reproduktionsmöglichkeiten der Drucktechnologie zu überzeugen:

Trithemius: Lob des Schreibers

"Wer wüßte nicht, welcher Unterschied zwischen Handschrift und Druck besteht? Die Schrift, wenn sie auf Pergament geschrieben wird, vermag tausend Jahre zu überdauernd; wie lang wird aber der Druck, der ja vom Papier abhängt, Bestand haben, wenn ein Papiercodex zweihundert Jahre überdauert, ist es viel; gleichwohl glauben viele, ihre Texte dem Druck anvertrauen zu müssen. Hierüber wird die Nachwelt befinden. Selbst .wenn jetzt schon viele Bände gedruckt vorliegen, werden doch niemals so viele gedruckt sein sein, daß man nicht etwa wieder etwas zum Schreiben wird finden können, das noch nicht gedruckt ist. Schwerlich wird auch jemand alle gedruckten Bücher auffinden oder für sich erwerben können. Selbst wenn alle Werke der ganzen Welt gedruckt würden, bräuchte ein hingebungsvoller Schreiber von seinem Eifer keineswegs abzulassen; er müßte vielmehr auch den gedruckten und nützlichen Büchern Dauer verleien, indem er sie abschreibt, da sie ansonsten nicht lange bestand hätten. Erst seine Leistung erwirbt den dürftigen Werken Autorität, den wertlosen Größe und den vergänglichen Langlebigkeit. Ein begeisterter Schreiber wird jedenfalls immer etwas finden, was seiner Bemühung wert ist. Er begibt sich nicht unter die Abhängigkeit des Druckers; er ist frei und erfreut sich seiner Freiheit, indem er seine Aufgabe erfüllt. Und er sit dem Drucker keineswegs so unterlegen, daß er wegen dessen Kunst seine bemühungen aufgeben müßte."
(Trithemius, Johannes: De Laude Scriptorum. Zum Lobe der Schreiber. Eingeleitet und übersetzt von Klaus Arnold. Würzburg 1973, Originaltitel 1492, 63 ff)
Im Gegensatz zu den AutorInnen haben es die Literatur- und MedientheoretikerInnen schon immer gesagt: Das Buch ist tot, der Autor ist tot, Lesen ist das Ausfüllen von Leerstellen im Text. Seltsame Widersprüche zur gesellschaftlichen Praxis werden evident: Immer noch erscheinen Bücher mit Autorennamen auf dem Cover ..., aber andere Produktions- und Distributionsweisen scheinen sich zumindest im Universum vernetzter elektronischer Texte anzudeuten.
In der Problematisierung von Copyright und Eigentumsverhältnissen von Texten und Bildern im Internet werden zumeist die modernen bürgerlichen Rechtsnormen als unhinterfragte Bezugspunkte gesetzt, ohne deren historische Relativität zu berücksichtigen. Ein diskurshistorischer Blick auf die Entstehung der Autorenfunktion von Texten zeigt hingegen, daß Texte auch ohne Autorennamen zirkulieren können.

Foucault: Im Namen des Autors: Sie sind entwaffnet!

Foucault stoppt sein dauerndes störendes Getuschel mit Derrida (in einem mit Geheimcodes durchsetzen fränzösisch) und sieht seine Chance, das Blatt zu wenden:

"Andererseits gilt die Funktion Autor nicht überall und nicht ständig für Diskurse. In unserer Kultur haben nicht immer die gleichen Texte einer Zuschreibung bedurft. Es gab eine Zeit, in der die Texte, die wir heute >literarisch< nennen (Berichte, Erzählungen, Epen, Tragödien, Komödien), aufgenommen, verbreitet und gewertet wurden, ohne daß sich die Autorfrage stellte [...]. Im Gegensatz dazu wurden die Texte, die wir heute wissenschaftlich nennen, über die Kosmologie und den Himmel, die Medizin und die Krankheiten, die Naturwissenschaften oder die Geographie im Mittelalter nur akzeptiert und hatten nur dann einen Wahrheitswert, wenn sie durch den Namen des Autors gekennzeichnet waren."
(Foucault, Michel: Schriften zur Literatur, Frankfurt/Main 1979, 19)

