Ein Schand- und Sittengemälde - Die #Haderthauer's
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Ein Schand- und Sittengemälde - Die #Haderthauer's
Dr. Hubert Haderthauer beschäftigt als Landgerichtsarzt in der Forensik in Straubing und Ansbach Insassen um Edel-Modellautos zu fertigen. Diese wurden von der Sapor Modelltechnik GdbR vermarktet an denen seine Frau, die ehemalige bayerische Staatsministerin Christine Haderthauer (CSU) Teilhaberin war. Wichtiger Hinweis: Mit Urteil vom 12. Mai 1998 hat das Landgericht Hamburg entschieden, dass man durch das Anbringen eines Links die Inhalte der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann – so das LG – nur dadurch verhindert werden, dass man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert, was hiermit ausdrücklich vorbeugend geschieht.
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Der Fall #Haderthauer im Untersuchungsausschuss #Modellbau ab jetzt auf Storify

Der Fall #Haderthauer im Untersuchungsausschuss #Modellbau ab jetzt auf Storify | Ein Schand- und Sittengemälde - Die #Haderthauer's | Scoop.it

Aus Gründen der besseren Übersichtlichkeit habe ich mich entschlossen die Berichterstattung zum Untersuchungsausschuss Modellbau auszugliedern und auf Storify weiterzudokumentieren.

 

Die Berichterstattung zu Christine und Hubert Haderthauer, die über den Untersuchungsausschuss hinaus geht (Enthüllungen, Ermittlungen, etc.) wird hier unverändert fortgeführt.

 

Der Fall Haderthauer im Untersuchungsausschuss Modellbau ab jetzt auf Storify unter

Teil1:

https://storify.com/ernstvall/ua-haderthauer

Teil 2 

https://storify.com/ErnstvAll/uahaderthauer-2

 

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Prozess am Oberlandesgericht: Das Honorar des Hubert Haderthauer

Prozess am Oberlandesgericht: Das Honorar des Hubert Haderthauer | Ein Schand- und Sittengemälde - Die #Haderthauer's | Scoop.it
Hubert Haderthauer darf sich freuen: Den Prozess am Oberlandesgericht hat er gewonnen. Foto: dpa

Die Forderung des Freistaats an den Arzt nach Rückzahlung von Honoraren ist auch in der zweiten Instanz gescheitert.

München Der Freistaat holte sich im Fall von Hubert Haderthauer, dem Ehemann der Ex-Ministerin Christine Haderthauer, eine zweite Watschn ab. Bereits in der ersten Instanz hatte das Landgericht, die Forderung nach Honorar-Rückzahlung von 89 000 Euro an den Freistaat abgewiesen. Die Berufung beim Oberlandesgericht brachte am Donnerstag dasselbe Ergebnis.

Der Freistaat hatte geklagt, weil Haderthauer Laborleistungen wie Drogen-Screening-Untersuchungen bei Probanden, die Bewährungsauflagen erfüllen mussten, falsch abgerechnet haben soll. Haderthauer handelte aber im Auftrag des Gerichts oder der Staatsanwaltschaft, die in ihren Beschlüssen gleichzeitig verfügt hatten, dass der Freistaat die Kosten zu tragen habe.

Eigentlich eine klare Sache sollte man meinen. Doch die Vertreter des Freistaats bestanden darauf, dass Haderthauer das Honorar für die Laborleistungen nicht zugestanden habe. Der Grund: Er sei kein Facharzt für Labormedizin.

Diese Argumentation nahm Thomas Steiner, der Vorsitzende Richter der Brerufungsinstanz nach allen Regeln der (juristischen) Kunst und sehr anschaulich auseinander. Handelt ein Arzt nach den Regeln der ärztlichen Kunst, so Steiner, dann sei es ziemlich egal, ob er über die jeweilige Fachqualifikation verfüge. Das gelte für den Augenarzt, der ein Ohrleiden heilt genauso wie für den Psychiater Haderthauer, der Laborleistungen erbringt.

Hubert Haderthauer darf sein Honorar also behalten.
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Verfahren gegen Haderthauer-Anwalt eingestellt

Verfahren gegen Haderthauer-Anwalt eingestellt | Ein Schand- und Sittengemälde - Die #Haderthauer's | Scoop.it

München (dpa/lby) - Im Zusammenhang mit der sogenannten Modellbau-Affäre ist das Verfahren gegen den Rechtsanwalt des Ehepaars Haderthauer gegen eine Geldauflage von 10 000 Euro eingestellt worden. Darauf einigten sich beide Seiten am Donnerstag vor dem Münchner Landgericht II.


Der Rechtsanwalt hatte die frühere Staatskanzleichefin Christine Haderthauer (CSU) und ihren Ehemann 2011 bei Vergleichsverhandlungen mit dem damaligen Mitgesellschafter der Modelltechnik-Gesellschaft vertreten. Der Vorwurf lautete, der Partner sei durch unvollständige Informationen über die Lage der Firma mit einer Summe von 20 000 Euro abgespeist und um knapp 85 000 Euro betrogen worden. Hubert Haderthauer war deswegen vor vier Monaten zu einer Geldstrafe von 18 900 Euro verurteilt worden.

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CSU – Seehofer rät Haderthauer zu Geduld

CSU – Seehofer rät Haderthauer zu Geduld | Ein Schand- und Sittengemälde - Die #Haderthauer's | Scoop.it

Die frühere Staatskanzleichefin wünscht sich von der CSU eine zweite Chance - der Parteichef äußert sich zum Zeitpunkt ihres Vorstoßes aber reserviert.


Mit Zurückhaltung hat Ministerpräsident Horst Seehofer auf Hoffnungen seiner früheren Staatskanzleichefin Christine Haderthauer reagiert, die CSU möge ihr die Chance geben, "mit der zweiten Luft durchzustarten". Er schätze Haderthauer sehr, sagte der CSU-Chef, daran hätten die vergangenen Monate nichts geändert: "Sie war und ist eine sehr starke Politikerin."


Zum Zeitpunkt ihres Vorstoßes äußerte sich Seehofer aber reserviert. Er könne nicht seine eigene Zukunft erst nach der Bundestagswahl 2017 klären und zugleich jeden Abgeordneten auffordern, die Kandidatur für die Landtagswahl 2018 schon in diesem Frühjahr klarzustellen. Er rate zu Geduld.


Haderthauer war im Herbst 2014 wegen der Modellbau-Affäre als Staatskanzleichefin zurückgetreten, der Untersuchungsausschuss dauert noch an.

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Modellbau-Affäre – Warum Haderthauer wohl kaum in die Politik zurückkehren wird

Modellbau-Affäre – Warum Haderthauer wohl kaum in die Politik zurückkehren wird | Ein Schand- und Sittengemälde - Die #Haderthauer's | Scoop.it
Christine Haderthauer musste 2014 wegen der Modellbau-Affäre zurücktreten. Jetzt will sie wieder zurück. (Foto: Sven Hoppe)


- Christine Haderthauer möchte zurück in die Politik, zumindest deutete sie das in einem Interview an.

- In ihrem CSU-Ortsverband in Ingolstadt ist man davon nur mäßig begeistert.

- In der Landtagsfraktion gibt es kaum jemanden, der an eine Rückkehr ins Kabinett glaubt.

Von Andreas Glas und Wolfgang Wittl, Ingolstadt/München

Christine Haderthauer saß in der ersten Reihe, als die Bierbrauer am Freitag in Ingolstadt das 500-jährige Bestehen des Reinheitsgebots gefeiert haben. Sie hat aus nächster Nähe beobachtet, wie der Brauerbundpräsident ans Rednerpult trat und die Politikprominenz begrüßte, die zur Feier ins Bierzelt gekommen war: Bundeskanzlerin Angela Merkel natürlich, Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt, Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner und so weiter. Und Haderthauer, immerhin Landtagsabgeordnete für Ingolstadt? Wurde mit keinem Wort erwähnt. Sie saß in der ersten Reihe und saß doch im Abseits.

Ihr Status ist ein anderer, seit Haderthauer im Herbst 2014 wegen der sogenannten Modellbau-Affäre als Staatskanzleichefin zurücktrat. Es ist ruhig geworden um die Frau, die in ihrer steilen politischen Karriere vieles war, nur nicht ruhig.

Doch vor ein paar Tagen machte sie wieder auf sich aufmerksam. Haderthauer sendete ein erstes mediales Lebenszeichen, seit sie ihren Strafbefehl von 30 Tagessätzen wegen eines Steuervergehens angenommen hat. Im Donaukurier, ihrer Lokalzeitung, sprach sie über ihre politische Zukunft, von der nicht wenige in der CSU dachten, sie läge inzwischen hinter der 53-Jährigen. Sie haben sich offensichtlich getäuscht.

"Wie eine Wolke" sei die Modellbau-Affäre über ihrem Leben und dem ihrer Familie geschwebt. Aber sie sei "jetzt innerlich wieder sehr stabil", sagte Haderthauer. Der Gedanke, aus der Politik auszusteigen, sei ihr allenfalls in einem "Durchgangsstadium kürzerer Natur" gekommen. Und: Sie wünsche sich, "dass man mir die Chance gibt, mit der zweiten Luft durchzustarten", sagte sie noch. Da wurde man in der CSU auch außerhalb von Ingolstadt hellhörig.

Liebäugelt sie bereits wieder mit einer Berufung ins Kabinett?

Durchstarten mit zweiter Luft! Haderthauer bringt sich also in Stellung, nur wofür? Ist das überhaupt vorstellbar, dass jemand wie sie in den Landtag einzieht, um sich mit einem Leben als Hinterbänklerin zu begnügen? Liebäugelt sie bereits wieder mit einer Berufung ins Kabinett? Oder wollte sie wirklich nur die Basis daheim wissen lassen, dass sie ihr Mandat auch über die nächsten Wahlen 2018 hinaus zu behalten gedenkt? Damit erst gar niemand auf die Idee kommt, an ihrem Stuhl im Maximilianeum zu rütteln.

