Es ist ein merkwürdiges Phänomen: Viele Menschen glauben, dass sich ihre Persönlichkeit kaum noch ändert. Im Rückblick Jahre später sehen sie das jedoch ganz anders. Forscher erklären, warum das so ist.
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Es ist ein merkwürdiges Phänomen: Viele Menschen glauben, dass sich ihre Persönlichkeit kaum noch ändert. Im Rückblick Jahre später sehen sie das jedoch ganz anders. Forscher erklären, warum das so ist.
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May 9, 6:23 AM
Vortrag von Michael Miersch auf einer Veranstaltung der Stiftung für die Freiheit (19 Minuten). Delete the scoop?
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April 29, 2:00 PM
Wie wird der Mensch zum musikalischen Genie? Durch Talent oder durch unermüdliches Üben? Die meisten Psychologen setzen mittlerweile auf Letzteres. Laut einer Studie der Berliner Hochschule für Künste gilt: Nur wer im Alter von 20 Jahren mindestens 10.000 Stunden geübt hat, besitzt wirkliche Chancen, einer der Großen seiner Zunft zu werden. Durch das "Überflieger"-Buch des amerikanischen Publizisten Malcom Gladwell wurde diese Zehntausender-Formel geradezu zum Allgemeingut, und entsprechende Vorbilder gibt es ja auch genug. Von Mozart und Beethoven bis zu Michael Jackson und den Beatles – sie alle hatten fünfstellige Zahlen an Übungsstunden hinter sich, als sie in die Blüte ihres Schaffens kamen. Doch Wolfram Goertz von der Musikerambulanz des Universitätsklinikums Düsseldorf warnt: "Die Quantität des Übens macht noch keinen musikalischen Überflieger – es kommt vielmehr auf die Qualität an." Viele Musiker – egal, ob im Profi- oder Amateurbereich – blieben weit hinter ihren Möglichkeiten zurück, weil sie nicht optimal trainieren. Ganz zu schweigen davon, dass sie dadurch oft auch ihren Körper über Gebühr strapazierten. Viele Musiker haben gesundheitliche Probleme"Etwa 70 Prozent aller in Deutschland aktiven Musiker", so der Mediziner, "bekommen im Laufe ihres Leben gesundheitliche Probleme, die auf ihre Musikausübung zurückgehen". Vieles davon wäre vermeidbar, wenn man beim Üben weniger auf das "Herunterkloppen" der Stunden als auf die physiologischen und lernpsychologischen Voraussetzungen achten würde. Dazu gehört, dass man dem Gehirn genügend Zeit gibt, sich die komplexen Bewegungsabläufe beim Musizieren einzuprägen. So machen gerade technisch versierte Musiker oft den Fehler, dass sie eine schwierige und schnelle Tonpassage sofort in dem Tempo üben, in der sie vom Komponisten verlangt wird. Was dann nicht nur oft die Frustrationsquote, sondern auch – weil ein überforderter Bewegungsapparat sich eher verkrampft – das Verletzungsrisiko erhöht. "Dabei ist die Zeitlupe ein geradezu perfektes Verfahren, um dem Gehirn die Chance zu geben, einen Bewegungsablauf abzuspeichern und zu beherrschen", so Goertz. Diese Methode – die Bewegung erst langsam erlernen, um sich dann allmählich zu Zieltempo vorzuarbeiten – sei beim Sport schon länger üblich, und es gebe keinen Grund, sie nicht auch beim Musizieren anzuwenden. Nach Meinung von Goertz, der neben Musik auch Medizin studiert hat, sollte man sich ohnehin nicht davor scheuen, die eine oder andere Strategie aus dem Leistungssport zu übernehmen...... Delete the scoop?
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April 19, 9:50 AM
Wer hat nicht Interesse an gelingenden Veränderungen und Entscheidungen? Somit trifft das Buch „Das innere Spiel“ den Zeitgeist ziemlich genau. Ich selbst beschäftige mich professionell mit Veränderung und mit Intuition. So kann ich sagen, wir wissen viel über Veränderung, sind voller Ideen für eine bessere Welt und scheitern doch zu oft an der eigenen Trägheit und an den Widerständen anderer. Bei Entscheidungen geht es uns nicht anders. Komplexe Situationen bringen unseren Geist und unser rationales Denken an die Grenzen. Dort helfen uns keine Zahlen, Daten, Fakten mehr. Wir sind auf unsere Intuition angewiesen, müssen also in uns hinein hören und unserer inneren Stimme lauschen.
Das „train the eight“ Veränderungsmodell von H.P.Wallner kenn ich aus der Social Media Welt schon seit einiger Zeit. Das Modell öffnet Veränderung in ganzheitlicher Weise und bezieht auch das „Herz“ mit ein. Das ist eine Ganzheitlichkeit, die ich nur begrüßen kann. Das „innere Spiel“ ist eine Weiterentwicklung des Veränderungsmodells. Die Autoren bringen sechs Prinzipien für gelingende Veränderung und beziehen sich dabei auf Quellen, die weit aus dem Rahmen der Change Literatur hinausgehen. Was auf den ersten Blick esoterisch anmutet, wird im zweiten Schritt sofort wieder mit klassischen Change-Quellen verbunden. Somit öffnet das Buch ganz neue Perspektiven für Menschen, die sich mit Veränderung beschäftigen. Zielpublikum sind wohl alle Menschen, die sich verändern wollen, wenngleich auch ausgewählte Kapitel für Führungskräfte geschrieben sind.
Zum Thema Entscheidung bieten die Autoren auch interessante Aspekte an. Der Umgang mit nicht-entscheidbaren Fragen ist dabei das Spannendste. Sie gehen weit über die übliche Empfehlung, sich mit diesen Dilemmata einfach abzufinden hinaus und zeigen einen Entwicklungsprozess auf. Anzumerken ist aber, dass die Quelle der Intuition in diesem Buch etwas zu kurz kommt. Gerade hier scheint mir ein großes Potenzial zu liegen. Aber das Buch ist ohnehin schon sehr umfassend und greift viele Themen auf. Das muss wohl eine Grenze gezogen werden. Die große Stärke des Buches liegt wohl in den Zusammenhängen, die es herstellt und in der Erweiterung der Entwicklungsmöglichkeiten.
Das gesamte Buch ist von der Idee des Spiels durchzogen. Auch wenn das kein einfaches Spiel wird, so erlaubt es einen spielerischen Zugang zur Veränderung und zur Entscheidung. Das macht Spaß und weckt Energien, sich wieder einmal auf den Weg der Entwicklung zu machen. Aber Achtung! Das Buch könnte Sie anregen, mit einer Veränderung zu beginnen oder eine ausstehende Entscheidung endlich zu treffen!
