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Laufend neue Informationen zu Stress, Burnout und Gesundheit am Arbeitsplatz; im Web gefunden, hier verlinkt und kommentiert. Besuchen Sie meine Beraterseite für Unternehmen und Betroffene http://www.burnout-unternehmensberatung.de
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Burnout gefährdet Menschen und Unternehmenserfolg

Burnout gefährdet Menschen und Unternehmenserfolg | Burnout Informationen & Blog | Scoop.it

Arbeiten bis zum Umfallen, bis zum Herzinfarkt oder Hirnschlag sind wir

(erschreckenderweise) gewohnt gewesen. Doch bei immer mehr Menschen wird heute vorher der innere Notausknopf gedrückt: Brunout - absoluter Stillstand. Auch haben immer mehr Menschen den Mut sich zu psychischer Überlastung und Depressionen zu bekennen, die einem Burnout vorangehen.

In Zeiten zunehmenden Fachkräftemangels aber sind Unternehmen auf gesunde Beschäftigte angewiesen, denn Fehlzeiten, Umverteilung von Arbeit und Ersatzkräfte erhöhen die betrieblichen Aufwendungen und machen Prozesskosten intransparent.

Ich biete als Berater Unternehmen Unterstützung bei der Verbesserung ihrer Prozesse und internen Kommunikation zur Reduzierung der Burnout-Gefahren. http://www.burnout-unternehmensberatung.de/business.html

Ich berate ebenso betroffene Menschen beim Umgang mit ihrer Situation sowie auf dem Weg in der ungewohnten Lage wieder gute Entscheidungen für sich zu treffen. http://www.burnout-unternehmensberatung.de/individualberatung.html

Neben diesem laufenden Meldungs-Blog habe ich noch einen Themen-Blog zum Thema Burnout. http://burnout-berater.blogspot.de/

Außerdem habe ich Informationen und über 15 Stunden Fernseh- und Vortragsvideos zum Thema Burnout-Syndrom auf einem kostenlosen Info-Portal zum Thema Burnout zusammengetragen. http://www.burnout-informationen.de 

Diesem Meldungs-Blog können sie auch auf Google+ http://bit.ly/155Iaid  und facebook https://www.facebook.com/Burnoutforum ; folgen und hier wie dort gerne Fragen stellen oder mit mir meine Position erörtern. 

 

Bei Interesse an meiner Person für Ihr Unternehmen, für Sie als persönlicher Berater oder als Referent oder Autor können Sie auf verschiedenen Wegen Kontakt mit mir aufnehmen http://www.burnout-unternehmensberatung.de/kontakt.html.

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Daily stress taking toll on life at home in China

Daily stress taking toll on life at home in China | Burnout Informationen & Blog | Scoop.it
Nearly half of people have a problem of not wanting to communicate when they return home after a tough day at the office or work site, a recent survey showed.
BurnoutBeratung's insight:

Chinesen sind Menschen wie alle anderen auch. Und nach einem Zehn-Stunden-Tag müde und abgespannt nach Hause zu kommen ist normal. Die Wenigsten wollen da noch reden - oder können es.

Und wenn dann ein Moment des Redens da ist - Essen in der Familie, der gemeinsame Nachmittag - dann übernehmen nicht nur in China die technischen Spielzeuge wie Smartphone, Tablet oder die Spielekonsole. Wer uns fern ist, dem sind wir näher, als den Menschen unmittelbar um uns herum. Und den Chinesen geht es nicht anders.

 

Schon im meinem ersten Blog-Eintrag vor fast zwei Jahren, habe ich von zunehmenden psychischen Erkrankungen in China geschrieben. ( http://www.burnout-unternehmensberatung.de/das-buch/blog/93-psychische-erkrankungen-in-china.html ) Es hat sich seit dem nichts geändert - außer der Zahl der Leute, die darüber reden; über Burnout, Stress, Depressionen, Burnout-Syndrom, und all die anderen Schlagworte. Reicht es wirklich nicht zu mehr?

 

Es scheint fast so. Es wird alles mögliche getan in Unternehmen und von den potentiell Betroffenen, aber es wird nicht besser, es werden nicht weniger Krankschreibungen, nicht weniger Fehltage, nicht weniger finanzielle Belastungen für Unternehmen, nicht weniger soziale Belastungen für Familien.

 

Was macht es eigentlich so schwierig, wenn man es doch besser weiß, was macht es so schwer sich, sein Verhalten, sein Leben, die Prozesse im Unternehmen, die Kommunikation im Betrieb zu verbessern, damit die Kosten sinken und die Produktivität steigt, die Qualität ebenso?

 

Nun, der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Als solches kann er sich wohl nur dann ändern, wenn die Lage aussichtslos genug ist? Die Unerträglichkeit des Seins soll es sein, die die Rettung ist? Eine Unerträglichkeit, die hoffentlich schnell erreicht wird in Betrieben.

Denn grundlegende Änderungen können und werden immer bessere, größere und langfristig erfolgreichere Änderungen mit sich bringen, als ein weiter wie bisher, wo man immer höhere Provisionen zahlt, damit verkauft wird, immer höhere Ziele setzt, ohne das Erreichen der Alten zu würdigen. "Es ist noch immer gut gegangen", endet üblicherweise in dem Moment, indem das System zu weit aus seiner alten Ordnung hinaus geschwungen ist.

 

Wenn selbst in China schon davor gewarnt wird - und ChinaDaily, ist ein offizielles Organ Chinas - das zuwenig Reden ungesund ist, dass wir Zeit und Aufmerksamkeit mit für uns wichtigen Menschen brauchen, das wir um uns physisch herum wichtige, entscheidende, bedeutende Menschen brauchen, dann könnte man ja doch eigentlich einmal darauf hören, oder?

 

Oder brauchen wir uns in Deutschland keine Gedanken machen, weil wir eben keine Chinesen sind, die einen 10-Stunden-Arbeitstag an sechs Tagen die Woche haben und eben keine Großfamilie, mit der wir reden könnten?

 

Oder ist es nicht viel mehr so, dass wir hier in Deutschland auf unsere Weise an einer Stelle angekommen sind, wo die Chinesen auf ihre Weise auch hingekommen sind? Sind wir nicht schon viel zu lange an dem Punkt, an dem wir uns neu orientieren müssen?

Sind wir.! Also ändern wir uns - jeder sich selbst zu erst und dann helfen wir anderen und sei es nu, dass wir miteinander reden - und sei es nur ein freundliches Wort mit der Supermarktkassiererin.

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Relational Value | Beziehungswert

Relational Value | Beziehungswert | Burnout Informationen & Blog | Scoop.it
A core human need
BurnoutBeratung's insight:

Allen Abstrusitäten zum Trotz hat die psychologische Forschung in den USA mit dem Konzept vom Beziehungswert und dem signifikanten anderen Menschen (relational value bzw. significent other bzw. important other).

 

Der Beziehungswert ist demzufolge die Quelle unseres Selbstwertgefühls. Wir erfahren und erleben jeden Tag menschliche Reaktionen auf Ereignisse, Geschehen und Verhalten. Wir lernen diese zu ordnen und einzuordnen und werden so fähig soziale Kontakte zu knüpfen und fortzuentwickeln, ggf. auch zu beenden. Ohne in einer Situation selbst ein bestimmtes Gefühl haben zu müssen, können wir einer beschriebenen Situation instinktiv zuordnen, ob sie für den Beziehungswert eines Menschen positiv oder negativ war/ist.

 

Als soziale Wesen streben wir einen hohen Beziehungswert an. Wir tun dies auf zwei Arten: a) Aus uns selbst heraus indem wir uns im Wettbewerb stellen, eigene Ziele setzen und sie erreichen und Neues wagen sowie b) durch die Interaktion und hier speziell die Kommunikation mit anderen menschen, das Teilen von Emotionen, Gedanken, Ideen, Zielen und Vorstellungen.

 

Dabei suchen wir zunächst einen hohen Beziehungswert mit für uns wichtigen (signifikanten) Menschen zu bilden, von denen wir wert geschätzt und uns anerkannt erleben bzw. fühlen wollen. Dis können reale Beziehungen sein, als auch solche, die man sich nur einbildet (letzteres im Extrem ist dann das Stalking).