Parteifreunde, die nahe an ihr dran sind, hängen der zweiten Theorie an: Die Initiative für das Gespräch sei vom Donaukurier ausgegangen, Haderthauer habe sich der Anfrage der Heimatzeitung doch gar nicht entziehen können, wollte sie signalisieren, dass sie sich nach der Affäre nun wieder für arbeitsfähig halte. Die zweite Luft sei ausschließlich auf die Landtagskandidatur zu beziehen. Zu kurz gekommen sei in dem Beitrag leider, dass Haderthauer stets betone, die Entscheidung dafür liege bei der CSU in Ingolstadt.

Haderthauer müsste beweisen, dass sie sich für "kleinere Brötchen" nicht zu schade ist

Nicht jeder in der Ingolstädter CSU hat sich gefreut über die Art, wie Haderthauer jetzt nach vorne preschte. Natürlich sei ihr Image beschädigt, sagt ein wichtiges Mitglied der Stadtratsfraktion. Bevor man sie als Landtagskandidatin nominiere, müsse Haderthauer beweisen, dass sie sich nicht zu schade sei, "kleinere Brötchen auf der Basis der Kommunalpolitik zu backen".

Keine ganz leichte Aufgabe, da ihr einige CSU-Stadträte nachsagen, sie habe während ihrer Zeit als Ministerin und Staatskanzleichefin etwas hochnäsig auf die Ingolstädter Stadtratskollegen runtergeschaut - wenn sie denn überhaupt mal an einer Stadtratssitzung teilgenommen hat. "Ich hätte mir gewünscht, dass sie mehr Präsenz gezeigt hätte", sagt ein Fraktionskollege, "dann wäre sie besser verankert, was ihr jetzt zugutekommen würde."

Vor allem an der Spitze der Ingolstädter CSU gibt es aber auch einige, die sich vorstellen können, Haderthauer eine neue Chance zu geben. Nicht nur der CSU-Kreisvorsitzende Hans Süßbauer, auch Rathaus-Fraktionschef Joachim Genosko hat "im Moment" keinen Zweifel, dass Haderthauer eine gute Abgeordnete für Ingolstadt sei. Und bei fast allen klingt Mitgefühl für die tief gefallene Parteikollegin durch. Letztlich werde es "eine Abwägungssache" sein, ob eine mögliche Kandidatur nach den Negativschlagzeilen ein Risiko darstelle oder nicht. Gegenspieler, die Haderthauer die Kandidatur streitig machen würden, sind derzeit nicht zu erkennen. Was nicht bedeutet, dass sich im Zweifel nicht jemand finden ließe. Ein paar Namen jüngerer Ingolstädter CSU-Mitglieder mit Ambitionen gibt es jedenfalls, etwa den von JU-Chef Markus Meyer. Oder Patricia Klein, die allerdings als zukünftige Fraktionschefin im Stadtrat feststeht.

"Keiner in der CSU vermisst sie"

In der Landtagsfraktion, in der sich Haderthauer zuletzt wieder öfter blicken ließ, wird ihr Beitrag stirnrunzelnd bewertet. Kein Taktgefühl, keine Demut, viel zu früh, typisch Haderthauer - so lautet die gängige Einschätzung. "Das war's", sagte ein Minister nach dem Strafbefehl. Und auch jetzt glaubt kaum jemand an ein Comeback im Kabinett - wann auch immer.

"Keiner in der CSU vermisst sie", auch das wird gesagt. Aber das stimmt nicht ganz. Zumindest Erwin Huber, der Haderthauers Karriere 2007 mit der Beförderung zur Generalsekretärin erst in Schwung gebracht hatte, glaubt eisern an ihre Vorzüge. Haderthauer sei wie kaum eine andere Frau in der Partei für höchste Ämter befähigt. "Politisch ist sie eine Leistungsträgerin, deren Kreativität, Kompetenz und Standfestigkeit der CSU und ihrer Zukunftsfähigkeit gut tut", sagt Huber: "Deshalb sollten wir für sie die Signale wieder auf freie Fahrt voraus stellen."

2008, als die CSU die absolute Mehrheit verloren hatte, wurde Haderthauer von Horst Seehofer völlig überraschend ins Kabinett berufen. "Ich hab' dich noch mal aus dem Sarg geholt", soll der Ministerpräsident gesagt haben. Eine zweite Auferstehung gilt in der CSU als undenkbar, auch wenn Haderthauer den Deckel nun selbst gelupft hat.
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Nach Rücktritt wegen Modellbau-Affäre:
Polit-Comeback? Haderthauer bittet um zweite Chance

Nach Rücktritt wegen Modellbau-Affäre:<br/>Polit-Comeback? Haderthauer bittet um zweite Chance | Ein Schand- und Sittengemälde - Die #Haderthauer's | Scoop.it

München - Zweieinhalb Jahre vor der nächsten Landtagswahl hat die frühere bayerische Staatskanzleichefin Christine Haderthauer (CSU) um eine zweite Chance gebeten.


„Ich wünsche mir, dass man mir die Chance gibt, mit der zweiten Luft durchzustarten“, sagte Haderthauer, die im Zuge der Modellbau-Affäre hatte zurücktreten müssen, dem „Donaukurier“ (Donnerstag). Über die Affäre sagte sie, diese sei „wie eine Wolke“ über ihrem und dem Leben ihrer Familie geschwebt. „Es wäre verwegen zu sagen, dass man nie Zweifel gehabt hat.“ Aber der Gedanke, ganz aus der Politik auszusteigen, sei ihr höchstens in einem „Durchgangsstadium kürzerer Natur“ gekommen, sagte sie und betonte: „Ich bin jetzt innerlich wieder sehr stabil.“


Die Eheleute Haderthauer waren bis 2008 nacheinander Miteigentümer des Unternehmens Sapor Modelltechnik, das teure Modellautos verkaufte, die von Straftätern in der Psychiatrie gebaut wurden. Wichtigster Konstrukteur war ein verurteilter Dreifachmörder. Pikant daran war auch: Hubert Haderthauer war damals Stationsarzt im betreffenden Bezirksklinikum. Christine Haderthauer sagte noch im August 2014, dass es sich bei „Sapor Modelltechnik“ um ein „von Idealismus getragenes Engagement finanzieller Art“ gehandelt habe. Anfang September musste sie dann von ihrem Amt als Staatskanzleichefin zurücktreten - ihr Landtagsmandat behielt sie.


Rein juristisch kam die CSU-Politikerin mit einem blauen Auge davon: Die Staatsanwaltschaft München II stellte Betrugsermittlungen gegen die Ingolstädterin ein; Haderthauer akzeptierte aber einen Strafbefehl wegen eines möglichen Verstoßes gegen die Abgabenordnung. Ihren Ehemann verurteilte das Landgericht München II wegen Steuerhinterziehung und versuchten Betrugs zu einer Geldstrafe.


dpa

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Modellbau-Affäre – Urteil gegen Haderthauer ist rechtskräftig

Der derzeit vom Dienst suspendierte Ingolstädter Landgerichtsarzt Hubert Haderthauer hat den gegen ihn verhängten Richterspruch akzeptiert. Ende Februar hatte das Landgericht München II den 59-Jährigen wegen versuchten Betrugs und Steuerhinterziehung zu einer Geldstrafe von gut 19 000 Euro verurteilt. Wie die Staatsanwaltschaft am Mittwoch bestätigte, verzichtet auch sie auf eine Revision. Damit ist das Urteil rechtskräftig. Ursprünglich hatte der Anklagevertreter für Haderthauer eine elfmonatige Haftstrafe auf Bewährung gefordert. Das Gericht wertete aber unter anderem "die besonderen Belastungen als strafmildernd, die sich für den Angeklagten aus der hohen öffentlichen Wahrnehmung des Verfahrens ergaben". Aus Sicht der Staatsanwaltschaft ist das Urteil auch so "durchaus vertretbar". Der Fall schlug auch politisch hohe Wellen: In Folge der Modellbau-Affäre war Haderthauers Frau Christine Anfang September 2014 als Chefin der Staatskanzlei zurückgetreten. Zudem erhielt die CSU-Politikerin wegen Steuerhinterziehung einen Strafbefehl, den sie umgehend akzeptierte.
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Modellbau-Affäre: Geldstrafe für Hubert Haderthauer

Modellbau-Affäre: Geldstrafe für Hubert Haderthauer | Ein Schand- und Sittengemälde - Die #Haderthauer's | Scoop.it

Wegen Steuerhinterziehung und versuchten Betrugs muss er fast 19 000 Euro zahlen. Der Richter verzichtete dabei bewusst auf eine Haftstrafe.


Von Dietrich Mittler

 

Das Landgericht München II hat am Donnerstag den derzeit vom Dienst suspendierten Ingolstädter Landgerichtsarzt Hubert Haderthauer zu einer Geldstrafe in Höhe von nahezu 19 000 Euro verurteilt. Die Wirtschaftsstrafkammer unter dem Vorsitz von Richter Rupert Heindl hält es für erwiesen, dass sich Haderthauer im Laufe seiner Geschäfte mit exklusiven Oldtimer-Modellen sowohl der Steuerhinterziehung (insgesamt 49 759 Euro) als auch des versuchten Betrugs schuldig gemacht hat. Das Gericht blieb damit unter der von der Staatsanwaltschaft geforderten elfmonatigen Haftstrafe auf Bewährung.

 

Staatsanwalt Achim von Engel hatte Haderthauer im Plädoyer vorgeworfen, seinen Geschäftspartner Roger Ponton um 49 000 Euro betrogen zu haben, indem er ihn über den wahren Wert der gemeinsamem Firma "Sapor Modelltechnik" im Unklaren gelassen habe. Das Unternehmen hatte weltweit hochwertige Modellautos vertrieben, die von psychisch kranken Straftätern im Rahmen ihrer Arbeitstherapie hergestellt worden waren. Ponton, so sind sich die Ermittler sicher, wäre 2011 kaum für eine Vergleichs-Summe von 20 000 Euro rückwirkend zum Jahr 2008 aus der Firma ausgetreten, hätte er den wahren Wert des Unternehmens gekannt.