Die Autorenfunktion wird also - je nach dem technischen Stand des Kommunikationssystems - erst als ein medialer Effekt des jeweils vorherrschenden Informationssystems der Wissensverarbeitung produziert.
Jetzt erscheint ein freundlicher, aber harmloser Software-Agent auf dem Bildschirm und fordert den Vortragenden auf, endlich zum Thema zu kommen, mit dem Vorspiel aufzuhören, genug des gelehrigen Geschwätzes, brauche es den einen solchen theoretischen Unterbau für das kollaborative Schreiben im Netz?
...
Schnell schließe ich das Fenster dieser wirklich spannend programmierten JAVA- Applikation, die an frühe Text-Adventures erinnert und wähle mich (aus Gewohnheit oder Langeweile) ins Internet ein. Das hohe Piepen des internen Modems aktiviert meine Zirbeldrüse. Der Ton steht einen kurzen Moment, kippt ... Jetzt bin ich drin. Eine gewisse Unruhe ergreift Besitz von mir. Der Desktop ist ein Terminal geworden. Terminalstadien des Denkens? Ankünfte und Abfahrten ...

Aus dem Lautsprecher dröhen Protestrufe einer meuternden Menge, aufgenommen auf einer Demonstration für freie Netzkunst 1996. Die unheimlich starke Datenreduktion verführt allerdings dazu, anzunehmen, es würde sich um irgendeinen historisch weit zurückliegenden Aufstand handeln, vielleicht die Erstürmung des Winterpalais oder die Treppenszene aus Panzerkreuzer Potemkin ...

Lernen: Hören, Lesen, Browsen

Heuzutage findet ein Übergang statt vom Lernen, Verarbeiten und Aufnehmen durch Interaktion mit geschriebenen Materialien - einer Revolution der Informationsaufnahme durch den Buchdruck im späten 15. Jahrhundert, die letztlich zur Reformation, zur Industrialisierung und zu bürgerlich-demokratischen Zugriffsweisen auf Informationen geführt hat - zu einem neuen Lernen in digitalen Informationsenvironments. Vor dem Gutenberg-Zeitalter vollzogen sich Lernprozesse direkt im mündlichen Dialog zwischen Personen: lautes Lesen, Vor-Lesen und Auswendiglernen waren zentrale Übermittlungs- und Speicher-Paradigmen.
Die Übergänge gestalten sich nicht immer einfach: So protestierten etwa die Studenten im 15. Jahrhundert durch Trampeln und Pfeifen, als die Professoren in den Vorlesungen begannen, die Texte nicht mehr langsam im Diktierrythmus vorzulesen, sondern eine schnellere Diktion einschlugen. Die Vorlesung änderte ihren Charakter grundlegend, weil der Faktor der direkten Text-Übermittlung wegfiel zugunsten eines Meta-Diskurses über Texte, die nun schon gedruckt vorlagen. Der Durchsatz (Bytes per second) wurde optimiert, das Textformat und der Adressat änderte sich.


Via Heiko Idensen
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Netzliteratur
Netzliteratur -- German-language electronic liteature
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Code and Concept

Code and Concept | Netzliteratur | Scoop.it
Dieser Band ist der Versuch, zwei Richtungen experimenteller Literatur dazu zu bringen, sich gegenseitig ihre Verbundenheit einzugestehen. Ihre Mittel und Methoden ähneln sich häufig
Bart Sutton's insight:
German version of Code and concept - with an essay on "Code und Wirkung" by Beat Suter and René Bauer, an essay by Florian Cramer etc.
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Digital Literature is Here to Stay: A Conversation with Prof. Leonardo Flores - Department of English

Digital Literature is Here to Stay: A Conversation with Prof. Leonardo Flores - Department of English | Netzliteratur | Scoop.it
Adriel and Yxallys interview Prof. Flores about his trajectory, recent publication of the ELC3, and his FPH grant to develop and disseminate I ♥︎ E-Poetry.
Bart Sutton's insight:
Here to stay? I hope that's true!
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Electronic Literature Collection - Volume 3