 

Im realen Leben sind dies zunächst Familie und später Freunde und dann die Partnerin bzw. der Partner, mit denen wir einen hohen Beziehungswert anstreben. Aber spätestens seit der industriellen Revolution und dem Phänomen der Massenbeschäftigung sind auch Beziehungen zu Kolleginnen und Kollegen sowie zu Vorgesetzten entscheidend für unseren erlebten Beziehungswert geworden.

 

Hier kommen wir dann sehr schnell zum Burnoutsyndrom. Denn in einer Gesellschaft in der der äußerlich vermittelte Wert eines Menschen laut gesellschaftlichen Statuten mehr aus seinem beruflichen als aus dem familiären und privaten Umfeld kommt, dort muss es sehr schnell zu einem Rückgang des erlebten und empfundenen Beziehungswertes kommen, wenn wenig gelobt, viel kontrolliert und vorgeschrieben wird, auf der anderen Seite aber Raum zur Entfaltung und für das Erleben der eigenen Wirkmächtigkeit fehlt.

 

Wir wissen aus dem Alltag, das dort wo das familiäre Umfeld stabil ist, Menschen weniger Burn-Out gefährdet sind. Wir wissen auch, dass spirituelle Menschen weniger gefährdet sind in einem Burnout zu enden. Die Beziehung zu Ehegatten, Kindern, Eltern oder zu Gott sind Quellen des erlebten und empfundenen Beziehungswertes.

Depressionen sind die Folge fehlender Vitalität, nicht fehlenden Glücks. Lebenskraft, Lebensfreude, Lebensenergie sie alle gehören zu Vitalität. Stellen Sie sich jetzt einen Moment lang einen Menschen vor, der keinen Wert aus Beziehungen zu natürlicherweise wichtigen Menschen wie den Eltern ziehen kann.

 

Stellen Sie sich vor, dieser Mensch ist ohne Partnerschaft und ohne eine Möglichkeit an einem Arbeitsplatz mit seinen Kenntnissen, Fähigkeiten, Talenten, Ideen oder Erfahrungen etwas zur Verbesserung der eigenen Lage oder der von Kolleginnen und Kollegen bzw. des gesamten Unternehmens beizutragen.

Sie müssen weder einen Wert ausrechnen noch bei der Schilderung etwas fühlen. Sie wissen(!) genau: Diesem Menschen geht es nicht gut.

 

Wenn dieser Mensch nun auch keinen Weg hat oder findet vor sich und für sich selbst zu bestehen (ja genau, jetzt wissen Sie warum so oft Sport bei Depressionen oder gegen Burnout empfohlen wird; leider aber fast nie wie ich es gerne tue Mannschaftssport), dann wird es sehr schwer, für diesen Menschen noch einen Weg heraus aus Depressionen zu finden.

 

Das eigene Erfolge nicht vor Depressionen bewahren, zeigen erfolgreiche Sportlerinnen oder Spitzensportler, die wie Nationaltorwart Robert Enke an ihren Depressionen bis hin zum Suizid verzweifelten oder Lindsey Vonn, die trotz Depressionen Medallien und Weldcup Siege errang. Und auch endlose Anerkennung anderer Menschen und deren Zuneigung und Ansport, wie ihn Eltern oder Lebenspartner so gerne Betroffenen von Burnout spenden möchten helfen alleine nicht weiter.

 

Der Beziehunsgwert ist komplex und kann nur langsam und sehr ausbalanciert wieder gehoben werden, wenn er erst einmal verloren gegangen ist oder sich nahe Null befindet. Aber zu erkennen worin Ursachen liegen und woran man alleine oder gemeinsam arbeiten kann, dass ist schon einmal ein Anfang.

 

Ein Anfang an dessen Beginn auch die Erkenntnis stehen kann, dass man unter Umständen von sich zuviel oder zu oft Wirksamkeit im Sinne vom Erleben einer Beziehungswertsteigerung erwartet. Die kleine Wirksamkeit (wieder) erleben zu können ist dabei genauso wichtig, wie zum kleinen Genuss fähig zu sein.

 

Aus kleiner Lebensfreude und kleinem Lebensgenuss kann viel großes erwachsen, wenn man es denn ohne überzogene Erwartungen anhand eines möglicherweise falschen Wirksamkeitsmaßstabes und Masses für den Beziehungswert an das Leben herantritt.

 

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BAuA - baua: Aktuell - Ausgabe 4/2013 / baua: Aktuell / Publikationen / Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin

BAuA - baua: Aktuell - Ausgabe 4/2013 / baua: Aktuell / Publikationen / Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin | Burnout Informationen & Blog | Scoop.it
baua: Aktuell, Amtliche Mitteilungen der BAuA, 4/2013
BurnoutBeratung's insight:

Die aktuelle Ausgabe der vierteljährlich erscheinenden Zeitschrift des Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin "BAuA aktuell" beschäftigt sich mit Themen und Aspekten der neuen technologischen Revolution am Arbeitsplatz.

 

Rund 30 Jahre nachdem Computer und Roboter in großer Zahl am Arbeitsplatz Einzug gehalten haben, und fast 60 Jahre nach den ersten Großrechnern in Unternehmen stehen wir am Beginn der dritten elektronischen Revolution am Arbeitsplatz. Was Google Konsumenten im Endkundenmarkt als Google-Brille verkauft, wird auch am Arbeitsplatz Einzug halten: Brillen und Schutzvisiere, die Daten einblenden. Automatisierte Umweltkontrolle am Arbeitsplatz, seien es Temperatur oder Beleuchtung, "intelligente" Schutzbekleidung sind nur einige der Stichworte, die unter dem Stichwort Umgebungsintelligenz, oder englisch Ambient Intelligence zusammengefasst werden.

 

Falls sie öfters fliegen, dann kennen sie eine einfache Form von Ambient Intelligence schon in Form von moderner Kabinenbeleuchtung, die der Tages- bzw. Nachtzeit angepasst ist, in Intensität und Farbe variiert. Das ist aber eine kleine und recht angenehme Umstellung für Reisende. Am Arbeitsplatz hingegen halten sich Menschen länger auf. als in Flugzeugkabinen (es sei denn sie arbeiten als Kabinenbesatzung).

 

Am Arbeitsplatz bedeuten Veränderungen für viele menschen Stress und Sorgen, ob sie sich diesen anpassen können und was die Veränderungen für den Alltag dann letztendlich wirklich bedeuten werden. Denn was theoretisch geplant wird, kann sich in der Praxis ganz anders anfühlen. Die menschliche Eigenheit Abläufe so weit wie möglich beizubehalten und neue technische Lösungen sich unterzuordnen, anstatt sich selber der Technik wird nicht nur an ihre Grenzen stoßen sondern auch hier im Arbeitsalltag ganz anderes Verhalten hervorbringen können, als es geplant wurde und wird.

 

Umgebungsintelligenz - wir sollten nie daran zweifeln, dass unsere menschliche Umwelt schon heute intelligent ist und durch linear programmierte Maschinen nicht intelligenter wird - verspricht viele Verbesserungen in der industriellen Arbeitssicherheit, der Automation und der Autonomation, also von selbst entscheidenden Systemen an Arbeitsplätzen. Das Arbeiten mit solchen Maschinen oder die Zusammenarbeit mit ihnen in gemischten Umfeldern wird eine erhebliche Umstellung mit sich bringen.

 

Die Gefahr besteht, dass die Veränderungen im Rahmen von Umgebungsintelligenz so ungeschickt in Unternehmen umgesetzt werden, wie andere, wesentlich weniger bedeutende Veränderungen. Bereits diese haben in der Vergangenheit zu zahllosen Fällen von innerer Kündigung nd Resignation geführt. Wo menschliche Kommunikation und Anerkennung verloren gehen, in immer mechanistischeren, emotionslosen Prozessen, dort steigt die Wahrscheinlichkeit für Burnout und Depressionen an.

 

Das wäre dann genau das Gegenteil von dem, was sich viele von den neuen Technologien erhoffen. Sie stellen sich vor, dass die Menschen durch deren Nutzung, durch besseren Datenzugriff wieder mehr Kontrolle über ihr Arbeitsumfeld gewinnen, zurückgewinnen, was ihnen in der Vergangenheit verloren gegangen ist.

 

Nicht ist besser, als sich selbst zu informieren! Die Artikel der Bundesanstalt für Arbeitbeitsschutz und Arbeitsmedizin in ihrer aktuellen Magazinausgabe sind hierfür bestens geeignet. Sowohl Arbeitgeber wie auch Gewerkschaften nutzen deren Fachwissen und Expertise für ihre Entscheidungsfindung.