 

Wie es zu Modelbau-Affäre kam

2008 hatte Haderthauer die Firma hinter Pontons Rücken an einen Freund weiterverkauft. Ponton erfuhr Jahre später eher zufällig vom angeblich hohen Gewinn der Firma, fühlte sich geprellt und erstattete schließlich Anzeige. Als dies an die Öffentlichkeit drang, führte dies zur sogenannten Modellbau-Affäre, die Anfang September 2014 im Rücktritt von Haderthauers Ehefrau Christine als Chefin der Staatskanzlei eskalierte.

 

Ermittlungen hatten ergeben, dass sie weit mehr in die Geschäfte der Firma involviert war, als sie zunächst angegeben hatte. Hubert Haderthauer hat nun bis zum 3. März Gelegenheit, gegen das Urteil Rechtsmittel einzulegen.

 

Mehrmals hatte der 59-Jährige den Kopf geschüttelt, als ihm Richter Heindl vorwarf, der Firma Sapor Modelltechnik Oldtimer-Modelle im Wert von 60 000 Euro entnommen zu haben - und das an der Steuer vorbei. Einige Steuervergehen hatte Haderthauer indes selbst eingeräumt. So etwa hatte er dem Fiskus 14 000 Euro an Provisionseinnahmen verschwiegen.

 

Angesichts der Geldstrafe, abzuleisten in 270 Tagessätzen, muss Haderthauer nun damit rechnen, seine Beamtenstelle zu verlieren. Richter Heindl betonte, er habe dem Angeklagten bewusst "nicht die große Keule", sprich eine Haftstrafe, zumuten wollen - und das auch wegen des hohen öffentlichen Drucks, dem er und seine Familie bereits ausgesetzt waren.

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Modellbau-Affäre: Prozess gegen Hubert Haderthauer: Urteil wohl am Freitag

Modellbau-Affäre: Prozess gegen Hubert Haderthauer: Urteil wohl am Freitag | Ein Schand- und Sittengemälde - Die #Haderthauer's | Scoop.it

Hubert Haderthauer (m.) im Münchner Landgericht zwischen seinen Rechtsanwälten Norbert Scharf (l.) und Helmut Spriegel. Foto: dpa

 

 

Die Modellbau-Affäre um die ehemalige Staatskanzleichefin Christine Haderthauer und ihren Mann Hubert steht wohl kurz vor dem Ende. Die Plädoyers werden für Donnerstag erwartet – spätestens am Freitag soll das Urteil folgen.

 

Die Modellbau-Affäre um die ehemalige Staatskanzleichefin Christine Haderthauer und ihren Mann Hubert steht wohl kurz vor dem Ende. Die Plädoyers werden für Donnerstag erwartet – spätestens am Freitag soll das Urteil folgen.

 

München - Die Aufarbeitung der Modellbau-Affäre vor dem Landgericht München II geht dem Ende entgegen: Im Prozess gegen Hubert Haderthauer, dem Ehemann von Ex-Staatskanzleichefin Christine Haderthauer (CSU), wurden für Donnerstagnachmittag die Plädoyers erwartet. Das Urteil sollte dann spätestens am Freitag folgen.

 
 

Hubert und Christine Haderthauer waren bis 2008 nacheinander Miteigentümer des Unternehmens Sapor Modelltechnik, das teure Modellautos verkaufte, die von Straftätern in der Psychiatrie gebaut wurden. Die Anklage wirft Hubert Haderthauer vor, einem ehemaligen Mitgesellschafter nach dem Verkauf der Firma einen niedrigeren Unternehmenswert vorgetäuscht und ihn so um gut 84 000 Euro geschädigt zu haben. Außerdem soll er Tausende Euro Steuern hinterzogen haben.

 

Christine Haderthauer hatte 2014 im Zuge der Affäre als Staatskanzleichefin zurücktreten müssen.

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Modellauto-Affäre: Gericht verhängt Strafbefehl gegen Christine Haderthauer - Abendzeitung München

Modellauto-Affäre: Gericht verhängt Strafbefehl gegen Christine Haderthauer - Abendzeitung München | Ein Schand- und Sittengemälde - Die #Haderthauer's | Scoop.it

Das Amtsgericht Ingolstadt hat gegen die frühere Staatskanzlei-Chefin Christine Haderthauer einen Strafbefehl erlassen. Das bestätigte am Freitag ein Sprecher der Justizbehörden.


Ingolstadt - Grundlage des Strafbefehls sind Zahlungen (5.500 Euro) an eine Stadtratskollegin und Mitarbeiterin von Christine Haderthauer, die über das Konto der Firma "Sapor-Modelltechnik" abgerechnet und auch an der Steuer vorbei bugsiert wurden. In Landtagskreisen wurde dieser Vorgang deshalb besonders kritisiert, weil die Kosten der Mitarbeiterin bereits über eine Kostenpauschale von der Landtagsverwaltung bezahlt worden waren.

 

 

Christine Haderthauer hat nun zwei Wochen Zeit, um Einspruch gegen den Strafbefehl wegen Steuerhinterziehung einzulegen. Damit ist allerdings nicht zu rechnen. Die Ex-Ministerin, die wegen ihrer Verwicklungen in die so genannte "Modellauto-Affäre" zurücktreten musste, hatte bereits im Vorfeld angekündigt, dass sie einen moderaten Strafbefehl akzeptieren werde.

Lesen Sie auch: Mini-Geständnis von Hubert Haderthauer

 
 

Der Sprecher des Amtsgerichts Ingolstadt wollte über die Höhe des verhängten Strafbefehls keine Angaben machen. Wie aus gut unterrichteten Kreisen verlautete, soll es sich jedoch um 30 Tagessätze handeln. Die Höhe des Tagessatzes richtet sich nach dem zur Verfügung stehenden Einkommen und dürfte in ihrem Fall bei etwa 200 Euro liegen.

Bemerkenswert ist der Vorgang insofern, da es das Amtsgericht Ingolstadt war, das den Strafbefehl gegen Christine Haderthauer erlassen hat. In den zurückliegenden Monaten und Jahren mussten mehrere Verfahren, in die das Ehepaar Haderthauer verwickelt war, an anderen Dienststellen bearbeitet werden. Wegen ihrer Nähe zu Hubert und Christine Haderthauer hatten sich alle Richter für befangen erklärt. Hubert Haderthauer ist seit über 20 Jahren Landgerichtsarzt in Ingolstadt, derzeit aber vom Dienst suspendiert. Er steht in München vor Gericht.

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Urteil: Gericht weist Klage gegen Hubert Haderthauer ab

Urteil: Gericht weist Klage gegen Hubert Haderthauer ab | Ein Schand- und Sittengemälde - Die #Haderthauer's | Scoop.it
- Das Landgericht München I hat die Klage des Freistaats gegen den Landgerichtsarzt Hubert Haderthauer abgewiesen.
 
- Der Freistaat hatte Honorare in Höhe von etwas mehr als 89 000 Euro zurückgefordert.
 
- Das Geld hatte Haderthauer für Gerichtsgutachten bekommen.
 
- Das Gericht hält die Honorarrückforderung gar für "treuwidrig".
 
Von Dietrich Mittler

 

Im Rechtsstreit um angeblich falsch abgerechnete Honorarleistungen hat der derzeit vom Dienst suspendierte Ingolstädter Landgerichtsarzt Hubert Haderthauer einen Erfolg erzielt. Er konnte Rückzahlungsforderungen des Freistaats Bayern abwehren. Das Landgericht München I wies am Mittwoch die Klage des Freistaats ab (Az. O 20894/14).

 

Der hatte Honorare in Höhe von etwas mehr als 89 000 Euro zurückgefordert - Geld, das Haderthauer für Gerichtsgutachten bekommen hatte. Zu den abgerechneten Leistungen zählten insbesondere Drogen-Screenig-Untersuchungen bei Probanden, die Bewährungsauflagen erfüllen müssen. Haderthauer hatte diese Leistungen, wie das Gericht feststellte, "auf gerichtliches und staatsanwaltschaftliches Ersuchen" erbracht.

 

Bis zum Schluss hatten die Vertreter des Freistaats darauf beharrt, Haderthauer habe das Honorar für die Laborleistungen nicht zugestanden - schon deshalb nicht, weil er kein Facharzt für Labormedizin sei, sondern Facharzt für Psychiatrie. Dieser Argumentation wollte die Kammer unter dem Vorsitz von Richter Peter Lemmers nicht folgen.

 

Dass Haderthauer die Leistungen "außerhalb seiner formellen fachärztlichen Kompetenz" erbracht habe, bedeute noch lange nicht, dass dadurch der Gutachterauftrag unwirksam sei. In der Tat habe zwar ein Arzt, der einen Patienten außerhalb seines eigentlichen Fachgebiets behandele, keinen Honoraranspruch. Doch dieser Grundsatz gelte nicht im Falle von Gutachterleistungen.

 

Eine gütliche Einigung lehnten beide Seiten strikt ab

 

Bereits Anfang August 2015 hatte Richter Lemmers den Vertretern des Freistaats klargemacht, dass sie besser einem Vergleich zustimmen sollten, da ein Urteil eher im Sinne von Hubert Haderthauer ausgehen würde. Eine gütliche Einigung lehnten aber beide Seiten strikt ab.

 

So musste das Gericht juristisch äußerst komplizierte Fragen klären - etwa die, ob der Ingolstädter Mediziner auch jene Laborleistungen direkt nach der Gebührenordnung für Ärzte abrechnen durfte, die er gar nicht selbst erbracht hatte, sondern ein Auftragslabor. Das Gericht sagt in diesem speziellen Fall: Ja, Haderthauer sei von seinen Auftraggebern gestattet worden, "die Untersuchungen eigenständig zu organisieren", solange er sich nur an den Honorarrahmen halte.

