Nichts zu verlieren – Fremde Entscheidungen, weniger Verlustangst | Intuition | Scoop.it

 

Bei jeder Entscheidung haben Menschen Angst, etwas zu verlieren. Es sei denn, sie handeln stellvertretend für jemand anderen. Eine neue Studie resümiert: Entscheidungen für fremde Personen senken die Verlustangst. Angenommen, Sie haben zwei Möglichkeiten. Option A: Sie finden zufällig 100 Euro auf der Straße. Option B: Sie können gerade noch verhindern, dass ein 100-Euro-Schein aus Ihrem Portemonnaie purzelt. Was wäre Ihnen lieber - einen Gewinn zu verbuchen oder einen Verlust zu vermeiden? Die meisten Menschen sagen sofort: B! Das ist das Prinzip der Verlustaversion (loss aversion). Und die prägt uns in vielen Bereichen, egal ob im Berufs- oder Privatleben. Den meisten graut es vor einem Verlust. Negative Ereignisse erscheinen uns intensiver als positive. Stellt man Menschen vor die Wahl, gehen sie lieber auf Nummer sicher - es sei denn, sie treffen die Entscheidung stellvertretend für eine andere Person. So lautet zumindest das Fazit einer neuen Studie des Assistenzprofessors Evan Polman von der Stern School of Business in New York. Er beschäftigt sich schon seit ein paar Jahren damit, wie sich ein Perspektivwechsel auf unsere Entscheidungen auswirkt.