Thomas Menk's insight:
Meine Rezension und Empfehlung auf Amazon Delete the scoop?
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April 15, 11:07 AM
Antriebslosigkeit, Schlafstörungen, Depressionen: Es klingt paradox, aber Berufstätigen, die am Arbeitsplatz nur die Zeit totschlagen, drohen gesundheitliche Probleme. Bore-out statt Burn-out.
Einen Kaffee holen. In alten Akten blättern. Zur Toilette gehen. Im Flur umherlaufen, scheinbar auf dem Weg von einem Meeting ins nächste. Ein Dokument am PC öffnen, das eigentlich schon lange bearbeitet ist. Und dazwischen ständig der Blick auf die Uhr. Langeweile im Job kann quälend sein. Zu Psychotherapeut Wolfgang Merkle kommen immer wieder Menschen, die auf der Arbeit nur die Zeit totschlagen. Die sich ausgebrannt und erschöpft fühlen, obwohl sie eigentlich heillos unterfordert sind. Bore-out nennt man dieses Phänomen. Auf die Dauer, sagt Merkle, könne Unterforderung genauso krank machen wie Überforderung. Den Begriff Bore-out (von englisch: "Boredom", Langeweile) erfanden 2007 zwei Schweizer Unternehmensberater in Anlehnung an das Burn-out-Syndrom – Ausgebranntsein durch zu viel Arbeit. Dass auch Nichtstun erschöpfen kann, klingt paradox. Doch in einer Umfrage der Techniker Krankenkasse (TK) im Jahr 2009 nannten 15 Prozent der Befragten Unterforderung als Stress-Faktor. "Es ist immer eine Mischung zwischen Anspannung und Entspannung, die Gesundheit ausmacht", sagt Merkle, der Chefarzt der Psychosomatischen Klinik am Frankfurter Hospital zum Heiligen Geist ist. Delete the scoop?
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April 3, 6:37 AM
Dass Mediziner über Musik schreiben, kommt nicht alle Tage vor. Ein Wiener Forscher weist nun in einer Studie nach: Gleichmäßig schwebende Musik beruhigt die Atmung. Aufwühlende Kompositionen machen sie unruhig.
Klaus-Felix Laczika, Intensivmediziner an der Universitätsklinik für Innere Medizin I am Winer AKH, beschäftigt sich seit Jahren mit dem Einfluss der Musik auf die sogenannten Vitalparameter des Menschen. Nicht zuletzt auch aus persönlichem Interesse: Laczika ist Hobby-Pianist, besonders Mozart hat es ihm angetan. Er sagt: "Musik ist Atmen. Die Phrasierung ist nichts anderes als ein Spiegel der Lungenaktivität. Musikalische Rhythmen und biologische Rhythmen sind eng mit einander verknüpft." Für seine letzte Studie "verkabelte" Laczika den Pianisten sowie zehn Streicher der Wiener Philharmoniker inklusive Publikum. Bei dem Konzert im Dienste der Wissenschaft wurde Mozarts Klavierkonzert Nr. 14 (Köchel-Verzeichnis 449) zu Besten gegeben. Die Auswertung der EKG-Daten zeigte: "Die Atmung folgt der Musik. Wenn Mozart Unruhe erzeugt, wird die Atmung auch unruhig", sagt Laczika. "Lässt der Komponist die Musik hingegen Ruhe und Gleichmäßigkeit ausstrahlen, wird auch die Atmung von Musikern und Publikum ruhiger." Wie er im Fachblatt "Multidisciplinary Respiratory Medicine" schreibt, sei es bei dem Konzert zu einer unwillkürlichen Synchronisierung der Atmung gekommen. "Der Kontrabassist atmete beispielsweise genauso wie der Pianist." Auch das Publikum habe sich dem Atemrhythmus der Musiker angepasst. Delete the scoop?
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Bei Verkäufer Andreas werden selbst Männer schwach. „Hallo, schön Sie zu sehen“, begrüßt der Endvierziger den Kunden. Mit graumeliertem Kurzhaarschnitt, lässig gekleidet mit Jeans und Jackett kommt er daher. Besonders aufregend ist die Ware dabei nicht, die er zu bieten hat: Aktenvernichter.
Andreas ist Teil der Online-Welt von Experteaz.de. Als virtueller Verkäufer zeigt er in einem Video, was die Geräte der Marke Fellowes, die sein Arbeitgeber verkauft, so drauf haben. Der Sinn seiner langen Rede: Besucher sollen sich persönlich betreut fühlen, eine größere Nähe zum Produkt entwickeln und am Ende kaufen. Delete the scoop?
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„Geld allein macht nicht glücklich“ lehrt uns der Volksmund. Doch warum eigentlich nicht? Schließlich sind viele potenziell glückbringende Güter nur mit Geld zu erlangen: attraktive Freizeitgestaltung wie Restaurant- oder Kinobesuche, Reisen, schöne Wohnungen. Warum sollten sich Reiche also nicht glücklicher fühlen?
