Geschichtliche Beiträge ueber Orient und Okzident
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Zimmerwalder Konferenz und der Große Krieg

Zimmerwalder Konferenz und der Große Krieg | Geschichtliche Beiträge ueber Orient und Okzident | Scoop.it
Zimmerwalder Konferenz und der Große Krieg: Gut ein Jahr schon tobte der Große Krieg mit gewaltigen Schlachten und noch gewaltigeren Verlusten, als Anfang September 1915 die kleine Schweizer Ortschaft Zimmerwald fernab der Schlachtfelder des Ersten Weltkrieges für einiges Aufsehen sorgte. Das beschauliche Zimmerwald nahe Bern wurde zum Austragungsort einer internationalen Konferenz, die nach Friedensschluss strebte.…
Klaus Jaschinski's insight:
Zimmerwalder Konferenz und der Große Krieg: Über den Ersten Weltkrieg, auch Großer Krieg genannt, über das Kampfgeschehen, die eingesetzte Waffentechnik und die „Heldentaten“ der Militärs gibt es unzählige Berichte. Und auch hundert Jahre danach ebbt dieser Zustrom kaum ab. Weit weniger Aufmerksamkeit erfährt dagegen der Kampf derer, die gegen diesen Krieg aufbegehrten und dem Massensterben auf den Schlachtfeldern Einhalt gebieten wollten. Nach anfänglicher Kriegsbegeisterung stellte sich wohl bei vielen zunehmend Ernüchterung ein. Doch es brauchte einiger Kraftanstrengung, um von bloßer Ablehnung und Protest zu gezielter Aktion zu kommen. Anläufe dazu gab es etliche, gerade und vor allem bei den Sozialdemokraten. Allerdings kamen nur wenige über das Anfangsstadium hinaus und vermochten, einen Prozess in Gang zu setzen. Der Zimmerwalder Konferenz Anfang September 1915 gelang ein solcher Auftakt. Im Sammelband „Zimmerwald und Kiental. Weltgeschichte auf dem Dorfe“, herausgegeben von Bernard Degen und Julia Richers beim Chronos-Verlag in Zürich, wird dieses Ereignis mit seinen Akteuren und Nachwirkungen ausgiebig beleuchtet und bewertet.
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König Fuad in Berlin

König Fuad in Berlin | Geschichtliche Beiträge ueber Orient und Okzident | Scoop.it
König Fuad, Ägypten, Hauptstadt Berlin, Weimarer Republik, Versailler Nachkriegsordnung, deutsch-ägyptische Beziehungen, britischer Kolonialismus in Ägypten
Klaus Jaschinski's insight:

König Fuad in Berlin: Ein ägyptischer Monarch im Juni 1929 zu einem offiziellen Besuch in Deutschland. Eigentlich nichts Ungewöhnliches, sollte man meinen. Doch dem war nicht so. Durch den Vertrag von Versailles waren Deutschland Lasten aufgebürdet worden, die mit dazu angetan waren, das Land auf internationaler Bühne mit einer Neben- und Statistenrolle abzuspeisen.

Wäre es allein nach dem Willen der Entente-Mächte gegangen, dann hätte auch Ägypten als britisches Protektorat ein langes Dasein in Knechtschaft führen sollen. Massive Volksproteste verhinderten es und ebneten den Weg hin zu einer mit dem Attribut „unabhängig“ versehenen Staatsform, in der sich Fuad mit dem klangvollen Titel „König von Ägypten und Sudan, Souverän von Nubien, Kordofan und Darfur“ zu schmücken durfte.

Sein Besuch als ein gekröntes Haupt in Berlin war folglich nicht nur für das bilaterale deutsch-ägyptische Verhältnis von besonderer Tragweite. Er verhalf auch der außenpolitisch geschmähten Weimarer Republik zu einer Aufwertung im Kontext internationaler Beziehungen.

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Lex Soraya und die Pressefreiheit in der Bundesrepublik

Lex Soraya und die Pressefreiheit in der Bundesrepublik | Geschichtliche Beiträge ueber Orient und Okzident | Scoop.it
Lex Soraya und die Pressefreiheit in der Bundesrepublik, Presse und Meinungsfreiheit in der Bundesrepublik, Pressezensur, deutsch-iranische Beziehungen
Klaus Jaschinski's insight:

Lex Soraya und die Pressefreiheit in der Bundesrepublik: Ende der 50er Jahre drohten der Presse- und Meinungsfreiheit in der Bundesrepublik Deutschland Einschnitte. Ausgerechnet das Kaiserreich Iran unter Schah Mohammed Reza Pahlavi lieferte dafür die Vorlage.

Im Mittelpunkt des Beitrags „Lex Soraya und die Pressefreiheit in der Bundesrepublik“ steht der Versuch des Bundeskabinetts, ein wichtiges Gut der Demokratieentwicklung – die Presse- und Meinungsfreiheit – unter Zuhilfenahme der Strafgesetzgebung deutlich einzuschränken. Nach offizieller Lesart wäre es dabei eigentlich nur um den Ehrenschutz fremder Staatsoberhäupter gegangen, der mit Einfügung eines neuen Paragraphen ins Strafgesetzbuch gestärkt werden sollte. Den Startschuss für Lex Soraya lieferte die Hamburger Illustrierte „Der Stern“ im April 1958 mit der Reportage „Tausend und eine Macht“. Es war ein kritischer Berich über die Zustände in Iran und das verschwenderische Treiben am Hof in Teheran, der dem Schahregime gehörig gegen den Strich ging und mit scharfem Protest bedacht wurde. Iranischerseits verlangte man, gegen die verantwortlichen Redakteure beim „Stern“ strafrechtlich vorzugehen. Ein Ansinnen, das im Bundeskabinett auf offene Ohren traf und mit Lex Soraya gehandhabt werden sollte. Doch weder die Presse noch die Öffentlichkeit nahmen das hin. Lex Soraya scheiterte am Ende kläglich und verschwand umgehend in der Versenkung.