Electronic Literature Collection - Volume 3 | Netzliteratur | Scoop.it
The ELC3 is a mirror of a specific moment in time occurring across continents, languages, and platforms during the second decade of the twenty-first century. This collection parallels the works collected, operating in symbiotic relation with programs and processes, images and texts, readers and writers—and you.
Bart Sutton's insight:

The four curators of the 2016 volume 3 of electronic literature have chosen 114 works in 13 languages. Much of an improvement ro recognize that electronic literature is a global phenomenon and not just a matter of American academics. Each work is accessible via a well designed interface with data, description and short review by the editors. Great effort and excellent resource!

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Paraules pixelades. Arts Santa Mónica

Paraules pixelades. Arts Santa Mónica | Netzliteratur | Scoop.it

Romy Achituv, Apollinaire, Pascal Auberson, Bryan Barrachina, Jorge Luis Borges, Philippe Bootz, Serge Bouchardon, Augusto de Campos, Lluís Calvo, J.R.

Bart Sutton's insight:

Museum Arts Santa Monica on Les Rambles in Barcelona: exhibition Paraules pixelades: La literatura en l’era digital (Pixelated Words: Literature in the Digital Era). From january 28 to april 10, 2016.

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Patatap

Patatap | Netzliteratur | Scoop.it
Patatap is a portable animation and sound kit. With the touch of a finger create melodies charged with moving shapes. Warning: contains flashing images.
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Beat Suter: Der Hyperlink in der Lektüre: Pause, Leerstelle oder Flucht?

Beat Suter: Der Hyperlink in der Lektüre: Pause, Leerstelle oder Flucht? | Netzliteratur | Scoop.it
Hyperfiction, Netzliteratur, Hypermedia, Interfictions.dichtung-digital contributions on digital literature and digital art: reviews, interviews, theory, conference reports, announcements.

Via Heiko Idensen
Bart Sutton's insight:

Heiko just scooped one of my texts from around 2002. Is it still relevant? Maybe not, since digital literature seems to have completely disappeared in D, A and CH! Even the (U.S.) Electronic Literature Organisation talks of the End of Electronic Literature. And reflection on hypertext as done by Heiko Idensen has not been an issue for years.

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ELECTRONIC LITERATURE REVIEW

ELECTRONIC LITERATURE REVIEW | Netzliteratur | Scoop.it
BENVENUTI! Il blog ELR Electronic Literature Review nasce per caso durante il lavoro per la mia tesi di laurea sulla letteratura elettronica “Oltre i confini del libro. La letteratura italiana nell...
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Daniele Giampa's Blog features Interviews with authors, researchers and curators of elecctronic literature in their respective native language. Recommended reading: interviews with Dene Grigar and Leonardo Flores.

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jörg piringer - home

jörg piringer - home | Netzliteratur | Scoop.it
jörg piringer - [digital sound visual interactive poetry etc.]
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All of Jörg Piringer's works on this page! Exciting stuff!

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→ pictword ←

→ pictword ← | Netzliteratur | Scoop.it
Pictword is a new way to communicate. Give an image to your emotions.
Bart Sutton's insight:

"PictWord is a new way to communicate.
PictWord is designed to capture the moment of thought in a photograph. You create your photograph with your words."

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Littératures numériques : une exposition majeure au Labo BnF (vidéo) | IDBOOX

Littératures numériques : une exposition majeure au Labo BnF (vidéo) | IDBOOX | Netzliteratur | Scoop.it
Jusqu’au 1er décembre 2013 et dans le cadre du festival Chercher le Texte, le Labo de la Bibliothèque nationale de France propose une exposition inédite
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GalleryDDDL:: Locating the Text

GalleryDDDL:: Locating the Text | Netzliteratur | Scoop.it

Chercher le Texte

 

Bart Sutton's insight:

Chercher le Texte presents 50 works of electronic literature in a virtual gallery. Also shown at venues in Paris: Centre Pompidou, Bibliothüque Nationale and Le Cube.