Bisherige Forschung zu Einkommen und Wohlbefinden zeigt, dass Reiche durchschnittlich etwas glücklicher sind als Arme. Dieser Zusammenhang ist zwar stabil, allerdings nicht besonders stark. Zudem stammt diese Forschung zumeist aus den USA, einem sehr religiösen Land. Der Zusammenhang zwischen Einkommen und Wohlbefinden kann jedoch von Land zu Land variieren. So könnte der Glücksvorsprung für Reiche etwa dort besonders gering ausfallen, wo Reichtum und weltliche Genüsse besonders stark missbilligt werden. Dies ist in religiösen Ländern der Fall, denn die großen Weltreligionen propagieren allesamt Normen, die unmissverständlich gegen weltlichen Reichtum argumentieren: Die christliche Religion verbreitet diese Anti-Reichtums-Norm beispielsweise in der Geschichte vom goldenen Kalb, in der Gottes Rache die vom Geld Verführten erbarmungslos trifft. Auch Jesus predigte wider weltlichen Besitz: „Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher in das Reich Gottes gelangt“ (MK, 10,25). In stark säkularisierten Ländern hingegen könnte der Zusammenhang zwischen Geld und Wohlbefinden deutlich höher sein, denn dort sprechen keine religiös-gesellschaftlichen Normen dagegen, sich als reicher Mensch besonders glücklich zu fühlen. Doch stimmt diese Theorie? Ein Forscherteam um Jochen Gebauer von der Humboldt-Universität zu Berlin überprüfte dies in elf europäischen, unterschiedlich religiösen Ländern. Ausgewertet wurden die anonymisierten Daten von mehr als 180.000 Benutzern der Partnervermittlung eDarling. Diese hatten bei Anmeldung ihr Wohlbefinden, ihr Einkommen und ihre Religiosität angegeben. Zudem wurden Religiositätsindizes der elf Länder hinzugezogen. Die Ergebnisse sind deutlich: Je religiöser ein Land ist, desto weniger unterscheiden sich Arme und Reiche in ihrem Wohlbefinden. Das gilt insbesondere für Personen, die selbst religiös sind, denn sie haben die religiösen Normen vermutlich besonders verinnerlicht. Hier hatten teilweise gar ärmere Menschen ein höheres Wohlbefinden. Doch auch für Unreligiöse zeigten sich geringe Unterschiede, wenn sie in religiösen Ländern wohnten. Das verdeutlicht, dass die religiösen Anti-Reichtums-Normen offenbar starke gesamtgesellschaftliche Wirkung haben. Reich zu sein fühlt sich also nicht überall gleich an. In Deutschland oder Schweden, den am wenigsten religiösen Ländern der Studie, ist Reichtum psychologisch am gewinnbringendsten. In besonders religiösen Ländern wie der Türkei und Polen fühlen sich Reiche und Arme dagegen etwa gleich wohl. Diese Ergebnisse haben große gesellschaftliche Relevanz. Denn bei der fortschreitenden Säkularisierung unserer Welt bedeuten sie, dass die glückbringende Wirkung von Geld zukünftig noch zunehmen könnte. Sie bedeuten aber auch, dass sich die Schere zwischen Arm und Reich wohl auch bezüglich des Wohlbefindens weiter öffnet.
Thomas Menk's insight:
Gebauer, J. E., Nehrlich, A. D., Sedikides, C., & Neberich, W. (in press). The psychological benefits of income are contingent on individual-level and country-level religiosity. Social Psychological and Personality Science. Advance online publication. doi:10.1177/1948550612469819 Delete the scoop?
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March 1, 7:49 AM
Menschen überschätzen ihre Stärken und unterschätzen ihre Schwächen. Diese Überlegenheitsillusion ist durchaus sinnvoll, sagen Psychologen – sie sorgt für Optimismus und ein positives Selbstbild. Der Optimismus ist dem Menschen gewissermaßen ins Gehirn geschrieben. Eine gesunde Portion Selbstüberschätzung, das wissen Psychologen schon lange, führt bei so gut wie allen Menschen dazu, die eigenen Stärken systematisch und konsequent zu überschätzen, die eigenen Schwächen aber zu unterschätzen. Dieses selbstwertdienliche Phänomen nennt sich "Überlegenheitsillusion" und bestimmt die Wahrnehmung in so ziemlich allen Lebensbereichen. Jeder hält sich insgeheim für ein bisschen schlauer und interessanter als die anderen, und gerne auch für beliebter und attraktiver. Das ist ganz und gar nicht verwerflich: Die Überlegenheitsillusion ist gut für das Selbstbild und motiviert. Glauben mag man eine so unangenehme Entlarvung selbst trotzdem meist nicht so recht – bei den anderen mag das vielleicht zutreffen, aber bei mir?....
Thomas Menk's insight:
Das Forscherteam um Makiko Yamada vom National Institute of Radiological Sciences konnte zeigen, dass der Dopaminspiegel in bestimmten Regionen des Gehirns für die Überlegenheitsillusion verantwortlich ist.
Miklos Szilagyi's curator insight,
March 3, 4:40 AM
"Eine gesunde Portion Selbstüberschätzung..." macht gut... wir müssen doch überstreichen: "...gesunde Portion..." Delete the scoop?
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Vielleicht kennen Sie das: Es steht mal wieder ein Fototermin an und je näher der Tag rückt, desto mehr Gedanken macht man sich, wie man das Beste aus sich rausholen und besonders gut aussehen kann. Was ziehe ich an? Wie trage ich meine Haare? Lasse ich mich lieber von vorne oder von der Seite fotografieren? Soll ich freundlich lächeln oder lasse ich das lieber, damit man meine Zahnlücke nicht sieht? Und, und, und… Jessica Tracy und Alec Beall von der University of British Columbia haben etwas herausgefunden, womit zumindest letztere Frage beantwortet werden kann. Sie wollten nämlich wissen, welcher von drei Emotionsausdrücken vom anderen Geschlecht als am attraktivsten bewertet wird: Stolz, Freude oder Scham. Dies wurde folgendermaßen getestet: Heterosexuellen Frauen und Männern wurden verschiedene Bilder einer Person des jeweils anderen Geschlechts gezeigt. Auf den Bildern waren Frauen und Männer zu sehen, die entweder die Emotion Stolz, Freude oder Scham mit entsprechender Mimik und Gestik oder einen neutralen Ausdruck zeigten. Die Teilnehmenden sollten dann die Attraktivität der abgebildeten Personen bewerten. Es zeigte sich, dass Frauen bei Männern den Ausdruck von Stolz als am attraktivsten und den Ausdruck von Freude als am wenigsten attraktiv bewerteten. Im Gegensatz dazu empfanden Männer bei Frauen den Ausdruck von Freude als am attraktivsten und den Ausdruck von Stolz als am wenigsten attraktiv. Scham wurde sowohl bei Frauen als auch bei Männern als eher attraktiv wahrgenommen. Interessanterweise tendierten besonders jüngere Frauen dazu, männliche Scham anziehend zu finden. Das Forschungsteam erklärt diese Ergebnisse in einer evolutionspsychologischen Tradition damit, dass der Ausdruck von Freude feminin und wenig dominant wirkt sowie sexuelles Interesse signalisiert. Ein stolzer Ausdruck hingegen impliziert einen hohen sozialen Status. Dieser wird evolutionspsychologisch vor allem von Frauen als wichtig angesehen, weil er die Versorgung ihres Nachwuchses sicherzustellen vermag. Der Ausdruck von Scham soll Vertrauenswürdigkeit erzeugen. Eine evolutionspsychologische Erklärung dafür, dass vor allem jüngere Frauen den Ausdruck von Scham bei Männern anziehend finden, liefern Tracy und Beall aber nicht. Zudem beeinflussen natürlich auch Geschlechternormen, was wir an unserem weiblichen oder männlichen Gegenüber attraktiv finden – von Frauen wird nun einmal erwartet, dass sie freundlich und offen sind, während Männern ein bisschen Arroganz offenbar ganz gut steht. Ob sich die Ergebnisse der Studie auch auf reale Begegnungen im alltäglichen Leben übertragen lassen, wo zahlreiche zusätzliche Faktoren eine Rolle spielen, bleibt zu prüfen. Doch was wir nun wissen ist, welchen Emotionsausdruck wir das nächste Mal auf einem Foto zeigen müssen, um zumindest auf das andere Geschlecht einen guten Eindruck zu machen. Sei es im Familienalbum, in sozialen Netzwerken oder auf Werbeplakaten, Fotografien begegnen uns ständig, und deshalb sind die Ergebnisse dieser Studie für uns alle relevant.