 

Peinlich für den Freistaat: Das Gericht hält die Honorarrückforderung gar für "treuwidrig". Es sei von Anfang an bekannt gewesen, dass Hubert Haderthauer kein Laborarzt ist. Haderthauers Anwalt Gerd Tersteegen erklärte dazu: "Hinter dem Kläger steht ja das Justizministerium. Und dass nun ein Gericht dem Justizministerium einen Verstoß gegen Treu und Glauben bescheinigt, das habe ich auch noch nicht erlebt."

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Der Haderthauer-Prozess geht in Runde sechs

Der Haderthauer-Prozess geht in Runde sechs | Ein Schand- und Sittengemälde - Die #Haderthauer's | Scoop.it

 

Tag sechs im Haderthauer-Prozess: Die Staatsanwaltschaft hält am Betrugsvorwurf fest. Das Gericht verlängert das Verfahren rund um die Modellbau-Affäre.

 

Was war Sapor Modelltechnik denn überhaupt für ein Laden? War er wirklich eine in der Gründungsphase schlecht geplante, unwägbar zu kalkulierende Unternehmung, begonnen mit einer falschen Einschätzung des (nicht) vorhandenen Marktes für die exquisiten Oldtimer-Modelle?

Eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts, mit wechselndem Personal (Straftäter im Maßregelvollzug) und extrem schwankender Kostenstruktur? Ein ewiges Zuschussgeschäft, eine Klitsche, die kein vernünftiger Kaufmann erwerben würde? Ist es so, dass Hubert Haderthauer, wie er behauptet hatte, „eine Bugwelle von Schulden“ vor sich herschob und sich sein unternehmerischer Ehrgeiz lediglich darauf konzentrierte, mit Sapor Modelltechnik „aus der Verlustzone“ zu kommen?

 

Das waren ein paar der Fragen, die vor dem sechsten Verhandlungstag im Prozess gegen den vorläufig suspendierten Ingolstädter und wegen Betrugs und Steuerhinterziehung angeklagten Landgerichtsarzt geblieben waren. Wie das Gericht, die 5. Strafkammer des Landgerichtes München II unter Vorsitz von Rupert Heindl, die Antworten von Freitag werten wird, ist noch unklar.

 

Sechster Tag im Haderthauer Prozess

 

Fest steht: Der Prozess geht in die Verlängerung. Und: Staatsanwalt Achim von Engel wird den Anklagepunkt Betrug nicht fallen lassen. Die Kammer hatte das am Mittwoch angeregt, weil sich gezeigt habe, dass auch die Gegenseite, also der frühere Geschäftspartner und jetzige Kontrahent Roger Ponton und sein damaliger Anwalt, in den für diesen Prozess fraglichen Vergleichsverhandlungen ihre Interessen keinesfalls außer Acht gelassen hatten.

 

Haderthauer hatte 2008 die Firma ohne das Wissen Pontons verkauft. Es gab später einen Vergleich in Höhe von 20000 Euro aber Ponton fühlt sich im Nachhinein „arglistig getäuscht“. Und für Staatsanwalt von Engel „hat sich nichts geändert.“ Die Steuerschuld beträgt laut Anklage rund 43000 Euro, der angeklagte Betrugsschaden insgesamt rund 84000 Euro.

Haderthauer bestreitet den Betrug, hat die Steuerhinterziehungsvorwürfe allerdings teilweise eingeräumt. Die Kammer hatte am fünften Verhandlungstag zudem angedeutet, derzeit – zusätzlich zu dem, was Haderthauer ohnehin zugegeben hat, davon auszugehen, dass er vier Modellautos aus dem Vermögen von Sapor Modelltechnik entnommen haben könnte. Was der Anklage entspricht. Wie der Prozess ausgeht, erscheint seit gestern allerdings offener denn je.

 

Hubert Haderthauer bestreitet Betrugsvorwürfe

 

Denn Richter Heindl verlängerte die Beweisaufnahme und setzte einen weiteren Prozesstag an. Aus England geladene Zeugen waren nicht erschienen. Außerdem sagte – für das Gericht und vor allem die Verteidigung überraschend – der wegen Betruges mitangeklagte frühere Ingolstädter und mit Hader-thauer befreundete Anwalt nicht aus. Er erschien kurz mit seinem Verteidiger und machte von seinen Rechten Gebrauch. Sein Verfahren war am ersten Verhandlungstag abgetrennt worden, wegen erheblicher gesundheitlicher Probleme.

 

Was den Ingolstädter aber wohl nicht daran gehindert hatte, in einem anderen Zivilverfahren selbst als Anwalt vor Gericht aufzutreten. Richter Heindl goutierte das gestern sehr bedingt und beschied ihm knapp: „Das Verfahren gegen sie läuft weiter.“ Der Mann hatte 2011 die Vergleichsverhandlungen mit Ponton nach dem Verkauf von Sapor Modelltechnik geführt. Schon damals war es um den Wert dieses Ladens gegangen.

 

Der Steuerfahnder, der am Freitag recht ergiebig in die Untiefen der verlustreichen Buchhaltung von Sapor-Modelltechnik einstieg, kam zu dem Schluss: Nach 19 Jahren habe der Betrieb 107000 Euro Miese gemacht. Und: Auf die Haderthauer-Seite seien insgesamt rund 30000 Euro mehr geflossen, als von dem Ehepaar über die Jahre eingelegt wurde. Und umgekehrt: Roger Ponton habe insgesamt rund 100000 Euro mehr ins Unternehmen gesteckt, als er entnommen habe.

 

Laut Gericht hat Haderthauer bislang keinen Eintrag im Bundeszentralregister. Der Prozess wird am 5. Februar fortgesetzt.

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Kein guter Tag für Hubert Haderthauer

Kein guter Tag für Hubert Haderthauer | Ein Schand- und Sittengemälde - Die #Haderthauer's | Scoop.it

Am fünften Verhandlungstag vor dem Landgericht München verdichten sich die Vorwürfe massiver Steuerhinterziehung gegen Hubert Haderthauer

 

(ty) Es war kein guter Tag gestern für den suspendierten Landgerichtsarzt Hubert Haderthauer. Am fünften Verhandlungstag vor dem Landgericht München wegen Betrugs und Steuerhinterziehung wurde doch ziemlich deutlich, dass Haderthauer mit einem Freispruch wohl kaum rechnen kann. Zwar macht Richter Rupert Heindl den Vorschlag, die Sache mit dem Betrug gegen den ehemaligen Geschäftspartner Roger Ponton fallen zu lassen und das Verfahren auf Steuerhinterziehung zu beschränken. Die aber sieht Heindl offenbar als bewiesen an. Und das nicht nur in dem von Haderthauer bislang eingeräumten Umfang. 44 000 Euro sollen es sein, die Haderthauer am Fiskus vorbeigeschleust haben soll.

 

Einer der Zeugen des gestrigen Verhandlungstages war die Ingolstädter CSU-Stadträtin Dorothea Soffner. Und die schilderte ihren Job bei den Haderthauers als eine Art Mädchen für alles im Haushalt. Das ging von Post holen bis zum Anzüge reinigen lassen. Was nicht weiter schlimm wäre, hätte diese Tätigkeit nicht über die Modellautofirma Sapor Modelltechnik abgerechnet, um Steuer mildernd für die Firma zu wirken.

Etwa zehn Prozent dieser Arbeit habe sie tatsächlich für die Firma gemacht. Und diese Arbeit beschränkte sich offenbar auf denken. Denken über Prospektgestaltung oder Messeauftritte. Mehr als denken indes war wohl nicht. Denn auf Fragen des Richters konnte sie keine gedruckten Ergebnisse ihrer so genannten Arbeit vorlegen.

 

Soffner jedenfalls räumte ein, es sei falsch gewesen, ihre Arbeit der Firma Sapor Modelltechnik in Rechnung gestellt zu haben. Sie hatte in einem Verfahren wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung einen Strafbefehl akzeptiert. Gegen ihre „Chefin“ Christine Haderthauer wird es ebenfalls zu einem Strafbefehl kommen, den sie – so haben ihre Anwälte durchblicken lassen – auch akzeptieren werde.

Wie aus Unterlagen hervorgeht, die der Süddeutschen Zeitung nach eigenem Bekunden vorliegen, soll Christine Haderthauer während der Ermittlungen gegen sie versucht haben, die Aussagen Dorothea Soffners zu beeinflussen. Die soll aus der Auswertung der Handy-Kommunikation der beiden Frauen hervorgehen.

Ernst v. All's insight:

Christlich Soziale Engaements = Eine Hand wäscht die andere

Ich frage ich nur, ob D. Soffner das aus eigenem Antrieb getan hat oder auf Anweisung?
Wenn die Anweisung von Christine Haderthauer kam, dann war sie auch bei Sapor Modellbau weiter aktiv tätig!

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Hubert Haderthauer vor Gericht - Pfaffenhofen-today

Hubert Haderthauer vor Gericht - Pfaffenhofen-today | Ein Schand- und Sittengemälde - Die #Haderthauer's | Scoop.it

In der kommenden Woche beginnt der Prozess vor dem Landgericht München in der Modellauto-Affäre


(ty) Ab kommender Woche steht der suspendierte Ingolstädter Landgerichtsarzt Hubert Haderthauer vor dem Landgericht München wegen des Vorwurfs des Betruges und der Steuerhinterziehung. Hintergrund ist die Modellautoaffäre, über die bereist seine Frau Christine Haderthauer politisch gestolpert war und ihren Posten als Chefin der Staatskanzlei räumen musste.


An insgesamt sieben Verhandlungstagen muss sich Haderthauer mit den Vorwürfen seines Ex-Kompagnons Roger Ponton auseinandersetzten, der ihm vorwirft, ihn beim Ausscheiden aus der gemeinsamen Firma Sapor-Modelltechnik betrogen zu haben. Zudem geht es noch um Steuerhinterziehung.