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code {poems}

code {poems} | Netzliteratur | Scoop.it

Poetry is considered a form of literary art in which language is used for its aesthetic and evocative qualities. It contains multiple interpretations and therefore resonates differently in each reader.

Code is the language used to communicate with computers. It has its own rules (syntax) and meaning (semantics). Like literature writers or poets, coders also have their own style that include - strategies for optimizing the code being read by a computer, and facilitating its understanding through visual organization and comments for other coders.

Code can speak literature, logic, maths. It contains different layers of abstraction and it links them to the physical world of processors and memory chips. All these resources can contribute in expanding the boundaries of contemporary poetry by using code as a new language. Code to speak about life or death, love or hate. Code meant to be read, not run.

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MOGA: Museum of Glitch Aesthetics

MOGA: Museum of Glitch Aesthetics | Netzliteratur | Scoop.it
The Museum of Glitch Aesthetics (MOGA) is the latest work in Mark Amerika's collaborative series of transmedia narratives.
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CML - 33 - Jörgen Schäfer: Die Akte des Lesens. Literatur in digitalen Medien

Vortrag im Rahmen der Cologne Media Lectures des Zentrums für Medienwissenschaften und Moderneforschung (MeMo) der Universität zu Köln 07.06.201
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ELO 2016 Home Conference and Media Arts Festival

ELO 2016 Home Conference and Media Arts Festival | Netzliteratur | Scoop.it
ELO 2016 Conference and Media Arts Festival. University of Victoria, Canada.
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Electronic Literature in 2016: Definitions, Trends, Preservation, and Projections

Electronic Literature in 2016: Definitions, Trends, Preservation, and Projections | Netzliteratur | Scoop.it

Pronouncing poetry dead has become so common, it’s basically a literary tradition at this point.

Bart Sutton's insight:

Poetry is thriving in the realms of the internet. Leonardo Flores reminds us of this. He also corrects the American only  perspective on Electronic Literature by the interviewer and opens it up into a slowly growing worldwide phenomenon.

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Electronic Literature: A Matter of Bits | Digital Studies Center

Electronic Literature: A Matter of Bits | Digital Studies Center | Netzliteratur | Scoop.it

From January 19, 2016 through April 21, 2016, The Stedman Gallery will host an electronic literature exhibition entitled “Electronic Literature: A Matter of Bits.” The exhibition is sponsored by the Digital [...]...

Bart Sutton's insight:

Is there a list or a documentation of the exhibited works? Maybe a publication? ELO Collection 3 will be launched during exhibition.

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Electronic Literature Organization Conference | ELO Conference

Electronic Literature Organization Conference | ELO Conference | Netzliteratur | Scoop.it

The End(s) of Electronic Literature Conference will take place August 5-7, 2015, and is hosted by the Electronic Literature Research Group at the University of Bergen.

Bart Sutton's insight:

Is this the End of Electronic Literature? The theme of the 2015 Electronic Literature Organization conference and festival is “The End(s) of Electronic Literature.” This theme plays on several different meanings of “ends.” Topics the conference papers and works will explore include:

1. Is “electronic literature” a transitional term that will become obsolete as literary uses of computational media and devices become ubiquitous? If so, what comes after electronic literature?

2. We can also question in what sense electronic literature and digital writing practices are a means to an end. If so, what are the ends of electronic literature? What political, ideological, aesthetic, and commercial ends or purposes do works of electronic literature serve?