 

Je besser Menschen vorbereitet sind, auf das was ihnen an Veränderungen bevorsteht, desto besser. Leider stehen in Unternehmen schnelle und billige Umsetzung meist vor gründlicher Vorbereitung bzw. qualitativ hochwertiger und langfristig erfolgreicher Umsetzung. Daher ist in Zukunft leider mit viel negativem Stress an Arbeitsplätzen zu rechnen, an denen Ambient Intelligence eingeführt werden soll.

 

Das ist besonders deswegen schade, weil hiermit ja nicht einfach nur wieder einmal gespart, sondern vom Ursprungsgedanken her ja eine Verbesserung von Arbeitsbedingungen und Arbeitssicherheit sowie Datenkontrolle und -bewusstsein geschaffen werden soll. Und das ist ein allemal ehrenwertes Ziel, welches es verdient in Ruhe geplant und gemeinschaftlich umgesetzt zu werden (mindestens aber Bottom-to-Top,nicht Top-to-Bottom),

 

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Gute Vorsätze für 2014: Jeder Zweite hofft auf weniger Stress - Stuttgarter Nachrichten

Gute Vorsätze für 2014: Jeder Zweite hofft auf weniger Stress - Stuttgarter Nachrichten | Burnout Informationen & Blog | Scoop.it
Das Jahr ist auf der Zielgeraden und nicht wenige gehen mit guten Vorsätzen in die nächsten 365 Tage. Die meisten Baden-Württemberger nehmen sich weniger Stress und ein besseres Arbeitsklima vor. Das hat eine Forsa-Studie im Auftrag der DAK ergeben.
BurnoutBeratung's insight:

Neues Jahr, neue Vorsätze. Damit ist es natürlich nicht wirklich getan. Denn eine Nacht, ein Tageswechsel, ein Jahreswechsel macht keinen großen Unterschied. An einem Jahreswechsel, weil er seltener passiert, als ein Monatswechsel, besondere Symbolkraft festzumachen ist verständlich, aber aus meiner Sicht mit viele Gefahren verbunden. Letztendlich kommt es immer auf die Qualität der Entscheidung an.

 

Wünschen wir also vielen der Menschen, die sich im neuen Jahr weniger Stress und ein besseres Miteinander am Arbeitsplatz wünschen, auch eine wirklich gute Entscheidung getroffen haben, eine die nicht verloren geht, wenn der Alltag jenseits der Festtage von Weihnachten und Neujahr einsetzt.

 

Denn alles, was wir uns an besonderen Tagen in außergewöhnlichem Momenten vornehmen, wird jeden Tag neu herausgefordert. Alte Gewohnheiten legt man nicht leicht ab. Die Natur hat vorgesehen bewährtes zu bewahren. Nur hat sich im Leben nicht wirklich immer alles bewährt. Sich dies klar zu machen und dann etwas zu ändern, in einer wohlüberlegten und fundierten Entscheidung, ist eine Herausforderung an die eigene Stärke. Daher sind wir eigentlich für sog. Schicksalsschläge dankbar. Sie sind markante Momente, an denen wir leicht eine Entscheidung festmachen können. Aber bestehen muss sie im Alltag.

 

Nun kenne ich niemanden, der seinen Kindern jemals beigebracht hätte oder beigebracht hat, dass sich Rücksichtslosigkeit, Respektlosigkeit oder Unhöflichkeit im Leben als Erfolgsrezepte bewähren. Vielleicht bin ich aber auch in anderen Kreisen groß geworden. Denn der Mensch ist nun einmal ein kooperatives Wesen. Hätten wir nicht von Anbeginn als Spezies Wissen, Erfahrung und Eigentum geteilt, so wie es heutzutage sich noch in der Unternehmensform der Genossenschaft findet, hätten wir es nicht soweit gebracht einen Mensch auf den Mond zu schicken oder eine Raumsonde jenseits der Grenzen unseres Sonnensystems.

 

Das uns dabei auf Erden so manches Problem begleitet, essen machen wir uns zum Neuen Jahr immer wieder bewusst. Je mehr nun ein Problem anpacken, desto eher wird es sich lösen. Je länger also viele Menschen durchhalten mit ihren Guten Vorsätzen für 2014 durchhalten, dem Vorsatz sich selber weniger zu stressen, dem Vorsatz am Arbeitsplatz weniger konfliktreich und aggressiv zu agieren, stattdessen zuzuhören und bewusst zu argumentieren, desto eher werden sich auch bessere Bedingungen am Arbeitsplatz einstellen.

 

Und bessere, menschliche Arbeitsbedingungen wünscht sich die Mehrzahl der Befragten. Und wenn Sie dazu gehören, dann kämpfen Sie nicht nur darum, Ihrer eigenen Entscheidung, Ihrem Entschluss zu für weniger negativen Stress und mehr Zusammenarbeit , treu zu bleiben. Kämpfen Sie auch für diejenigen Kolleginnen und Kollegen, die dies auch wollen und denen es vielleicht schon früher als Ihnen schwer fällt, dabei zu bleiben. Sprechen Sie sie an, motivieren Sie sie, geben sie ihnen das Gefühl nicht alleine zu sein und bestärken sie anderen Menschen in diesem Vorsatz für mehr Lebens- und Arbeitsqualität gegen negativen Stress.

 

An Ende verhalten Sie sich nämlich dabei nicht weich oder schwach, wie sozial inkompetente Zyniker immer wieder meinen verächtlich unken zu müssen. Sie verhalten sich professionell und rein an betriebswirtschaftlichen Zahlen orientiert. Die sind nämlich überall dort besser, wo es weniger Konflikte, weniger Aggression, weniger negativen Stress am Arbeitsplatz geht.

 

Falls also irgendwann einmal jemand Ihnen vorwirft sozial kompetent zu verhalten, dann argumentieren Sie einfach mit Zahlen. Je geringer die innere Reibungsverluste, desto größer die Kraft nach außen, desto höher der Ertrag. Mit Gewalt, vermeintlicher Härte oder Unterdrückung anderer Meinungen kommt man nicht weit.

 

Zugegebenermaßen waren vor 2000 Jahren römische Legionen in Schlachten sehr erfolgreich. Aber die Neuzeit lehrt uns, dass leidenschaftlich für ihre Ziele kämpfende Menschen Söldnern oder Berufsarmeen weit überlegen sind, oder sein können, wenn sie sich ihrer Stärken und Schwächen bewusst sind.

 

Und wenn es - wie die moderne Betriebswirtschaftslehre (heute gerne Managementlehre genannt) zeigt - nun einmal so ist, dass kooperative Gemeinschaften mehr Erfolg haben und kooperative Unternehmen mehr Gewinn erwirtschaften, als andere, dann wäre es unternehmerisch unverantwortlich, auf diese Gewinne zu verzichten. Zumal nicht nur der Gewinn steigt, sondern auch die Zufriedenheit der Beschäftigten zunimmt, der Krankenstand gleichzeitig sinkt, somit die Produktivität größer wird.

 

Worauf warten wir also noch? Schaffen wir ein Gesundes und Erfolgreiches Neues Jahr 2014 mit den guten Vorsätzen für weniger negativen Stress und weniger Konfrontationen am Arbeitsplatz!

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Depressionen: Sport hilft so gut wie Antidepressivum

Depressionen: Sport hilft so gut wie Antidepressivum | Burnout Informationen & Blog | Scoop.it
Den Körper auf Trab zu halten, vertreibt Kummer und Sorgen bei Depressionskranken sowie Patienten mit Angststörungen wohl ebenso gut wie eine Behandlung mit Antidepressiva oder Anxiolytika.
BurnoutBeratung's insight:

Problemen kann man nicht davon laufen. Oder doch? Nun, zumindest nicht real, aber mental kann man sich ein wenig Freiraum verschaffen, in dem man Sport betreibt. Dabei sollten Sie schon darauf achten, dass der Sport zu einer zusätzlichen negativen Belastung wird. Wenn aber kein ungesunder Ehrgeiz in Zeiten, Weiten und Höhen investiert wird, dann kann auch die Orientierung an sportlichen Zielen zusätzlich helfen, ein wenig weg zu kommen, von dem was einem vermeintlich jagt.

 

Bitte lesen Sie auch die Kommentare zu diesem Artikel in der Ärztezeitung. Es lohnt sich definitiv.