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Gegen Geldauflage: Verfahren gegen Haderthauer-Anwalt eingestellt - Er war bloß der "Postkasten"

Gegen Geldauflage: Verfahren gegen Haderthauer-Anwalt eingestellt - Er war bloß der "Postkasten" | Ein Schand- und Sittengemälde - Die #Haderthauer's | Scoop.it

Er war bloß der "Postkasten" - so sieht der Anwalt der Eheleute Haderthauer seine Rolle bei Vergleichsverhandlungen des Paares mit einem ehemaligen Geschäftspartner. Gegen den Juristen hat eine Gericht das Betrugsverfahren wegen geringer Schuld eingestellt.


München - Im Zusammenhang mit der sogenannten Modellbau-Affäre ist das Verfahren gegen den Rechtsanwalt des Ehepaars Haderthauer gegen eine Geldauflage von 10 000 Euro eingestellt worden. Darauf einigten sich beide Seiten am Donnerstag vor dem Landgericht München II.


Der Rechtsanwalt hatte die frühere Staatskanzleichefin Christine Haderthauer (CSU) und ihren Ehemann 2011 bei Vergleichsverhandlungen mit dem damaligen Mitgesellschafter der Modelltechnik-Gesellschaft vertreten. Der Vorwurf lautete, der Partner sei durch unvollständige Informationen über die Lage der Firma mit einer Summe von 20 000 Euro abgespeist und um knapp 85 000 Euro betrogen worden.


Hubert Haderthauer war deswegen vor vier Monaten zu einer Geldstrafe von 18 900 Euro verurteilt worden. Die Strafkammer ging im Verfahren gegen den Anwalt aber von einem geringen Verschulden des Juristen bei dem Betrug an dem früheren Geschäftspartner des Paares aus. Gegen Christine Haderthauer war der Betrugsvorwurf fallen gelassen worden, sie bekam einen Strafbefehl wegen Steuerhinterziehung.


Der angeklagte Anwalt sagte am Donnerstag, er habe seinerzeit die Steuerberaterin der Firma eingeschaltet und die Unterlagen, die er bekam, weitergeleitet. "Ich war der Postkasten", so der 50-Jährige. Die 20 000 Euro im geschlossenen Vergleich seien die Summe gewesen, "die die Anwälte den Mandanten schmackhaft machen konnten".


Die Modellbau-Affäre war durch die öffentliche Empörung über die Herstellung hochwertiger Oldtimer-Modelle der Firma ins Rollen gekommen. Die Gesellschaft des inzwischen suspendierten Landgerichtarztes Hubert Haderthauer gab die Produktionsaufträge an Bezirkskrankenhäuser, in denen auch kriminelle Geisteskranke untergebracht sind. Als Konstrukteur soll unter anderem ein verurteilter Dreifachmörder tätig gewesen sein.

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Weiterer Prozess um Modellbau-Affäre der Haderthauers

Weiterer Prozess um Modellbau-Affäre der Haderthauers | Ein Schand- und Sittengemälde - Die #Haderthauer's | Scoop.it

Vor dem Münchner Landgericht wird heute erneut die sogenannte Modellbau-Affäre um die frühere Staatskanzleichefin Christine Haderthauer (CSU) und ihren Ehemann aufgerollt.


Angeklagt ist diesmal der Rechtsanwalt, der die Eheleute 2011 bei Vergleichsverhandlungen mit ihrem damaligen Mitgesellschafter vertrat. Dabei soll der Partner durch unvollständige Informationen über die Lage der Modelltechnik-Gesellschaft mit einer Summe von 20 000 Euro abgespeist und um knapp 85 000 Euro betrogen worden sein. Hubert Haderthauer war deswegen vor vier Monaten zu einer Geldstrafe von 18 900 Euro verurteilt worden.

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Haderthauer ohne Einsicht - Tweet from @Muschelschloss

Haderthauer ohne Einsicht - Tweet from @Muschelschloss | Ein Schand- und Sittengemälde - Die #Haderthauer's | Scoop.it
Die Mitteilung, dass Frau Haderthauer nun völlig unverfroren eine "zweite Chance" einfordert, lässt nicht nur altgedienten CSU-Mitgliedern den Atem stocken, sondern ob dieser offensichtlich unbelehrbaren Selbstgerechtigkeit und Verdrängung eigentlich nahezu verzweifeln ("Haderthauer will eine zweite Chance", 22. April). Hier wird doch die Transformierung vom Opfer zum Täter vorexerziert, beziehungsweise zumindest versucht.Sollte Frau Haderthauer in der Tat nochmals eine Kandidatur für die CSU erhalten, wird dies zwar zu Parteiaustritten führen, sicherlich aber nicht zu einer Vermehrung von Wählerstimmen. Dieser Dame Schamgefühl, echte Reue oder Einsicht in ihr unglaubliches Verhalten beizubringen, ist sicherlich ein sinnloses Unterfangen. Aber, so hätte Franz Josef Strauß gesagt: "sunt denique fines!" (frei nach Horaz: 'irgendwann ist Schluss!'; d. Red.). Prof. Dr. Wolfgang Pförringer, München
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Hubert Haderthauer: Jetzt bekommt er wieder ein Gehalt und bleibt weiter vom Dienst suspendiert.

Hubert Haderthauer: Jetzt bekommt er wieder ein Gehalt und bleibt weiter vom Dienst suspendiert. | Ein Schand- und Sittengemälde - Die #Haderthauer's | Scoop.it

Die Landesanwaltschaft hat die disziplinarrechtlichen Sanktionen gegen Hubert Haderthauer teilweise aufgehoben. Eine Rückkehr zu seinem Posten als Leiter der langerichtsärtzlichen Dienststelle bleibt aber eher unwahrscheinlich.


Ingolstadt - Vom Dienst als Landgerichtsarzt bleibt der Gatte der früheren Staatskanzlei-Chefin Christine Haderthauer zwar weiterhin suspendiert, aber er bekommt wieder seine vollen Bezüge. Grund dafür ist nach Angaben der Behörde, dass nach derzeitigem Stand des Disziplinarverfahrens „keine überwiegende Wahrscheinlichkeit mehr für eine Entfernung aus dem Beamtenverhältnis zu prognostizieren ist.“


Steuerhinterziehung und Betrug: Geldstrafe für Hubert Haderthauer


Bayerns oberste Disziplinarbehörde spricht sich allerdings entschieden gegen eine Rückkehr auf seinen Posten als Leiter der landgerichtsärztlichen Dienststelle in Ingolstadt aus. In einer Erklärung heißt es, man sei weiterhin der Überzeugung, dass bei Wiederaufnahme seiner Tätigkeit als Landgerichtsarzt eine Beeinträchtigung des Dienstbetriebs zu befürchten stünde.


Eine endgültige Entscheidung will die Landesanwaltschaft erst nach Abschluss eines noch anhängigen zivilrechtlichen Rechtsstreits zwischen dem Freistaat und Hubert Haderthauer wegen fraglicher Abrechnungen von Laborleistungen treffen. Das Disziplinarverfahren wurde erneut ausgesetzt.


Hubert Haderthauer war wegen seiner Rolle in der sogenannten „Modellauto-Affäre“ zu einer Geldstrafe von 270 Tagessätzen verurteilt worden (AZ berichtete).

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Was ist mit Haderthauers Anwalt?

Was ist mit Haderthauers Anwalt? | Ein Schand- und Sittengemälde - Die #Haderthauer's | Scoop.it

Mit dem vorläufig suspendierten Landgerichtsarzt war auch ein Ingolstädter Strafverteidiger angeklagt. Sein Verfahren wurde abgetrennt. Wann sein Prozess beginnt, ist offen

Von Stefan Küpper 


Das Urteil des Landgerichts München II gegen Hubert Haderthauer wegen Steuerhinterziehung und versuchten Betruges ist – wie berichtet – rechtskräftig. Und auch seine Frau, die wegen der Modellbau-Affäre zurückgetretene frühere Staatskanzleichefin Christine Haderthauer (CSU), hat den Strafbefehl, der gegen sie erlassen wurde, akzeptiert. Offen ist aber noch das Verfahren gegen den Ingolstädter Anwalt, der mit Hubert Haderthauer – allerdings nur wegen Betruges – angeklagt war. Eigentlich hätten sie beide nebeneinander auf der Anklagebank sitzen sollen. Das Verfahren war aber – weil dessen Verteidiger, Andreas von Mariassy, angegeben hatte, dass sein Mandant gesundheitlich erheblich angeschlagen sei – von Richter Rupert Heindl am ersten Prozesstag abgetrennt worden.


Wie es seitens des Landgerichts München II heißt, ist ein neuer Verhandlungstermin noch nicht terminiert. Was damit zusammenhängt, dass der Haderthauer-Prozess Heindls letzter als Vorsitzender der 5. Strafkammer war. Seine Nachfolgerin Michaela Welnhofer-Zeitler muss sich erst noch in den Fall einarbeiten. Und danach wird es wohl als erstes um die noch ungeklärte Frage der Verhandlungsfähigkeit des Ingolstädter Anwalts gehen.