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Wolffskeel-Legende und der Völkermord an Armeniern

Wolffskeel-Legende und der Völkermord an Armeniern | Geschichtliche Beiträge ueber Orient und Okzident | Scoop.it
Wolffskeel-Legende und der Völkermord an Armeniern: Seit Bekanntwerden der ungeheuerlichen Verbrechen an der armenischen Minderheit im Osmanischen Reich während des ersten Weltkrieges mangelt es nicht an Darstellungen von politischen und militärischen Vorgängen, die eine aktive deutsche Beteiligung, wenn nicht gar Federführung, am Genozid an den Armeniern in jener Zeit belegen sollen. Ein exemplarisches Beispiel hierfür…
Klaus Jaschinski's insight:

Wolffskeel-Legende und der Völkermord an Armeniern: Der zur Zeit des ersten Weltkrieges im Osmanischen Reich verübte Völkermord an Armeniern liefert auch heutzutage noch reichlich politischen Zündstoff, der Gemüter zu erhitzen vermag. Auf solchem Boden schießen natürlich auch Legenden nur so ins Kraut und entwickeln mit der Zeit sogar ein gewisses Eigenleben. Eine dieser Legenden ist festgemacht an Major Eberhard Graf Wolffskeel zu Reichenberg und Uettingen (1875 – 1954), der als Adjutant eines osmanischen Generals an der Armenierverfolgung und Bekämpfung ihres Widerstands aktiv teilgenommen haben soll. Doch wie verhielt es sich damit wirklich? Wurde auch hier nur eine auf Gefälligkeiten und Zweckmäßigkeiten abgestellte Legende kreiert, die sich bei genauerem Hinsehen prompt als Mogelpackung erweist? Der Beitrag von Professor Heinz Odermann „Die Wolffskeel-Legende, der Genozid an den Armeniern, Wahrheit gegen Unwahrheit“ spürt dem nach und widmet sich der Frage, ob das, was da ins Feld geführt wird, auch wirklich den Tatsachen entspricht oder mehr aus freier Interpretation und Wunschdenken entsprungen ist.

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Haldane Mission in Berlin

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Haldane Mission in Berlin: Am 8. Februar 1912 traf der britische Kriegsminister Lord Richard Burdon Haldane in Berlin ein. Seine Visite und der damit verfolgte Zweck waren vorab nicht gerade an die...
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Haldane Mission in Berlin

Über die Ursachen und Verstrickungen, die zum Ausbruch der Ersten Weltkrieges führten, wurde im Laufe der Zeit viel berichtet und debattiert. Über Chancen und Gegebenheiten, das durch ihn bewirkte Unheil im Vorfeld abzuwenden, dagegen weit weniger. Nach wie vor wird vielerorts noch der Legende gefrönt, wonach die führenden europäischen Mächten halt in den Krieg „taumelten“; in einen Krieg, den eigentlich keiner so recht gewollt hätte, der aber dennoch vom Zaune gebrochen wurde – sei es nun im Zuge nationalistischen Überschwangs, militärischen Abenteurertums oder politisch-diplomatischer Unbedachtsamkeit. Aber gab es da nicht auch Momente, die eine Umkehr auf diesem Pfad ins Verderben ermöglicht hätten?

Ob und inwieweit die Haldane Mission in Berlin 1912 mit dem hier angedachten deutsch-britischen Flottenabkommen dazu geeignet gewesen wäre, ist Gegenstand eines Beitrags von Prof. Heinz Odermann, der diese Mission des britischen Kriegsministers einer genaueren Betrachtung unterzieht. Aber hätte es wirklich gereicht, die festgezurrten Pakt- und Bündnisbeziehungen der sich gegenüber stehenden Mächtegruppierungen aufzuweichen?

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Orientreise Kaiser Wilhelm II

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Orientreise Kaiser Wilhelm II: Vor mehr als hundert Jahren brach der deutsche Kaiser Wilhelm II. zu einer ausgedehnten Pilgertour in den Nahen Osten auf, die unter Mitwirkung des Londoner Reisebüro...
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Der Beitrag behandelt die Orientreise Kaiser Wilhelm II 1898, die ihn im Laufe von 26 Tagen u.a. nach Konstantinopel, Jerusalem und Damaskus führte. Eigentlich galt sie als Pilgertour. Gesetzt wurden mit ihr aber auch beachtliche politische und wirtschaftliche Akzente, die deutlich über den bilateralen Bereich hinaus strahlten. In Damaskus beschwor Kaiser Wilhelm II nicht nur die Freundschaft der Deutschen mit den Muslimen, die dem Sultan in Konstantinopel Gefolgschaft leisteten. Die Orientreise Kaiser Wilhelm II gab auch gleichsam den Startschuss zum Bau der Bagdadbahn. Dieses  Bahnbauvorhaben stellte zweifelsohne hohe Anforderungen verkehrstechnischer Natur. Darüber hinaus befeuerte es aber auch die Rivalität der führenden europäischen Mächte, die den Aktivitäten des neuen deutschen Mitbewerbers im Vorderen Orient mit reichlich Argwohn begegneten.

Auch wenn die Kaiser Reise in den Orient Ägypten ausgespart hatte, zeigte sie doch auch dahingehend Wirkung. Zu den Nutznießern zählte hier nicht zuletz die deutsche Ägyptologie, die anschließend ihre Ausgrabungsaktivitäten deutlich ausweiten und dabei beachliche Funde wie die Nofrete-Büste machen konnte.

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