Christoph Bauer's curator insight,
April 14, 5:06 AM
Ein Hinweis darauf, dass wir trotz des Wandels in den Rollenmodellen von Frauen und Männern doch noch in alten Stereotypen gefangen sind. Delete the scoop?
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February 14, 11:54 AM
Psychologen wissen, dass es völlig unmöglich ist, gegen seine Persönlichkeit zu handeln. Doch wie kann sich eine Persönlichkeit im Laufe des Lebens ändern? Und was ist eigentlich Schuld?
Wie verantwortlich ist ein Mensch noch für sein Handeln, wenn dieses schon lange zurückliegt – etwa ein Jahr oder vielleicht sogar 30 Jahre? Diese Frage stellt sich nicht nur im Zusammenhang mit jahrzehntealten Dissertationen. Sie ist ein grundlegendes Problem, mit dem sich Juristen und Psychologen beschäftigen. Es geht im Kern darum, wie frei der Wille des Menschen ist und ob die Persönlichkeit eines jeden unveränderlich ist oder nicht. "Seit das moderne Strafrecht vor über 100 Jahren entwickelt wurde, geht die Debatte, ob es überhaupt einen soliden Schuldbegriff gibt", sagt der Bremer Hirnforscher Gerhard Roth. Viele würden sich dabei auf Immanuel Kant berufen, der einen Schuldbegriff für nötig hielt, um unmoralisches Handeln abzustrafen. Selbst wenn einen alle persönlichen Motive zur Tat treiben, so Kant, habe man die Möglichkeit, diesen zu widerstehen und moralisch zu handeln. Wer das nicht tue, mache sich schuldig. "Psychologen wissen heute aber, und die Hirnforschung hat es bestätigt: Es ist völlig unmöglich, gegen seine Persönlichkeit zu handeln – alle Motive, auch die zum moralischen Handeln, entspringen ihr", sagt Roth. Das sei das Dilemma des Strafrechts, ergänzt er – denn dort müsse man so tun, als wäre es tatsächlich möglich, sich gegen die eigenen Motive zu entscheiden.... Delete the scoop?
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Schuldgefühle empfinden wir bildlich gesprochen als seelischen Ballast. Doch diese Metapher wirkt auch andersherum: Ein höheres Gewicht auf den Schultern führt zu stärkerem Schuldgefühl - und beeinflusst das Verhalten. Jeder kennt sie. Immer dann, wenn wir wir etwas falsch gemacht haben; wenn wir gegen Regeln verstoßen haben, egal ob juristischer, ethischer oder moralischer Natur, dann überkommen uns Schuldgefühle. Häufig haben wir dann ein schlechtes Gewissen. Oder bildlich gesprochen: Wir fühlen eine Last auf unseren Schultern. "Denn meine Sünden schlagen mir über dem Kopf zusammen, sie erdrücken mich wie eine schwere Last", heißt es schon in Psalm 38 des Alten Testaments. Doch diese Metapher ist offenbar mächtiger als bislang gedacht. Gewicht auf unseren Schultern kann mitunter das Gewissen beeinflussen - und sogar das Verhalten manipulieren. So lautet das Ergebnis einer Studie, die bald im "Journal of Experimental Psychology" erscheint.....
Thomas Menk's insight:
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January 31, 2:16 AM
Every business is interested in what influences and persuades their customers and consumers, and one of the more common strategies to eliciting this information is to simply ask them. There are various ways that this can be done: You can ask customers directly during a face to face meeting, or you could get them to complete a survey or an online questionnaire. You could even outsource the task to a market research agency who'll conduct surveys and focus groups on your behalf. But regardless of how you go about asking the question, you need to recognize that there is a fundamental problem with asking people what will persuade them to change: Most of the time they won't know the answer. It's not that they won't give an answer. They'll often provide plenty. It's just that the answers they provide will have a high likelihood of being wrong. Here's why. The great majority of the decisions we make in our information-overloaded, distraction-heavy lives are made outside our conscious awareness, driven more by contexts than cognitions. As a result, asking someone to pinpoint what will influence them in the future is a bit like saying, "tell me how you will behave in the future when you are not thinking about what I have just asked you about?" Behavioural scientists Wes Schultz and Robert Cialdini provide compelling evidence of why asking people to predict what will influence their future decisions and behaviors is so often ineffective. In one set of studies, they asked several hundred homeowners in California to predict which of four messages would be most successful at persuading them to take steps to conserve energy and reduce their overall consumption. The four messages were 1) conserving energy helps the environment; 2) conserving energy protects future societies; 3) conserving energy saves you money; 4) many of your neighbors are already conserving energy...... Delete the scoop?