Warum muss der sich vor Gericht verantworten? Wie mehrfach berichtet, war er damals an den Vergleichsverhandlungen mit Hader-thauers früherem Geschäftspartner bei Sapor Modelltechnik, Roger Ponton, beteiligt gewesen. Hader-thauer hatte 2008 die Firma ohne Pontons Wissen an den Ingolstädter Heinrich S. verkauft. Später gab es einen Vergleich, den Ponton dann angefochten hatte, weil er sich getäuscht fühlte. Dieser Vergleich war Teil des Strafverfahrens gegen Hubert Haderthauer. Ob bei dem Verkauf an S. der damit beauftragte Anwalt unvollständige oder unrichtige Angaben zur Gewinnermittlung von Sapor Modelltechnik gemacht hat, darum wird es in dem noch ausstehenden Prozess gehen. Haderthauer hatte die Betrugsvorwürfe, die ihn selbst betrafen, stets bestritten, seine Verteidiger hatten sie auch nach dem Ende der Beweisaufnahme als nicht erwiesen angesehen und entsprechend plädiert. Haderthauer hatte unter anderem erklärt, er habe bei den Vergleichsverhandlungen damals die Kopien der Schriftsätze nur kurz überflogen, die Anlagen nicht mehr gesondert gesichtet und ansonsten seinen Anwalt machen lassen. Der aber habe Ponton sicher auch nicht täuschen wollen, hatte Haderthauer behauptet. Als der dann in dieser Sache als Zeuge in Haderthauers Hauptverhandlung hatte aussagen sollen, hatte er – auch für die Haderthauer-Seite überraschend – von seinen Rechten Gebrauch gemacht. Eine Aussage gab es nicht. Das war auch irritierend für die 5. Strafkammer gewesen. Denn der Jurist war – trotz der offenen rechtsmedizinischen Frage nach seiner Verhandlungsfähigkeit – zwischen der Abtrennung seines Verfahrens zum Prozessauftakt und seiner späteren Ladung als Zeuge in einem anderen Zivilverfahren selbst als Anwalt vor Gericht aufgetreten. Richter Heindl hatte das damals sichtbar missfallen und er hatte dem Anwalt knapp beschieden: „Das Verfahren gegen Sie läuft weiter.“


Offen ist auch, wie es disziplinarrechtlich mit dem vorläufig suspendierten Landgerichtsarzt Haderthauer weitergeht. Die Landesanwaltschaft hat den Fall noch nicht abschließend bewertet.

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Modellbau-Affäre: Haderthauer muss zahlen

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Das Landgericht München verurteilt Hubert Haderthauer wegen Steuerhinterziehung und versuchten Betrugs zu einer Geldstrafe. Die Affäre um den Handel mit von Straftätern gebauten Modellautos ist für ihn aber noch nicht ausgestanden.

 

Es ist nur ein vorläufiger Schlusspunkt in einer Affäre, die das politische Bayern erschüttert hat: Das Landgericht München II hat Hubert Haderthauer, den Mann der früheren Staatskanzleiministerin Christine Haderthauer, zu einer Geldstrafe verurteilt. Der Prozess gegen den Landgerichtsarzt war eine der vielen Verzweigungen des Handels mit Modellautos, die psychisch kranke Straftäter in staatlicher Obhut fertigten.

 

Mit der Frage, wie es geschehen konnte, dass sich unter der Bezeichnung „Arbeitstherapie“ ein lukratives Geschäft entwickelte, an dem das Ehepaar Haderthauer in unterschiedlichen und wechselnden Rollen beteiligt war, befasst sich ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss. Das Strafverfahren gegen Hubert Haderthauer hatte einen anderen Fokus: Das Landgericht hat ihn wegen Steuerhinterziehung in zwei Fällen und versuchten Betrugs zu Lasten eines Mitgesellschafter des Modellbau-Unternehmens, eines französischen Jagdwaffenhändlers, verurteilt.

 

Anders als ihrem Mann ist Christine Haderthauer, der einst zugetraut wurde, die erste Ministerpräsidentin Bayerns zu werden, ein Strafprozess erspart geblieben. Die CSU-Politikerin, die noch im Landtag sitzt, hat einen Strafbefehl wegen Steuerverkürzung akzeptiert. Die öffentliche Aufmerksamkeit, die ihrem Fall – im doppelten Wortsinn – galt, musste Hubert Haderthauer in dem Münchner Verhandlungssaal alleine ertragen.

Das Landgericht hat in dieser Prangerwirkung einen Grund gesehen, die Strafe zu mildern. Die Richter der 5. Strafkammer bezifferten die Einkommensteuer, die Haderthauer in den Jahren 2008 und 2011 hinterzog, zwar auf stattliche 49.759 Euro, hielten aber auch unter Berücksichtigung des versuchten Betrugs eine Geldstrafe von 270 Tagessätzen für schuldangemessen, bei einer Tagessatzhöhe von je siebzig Euro.

 

Für Hubert Haderthauer ist mit dem Urteil, das noch nicht rechtskräftig ist, die Affäre nicht ausgestanden. Er darf gegenwärtig seine Dienstgeschäfte als Landgerichtsarzt in Ingolstadt nicht führen; in einem Disziplinarverfahren wird ihm vorgeworfen, für den Handel mit den Modellautos keine Nebentätigkeitsgenehmigung gehabt zu haben. Hubert Haderthauer hatte vor seiner Tätigkeit als Landgerichtsarzt im Bezirkskrankenhaus Ansbach gearbeitet und dort einen Patienten betreut, der drei Männer aus sexuellen Motiven ermordet hatte.

 

Der Dreifachmörder, ein gelernter Stahlbauschlosser, war in der Lage, zusammen mit anderen Patienten Modellautos zu bauen, die als mechanische Wunderwerke Höchstpreise erzielten. Zunächst wurde Christine Haderthauer – damals noch ohne politische Ämter – Geschäftsführerin eines Unternehmens, das die Modellautos vermarktete, später folgte ihr Hubert Haderthauer in dieser Funktion nach. Für die Modellautos wurden bis zu fünfstellige Euro- und Dollarbeträge bezahlt. Wie hoch der politische und juristische Preis ist, den das Ehepaar Haderthauer für sein Geschäftsmodell entrichten muss, steht auch nach dem Urteil des Landgerichts nicht endgültig fest.

 

Quelle: FAZ.NET

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Geldstrafe für Hubert Haderthauer

Geldstrafe für Hubert Haderthauer | Ein Schand- und Sittengemälde - Die #Haderthauer's | Scoop.it

Der Ehemann von Ex-Staatskanzleichefin Christine Haderthauer wurde wegen Betrugs und Steuerhinterziehung verurteilt.

 

München.In der sogenannten Modellbau-Affäre ist der suspendierte Landgerichtsarzt Hubert Haderthauer wegen Steuerhinterziehung und versuchten Betrugs zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Der Mann der früheren Staatskanzleichefin Christine Haderthauer muss eine Summe von 18 900 Euro zahlen, urteilte das Landgericht München II am Donnerstag. Es folgte damit weitgehend der Argumentation der Staatsanwaltschaft, die aber eine Verurteilung des 59-Jährigen wegen vollendeten Betrugs gefordert hatte. Beim Strafmaß blieb die Kammer klar hinter der Forderung der Anklage nach einer elfmonatigen Bewährungsstrafe zurück.

 

Die Eheleute Haderthauer waren bis 2008 nacheinander Miteigentümer des Unternehmens Sapor Modelltechnik, das teure Modellautos verkaufte, die von Straftätern in der Psychiatrie gebaut wurden. Wichtigster Konstrukteur war ein verurteilter Dreifachmörder. Christine Haderthauer hatte 2014 im Zuge der Affäre als Staatskanzleichefin zurücktreten müssen.

 

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass Haderthauer vier dieser Autos im Wert von zusammen 60 000 Euro für sich aus dem Betrieb entnommen und beim Verkauf der Firma verschwiegen hatte. Damit habe er seinen früheren Mitgesellschafter Roger Ponton täuschen wollen. Eine Anzeige Pontons hatte die Ermittlungen ins Rollen gebracht.

 

Disziplinarverfahren läuft weiter

 

Der Vorsitzende Richter Rupert Heindl sagte in der Urteilsbegründung, Haderthauer habe gewusst, was die Autos kosten. Er habe gewusst, dass er sie behalten habe. Und beides habe er seinem Rechtsanwalt, der die Vergleichverhandlungen mit Ponton führte, verschwiegen. Das Gericht ging aber schlussendlich nur von einem versuchten Betrug aus. Zudem sah es das Gericht als erwiesen an, dass Haderthauer Provisionen aus dem Verkauf von Modellautos nicht beim Finanzamt angegeben hatte.

Bei der Festlegung des Strafmaßes berücksichtigte das Gericht nach Angaben Heindls das belastende „Drumherum“ für Haderthauer. Man sei zu der Auffassung gekommen, dass eine Geldstrafe ausreiche. Zudem verwies Heindl auf das parallel laufende Disziplinarverfahren gegen Haderthauer, wo diesem die Entfernung aus dem Beamtenverhältnis droht. „Dieses Damoklesschwert schwebt über Ihnen“, sagte Heindl auch mit Blick auf die Festlegung der Tagessätze für die Geldstrafe.

 

Haderthauer und seine Anwälte hatten den Betrugsvorwurf bis zuletzt zurückgewiesen. Der 59-Jährige hatte bereits zu Beginn des Verfahrens gesagt, er habe nicht die Absicht gehabt, Ponton zu täuschen. Auch sein Anwalt Norbert Scharf sagte im Plädoyer, es habe keine Täuschungsabsicht gegeben. Auch große Teile der vorgeworfenen Steuerhinterziehung wiesen die Anwälte zurück - der entstandene Steuerschaden sei weitaus geringer als von der Anklage angenommen. Beiden Argumentationen folgte das Gericht aber im Urteil nicht.

 

Heindl hielt Haderthauer vielmehr vor, er habe sich beim Verkauf der Firma 2008 einen persönlichen finanziellen Vorteil sichern wollen – etwa weil er für jeden zukünftigen Modellauto-Verkauf noch Provisionen bekommen sollte. Und tatsächlich habe Haderthauer für jedes verkaufte Auto höchstpersönlich Geld erhalten. In einer Situation, wo er Schaden von seiner Ehefrau, die damals Ministerin wurde, habe abwenden wollen, sei es ihm auch um seinen eigenen Vorteil gegangen. „Da haben wir keinen Zweifel“, betonte der Richter.

