Intuition
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Das Hirn lernt nachts

Das Hirn lernt nachts | Intuition | Scoop.it

Mit der Zeitumstellung naht für so manchen auch ein Schlafproblem, zumindest kurzfristig. Doch genügend Schlaf ist nicht nur für die Gesundheit, sondern auch für Lernprozesse immens wichtig. Neue Studien zeigen, dass dabei sowohl die Traumphasen als auch der Tiefschlaf eine Rolle spielen.


Vor einer schwierigen Prüfung noch bis in die Puppen lernen? Das dürfte genau die falsche Strategie sein. Denn ausreichender und guter Schlaf ist wichtig, um Gelerntes zu festigen, soviel steht fest. Wie das jedoch im Detail passiert, ob der Traum-oder Tiefschlaf dafür den Ausschlag gibt, ist auch für Experten noch ein Rätsel. Denn das Gehirn bei Nacht ist wesentlich weniger durchleuchtet als das bei Tag. "Aber es arbeitet nachts mindestens ebenso kompliziert, wahrscheinlich sogar noch komplizierter", sagt Dieter Kunz, Chefarzt der Klinik für Schlafmedizin am St. Hedwig-Krankenhaus in Berlin........

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Gehirn fühlt kausale Zusammenhänge

Gehirn fühlt kausale Zusammenhänge | Intuition | Scoop.it

Wenn wir ein Auto sehen, das gegen eine Laternen fährt und dann eine deformierte Laterne, wissen wir instinktiv: Die Kollision ist schuld. Ein internationales Forscherteam hat nun festgestellt, dass wir solche kausalen Zusammenhänge schon beim grundlegenden Sehprozess erkennen – ohne Beteiligung von höheren kognitiven Vorgängen. Das zeigt sich daran, dass beim wiederholten Betrachten von kausalen Zusammenhängen ein ähnlicher Gewöhnungseffekt eintritt wie bei der Wahrnehmung der Größe, Farbe oder Distanz eines Objektes, wie die Forscher im Fachmagazin " Current Biology" berichten.

 

Ein Dominostein fällt um und reißt auch alle weiteren mit sich. Eine Hand stößt ans Glas, es fällt um und die Milch ergießt sich über den Küchentisch. Für den Beobachter ist sofort klar: Das Fallen des Dominos und das ungeschickte Berühren des Milchglases mit der Hand hat das Malheur bewirkt. Bislang waren sich Wissenschaftler uneins darüber, ob höhere Gehirnprozesse wie logisches Schlussfolgern dieses Kausalitätsurteil begründen – oder ob das Urteil bereits bei der Sinneswahrnehmung entsteht, ähnlich der Einschätzung von Größe, Distanz oder Bewegung eines Objektes. Eine internationale Forschergruppe um Martin Rolfs am Bernstein Zentrum Berlin, Michael Dambacher an der Universität Konstanz und Patrick Cavanagh an der Universität Paris Descartes hat nun die Antwort auf diese Frage gefunden: Schnelle Kausalitätsurteile werden bereits auf der Stufe der einfachen visuellen Wahrnehmung gefällt.

Thomas Menk's insight:

Bewertung von Ursache und Wirkung geschieht ohne höhere Denkvorgänge

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