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Heinz M. hat Geld gestohlen, um ein lebensrettendes Medikament für seine todkranke Frau bezahlen zu können. Hat er richtig oder falsch gehandelt? „Ach, solch ein Schwarz-Weiß-Denken…“ sagen Sie sich jetzt vielleicht – aber warum eigentlich? Was haben die Farben Schwarz und Weiß mit unserem Denken zu tun? Sicher versinnbildlichen sie Gegensätze, die so charakteristisch für das „Schwarz-Weiß-Denken“ sind – da gibt es nur Richtig und Falsch oder Gut und Böse, jedoch keine „Grauzonen“ passend zur Mischfarbe von Schwarz und Weiß. Existiert also ein Zusammenhang zwischen Farben und unserer Art zu denken? Ja! – vermuteten die Forscherinnen Theodora Zarkadi und Simone Schnall. Tatsächlich hat Forschung bereits belegt, dass die Farbe Weiß mit moralischer Reinheit, die Farbe Schwarz hingegen eher mit Immoralität und Aggressivität assoziiert wird. Zarkadi und Schnall nahmen nun weiter an, dass der Kontrast zwischen Schwarz und Weiß sogar zu Schwarz-Weiß-Denken bei moralischen Urteilen führen kann. Zur Überprüfung dieser Annahme ließen sie ihre Studienteilnehmenden die Beschreibung eines moralischen Dilemmas lesen. Dieses war der Situation von Heinz sehr ähnlich, der Geld zur Beschaffung eines Medikaments für seine kranke Frau stahl. Das Verhalten der zentralen Person dieses Dilemmas konnte nun als lobenswerte Tat oder als krimineller Akt gesehen werden. Die Teilnehmenden sollten dies beurteilen und dabei sieben Abstufungen für die Einschätzung des Verhaltens von 1 (=richtig) bis 7 (=falsch) vornehmen. Um die Auswirkungen eines farblichen Schwarz-Weiß Kontrasts zu untersuchen, wurde das Dilemma einigen Teilnehmenden vor einem Hintergrund mit schwarzen und weißen Kästchen dargeboten, während es anderen Teilnehmenden vor einem neutralen grauen Hintergrund präsentiert wurde. Die restlichen Teilnehmenden sahen das Dilemma vor einem Hintergrund mit gelben und blauen Kästchen. Somit konnte zusätzlich untersucht werden, ob Farbkontraste generell das moralische Urteil beeinflussen. Tatsächlich gaben Personen, die das Dilemma vor dem schwarz-weißen Hintergrund gesehen hatten, extremere moralische Urteile ab, als die anderen Teilnehmenden. Sie stuften insgesamt also klar ein, ob sie das Verhalten als richtig oder auch als falsch ansahen. Hingegen wählten die Teilnehmenden, welche dem neutralen Hintergrund oder Gelb-Blau Kontrast ausgesetzt waren, eher eine Abstufung in der Mitte aus und bewerteten das Verhalten somit weniger deutlich als richtig oder falsch. In einer weiteren Studie konnten die Forscherinnen diese Extremisierung der moralischen Urteile in Anwesenheit eines Schwarz-Weiß Kontrasts auch in der Bewertung allgemeiner Angelegenheiten (z.B. einem Seitensprung, Müll auf die Straße werfen oder Rauchen) belegen. Die Konfrontation mit dem Kontrast der Farben Schwarz und Weiß führte in den Studien also zu einem verstärkten Schwarz-Weiß-Denken. Laut den Ergebnissen sollte man sich also gut überlegen, wo moralische Diskussionen geführt werden. So scheint ein Ort mit schwarz-weißen Bodenfliesen beispielsweise ungeeignet zu sein für eine gemäßigte Diskussion mit Jugendlichen, die ihre Grenzen austesten, oder bei Rechtspersonen, die über eine Tat urteilen sollen.
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Jeder kennt wohl Gedanken wie: „Wenn ich heute Morgen fünf Minuten früher aufgestanden wäre, hätte ich noch meinen Zug bekommen“ oder „Wenn ich die Wettervorhersage gesehen hätte, hätte ich einen Regenschirm dabei und müsste jetzt nicht pitschnass zur Arbeit gehen“. Solche „Hätte ich doch“-Überlegungen (sogenannte kontrafaktische Gedanken) treten auf, wenn ein Ziel nicht erreicht wurde oder ein nicht erstrebenswerter Zustand beklagt wird. Diese Gedanken können durchaus sinnvoll sein: Wenn wir uns überlegen, was passiert wäre, wenn wir anders gehandelt hätten, reflektieren wir unser vergangenes Verhalten und mögen hierdurch erkennen, was wir das nächste Mal besser machen können. Ein Forschungsteam um den Sozialpsychologen John Petrocelli nahm jedoch an, dass kontrafaktisches Denken auch negative Auswirkungen haben kann. Diese sollten sich besonders in Leistungssituationen zeigen, wenn kontrafaktisches Denken falsche Ursachen für verbesserungswürdige Ergebnisse aufdeckt. Hält man beispielsweise einen schlechten Vortrag und denkt, dass es besser gelaufen wäre, wenn man nur mehr geschlafen hätte, können solche Erklärungen die eigentlichen Ursachen verdecken – wie, dass man nicht gut vorbereitet war. Man mutmaßt also, dass man eigentlich kompetent ist und muss sich das nächste Mal nicht mehr anstrengen. Zur Testung ihrer Annahmen untersuchte das Forschungsteam in einer Studie, wie kontrafaktisches Denken sich auf die Anstrengung und Leistung von Studierenden in einem Leistungstest auswirkte. Die Teilnehmenden bearbeiteten zunächst einen Übungsdurchgang zur Ermittlung ihres Leistungsstands. Anschließend bekamen sie eine Rückmeldung darüber, welche Fragen sie falsch beantwortet hatten und was die richtige Lösung gewesen wäre. Nun wurden einige Teilnehmende gebeten, ihre ersten Gedanken zu der Rückmeldung aufzuschreiben, während die anderen beschreiben sollten, wie sie die Aufgaben richtig hätten lösen können. Letzteres sollte kontrafaktisches Denken hervorrufen. Danach konnten alle Teilnehmenden so lange sie wollten weiterüben, um in dem finalen Test eine optimale Leistung zu erzielen. Die Ergebnisse entsprachen den Annahmen des Forschungsteams: Teilnehmende, die in kontrafaktisches Denken, wie „Hätte ich die Frage besser durchgelesen“, versetzt wurden waren, zeigten keine Leistungssteigerung vom ersten Übungsdurchgang zum finalen Test. Teilnehmende, die hingegen nur ihre ersten Gedanken notiert hatten, verbesserten sich deutlich. Obwohl beide Gruppen im Übungsdurchgang vergleichbar viele Fehler gemacht hatten, sahen jene mit kontrafaktischen Gedanken anscheinend keine Notwendigkeit, sich mehr anzustrengen – im Vergleich zu den anderen Teilnehmenden schätzten sie ihre Fähigkeiten als relativ hoch ein. So investierten sie tatsächlich weniger Zeit in weitere Übungen, was die ausbleibende Leistungssteigerung teilweise erklären konnte. Sollten Sie sich, wenn etwas nicht optimal verlaufen ist, also am besten gar keine Gedanken machen? Das sicher nicht. Die vorliegenden Befunde warnen allerdings davor, Misslungenes einfach weg zu erklären anstatt einen kritischen Blick auf sich selbst zu werfen und sich bei einem neuen Anlauf mehr anzustrengen. Delete the scoop?
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April 22, 10:46 AM
Warum schaffen wir es oft, selbst die sprichwörtliche Nadel im Heuhaufen zu finden? Und warum entwickeln wir beim Suchen meist eine Art Tunnelblick? Diese Frage haben US-amerikanische Forscher jetzt genauer untersucht - mit überraschenden Ergebnissen: Denn unser Gehirn mobilisiert bei einer solchen Suche fast alle Ressourcen. Selbst Hirnbereiche, die eigentlich ganz andere Aufgaben haben, werden nun mit eingespannt. Diese Umwidmung der Zuständigkeiten erst macht es uns möglich, trotz der verwirrenden Vielfalt von Objekten um uns herum genau das herauszufiltern, das wir gerade suchen, so die Forscher im Fachmagazin "Nature Neuroscience". Delete the scoop?