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Klare Regeln gegen Mobbing am Arbeitsplatz - Checklisten

Klare Regeln gegen Mobbing am Arbeitsplatz  - Checklisten | Burnout Informationen & Blog | Scoop.it
Unter Mobbing sind wiederholte, gezielte, regelmäßige und systematische verbale, non-verbale und oder körperliche An- oder Übergriffe gegen ein oder mehrere Personen zu verstehen, die sich über einen längeren Zeitraum erstrecken.
BurnoutBeratung's insight:

Eine kurze einfache Liste mit wichtigen Punkten die Betroffene als auch Arbeitgeber, bzw. Manager / Vorgesetzte beachten sollten, wenn es in ihren Bereichen Anzeichen für Mobbing gibt, dieses gar offen praktiziert wird oder Sie als Führungskraft informiert und um Hilfe gebeten werden.

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Gesundheit: Durch Anspannen und Entspannen von Muskeln fit bleiben - News

Gesundheit: Durch Anspannen und Entspannen von Muskeln fit bleiben - News | Burnout Informationen & Blog | Scoop.it
Wer sich körperlich und seelisch besser fühlen will, sollte es mal mit Progressiver Muskelrelaxation probieren. Was holprig klingt, ist einfach auszuführen - und es macht fit und ausgeglichen.
BurnoutBeratung's insight:

Aus dem Artikel selber erfahren sie nur recht wenig über die Progressive Muskelentspannung nach Jacobson. Aber aus persönlicher Erfahrung kann ich diese neben anderen Entspannungstechniken auch, durchaus persönlich empfehlen. 

 

 

Dabei geht es ein eher weniger um die eigentliche Entspannung, sondern darum die Wirkung von Anspannung und Entspannung auf den eigenen Körper zu beobachten und hierdurch ein besseres Körpergefühl und Belastungsgefühl zu gewinnen. 

 

 

In der von mir gelernten Version wird beim Entspannen immer ein bestimmtes Wort gedacht, z.B.: " Loslassen."  Der  Sinn dahinter liegt in der inneren Konditionierung. Langfristig soll in besonders angespannten Situationen das Denken des Wortes im Kopf zur inneren Lösung der Anspannung beitragen, auch wenn man in der gegebenen Situation die Übungen gar nicht ausführen kann.

 

 

Da Denken noch niemandem geschadet hat und es sich ja nur um ein kleines Wort handelt: Machen Sie es doch einfach so. Ein wenig mehr zur Entspannungstechnik finden sie übrigens auch auf Wikipedia unter

 

 

http://de.wikipedia.org/wiki/Progressive_Muskelentspannung
 

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Burnout beim Pauken - TV - Tipp 14.01. zdf

Burnout beim Pauken - TV - Tipp 14.01. zdf | Burnout Informationen & Blog | Scoop.it
"Erfolg ist das, was zählt in der Welt, und ich möchte mal sehr erfolgreich sein und die besten Leistungen vollbringen." - Wer das sagt, ist kein ...
BurnoutBeratung's insight:

Zwischen Weihnachten und Neujahr ruht der Schulbetrieb. Und dennoch hört das Lernen nicht auf. Denn die Schule des Lebens, sie unterrichtet uns jeden Tag. Und mit ihr ist es geradeso wie mit dem Schulunterricht für Mathe, Physik, Chemie, Deutsch, Englisch oder Informatik: Auch wenn man nicht alles lernt, nicht alles behält, manches vergisst, so reicht das Gemerkte meist das Vergessene zu kompensieren, oder es zu rekonstruieren. Und damit wären wir beim Sinn des Lernens und irgendwie auch ein wenig bei dem des Lebens.

 

Wissen in Form von Faktenwissen altert heute schneller, als es Lehrer selber heute neu lernen können. Unser medizinisches Fachwissen verdoppelt sich alle zwei Jahre - am Schnellsten in der Hirnforschung. Einige Dinge bleiben sicherlich gleich, vielleicht nicht die Rechtschreibung, so doch aber zumindest der erste und zweite Satz der Thermodynamik und der Umstand, dass die Erde nicht um die Sonne kreist, sondern ihr in einer nachlaufenden spiralförmigen Bahn bei deren oszilierendem Umlauf um das Zentrum des Sonnensystems folgt.

 

Ich gehe fast jede Wette ein: Sie hätten gesagt, das sich die Erde um die Sonne dreht, oder? Und da wären wir an dem Punkt angekommen, an dem wir fragen müssen, wieviel Vereinfachung erlaubt Lernen? Wieviel Abkürzungen darf man bei der Vermittlung von Fakten nehmen, um am richtigen Ziel oder zumindest einem so ähnlich aussehenden (die Erde dreht sich um die Sonne) anzukommen?

 

Bei der Deutschen Sprache wurde einmal verkündet, das zum Verständnis von 85 Prozent aller Texte rund 100 Wörter ausreichen würden - auch einer Sprache die ohne Ableitungen, ohne Fachbegriffe auf rund 500.000 Wörter geschätzt wird. Im Duden befinden sich aktuell rund 130.000 Worte. Der aktive Wortschaft von Goethe belief sich auf etwa 90.000 Worte, wobei er viele der Begriff der heutigen Alltagssprache nicht kannte. Als Beispiel seien hier Taschenrechner, Computer, Quantenmechanik, Handy, Telefon, Fax-Gerät oder Telegrafenmast genannt.

 

Einige von diesen sind sogar technisch schon wieder überholt. Oder kennen sie noch die telegrafische Postanweisung? Goethe kannte sie auch nicht und ist wohl trotzdem eines der größten Deutschen Genies der letzten Jahrhunderte. Die rund 20 Mio. Fachbegriffe, die alleine die Chemie zu bieten hat, die nach dem Tode des Geheimrats weltweit erblühte, hätte aber wohl auch ihn überfordert.

Und unsere Kinder an den Schulen? Mal abgesehen davon, dass eine unverständige, nach der Bestätigung der eigenen Machtvollkommenheit dürstende Politik unseren Kindern ein Abitur nach nur 12 Schuljahren aufgenötigt hat und sie so zwingt immer mehr wissen in immer weniger Zeit zu akkumulieren (speichern statt lernen), was können wir von Kindern erwarten?

 

Nun tauschen wir zuerst das Wort erwarten gegen wünschen aus. Und dann tauschen wir " können wir von wünschen" gegen "können wir ihnen wünschen" aus. Und schon haben wir den ersten Schritt zum Neuverständnis von fachlicher Bildung geschafft.

Denn wo wir selbst die (offizielle) Geschichtsschreibung immer einmal wieder aktualisieren müssen, das ist es nicht mehr schaffbar einen inhaltlich, fachlich vorherbestimmbaren Zustand zu erreichen. Nein, damit fällt das Abitur per se, fällt die Allgemeine Hochschulreife nicht vom Tisch. Aber was auch immer in den Anforderungen stehen wird, es kann nicht mehr fest definiert sein, welche Inhalte genau beherrscht werden. Wie soll das gehen? Der gesamte Schulapperat müsste ständig lernen, verwerfen und definieren. Ein einheitlicher Wissensstand aber ist nicht Bildungsgleichheit und identische Lernziele sind nicht Bildungs- und Chancengerechtigkeit.

 

Letztere kann es schon deswegen nicht wirklich geben, weil wir als Menschen unterschiedlich talentiert sind. Wir haben von Geburt an nicht die gleichen Chancen wie Einstein, der in Klassenstufe vier sitzen blieb oder wie der Basketballspieler Michael Jordan, der als Teenager in der Highschool wegen fehlender Begabung aus den Schulteam flog. Wir sind unterschiedlich begabt und talentiert und je nachdem wie wir uns entscheiden uns auszuprobieren, lernen wir und erwachsen uns Fähigkeiten.

 

Ich bin kein Freund der PISA-Studie,. Aber sie macht uns eines deutlich: In China vertreten über 90 Prozent der Schulkinder die Ansicht, dass wenn sie etwas lernen und erreichen wollen, dass sie dann dafür die volle Unterstützung ihrer Lehrerinnen und Lehrer haben. Bei uns haben Streber mit dem politisch Befohlenen Wider stand von Lehrkräften zu kämpfen, schlimmstenfalls nicht nur mit Mobbing durch anders begabte Kindern, sondern eben auch durch Lehrerinnen und Lehrer. Seit 1968 gelten Leistung oder Leistungsfreude als schlecht. Welch ein Irrsinn!