See also: http://eliterature.org/2014/09/2676/

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State of the Discipline Report

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The American Comparative Literature Association (ACLA) produces a decennial report on the state of the discipline of comparative literature.
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(at) doehl. Reinhard Döhls digitale Poesie - Stadt Stuttgart

(at) doehl. Reinhard Döhls digitale Poesie - Stadt Stuttgart | Netzliteratur | Scoop.it
Kein anderer Autor und Künstler in Deutschland steht so für die frühe Verbindung von experimenteller Literatur und Internet wie Reinhard Döhl. Schon ab 1996 begann Reinhard Döhl mit dem neuen Medium, dem weltweiten Rechnernetz zu experimentieren. Die Ausstellung zeigt anlässlich seines 80. Geburtstages am 16. September seine netzliterarischen Arbeiten aus den Jahren 1996 bis 2000.
Zur Ausstellungseröffnung wird in Uraufführung die interaktive Live-Performance "Stuttgarter Poetenschach" gezeigt. Sprecherin/Interpretin: Christiane Maschajechi
Bart Sutton's insight:

Von der Konkreten Poesie zur Netzliteratur! Reinhard Döhl war der wichtigste Poet für die deutschsprachige elektronische Literatur der 1990er.

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ṳnimator by jörg piringer

ṳnimator by jörg piringer | Netzliteratur | Scoop.it

Create quick and fun text and sign animations! Use the whole character set of the device including Smileys, Emojis, and other symbols and scripts. Enter the texts with a special keyboard that shows all possible characters. Make animated ascii-art and astonishing text animations in a very short time.

 

Bart Sutton's insight:

"jörg piringer is a musician, poet and media artist living in vienna, austria. He is a member of The Vegetable Orchestra and the institute for transacoustic research"

 

jörg piringer's main site: http://joerg.piringer.net/

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“The Art of Moving Words"

“The Art of Moving Words" | Netzliteratur | Scoop.it
Bart Sutton's insight:

The exhibit was built by Dene Grigar (ELL) for the National University of Ireland Maynooth entitled Moving Words:  Kinetic Poetry and Prose, 1984-2014.  The exhibit opened on Thursday, March 14 at 5:30 at Illuminations Gallery. Dene Grigar heads The Electronic Literature Lab (ELL): For Advanced Inquiry into Born Digital Literature.

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Peter Glaser: Anfang der Glaserei bei der NZZ: "Ich bin der Neue hier" -> Europäisches Tagebuch -> Anfang Netzliteratur

Peter Glaser: Anfang der Glaserei bei der NZZ: "Ich bin der Neue hier"  -> Europäisches Tagebuch -> Anfang Netzliteratur | Netzliteratur | Scoop.it
Mein Name ist Peter Glaser, ich bin Schriftsteller und als erstes würde ich Ihnen gern erzählen, wie ich zum Bloggen gekommen bin.

Via Heiko Idensen
Bart Sutton's insight:

Heiko Idensen reflektiert über Glasers Anfänge in den 90ern.

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Heiko Idensen's curator insight, August 7, 2013 1:06 AM

"... ein sehr schöner Anfang hier in der neuen "Lokation" der Glaserei :-)
Für mich markiert das "Europäische Tagebuch" wirklich auch den Anfang von vielem, unter anderen auch einer Bewegung, die kurz mal "Netzliteratur" genannt wurde in den 80er / 90er Jahren. Diese Art des Teilens alltäglicher Erfahrungen quer über Europa, mit natrülich teils wahnsinnigen Unterschieden, kulturell, politisch: währen also Wam Kat beschrieb, wie eine Schule, in der er gestern Unterschlupf gefunden hatte, jetzt nicht mehr steht, langweilten sich die "Bohemes" in München .. und überlegten, in welches Konzert sie denn jetzt gehen sollten ...
Insofern stellt Deine Übersetzung und überhaupt das "Republishing" dieser wahnsinnigen Dokumente, die Iniitierung der Idee eines öffentlichen TEILENS von Tagebucheinträgen geradezu eine Initialzündung dar.
Heutzutage natürlich mehr oder minder "abgahakt" unter "Vorformen des Bloggens" :-(
Skandal ist doch, dass das Projekt jetzt nicht mehr online ist!
Ich kann hier nur ein Textarchiv des angesprochenen Zitats aus Googlebooks liefern
http://www.netzliteratur.net/i...
.. so wie eine Teilübersetzung aus dem foebud Archiv
http://museum.foebud.org/texte...

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Turing Complete User

Turing Complete User | Netzliteratur | Scoop.it
with the disappearance of the computer, something else is silently becoming invisible as well — the user.
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