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April 15, 11:08 AM
Das Riechen von Düften fordert das Gehirn mehr als das Lösen von Kreuzworträtseln: 350 Riechrezeptoren senden permanent elektrische Signale, die das Gehirn abspeichert und mit Gefühlen verbindet.
Sonnenlicht durchflutet die Ausstellungsräume des Kölner Gartencenters mit seinen riesigen Fensterflächen. Die Einkäufer überblicken ein Meer von Blüten, Osterglocken, Tulpen und Hyazinthen. Hunderte von Azaleen und Rhododendronbüsche in allen Formen und Größen stehen voller Knospen. "Da bekommt man richtig Lust auf Frühling", sagt eine Kundin aus Pulheim. "Diese herrlichen Farben und dieser Duft!" Nach dem langen Winter freut sich jeder auf den Frühling, über Farben, Wärme und frühlingshafte Düfte. Doch was meint man genau, wenn man vom Duft des Frühlings spricht? "Das ist für jeden etwas anderes – je nachdem, wo er aufgewachsen ist", meint der Bochumer Duftexperte Hanns Hatt, der sich seit Jahren mit der menschlichen Geruchswahrnehmung beschäftigt. Frühlingsduft sei nichts Feststehendes, sondern ein erlernter Geruch. Ein Amerikaner habe mit Sicherheit ganz andere Vorstellungen vom typischen Frühlingsduft als ein Asiate. Zudem gehe es dabei fast immer um eine "komplexe Mischung aus unterschiedlichen Düften", erläutert Hatt, der an der Ruhr-Universität Bochum Zellphysiologie lehrt..... Delete the scoop?
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April 5, 8:46 AM
Für manche mag es ein beklemmendes Szenario sein, für andere ein historisches Ereignis der Neurowissenschaft: Japanische Forscher arbeiten an einer Maschine, die unsere Träume lesen soll. Erste Übersetzungen von Hirnströmen in Bilder verliefen erfolgreich. "Ich erschrecke und sehe sie an. Sie sieht bleich und gedunsen aus; ich denke, am Ende übersehe ich doch etwa Organisches. Ich nehme sie zum Fenster und schaue ihr in den Hals. – Der Mund geht auf, und ich finde … Gebilde, die offenbar den Nasenmuscheln nachgebildet sind." So beschrieb Sigmund Freud anno 1899 einen Traum, in dem seine Patientin Irma merkwürdige Veränderungen erlitt. Hätte er ihn vergessen, wäre er - für ihn und seine Leser - verloren gewesen. Der Grund ist bekannt: Zum Traum hat nur jener Zugang, der ihn erlebt. Der Traum ist an die Innenansicht des Oberstübchens gebunden. Objektiv, von außen betrachtet, bleibt von ihm nichts übrig - die Gehirnströme, denen er zugrunde liegt, verraten nichts über seinen Inhalt. Das galt zumindest bis vor kurzem. Denn Yukiyasu Kamitani arbeitet an einer Übersetzungsmaschine, die Erregungswellen im Gehirn "lesen" kann. Lernfähiges ComputerprogrammBegonnen hat alles im Jahr 2005. Da präsentierte der Forscher von den ATR Computational Neuroscience Laboratories in Kyoto einen ersten Entwurf - eine Art neuronales Wörterbuch mit dem noch bescheidenem Umfang von acht Vokabeln. Kamitani hatte damals Testpersonen in den Hirnscanner gelegt und sie angewiesen, acht Bilder mit Streifenmuster zu betrachten. Die Streifen auf den Bildern wiesen unterschiedliche Orientierung auf und lösten daher im Sehzentrum der Probanden ebenfalls unterschiedliche Reize aus. Mit diesen Informationen fütterte der japanische Neuroingenieur ein lernfähiges Computerprogramm. Erfolgreich, wie spätere Versuche zeigten: Das Programm konnte anhand der Hirnströme voraussagen, welches der acht Bilder sich gerade im Blickfeld der Probanden befand. In seiner aktuellen Studie hält sich Katami nicht mehr mit Streifenmustern auf. Träume sind es nun, die er mit Hilfe seiner mittlerweile deutlich leistungsfähigeren "Gedankenlesemaschine" entschlüsseln will. Der Leistungszuwachs verdankt sich nicht nur technischen Verbesserungen, sondern auch den Berichten von Probanden. Diese waren nämlich, als sie im Hirnscanner liegend schlummerten, aufgeweckt worden - und hatten bereitwillig von ihren soeben erlebten Traumbildern erzählt. Trefferquote: 60 Prozent"Ich sah einen Menschen. … Und eine Szene, in der jemand einen Schlüssel zwischen einem Stuhl und einem Bett versteckte. Dann kam jemand und nahm den Schlüssel." So lautete einer der Berichte. Um sein Computerprogramm damit füttern zu können, musste Katami die Träume auf Kennwörter reduzieren, in diesem Fall: "Mensch", "Schlüssel", "Stuhl", "Bett" und "jemand". Dieses Vokabular lernte die Maschine Schritt für Schritt mit den Hirnbildern zu verknüpfen. In einer zweiten Versuchsrunde sagte Katamis Maschine die Trauminhalte zu immerhin 60 Prozent richtig voraus. Wenngleich die Vorhersage reichlich abstrakt war: Das Programm hatte nur gelernt, grobe Dingkategorien zu erkennen, also nicht "Eispickel", "Schlüssel" oder "Ausgussreiniger", sondern lediglich das, was Katami zuvor in die Kategorie "Werkzeuge" eingeordnet hatte. Der Harvard-Psychiater Allan Hobson weist gegenüber dem Fachblatt "Science" darauf hin, dass man bei diesen Versuchen besser von "hypnagogischen Halluzinationen" statt von Träumen sprechen sollte. Träume im engeren Sinne sind nämlich an die sogenannte REM-Phase des Schlafes gebunden. Katami verwendete hingegen der Einfachheit halber jene geistigen Bilder, die seine Probanden in der Einschlafphase gesehen hatten. Masako Tamaki, Co-Autorin der Studie lässt den Einwand gelten, vermutet aber: "Sehr groß werden die Unterschiede nicht sein." Delete the scoop?