 

Dabei kann in der schnell lernenden Gesellschaft nur lernen, wer Spass und Freude daran hat. Die kann auch kein noch so ausgeklügeltes Ganztagsbetreuungssystem anerziehen, wenn die Kinder eben doch die Hälfte des Tages - und wenn auch größtenteils schlafend - zu Hause verbringen und dort in den Vorschuljahren sozial geprägt werden. Nein, ohne das Kinder die Motivation haben sich auszuprobieren, die neugier ihre Umwelt zu begreifen und zu formen, ohne diesen natürlichen Willen geht es nicht.

 

Wenn wir ihn zu Gunsten von Gleichmacherei wegdiskutieren oder hinweg mobben, dann helfen wir nicht gesellschaftlich. Wir schaden jungen Menschen, von denen jeder wertvoll ist und die vielleicht sogar mehr erreichen könnten, weil sie sich mehr ausprobieren, mehr testen, mehr an den Rand vorwagen, als introvertiertere Schüler, die deswegen aber noch lange nicht unbegabt sind.

Unterricht kann durch den schnellen Wissenszuwachs nur noch nachrichtlich erfolgen. Neuigkeiten müssen erwähnt werden. Alte Inhalte müssen ggf. weichen. Vergessen muss in den Lehrplan aufgenommen werden! Wiederholungen von nachrichtlichem Lehrstoff müssen sich auf dessen Austausch beschränken. Es gilt Fakten zu vermitteln, ganz wie im häufig kritisierten asiatischen Schulunterricht. Und wir haben immer mehr Fakten und immer neue darauserwachsende Fragen, die Antworten nach sich ziehen.

 

Neben dem Lehrstoff muss in Ergänzung zur elterlichen Erziehung die Fähigkeit vermittelt werden, sich zusätzliches Wissen eigenverantwortlich anzueignen. Ohne Eltern geht es nicht!

Hinzu kommt als neues Lehrziel, Gelerntes selbst vermitteln zu können. Denn wo Kinder von Kindern lernen können, da beschleunigt sich die Lehrstoffaufnahme und auch die Bildung von Zusammenhängen wird gefördert, denn die Zusammenhangsbilder werden von ähnlich entwickelten Gehirnen gezechnet. Ja genau, Spiegelneuronen!

 

Als Drittes kommt dann wie gehabt die Herleitung von Unbekanntem auf Basis des vorhandenen Wissens als Kompetenzziel hinzu, muss aber ergänzt werden, durch soziales Kompetenztraining. Denn lernen, zuhören, begreifen, nachfragen, all dies sind soziale Kompetenzen. Denn es soll ja nicht wegen unterschiedlicher Meinungen, Schlüsse oder Interpretationen zu Auseinandersetzungen kommen.

 

Aus den individuellen Interessen, Neigungen, Versuchen, dem Talent sowie der Lehrqualität und der sozialen Kompetenz wird sich dann ein individuelles Profil bilden, eine eigene Befähigung zu Deduktion und Konzeption. Absolutes Wissen gibt es nicht. Neben der Kenntnis des aktuellen nachrichtlichen Standes der Lehrgebiete kann aber kein absoluter Wissensstand erwartet werden. Das beseitigt nicht das Lernen, aber das Eintrichtern des maximalen Wissens entfällt.

 

Pauken bis ins kleinste Detail wird durch Lösungskompetenz und die Vermittlung von Selbstbewusstsein ersetzt. Charakterliche Bildung ersetzt profanes Wiedergeben. Das ist Fortschritt im Bildungswesen. Denn Charakter können alle Kinder gleichermaßen ausbilden, unabhängig von der Kaufkraft der Eltern für qualifizierte Nachhilfestunden.

 

So wenig wie Schülerinnen und Schüler gleich sind, so sind es auch Lehrerinnen und Lehrer nicht. Das Bildungswesen wird immer dabei versagen allen Kindern gleiche Lehrkörper zur Verfügung zu stellen. Die Qualität des Unterrichts wird also wie bisher und zukünftig nach diesem Modell noch mehr vom Engagement der Lehrerinnen und Lehrer abhängen. Wer die Nachrichten nicht liest, versteht, einordnen und vermitteln kann, kann keinen aktuellen Unterricht erteilen.

 

Um Aktualität und Charakter aber geht es. Wissen erwerben und kompetent nutzen können ist eine Schlüsselkompetenz im 21. Jahrhundert. Je weniger Wissensmenge sonder der kompetente Umgang mit ihr im Vordergrund stehen, desto geringer die Gefahr, dass die Kinder unter elterlichem Bildungsgdruck zu früh in die Knie gehen und dort wo das Eintrichtern nicht half. das Gymnasium zu erreichen, Anwälte bemüht werden.

 

Und wenn man schon das Bildungswesen reformiert, dann könnte man gleich noch einen Schritt gehen: Denn wenn etwas im Schulleben der Kinder fehlt, kann der kompetente Umgang mit Dingen, die in ihrem Leben zukünftig Alltag sein werden.

Hierzu gehören neben dem Gesundheitswesen in Form von Vermittlung medizinischer sowie von Ernährungskompetenz, eine Vermittlung der wesentlichen Züge unseres Rechtssystems aber auch die Bereicherung der Kinder durch eine Vermittlung von philosophischen Denkmodellen. Die Freude am Erproben des eigenen Denkens und des Entdeckens neuer Denkwelten hat die Kraft wie in der Vergangenheit auch in Zukunft die grundsätzliche Lernfreude zu fördern und zur Freude am Denken anzuregen.

 

Wenn wir dann noch wie in der Vergangenheit der Antike, oder auch wie es noch bei Goethe durchaus üblich war, geisteswissenschaftliches Denken, die Philosophie wieder mit Physik und Chemie koppeln, dann erreichen wir eine neue Stufe der Chancenannäherung. Denn wo dann das Erkennen abstrakter Zusammenhänge scheitert, dort hilft vielleicht Einfühlen und konzeptionelle Hamonielehre, um den Stoff und die Zusammenhänge zu erfassen.

 

Und am Ende geht es genau darum: Eigene Stärken zu nutzen, um erfolgreich zu sein. Entweder aus sich selbst heraus, oder aber durch Kooperation mit anderen, die dort Stärken haben, wo man selbst nicht weiter kommt. Denn der Mensch ist was er ist, weil er kooperiert, zusammenarbeitet, Stärken kombiniert und kommuniziert, sich aufeinander einstellt und sich gemeinsam optimiert.

 

Und da sind wir dann beim Sprachverständnis angekommen. 80 oder 85 Prozent Textverständnis reichen nicht. Wo wir als Gesellschaft nicht mehr allen soviel wie möglich eintrichtern, dort sind wir auf optimale Kommunikation zur Problemlösung angewiesen. Dort darf keine Zeit verloren gehen, für die Entschlüsselung des Gesagten.

 

Deutschland ist für Qualitätsprodukte in der Welt bekannt. Damit diese gehalten wird streben Unternehmen die sogenannte Null-Fehler-Produktion an. Diese kann nicht erreicht werden und so gelten Zielwerte von 97,5 Prozent oder 99 Prozent Fehlerfreiheit, in der Chipfertigung (also jener Bauteile die u.a. in unseren Smartphones eingebaut sind) gilt ein Ziel von sechs oder acht Fehlern pro einer Millionen möglicher Fehler.

 

So wenig Ausschuss wie möglich heißt es in der Produktion. Warum sollten wir bei jungen Menschen willentlich mehr zulassen, die ja viel wertvoller sind? Die Beherrschung der Deutschen Sprache in einem Umfang von 99 Prozent sollte eine absolute Selbstverständlichkeit sein. Egal ob wir Kinder nun Wissen wie bisher eintrichtern und ihnen so alle Vorraussetzungen für einen Burnout in ihre jungen Seelen schreiben, oder ob wir uns auf die moderne, schnell lernende Gesellschaft umstellen, in der wir nachrichtlich lernen, vergessen, und Zusammenhänge laufend neu bewerten lehren:

 

Kommunikation ist unerlässlich für Erfolg von Individuen und Gemeinschaften. Junge Menschen verdienen es sich kompetent, klar und eindeutig äußern und verständlich machen zu können. Und es heißt nun einmal:"Ich kaufe im Supermarkt ein," bzw.:" Ich fahre zum Neumarkt," sowie:"Ich bin am Heumarkt." Dies ist erst der Anfang, aber es wäre ein hilfreicher Anfang, gerade auch bei der Vermittlung derzeit nur schwer am Ausbildungs- und Arbeitsmarkt vermittelbarer junger Menschen. Denn wer nicht nachgefragt wird in der Gesellschaft, dem drohen auch bald Depression oder Burnout.