 

Die Staatsanwaltschaft zeigte sich mit dem Urteil im Großen und Ganzen zufrieden – Haderthauers Anwalt nicht. „Zufriedenheit schaut anders aus“, sagte Scharf. Das Gericht habe den Sachverhalt anders bewertet – sei aber beim Strafmaß auf die Verteidigung zugegangen. Christine Haderthauer akzeptierte in der vergangenen Woche einen Strafbefehl über 30 Tagessätze. (dpa)

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Haderthauer Strafprozess: Auf der Zielgeraden | BR.de

Haderthauer Strafprozess: Auf der Zielgeraden | BR.de | Ein Schand- und Sittengemälde - Die #Haderthauer's | Scoop.it

Vor dem Münchner Landgericht geht es um Steuerhinterziehung und Betrug im Zusammenhang mit Geschäften mit hochwertigen Modellautos - hergestellt von psychisch kranken Straftätern. Der heutige Verhandlungstag könnte nach BR-Informationen der letzte sein.

 

Zweifelhafte Zeugen, fragwürdige Geldströme, aufschlussreiche Details aus dem Familienleben einer bayerischen Spitzenpolitikerin - das bietet der Strafprozess gegen Hubert Haderthauer, den Mann der früheren Staatskanzleichefin Christine Haderthauer.

 

Die Firma Sapor Modelltechnik sei sein Baby gewesen, so beschreibt es Hubert Haderthauer einmal im Verlauf des Prozesses. Und wenn man es gut mit ihm meint, könnte man sagen: Wie ein wohlwollender Vater hat er halt alles unternommen, damit es seinem Baby gut geht. Er hat mit einem Waffenhändler, einem Heroinabhängigen und einem psychisch kranken Dreifachmörder zusammengearbeitet, die Ehefrau jahrelang als Mitgesellschafterin eingespannt und deren politische Referentin als Marketing-Beraterin. Das Geschäft sei lange schlecht gelaufen, die ganze Familie habe zuschießen müssen, sein halber Jahresurlaub sei regelmäßig für die Firma draufgegangen, so beschreibt es Haderthauer selbst.

 

Heftige Vorwürfe gegen Hubert Haderthauer

 

Andersherum wirft die Staatsanwaltschaft Haderthauer vor, dass er Autos aus dem Firmenvermögen entnommen, aber nicht in der Bilanz erfasst hat. Dass er den Waffenhändler im Zusammenhang mit dem Verkauf der gemeinsamen Firma um 84.000 Euro betrogen hat. Dass er Provisionen für Modellauto-Verkäufe nicht dem Finanzamt gemeldet hat. Und dass auch die Beschäftigung der Marketing-Beraterin eher ein illegales Steuersparmodell war.

 

Hubert Haderthauer ist gesundheitlich angeschlagen

Hubert Haderthauer sitzt meist reglos auf der Anklagebank, grau im Gesicht, die Arme vor der Brust verschränkt. Anfang Februar erklärt der Verteidiger: Sein Mandant klage über Herzrhythmusstörungen, der Arzt habe schon zu einem Schrittmacher geraten. Seit Jahren sehe er sich Vorwürfen ausgesetzt, müsse sich in insgesamt sechs Verfahren verantworten, das treffe ihn wirtschaftlich und gesellschaftlich. Vor allem gehe es ihm aber um den Schutz seiner Familie.

 

Wieviel wusste Christine Haderthauer?

 

Die Familie. Immer wieder wird im Lauf des Prozesses deutlich, wie intensiv Christine Haderthauer in die Modellbau-Geschäfte eingebunden gewesen sein dürfte. Zeugen berichten, sie habe Verträge für die Gesellschaft aufgesetzt. Ein früherer Geschäftspartner behauptet, sie habe seinen Rauswurf aus der Firma betrieben. Hubert Haderthauer gibt zu, er habe Modellautos mit nach Hause genommen, um seine Frau zu beruhigen. Die habe sich wegen der hohen Verluste Sorgen um die finanzielle Zukunft der Familie gemacht.

 

Aufschlussreich ist auch eine Whatsapp-Unterhaltung, die vor Gericht verlesen wird: Christine Haderthauer bittet darin ihre Referentin, immer daran zu denken, dass die Modellbaufirma Hubis Ding gewesen sei. Immer wieder gehen Nachrichten hin und her, unter anderem verabreden die beiden, gemeinsam das weitere Vorgehen zu überlegen. Die Kommunikation stammt aus dem Jahr 2014. Damals war Christine Haderthauer Staatskanzleichefin und behauptete immer wieder, seit Jahren nichts mehr mit der Firma zu tun zu haben. Wenig später musste sie wegen der Modellbau-Affäre zurücktreten.

 

Hubert Haderthauer könnte wegen Betrugs verurteilte werden

 

Steuerhinterziehung ja, Betrug nein - so könnte das Urteil gegen ihren Mann ausfallen. Zumindest lassen sich so zwei Anmerkungen von Richter Rupert Heindl deuten, der auch schon den Prozess gegen Ex-FC-Bayern-Präsident Uli Hoeness geleitet hat. Demzufolge soll Hubert Haderthauer unter anderem mindestens vier, wenn nicht fünf Modellautos aus der Firma entnommen und nicht versteuert haben. Einen Teil der Steuerhinterziehungsvorwürfe hat Haderthauer bereits eingeräumt. Dass er den wahren Wert der Sapor Modelltechnik verschleiert und damit seinen früheren Geschäftspartner Roger Ponton um rund 84.000 Euro betrogen hat, ließ sich im Prozess bisher nicht zweifelsfrei nachweisen. Denn auch das Verhalten des früheren Waffenhändlers ist nicht über jeden Zweifel erhaben. Unter anderem hatte er sich jahrelang nicht mehr um das Unternehmen gekümmert. Die Arbeit blieb komplett an Haderthauer hängen. Dessen Verteidiger stellte im Prozess sinngemäß die Frage, ob nicht deshalb vielleicht sogar Haderthauer eher einen Anspruch gegenüber Ponton hätte als umgekehrt. Eine schwierige Rechtsfrage, die auch den Staatsanwalt ins Grübeln brachte.

 

Wichtig für Hubert Haderthauer ist das Straßmaß

 

Heute soll ein letzter Zeuge gehört werden. Eine schnelle Vernehmung vorausgesetzt, könnten nach BR-Informationen anschließend die Plädoyers folgen und dann das Urteil. Falls es sich hinzieht, ist für morgen ein weiterer Verhandlungstag geplant. Entscheidend für Hubert Haderthauer dürfte im Falle einer Verurteilung vor allem das Strafmaß sein. Denn ab einer rechtskräftigen Gefängnisstrafe von einem Jahr droht einem Landgerichtsarzt wie ihm nach Auskunft der Landesanwaltschaft der Verlust des Beamtenstatus - und damit auch der Pensionsansprüche. Derzeit ist Haderthauer vorübergehend des Dienstes enthoben. Sollte er glimpflicher davonkommen, müsste zeitnah über die Fortdauer der Suspendierung entschieden werden. Jetzt aber kommt es erst einmal darauf an, wie gut es das Münchner Landgericht mit Hubert Haderthauer meint.

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Modellbau-Affäre: Strafbefehl gegen Haderthauer

Modellbau-Affäre: Strafbefehl gegen Haderthauer | Ein Schand- und Sittengemälde - Die #Haderthauer's | Scoop.it

- Das Amtsgericht Ingolstadt hat der ehemaligen Staatskanzlei-Chefin Christine Haderthauer am Montag den Strafbefehl zugestellt.

 

- Über die Höhe macht das Gericht keine Angaben.

 

- Laut SZ-Informationen soll es sich um 30 Tagessätze handeln.

 

 

Das Amtsgericht Ingolstadt hat gegen die frühere Staatskanzlei-Chefin Christine Haderthauer einen Strafbefehl wegen Steuerhinterziehung erlassen. Strafbefehle entsprechen in ihrer Wirkung einem Urteil - allerdings muss das Amtsgericht dazu keine Hauptverhandlung ansetzen.

Wie ein Gerichtssprecher am Freitag in Ingolstadt erklärte, sei der Strafbefehl am Montag dieser Woche zugestellt worden. Christine Haderthauer habe jetzt zwei Wochen Zeit zu entscheiden, ob sie den Strafbefehl annimmt - oder ob sie Widerspruch einlegt.

 

Über die Höhe der Strafe machte das Gericht keine Angaben. Wie die Süddeutsche Zeitung aus zuverlässiger Quelle erfuhr, soll sie 30 Tagessätze betragen. Die endgültige Höhe wird nach dem jeweiligen Einkommen berechnet, sie dürfte sich im Fall von Christine Haderthauer im fünfstelligen Bereich bewegen.

 

Steuern im vierstelligen Euro-Bereich hinterzogen

 

Der Erlass des Strafbefehls war vor wenigen Monaten von der Staatsanwaltschaft München II beantragt worden. Die Ermittler gehen davon aus, dass die CSU-Landtagsabgeordnete in ihrer Zeit als CSU-Generalsekretärin und danach als Sozialministerin gemeinsam mit ihrem Mann Hubert Haderthauer Steuern im vierstelligen Euro-Bereich hinterzogen hat. In der Folge sei die Einkommensteuer der Eheleute mit Bescheid vom 17. Dezember 2010 um 2309 Euro zu niedrig angesetzt worden.

 

Nach Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft München II hatte Christine Haderthauer das Gehalt für ihre Stimmkreis-Mitarbeiterin Dorothea Soffner (CSU) über die Firma "Sapor Modelltechnik" abgerechnet, die exklusive, von psychisch kranken Straftätern gebaute Oldtimer-Modelle verkauft. Dies geschah, obwohl Soffner aus Sicht der Ermittler keine nachweisbaren Leistungen für diese Firma erbracht hatte. Wegen der sogenannten Modellbau-Affäre war Christine Haderthauer Anfang September 2014 als Staatskanzlei-Chefin zurückgetreten.