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Je länger wir warten müssen, desto ungeduldiger werden wir - könnte man meinen. Doch laut einer neuen Studie gilt mitunter das Gegenteil: Warten kann die Geduld erhöhen. Immer dann, wenn wir zwischen einer unmittelbaren Belohnung und einer späteren wählen können, ist unsere Geduld gefragt - die Fähigkeit, auf die sprichwörtlich größere Möhre zu warten als sofort die kleinere vor der Nase zu verputzen. Das fällt uns häufig schwer, denn es erfordert Disziplin und kostet mentale Energie. Und je länger wir warten, desto größer unsere Ungeduld. Sollte man meinen. Doch offenbar kann Warten mitunter unsere Geduld steigern. So lautet zumindest das Fazit einer neuen Studie (.pdf) von Dai Xianchi (Chinesische Universität Hongkong) und Ayelet Fishbach (Universität von Chicago). In einem Experiment konnten 84 Studenten an einer Lotterie teilnehmen. Allerdings mussten sie sich entscheiden, welchen Gewinn sie ergattern wollten. Gruppe A lockte eine Sofort-Belohnung: Sie konnte in 3 Tagen 50 Dollar gewinnen oder in 23 Tagen 55 Dollar. Wenig überraschend: 86 Prozent der Gruppenmitglieder wählten den schnellen Gewinn. Gruppe B musste länger warten: In 30 Tagen 50 Dollar oder in 50 Tagen 55 Dollar. Sie war schon etwas geduldiger: Hier wählten nur 55 Prozent die schnellere Belohnung. Gruppe C sollte ebenfalls zwischen 50 Dollar in 30 Tagen oder 55 Dollar in 50 Tagen wählen. Allerdings mussten sie sich erst in 27 Tagen entscheiden. Mit anderen Worten: Durch diese Unterbrechung blieben ihnen dieselben Alternativen wie Gruppe A - in 3 Tagen 50 Dollar oder in 23 Tagen 55.Nach Ablauf der Frist kontaktierten die Wissenschaftler die Mitglieder von Gruppe C erneut und fragten, was ihnen nun lieber wäre. Und siehe da: Die Wartefrist wirkte sich erheblich auf die Entscheidung aus: Nur 31 Prozent entschieden sich für die schnellere Belohnung. Aber 69 Prozent wollten warten..... Delete the scoop?
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www.welt.de
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March 14, 5:09 PM
Nur eine Zehntelsekunde braucht das Gehirn, um ein Urteil über einen Unbekannten zu fällen. Dabei werden aus allen vorhandenen Informationen vor allem zwei Schlüsseleigenschaften eingeschätzt. Für einen ersten Eindruck braucht es nur eine Zehntelsekunde – und er ist meist korrekt, wie Studien zeigen. Das heißt zum einen, dass der Eindruck von der Persönlichkeit oft mit den Eigenschaften übereinstimmt, die derjenige selbst angibt.... Delete the scoop?
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science.orf.at
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March 6, 12:32 PM
Der Cocktailpartyeffekt ist ein Klassiker der Wahrnehmungsforschung: Selbst wenn wir umgeben sind vom Stimmengewirr anderer Menschen, können wir uns auf einen Gesprächspartner konzentrieren. Wie das Gehirn die relevante Information herausfiltert, haben nun Forscher geklärt. Die Grundlagen zur Beantwortung der Frage wurden in Experimenten bereits in den 1950er Jahren gelegt. Wichtig für die individuelle Schallfilterung ist nebst anderem jene Information, die dem Gehörapparat zeigt, woher Töne stammen und welchen Weg sie nehmen. Menschen mit einem ausgeprägten Gehörsinn können das besonders gut. Dirigenten großer Orchester etwa sind in der Lage, auch die dritte Geige in der zweiten Reihe von links zu orten.
Bei Normalsterblichen ist es eher der unmittelbare Gesprächspartner etwa bei einer Cocktailparty, der die uneingeschränkte Aufmerksamkeit verdient - und zumeist auch bekommt. Was das Gehirn dabei macht, hat nun ein Neurologenteam um Elana Zion Golumbic vom Columbia University College untersucht.
Unterschiedliche Aktivierung von Gehirnregionen
Die Forscher analysierten die Gehirnaktivität von sechs Epilepsiepatienten, die im Rahmen regulärer Untersuchungen - nach einem neurochirurgischen Eingriff - ohnehin mit Elektroden auf ihrer Gehirnrinde ausgestattet waren. Sie spielten ihnen Filme vor, in denen zwei Personen gleichzeitig redeten, mit der Anweisung, sich nur auf eine der beiden zu konzentrieren. Die Hirnströme zeigten in verschiedenen Regionen deutliche Unterschiede. In jenen Bereichen, in denen komplexe Prozesse wie Sprache und Aufmerksamkeit gesteuert werden, konnte die bewusst verfolgte Rede deutlich nachgewiesen werden. Von der anderen Rede zeigte sich keine Spur. Im auditiven Cortex, dem Hörzentrum, waren hingegen noch sämtliche Geräuschimpulse repräsentiert. Dieser Bereich der Großhirnrinde dient der Bewusstwerdung und Verarbeitung von akustischen Reizen.
"Ignorierte Unterhaltungen ausgeblendet"
"Wir haben keine Möglichkeit, unsere Ohren zu verschließen. Sämtliche Geräusche werden im Gehirn dargestellt - zumindest als Sinnesreiz", erklärte Charles Schroeder von der Columbia Universität in New York, einer der Autoren der Studie. "Es gibt allerdings Hirnbereiche, in denen lediglich ausgewählte Gesprächssegmente abgebildet werden - ignorierte Unterhaltungen werden offensichtlich ausgeblendet." Mit dem Ergebnis, dass man andere Sprecher kaum bis überhaupt nicht wahrnimmt, wenn man sich auf einen einzelnen konzentriert. Die beteiligten Forscher der Columbia Universität, der Universität von Maryland und dem Long Island Jewish Medical Center hoffen, dass ihre Ergebnisse vor allem Menschen mit Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom (ADHS) oder Autismus von Nutzen sein können. Delete the scoop?
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www.kpmg.com
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February 27, 4:49 PM
KPMG International commissioned a study of executives across the globe to probe deeply into the challenges that the HR function face and to gain a deeper understanding of the opportunities that lie ahead. The study also explores how the HR function can transform itself to become a strategic partner to the business.
Rethinking Human Resources in a Changing World provides a fresh view of the path ahead for leaders of the HR function.
Key insights: - About eight in ten (81 percent) respondents say that putting in place the most effective talent management strategy will be key to competitive success.
- Fifty-five percent of survey respondents believe the metrics that define success in HR today will fundamentally change over the next 3 years.
- Powerful technologies, emerging in times of heightened financial constraints, present a rare opportunity for HR to enact long-overdue reinvention.