Mal sehen, was die zdf-Fernsehreportage ab 14.01.2014 um 22.15 Uhr vorschlägt.

 

 

 

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Keine Hobbys können Zeichen für Burnout sein

Keine Hobbys können Zeichen für Burnout sein | Burnout Informationen & Blog | Scoop.it
Aktuelle Nachrichten aus den Bereichen News, Leute, Sport, Auto und mehr
BurnoutBeratung's insight:

Lassen Sie sich bitte keine Angst machen: Kein Hobby zu haben ist KEIN Anzeichen eines drohenden Burnouts! Jeder Mensch ist anders und auch ohne Hobby können Menschen ein erfülltes Leben haben. Wo sich manche Hobbyköche nennen, sprechen andere ganz einfach nur von Hausarbeiten.

 

Aufpassen sollten Sie nur, wenn Sie sich oder anderen Menschen nicht mehr die Frage beantworten können, was Ihnen eigentlich Spass macht! Dann ist Obacht geboten!

 

Denn wenn Sie nicht mehr erkennen können, was Ihnen ganz persönlich Freude bereitet, dann sind Sie möglicherweise schon sehr weit auf dem Weg in ein depressives Denkmuster oder gar schon bei einer depressiven Episode angekommen.

 

Dann setzen Sie sich hin, schreiben Sie auf, was Ihnen Spass macht - die Liste muss ja nicht gleich fertig sein - und dann fangen Sie SOFORT damit an, in der Menge das umzusetzen, was Ihnen Spass und Freude bereitet. Das ganze dann aber bitte nicht nur einmal sondern wiederholt. Regelmäßig muss schon nicht einmal sein, wenn Sie es denn nur überhaupt tun und sich nicht zum Aufschieben verführen lassen!

 

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Arbeit mit Gefühl: "Man sollte nur das tun, was man beherrscht"

Arbeit mit Gefühl: "Man sollte nur das tun, was man beherrscht" | Burnout Informationen & Blog | Scoop.it
Wenn Operateure Fehler machen, sind die Folgen dramatisch. Wie Ärzte mit der Angst vor Versagen umgehen, erklärt Kieferchirurg Sören Hahn von Dorsche im Interview.
BurnoutBeratung's insight:

Man sollte grundsätzliche jede Arbeit die man tut mit Respekt tun. Dies schuldet man sich schon selber als arbeitender Mensch, auch wenn es in der heutigen Zeit der Fehlorganisation von Unternehmen immer schwerer wird.

 

Je wichtiger und bedeutender eine Arbeit für den betroffenen Menschen ist, desto mehr muss dem Fazit dieses tollen Interview zugestimmt werden: Ohne Demut geht es nicht!

 

Wenn dies eine Branche hat unter großen Opfern lernen müssen, dann die Luftfahrt. Einzelentscheidungen von Piloten, und fehlende Kommunikation im Cockpit haben zu einigen der schwersten Unfälle im Flugverkehr und zu zahlreichen Toten geführt. Erst ein Kulturwandel im Cockpit, im Kopf des Flugzeuges konnte die Zahl der Flugunfälle rapide senken.

 

Genauso wie damals liegt es heute an am Kopf von Unternehmen, liegt es an dem was im Cockpit passiert oder eben auch nicht passiert, dass Unternehmen in Schieflage geraten, Beschäftige innerlich kündigen oder psychisch erkranken.

 

Das betrifft nicht nur die weisungsgebundenen Beschäftigten. Wenn in diesem Jahr sich zwei Vorstandsmitglieder großer Schweizer Konzerne das Leben genommen haben, weil sie nicht mehr weiter wußten, dann zeigt es, wie sehr im Cockpit von Unternehmen von der Arroganz der Einzelentscheidung auf Kooperation und professionelles Management umgestellt werden muss. Ganz so wie einst in der Fliegerei.

 

Weihnachten ist eine gute Zeit sich dankbar und demütig zu zeigen. Nutzen wir die Chance und nehmen dieses Gefühl mit in unseren Arbeitsalltag. Wir können dadurch nur besser werden!

 

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Bayern wollen keinen Stress im Beruf

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Eine Studie kommt zu dem Ergebnis, dass die Bayern einen Hang zur Gemütlichkeit haben: Nur ein Drittel sieht Stress im Beruf als positiv an.
BurnoutBeratung's insight:

In Bayern gehen die Uhren anders. Und auch wenn ich für mich kein wesentlich geringeres Interesse am Thema Burnout südlich des Weißwurstäquators feststellen kann, so führen die unterschiedlichen Mentalitäten in Deutschland zu einem interessanten Ergebnis:

 

Die Bayern mögen keinen Stress. In Norddeutschland hingegen betrachtet eine Mehrzahl Stress als leistungsfördernd.

Wer stressfreieres arbeiten sucht, der sollte dieser Untersuchung nach jedenfalls nach Bayern ziehen und wer Führungskräfte sucht, die Stress vermeiden wollen, wird möglicherweise eher in München als in Hamburg fündig werden.

 

Richtig ist, dass die Sozialisation und die regionalen Kulturen in Deutschland sehr unterschiedlich sind. Das sich dies bis hin zur Einstellung auf Stress auswirken kann, dass erscheint nicht unwahrscheinlich.

 

Richtig bleibt in jedem Fall, dass Teams gleichen kulturellen Hintergrunds und gleicher lokaler Wurzeln schneller zusammenfinden, schneller zu gemeinsamer Leistung zu führen sind. Dort wo Teams sehr heterogen sind, dort muss mehr in die Zusammenführung und den Zusammenhalt investiert werden. Dort wird die Synchronisation der Teams eine eigene Herausforderung sein, eine Herausforderung die Spiegelneuronen besser aufeinander abzustimmen.

 

Das hierfür erforderliche Feingefühl und die soziale Kompetenz fehlen jedoch den meisten Vorgesetzten, sind aber durch nichts zu ersetzen, außer einen langen Lernprozess an dessen Ende individuelle Erfahrungen und Kompetenzen stehen, die Unternehmen an sich binden müssen.

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Warum Weihnachtslieder gut tun | Apotheken Umschau

Warum Weihnachtslieder gut tun | Apotheken Umschau | Burnout Informationen & Blog | Scoop.it
Gemeinsames Singen kann das seelische und körperliche Wohlbefinden steigern und Stress mindern. Die Lieder wecken oft schöne Erinnerungen und Rituale geben Sicherheit
BurnoutBeratung's insight:

Haben Sie dieses Weihnachtsfest schon das eine oder andere Weihnachtslied gesungen. Egal ob laut oder leise, egal ob einen Klassiger oder einen der Popsongs jüngeren Datums. Singen tut dem Menschen gut - selbst dann, wenn Sie keine einzige Note treffen (wie ich zum Beispiel).

 

Singen ist gesund und stärkt den Körper und den Geist. Wenn Sie regelmäßig ins Fitneßstudio gehen, dann probieren Sie es doch einfach einmal aus: Singen Sie zwischen den Übungen und wenn sie genug Luft haben, dann singen sie auch während der Übungen. Sie werden sehen: Alles geht Ihnen leichter von der Hand.

Nicht umsonst haben Seeleute ihre Shantys, haben Soldaten ihre Marschlieder, haben Sklaven auf den Baumwollplantagen der US-Südstaaten ihre Arbeitslieder gehabt. Mit Gesang sind Lasten leichter zu ertragen. Aber nicht nur dies!

 

Sie kennen vielleicht die in Europa etwas merkwürdig oder belustigend wirkenden Bilder aus Asien, speziell Japan, Südkorea oder auch China wo sich allmorgendlich die Beschäftigten zum Appell im Betriebshof einfinden? Und was tun sie dort? Richtig: Singen! Während in diesen Ländern ihre Kinder morgens die Nationalhymnen auf dem Schulhof singen, singen ihre Eltern die Firmenhymnen oder auch die Nationalhymne.

