Kreativitätsdenken
Follow
Find tag "Künstler"
9.8K views | +5 today
Kreativitätsdenken
Innovationsprozess für unser Denken. Strategische Innovation für Teams | http://www.kreativitaetsdenken.de
Curated by Thomas Menk
Your new post is loading...
Your new post is loading...
Scooped by Thomas Menk
Scoop.it!

Künstler als Vorbild für die "Kreativwirtschaft"

Künstler als Vorbild für die "Kreativwirtschaft" | Kreativitätsdenken | Scoop.it

Projekte statt langfristiger Verträge, unklare Grenzen zwischen Arbeits- und Freizeit, dafür aber auch eine kreative Tätigkeit, die die gesamte Persönlichkeit beansprucht: Viele Jobs in Branchen wie Medien, Wissenschaft und Design sind heute so. Ein Vorbild dazu hat eine lange Tradition - Künstler waren immer schon "Kreativwirtschaftler".


Im Industriezeitalter war die Arbeit in erster Linie manuell. Am Fließband wurden die immer gleichen Tätigkeiten wiederholt. Wenn die Arbeitszeit vorbei war, begann die Freizeit. Diese Art der Produktion gibt es noch immer. Sie wird heute zunehmend entweder von Robotern verrichtet, oder in jenen Ländern, in denen die Ware Arbeitskraft noch billig genug ist für die Interessen des Profits. In den westlichen Nationen ist das zumeist nicht mehr der Fall, hier ist eine andere Arbeit immer wichtiger geworden. Diese Arbeit beansprucht nicht nur die Hände der Menschen, sondern auch ihren Geist, ihre Kreativität, Gefühle und soziale Kompetenz. Es soll sogar eine "kreative Klasse" entstanden sein: So lautet jedenfalls ein Begriff, den der US-Ökonom Richard Florida vor einigen Jahren geprägt hat. Entsprechend gebe es auch eine "Kreativwirtschaft", die von den Branchen Werbung, Marketing, Design über Medien, Mode und Künste bis zur Care-Ökonomie, Software-Industrie und Biotechnologie reicht. Immer schon kreativ gearbeitet haben Künstler und Künstlerinnen. Für Pascal Gielen, den Direktor des Forschungszentrums für Kunst und Gesellschaft an der Universität Groningen, waren sie in gewisser Weise das Vorbild für die Wirtschaft von heute. Die Produktionsmittel von Künstler und Künstlerinnen heißen Kreativität, Autonomie und Authentizität. Und die sollen heute am besten alle in die Waagschale ihres Berufs werfen.....

 

more...
No comment yet.
Scooped by Thomas Menk
Scoop.it!

Im Kopf des Künstlers

Im Kopf des Künstlers | Kreativitätsdenken | Scoop.it

Ob man ein Gedicht verfasst oder eine Symphonie komponiert: Kreativ zu sein, bedeutet oft, unkonventionell zu denken. So vielfältig die Erfindungsgabe, so unterschiedlich ist auch, was dabei im schöpferischen Kopf passiert. In früheren Zeiten fielen künstlerische Ideen noch vom Himmel. Im antiken Griechenland etwa glaubte man, ein von Inspiration beseelter Künstler befinde sich in einer Art von Ekstase. In einem Zustand der Verrücktheit empfange er die Gedanken der Götter. Dichter und Musiker warteten sehnsüchtig auf den Kuss der Musen, der Göttinnen der Inspiration. Noch heute begreift sich so mancher Künstler als eine Art Medium, als Empfänger von Einfällen, deren Ursprung er selbst nicht kennt. Wissenschaftler hingegen glauben schon lange nicht mehr, dass Einsichten und Ideen von oben kommen. Außer man meint mit oben das Oberstübchen. Im kreativen Kopf spielt sich so einiges ab. Was der schöpferische Mensch als spontanen Einfall wahrnimmt, ist das Ergebnis harter, aber unbewusst ablaufender Hirnarbeit.

 

Der lange Weg bis zum Heureka

 

„Genie ist ein Prozent Inspiration und neunundneunzig Prozent Transpiration", drückte es der Erfinder Thomas Edison aus. Oft ist der schöpferische Akt ein langer und mühevoller Prozess. Bereits 1926 unterteilte der Sozialpsychologe Graham Wallas ihn in vier Stufen.

 

- Am Anfang steht die Vorbereitung. Man macht sich mit einem Problem vertraut, sammelt Informationen.

 

- Während der sogenannten Inkubation distanziert man sich wieder von dem Problem, für das man keine Lösung findet. Man beschäftigt sich mit anderem. Allmählich sickert das Problem ins Unterbewusstsein, wo die Kopfarbeit unermüdlich weitergeht.

 

- In der Phase der Illumination macht es dann Klick. Was zuvor im Unterbewusstsein rumorte, tritt als scheinbar spontaner Geistesblitz an die Oberfläche.

 

- In der letzten Phase (Verifikation) steht die Idee dann auf dem Prüfstand des Bewusstseins. Der Einfall muss sich bewähren, wird erweitert und schließlich angewandt.

 

Empirisch gesichert sind diese Phasen nicht, sie beruhen auf Selbstbeobachtung. Die Psychologie und die Neurowissenschaften tun sich bis heute schwer damit, Kreativität im Labor zu fassen. Anders als etwa Aufmerksamkeit oder das Gedächtnis lässt sich die Schöpfergabe nicht so leicht auf frischer Tat ertappen. So kann man beispielsweise nicht einfach einen Probanden in den Scanner legen und ihm sagen: Sei kreativ! Trotz all der Schwierigkeiten: Im Laufe der letzten Jahrzehnte hat die Wissenschaft in Sachen Kreativität Fortschritte gemacht.....

more...
No comment yet.