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Modellbau-Affäre: Haderthauer-Prozess verzögert sich - Abendzeitung München

Modellbau-Affäre: Haderthauer-Prozess verzögert sich - Abendzeitung München | Ein Schand- und Sittengemälde - Die #Haderthauer's | Scoop.it

Der Prozess gegen Hubert Haderthauer wegen Betrugs und Steuerhinterziehung verzögert sich. Dabei ist der Rummel für ihn und seine Familie ohnehin schon sehr lange eine große Belastung, wie Haderthauer vor Gericht erklären ließ.

 

München - Der Prozess gegen den Ehemann von Ex-Staatskanzleichefin Christine Haderthauer (CSU) um die sogenannte Modellbau-Affäre dauert länger. Richter Rupert Heindl setzte am Freitag weitere Termine in dem Betrugs- und Steuerhinterziehungsprozess gegen Hubert Haderthauer an. Am 25. Februar soll ein weiterer Zeuge gehört werden, am 26. Februar könnte dann möglicherweise das Urteil fallen.

 
 

Die Staatsanwaltschaft wirft Hubert Haderthauer vor, als geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens Sapor Modelltechnik einem früheren Mitgesellschafter einen niedrigeren Unternehmenswert vorgetäuscht und ihn so um gut 84 000 Euro geschädigt zu haben. Außerdem soll er Tausende Euro Steuern hinterzogen haben. Christine Haderthauer musste 2014 im Zuge der Affäre als Staatskanzleichefin zurücktreten.

 

Hubert Haderthauer hat die Betrugsvorwürfe im Prozess entschieden zurückgewiesen. Sein Verteidiger verlas am Freitag außerdem eine Erklärung des Angeklagten. Darin betonte er, wie sehr die Modellbau-Affäre und die öffentliche Aufmerksamkeit ihn und seine Familie belasteten: "Die Hausdurchsuchung, der Rücktritt meiner Frau, der Untersuchungsausschuss im Landtag." Jeder in Bayern sei wahrscheinlich inzwischen mit dem Fall in Berührung gekommen, es habe Vorverurteilungen gegeben. Haderthauer sei seit rund einem Jahr gesundheitlich sehr angeschlagen, leide an Herzrhythmusstörungen und Vorkammerflimmern.

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Modellbauaffäre – Prozess zieht sich in die Länge

Modellbauaffäre – Prozess zieht sich in die Länge | Ein Schand- und Sittengemälde - Die #Haderthauer's | Scoop.it

Fall Haderthauer erweist sich als äußerst kompliziert. Das Gericht braucht deshalb mehr Zeit

 

Von Dietrich Mittler

Der Prozess gegen den derzeit vom Dienst suspendierten Ingolstädter Landgerichtsarzt Hubert Haderthauer geht in die Verlängerung. Ursprünglich war die Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts München II unter dem Vorsitz von Richter Rupert Heindl davon ausgegangen, dass sieben Verhandlungstermine ausreichen würden, um zu klären, ob sich der Angeklagte des Betrugs und der Steuerhinterziehung schuldig gemacht hat. Doch nun ist klar: Sieben Verhandlungstage reichen nicht, um Licht in diesen komplexen Fall zu bringen. Nicht allein, dass sich das Gericht mit Zeugen auseinandersetzen muss, deren Verwicklung in die Angelegenheit mitunter schillernd wirkt. Die Kammer sieht sich auch mit Geschäftsverhältnissen konfrontiert, die alles andere als geordnet erscheinen.

 

Angesichts der diffusen Sachlage hatte Richter Heindl der Staatsanwaltschaft vorgeschlagen, die Betrugsvorwürfe beiseite zu lassen. Vielmehr solle man sich allein auf die vorgeworfene Steuerhinterziehung konzentrieren. Hier folgte das Gericht derzeit der Argumentationslinie der Staatsanwaltschaft. Indes, als Richter Heindl am Freitag nachfragte, ob sein Vorschlag auf Zustimmung stoße, macht es Staatsanwalt Achim von Engel kurz: "Die Staatsanwaltschaft kann sich dem nicht anschließen." Die Ermittler legen Haderthauer weiterhin zur Last, seinen früheren Geschäftspartner Roger Ponton um gut 84 000 Euro hintergangen zu haben. Zudem sehen sie es als erwiesen an, dass der Angeklagte im Rahmen seiner Geschäfte mit exklusiven, von psychisch kranken Straftätern produzierten Modellautos Steuern in Höhe von rund 44 000 Euro hinterzogen hat.


2008 hatte Haderthauer die gemeinsame Firma "Sapor Modelltechnik" ohne Pontons Kenntnis verkauft. 2011 kam es zu einer "Vereinbarung": Ponton erhielt 20 000 Euro, schied rückwirkend aus der Firma aus und verzichtete auf weitere Ansprüche. Dann aber schöpfte er Verdacht, betrogen worden zu sein. Es ist nun Sache des Gerichts, zu klären, was an den Vorwürfen dran ist. Aber das ist nicht nur angesichts der zum Teil kaum mehr nachvollziehbaren Buchführung bei "Sapor Modelltechnik" ein Problem. Zudem fällt erneut ein Zeuge aus: Einer von Pontons Vertrauten hat die Ladung vor Gericht offenbar ignoriert. "Hier sind lauter Leute beteiligt, denen es hier nicht gefällt", sagte Heindl mit ironischem Unterton.

 

Pontons Vertrauter ist nicht der einzige, der wenig Lust auf eine Aussage zu haben scheint. Auch der Ingolstädter Anwalt Michael R. will plötzlich nicht mehr aussagen. Heindl lässt nicht verkennen, dass ihm das übel aufstößt. Michael R. ist jener Anwalt, der die umstrittene Vereinbarung mit Ponton ausgearbeitet hatte. Auch er steht unter Betrugsverdacht, hatte aber mit dem Hinweis auf eine lebensbedrohliche Erkrankung bewirken können, dass sein Fall getrennt von jenem Hubert Haderthauers verhandelt wird. Dieses Mal bleibt Heindl hart: "Herr R. muss heute erscheinen, auch wenn er nichts sagt." So sitzt dieser kurzzeitig auf dem Zeugenstuhl, ohne Ergebnis. Der Prozess wird am 5. Februar fortgesetzt. "Es gibt ja noch ein paar Baustellen", sagt Richter Rupert Heindl.

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Für Hubert Haderthauer wird es enger

Für Hubert Haderthauer wird es enger | Ein Schand- und Sittengemälde - Die #Haderthauer's | Scoop.it

München – Im Prozess gegen Hubert Haderthauer (59) wird langsam deutlich, wo die Reise hingeht – in Richtung Verurteilung.

Das Landgericht München II hat eine vorläufige Einschätzung abgegeben: Demnach geht es derzeit davon aus, dass der Mann der Ex-Staatskanzlei-Chefin Christine Haderthauer (CSU, 53) vier Modellautos im Wert von je 15 000 Euro aus der Firma Sapor Modelltechnik entnommen hat. Zusammen mit anderen Steuertricks läge der Schaden dann bei rund 40 000 Euro.

 

Außerdem regte das Gericht an, den Vorwurf des Betrugs am ehemaligen Geschäftspartner Roger Ponton (86) einzustellen. Das müsste allerdings die Staatsanwaltschaft beantragen. Noch lautet die Anklage auf Steuerhinterziehung in Höhe von 43 000 Euro sowie auf Betrug in Höhe von 84 000 Euro. Beim Verkauf der Sapor im Jahr 2008 soll Haderthauer dem Mitgesellschafter Ponton seinen Anteil nicht ausbezahlt haben. Doch nach bisheriger Einschätzung würde der Betrug beim Strafmaß kaum mehr ins Gewicht fallen.

 

Einer der Vorwürfe trifft das Ehepaar Haderthauer gemeinsam: Sie sollen gewinnmindernd vorgetäuscht haben, dass die Stimmkreismitarbeiterin von Christine Haderthauer für Sapor tätig war. Die Mitarbeiterin, Diplom-Kauffrau und CSU-Stadträtin in Ingolstadt, habe 2008 der Sapor zu Unrecht Rechnungen über 5500 Euro gestellt.

 

Die Mitarbeiterin (44), deren Verfahren gegen Geldauflage eingestellt wurde, schilderte ihre Arbeit für die Haderthauers so: „Mein Auftrag war: Der Laden muss laufen.“ „Also der Familienladen Haderthauer“, fasste der Vorsitzende Richter Rupert Heindl zusammen. „Das war alles für mich eine Einheit“, erklärte die Mitarbeiterin. Sie habe sich um Post und E-Mails gekümmert, genauso habe sie aber auch die Anzüge von Hubert Haderthauer in die Reinigung gebracht. Das Ganze schien der 44-Jährigen peinlich zu sein: „Ich will nicht sagen, dass ich ,Mädchen für alles’ war, weil ich mich damit selbst abqualifiziere.“ Für die Sapor habe sie zweimal in der Woche Post aus dem Schließfach geholt. Außerdem habe sie sich Gedanken über die Präsentation der Modellautos gemacht.

 

Sie habe sich gefragt, wie man „mit so altem Glump“ bei der Präsentation arbeiten könne – und sie habe sich überlegt, wie man das verbessern, wie man an die Presse gehen und bei Messen auftreten könne. Zehn Prozent ihrer Tätigkeit sei für die Sapor gewesen, 90 Prozent „für das Allgemeine“.

Haushaltstätigkeiten, Reinigung – alles schön und gut, befand der Vorsitzende Richter. Doch dafür sei weder die Sapor zuständig noch der Steuerzahler. „Das ist in dem ganzen Rauschen untergegangen“, erklärte die Mitarbeiterin. „Das war ohne böse Absicht, das hat sich so entwickelt.“ Es sei ein großer Fehler gewesen. „Irgendwann hätte ich sagen müssen: Hubert, das können wir so nicht machen. Das musst du aus der Privatschatulle bezahlen.“

 

Christine Haderthauer erwartet wegen der Trickserei mit ihrer Mitarbeiterin noch ein Strafbefehl. Der Prozess dauert an. 

Nina Gut

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