 

Und das nicht ohne Grund wie uns der obrige Artikel zeigt. Denn Singen stärkt das Gemeinschaftsgefühl. Die Menschen synchronisieren sich aufeinander, hören einander besser zu, wenn sie gemeinschaftlich vorher im Chor gesungen haben. Ja sogar das Immunsystem wird durch dieses gemeinschaftliche Erlebnis gestärkt.

 

Beim Singen ist der ganze Mensch dabei - mit Leib und Seele. Wussten Sie, dass nicht weniger als zwei Drittel des menschlichen Körpers vom Singen oder auch nur laut sprechen erfasst werden? Ja richtig, zwei Drittel! Das heißt von dem was wir singen oder sagen werden wir mehrheitlich berührt. Oder umgekehrt betrachtet bedarf es zwei Drittel des menschlichen Körpers, um sich sprachlich zu artikulieren.

 

Um überzeugend zu wirken, muss ein Mensch die Dinge mit Inbrunst sagen, so die Weisheit. Wer nicht voll hinter seinen Worten steht, dem nimmt man sie nicht ab. Überzeugend wirken Worte daher auch eher, wenn sie durch Körperhaltung, Gestik und Mimik unterstützt werden. Wer ein ernsthaftes Thema bespricht, für sich argumentiert und dabei grinsen muss, der bindet Ihnen gerade einen Bären auf. Es gibt einen FBI Verhörspezialisten in den USA, der nach über 30 Jahren Erfahrung anhand des Stimmusters eines Verdächtigen hören kann, ob dieser lügt oder nicht. Eine Frage der Übung und Erfahrung aber eigentlich eine, die uns allen offen steht.

Wenn wir nun gemeinsam singen, so wie jetzt zur Weihnachtszeit, dann stärkt dies unser Zusammengehörigkeitsgefühl. Wer in den Gesang mit einstimmt will ein Teil der Gemeinschaft sein, will sich ihr nahe fühlen, will teilhaben und teilen, zuhören und gehört werden.

 

Zu den wohl schönsten Ritualen des Weihnachtssingens in Deutschland hat sich eine Veranstaltung in Berlin des 1. FC Union Berlin entwickelt. Dort wo alle zwei Wochen in der Saison Fangesänge erschallen, treffen sich tausende von Menschen im Stadion und singen Weihnachtslieder. Mit einigen Dutzend fing die Veranstaltung vor Jahren an. Heute ist die Tribüne voll belegt, ist ein Meer von Kerzen und Menschen, die teilweise selbst mit Hilfe der Textbögen alles andere als sicher im weihnachtlichen Gesang sind.

 

Und es ist trotzdem eines der schönsten Erlebnisse, welches man in der Weihnachtszeit haben kann. Eben weil eng gedrängt Menschen zwei Drittel ihres Körpers einsetzen in gemeinsamem Gesang von Liedern über Frieden, Freude und Liebe. So wird Liebe, Nächstenliebe und zwischenmenschliche Wärme und Gemeinschaft in einmaliger Weise erlebbar.

 

Und wenn wir schon beim Fußball sind, dann kann und darf wohl kaum der Abstecher zur Südtribüne in Dortmund fehlen. Eisern harren dort im Stehen die Fans aus und gegen diese Tribüne und ihren Gesang anspielen zu müssen, gilt als schwerste Aufgabe der Liga. Mit deren Gesangskulisse im Hintergrund aber spielen zu können, wirkt extrem motivierend. Was die Spieler auf dem Spielfeld sich nicht an Kraft herbeisingen können, das ersingen die Fans für sie. Und auch wenn sie während des Spiels nicht singen können, so sind die Spieler doch alle textsicher, kennen jedes Wort, übernehmen von den Rängen dank Spiegelneuronen die Energie.

 

Deshalb wird gesagt, dass die Fans der zwölfte Mann auf dem Spielfeld sind. Deshalb lernte selbst ein spanischer Superstar auf Schalke als erstes Fanlieder singen. Und deshalb übrigens auch fordern so viele Menschen, dass die Deutsche Nationalelf bei Fußballweltmeisterschaften oder Europameisterschaften komplett und geschlossen die Deutsche Nationalhymne singen soll. Das hat nicht so sehr mit Nationalstolz zu tun, als vielmehr mit der Psyche und den Gehirnfunktionen, der Synchronisation von Spielern untereinander und den Fans auf den Rängen.

 

Das es eigentlich fast jedes Lied sein kann mit dem man sich auf einen Kampf einstellen und mit seinen Fans verbinden kann, hat der Boxer Arthur Abraham jahrelang gezeigt. Der war so selbstsicher, ja nahezu arrogant, dass er mit dem "Lied der Schlümpfe" zum Ring lief, wo andere martialische Rock- oder Rap-Songs aus den Lautsprechern dröhnen lassen.

 

Und trotz Schlumpfliedes gewann Abraham. Die italienische Nationalmannschaft singt immer geschlossen zusammen. Vielleicht ja eines der Geheimnisse, warum sie am Ende Deutschland bei großen Turnieren noch immer besiegt hat? Und vielleicht liegen enge Zusammenarbeit und hohe Qualität in der Fertigung in Japan und Südkorea am Ende auch ein wenig damit zusammen, dass sich zu Arbeitsbeginn alle Menschen mit einem Lied aufeinander einstimmen, sich geistig ein wenig von den erlebten Stunden zuvor trennen, um sich ganz aufeinander einzustellen?

 

In jedem Fall ist Weihnachtsgesang, sind Weihnachtslieder ein Weg vom Alltag Abstand zu gewinnen, sich ein wenig neu zu orientieren. Statt Hast und Last, statt Geschenkestress und Konsumdrang, inne halten und sich dem eigentlichen Sinn von Weihnachten öffnen Dem Gedanken von Liebe, Nächstenliebe, dem füreinander da sein, von Frieden, Freude und Wohlgefallen in der Gemeinschaft. Wie sehr wir uns dies alles wünschen zeigen uns die zumindest zu Weihnachten vollen Kirchen und nicht zuletzt auch das Weihnachtssingen in der alten Försterei, dem Stadion des traditionellen Arbeiterclubs 1. FC Union Berlin.

 

Stimmen Sie in den Gesang doch einfach mit ein. Auch wenn Sie wie ich nicht singen können: Im Jubelgesang der Chöre wird man dies nicht wirklich heraus hören, weil es beim gemeinsamen Gesang von Menschen seit je her um viel mehr geht, als die richtig getroffene Note!

 

Fröhliche Weihnachten!

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Work-Life Balance Through Interval Training

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Rest is as important as work.
BurnoutBeratung's insight:

Amerikaner mögen es sportlich. Amerikaner mögen den Wettbewerb. Nicht von ungefähr werden in US-Artikeln zu Management, Personalführung und Organisation regelmäßig Vergleiche mit Sport allgemein oder mit Aspekten bestimmter Sportarten gezogen, besonders gerne American Football und Baseball. Da war es nur eine Frage der Zeit bis der m.E. unglücksseelige Begriff "Work-Life-Balance" es mit einem sportlichen Vergleich würde ausnehmen müssen. In diesem Artikel ist es soweit (falls es schon früher der Fall war, ist mir dies nicht aufgefallen).

 

Dem Autor selber war aber auch ein Harward Business Review Artikel aus dem Jahre 2001 bekannt, in dem schon damals - ganz amerikanisch - der Begiff des Unternehmens-Athleten eingeführt wurde. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden darin mit Leistungssportlern verglichen, die zwar laufend im Training sind, aber selbst davon zeitweilig Pausen haben. Den Belastungen eines Wettkampfs sind sie - anders als die Beschäftigten in Unternehmen im Wettbewerb - hingegen nicht täglich ausgesetzt. Die Sonderbelastungen einer Weltmeisterschaft oder von Olympischen Spielen sind ein Sonderfall, auf den sich gegebenenfalls Jahre vorbereitet wird. Ja oft gelten die erste, ja sogar die zweite Teilnahme eher als Übungslauf, als herantasten an das Erlebnis dieser Sonderbelastung und das Erfordernis in ihr seine allerbeste Leistung auf die Sekunde genau abrufen zu können. Projektmanagern geht es da nicht ganz so gut.

 

Der Vergleich mit einem Athleten ist also nicht so verkehrt - außer dass für Sportler die Trainingszeit die Wettkampfzeit überwiegt. Selbst im englischen Fußball, wo mindestens zweimal die Woche ein Team antreten muss, insbesondere wenn es in den Pokalen lange dabei ist - also erfolgreich ist, wird mehr trainiert als gekämpft.