Thomas Menk's insight:
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Dem Sprichwort zufolge wählen Menschen eher den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach. Anders formuliert: Kurzfristige Belohnungen sind ihnen lieber als auf größere warten zu müssen. Es sei denn, sie empfinden Macht und Einfluss. Möglichkeit A: Sie erhalten heute 100 Euro. Möglichkeit B: Sie bekommen in einem Jahr 125 Euro. Was wäre Ihnen lieber? Fakt ist: Die meisten Menschen würden sich lieber für Option A entscheiden. Seltsam? Vielleicht. Unerklärlich? Nein. Psychologen bezeichnen dieses Phänomen als "temporal discounting". Darunter verstehen sie unsere Neigung, kleine, aber kurzfristige Belohnungen vorzuziehen anstatt auf größere zu warten. Lieber der sprichwörtliche Spatz auf der Hand als die Taube auf dem Dach. So sind wir nun mal - meistens jedenfalls. Eine Ausnahme von dieser Regel haben jetzt zwei Wissenschaftler von der Universität von Southern California in einer neuen Studie entdeckt. Priyanka Joshi und Nathanael Fast entdeckten darin einen besonderen Mechanismus, der die Entscheidung beeinflusst: Macht.....
Thomas Menk's insight:
Studie der Universität von Southern California: http://www-bcf.usc.edu/~nathanaf/power_and_reduced_temporal_discounting.pdf
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Sicher ist Ihnen schon aufgefallen, dass Beziehungspartner und -partnerinnen sich oft ähneln – ein Phänomen, das der Volksmund mit „Gleich und gleich gesellt sich gern“ treffend umschreibt. Doch manchmal finden auch Menschen zueinander, die sehr unterschiedlich sind. Hängt es vielleicht von unserer Persönlichkeit ab, ob wir Personen bevorzugen, die uns selbst ähneln? Ein internationales Forschungsteam nahm an, dass das Gleich-und-gleich-gesellt-sich-gern-Prinzip zwar grundsätzlich gilt, jedoch je nach Persönlichkeit der Partnersuchenden und der Kultur des Landes unterschiedlich stark zutrifft. Um die Annahmen zu überprüfen, konzentrierte sich das Team auf zwei universell bedeutsame Persönlichkeitseigenschaften, nämlich inwiefern Personen „agentisch“ (Oberbegriff für Ehrgeiz, Kompetenz, Individualität) und „kommunal“ (Oberbegriff für zwischenmenschliche Wärme, Empathie, Integrität) sind. Diesen Eigenschaften ähneln zudem Merkmale, die laut Forschung bei der Partnersuche besonders wichtig sind: sozialer Status und Attraktivität (agentisch) sowie zwischenmenschliche Wärme (kommunal). Nach dem Ähnlichkeitsprinzip sollten agentische Personen bei der Partnersuche einen besonderen Wert auf Status und Attraktivität legen, wohingegen kommunale Personen eine Vorliebe für Wärme zeigen sollten. Allerdings zeigt vorangegangene Forschung auch, dass agentische Personen tendenziell bestrebt sind, sich von kulturellen Normen abzugrenzen, während kommunale Personen sich Normen eher anpassen. Folglich sollten agentische Personen in einer Kultur, in der Status und Attraktivität generell für wichtig erachtet werden, diese Merkmale weniger präferieren, um sich von ihrem kulturellen Umfeld abzugrenzen. Kommunale Personen sollten in diesen Kulturen hingegen eine stärkere Vorliebe für Status und Attraktivität aufweisen, um sich anzupassen. Untersucht wurde dieses Wechselspiel aus Persönlichkeit und Kultur an über 180.000 Personen aus elf europäischen Ländern, die bei der Partnervermittlung eDarling angemeldet waren. Die Auswertung ihrer Angaben zur eigenen Persönlichkeit und zu erwünschten Partnereigenschaften bestätigte zunächst das allgemeine Gleich-und-gleich-gesellt-sich-gern-Prinzip: Je agentischer Personen sich einschätzten, desto wichtiger war ihnen Status/Attraktivität eines Partners bzw. einer Partnerin. Mit höherer angegebener Kommunalität stieg hingegen besonders die Bedeutung von Wärme. Wie vorhergesagt schwankten diese Ähnlichkeitspräferenzen jedoch je nach den kulturellen Vorlieben der Länder. In Kulturen mit allgemein höheren Status-/Attraktivitätspräferenzen war die Bevorzugung von Status/Attraktivität bei agentischen Personen geringer ausgeprägt, hingegen berichteten kommunalere Personen dort eine größere Bedeutung dieser Merkmale. Für Wärme-Präferenzen fanden sich ähnliche Muster, hier waren kulturelle Schwankungen jedoch insgesamt klein. Die Ergebnisse waren für Männer und Frauen vergleichbar. Die Studie zeigt einmal mehr, dass die Partnersuche ein komplexes Thema ist, das manchmal - aber nicht immer - einfachen Gesetzen wie „gleich und gleich gesellt sich gern“ folgt. Wo die Liebe hinfällt, hängt demnach auch von der eigenen Persönlichkeit und der umgebenden Kultur ab.
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Outgoing personality traits are often associated with top corporate roles, but new research suggests businesses miss out when they fail to find and promote executives with more understated styles. Harvard Business School researcher Francesca Gino has found that introverts can play a crucial role in leading teams. Many of the strengths that people associate with leaders, for instance being dominant or being good at giving directives, are often the same traits that characterize someone who is an extrovert, Gino told CNN. But in a forthcoming paper, she argues that when it comes to day-to-day teamwork in the workplace, less obvious leadership qualities can become more important. She and her collaborators asked bosses to rate how extroverted they considered themselves and then studied how their teams worked. They found that extroverts were more dominant, drove conversations and were less receptive to new ideas. Introverts, on the other hand, listened to ideas, internalized them and were able to improve team performance. Gino said that introverts demonstrate superior performance when they are leading a team of proactive workers..... Delete the scoop?
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Depending on the day, my number varies between $1 million and $50 million. My friend says she can be happy with $100,000. Another sets her limit at $10 million. All of us have calculated a number that is our “take-this-job-and-screw-it” stash that would enable us to quit the daily grind. We dream of the day when we can say adios to the rat race. We aspire to a life free from long commutes, petty office politics, bosses, and expense reports. For now, our money pile remains an elusive dream. But there are some who have managed to accumulate enough cash to quit working forever. Yet, instead of hitting the beach for a permanent vacation, many of the mega rich remain in the workforce. And these affluent professionals really work. They aren’t enjoying four-hour lunches and wandering the halls searching for something to do. Despite the fact they have more than enough money to spend the rest of their lives on their yachts, many mega-rich professionals devote more than 40 hours a week in jobs that are oftentimes banal and stressful. The question is, why? .... Delete the scoop?
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