 

Und hier endet dann die Parallele und zeigt auch dieser Artikel in der HBR, dass der Autor weit am Ziel vorbei geht, wenn er unter Ruhephasen die Nichterreichbarkeit via E-Mail zwischen 18:30 Uhr und 21:30 Uhr als Beispiel nennt. Und wie ich persönlich meine, liegt er - wie auch der Artiekl aus dem Jahre 2001 - weit hinter den Erkenntnissen, die wir heute schon haben.

Ich beziehe mich daher auch weiterhin lieber auf den Vergleich zwischen der permanenten Belastung von Soldaten im Einsatz und der permanenten Belastung von Beschäftigten am Arbeitsplatz. Diese sind zwar in den allermeisten Fällen weniger gefahrengeneigt, als der Fronteinsatz eines Soldaten, aber die Dauerbelastung ist ähnlich hoch. Neben dem "Fronteinsatz" gibt es nur die Freizeit und diese wird immer mehr dazu genutzt auch dann noch E-Mails zu beantworten, Firmenpapiere zu verfassen oder berufliche Telefonate zu führen. "Nur mal schnell die Welt retten," war ein vor Kurzem nicht unerfolgreicher Song in den Charts ("altdeutsch": Hitparaden). Und klar, wie im richtigen Leben verstehen im Lied andere eben nicht, wie wichtig ist, was man tut, ganz allgemein oder gerade eben in diesem Telefonat oder beim schnellen schreiben einer E-Mail zwischendurch.

Nun: Ganz gewiss rettet man die Welt nicht. Fast keine Entscheidung im Berufsleben rettet die Welt, außer man ist vielleicht Präsident der USA, Russlands, Chinas, in Frankreich, Indien oder Pakistan oder der Britische Premierminister. Da hat man das Oberkommando über Atomstreitkräfte und nur in solch einem Job - neben dem des Papstes vielleicht - etscheidet man über das Schicksal gleich der gesamten Welt, muss IMMER erreichbar sein. "Wer ständig erreichbar sein muss, der gehört zum Personal", und wer einem ganzen Volk dient, der muss halt 24/7 ununterbrochen erreichbar sein, dies allerdings dann nicht für jeden. Für die nicht so wichtigen Anrufe gibt es einen Stab und für ganz allgemeine Anlässe das Schreibbüro.

Im normalen Berufsalltag gibt es diese Luxuseinrichtungen nur für wenige. Und auch die klagen über Stress und Burnout und die Last der ständigen Erreichbarkeit (obwohl ja jedes Smartphone, Handy, jeder Laptop, Tablet, Netbook einen Ausschalter haben), anders als der menschliche Körper, der zumindest auf der Erde erst mit dem Tod wieder aufhört zu "funktionieren". Und auch der Geist hat keinen Ausschalter. Soweit wir wissen erleben sogar viele Komapatienten ein Leben, nur nicht das was um sie herum passiert. Der Geist hat Schlaf zur Regeneration, zur Säuberung des Gehirns, zur Verarbeitung von Gedanken und Erlebtem, Ängsten, Sorgen, Bedürfnissen. Rauben Sie einem menschen den Schlaf und Sie berauben ihn sehr schnell seiner selbst. Nicht von ungefähr gehört es zum Training der US-Navy-SEALS einmal sechs Tage lang am Stück von ihren Ausbildern praktisch ohne Schlaf und immer auf Trab gehalten zu werden. Das ist Vorbereitung für den Ernstfall.

 

Wer eine Ausbildung im Dualen System macht wird neben der Theorie in tatsächlich vergleichbarer Weise auf den Ernstfall vorbereitet. Wie wichtig diese Vorbereitung traditionell hierzulande genommen wird erkennt man an ihrer Dauer: Drei Jahre und selbst dann ist man vielerorts erst Geselle, noch lange kein Meister!  Aber auch die beste Vorbereitung kann - weder im Sport noch ind er Ausbildung - den Ernstfall vorwegnehmen. Im Krieg gilt dies sogar noch viel mehr, als im Berufsleben. Und deswegen kann es nicht falsch sein Aspekte erfolgreicher militärischer Personalführung in die Menschenführung in Unternehmen zu übernehmen. Und nein, damit ist nicht das heute von den zahllosen schwachen Vorgesetzten eingeforderte Prinzip von "Befehl und Gehorsam" gemeint. Das ist nämlich ein Prinzip, welches ins Verderben führt.

Erfolgreich hingegen sind Prinzipien der Gruppenbildung, der Übertragung von Verantwortung im Rahmen eins klar kommunizirten, größeren Planes und es ist die Verlegung an die rückwärtige Front. Und genau hier ist es wo die bessere Alternative zu "Work-Life-Balance" ansetzt, die "Worklife-Balance". Erfolgreiches Projekt vermeldet, eine Aufgabe beendet und dann ein: "Prima, dann machen Sie jetzt doch noch XY", ist der ungesunde Alltag in Unternehmen. Neben Lob und Anerkennung benötigen beschäftigte wie Soldaten Ruhezeiten, die jedoch kein Urlaub sind, keine Feiertage, sondern eben Kampfpausen, in denen andere Aufgaben zu tun sind, als der Kampf (für den Fall, dass Sie pazifistisch sind, tut es mir leid, dass ich Ihnen diese Worte nicht ersparten kann).

 

Aufgaben können neben Training an neuen Geräten oder Instandhaltung auch theoretische Themen sein. Oder die Truppe/Gruppe wird um neue Personen, Gruppen ergänzt, die in Freizeit zueinander finden können. Denn auch Spiel und Sport gehören zu den Tätigkeiten an der Rückfront, wo übrigens auch die Verletzten wieder integriert werden, nicht vorne an der Front. Mein Lieblingsbeispiel für eine Umsetzung ist das Rotieren von Beschäftigtengrupen in der IT zwischen Kundenprojekten und der Entwicklung bzw- Weiterentwicklung der Software. Nicht nur wird hier der Raum gegeben ohne den Kundendruck zu arbeiten, man kann auch Gelerntes und Erfahrungen in die Entwicklung und Produktverbesserung einbringen.

 

Auch in der Autoindustrie oder bei Zulieferern wird heue Ähnliches versucht. Dort "begleiten" Teams ein Fahrzeug nicht mehr mehr einfach nur während der Fertigung, in dem sie es in Gruppenarbeit komplett montieren. Dort begleitet Teams heute teilweise ein Fahrzeug von der Konzeption durch die Entwicklung is hin zur Einführung in der Fertigung, Teams die sich aus eben allen diesen Bereichen zusammensetzen. Hier ist die alltägliche Arbeit in gewisserweise nur das Training, welches für die eigentliche große Herausforderung vorbereitet und qualifiziert: Die Fahrzeugneuentwicklung. Hier hinter verbirgt sich ein gewaltiger Paradigmenwechsel. Er definiert die Kernkompetenz des Autobauers um, von der Serienfertigung weg hin zur Fähigkeit ein marktgerechtes Fahrzeug samt der hierfür benötigten Prozesse zu schaffen. Romantiker mögen hierin gerne ein wenig die Rückbesinnung der Industrie auf ihre künstlerischen Wurzeln im Manufakturwesen erkennen.

 

Wenn wir heute davon sprechen, dass es an qualifizierten Fachkräften mangelt und unstrittig sein sollte, dass es einen mindestens genauso großen Mangel an talentierten Führungskräften gibt, die Unternehmen und deren Beschäftigte mit Perspektive leiten können, müssen wir davon sprechen, dass veraltete Formen der betrieblichen Organisation, ja gar veraltete Formen der Gestaltung der Lebensarbeitszeit, der Karriere nicht nur auf den Prüfstand gehören, sondern dringend verändert werden müssen, weil sie sich nach über 100 Jahren eben nicht mehr bewähren.

Würden sich die auf dem Verständnis von Struktur und Führung militärischer Einheiten im 18. jahrhundert fußenden heutigen Formen der Betriebsorganisation noch bewähren, so wären wohl psychische Erkrankungen nicht die am Schnellsten wachsende Krankschreibungsursache - nicht nur in Deutschland. Würden sich diese Strukturen unf Formen noch heute bewähren, dann würden nicht immer mehr junge Menschen danach streben, statt für etablierte Großunternehmen, für kleine Unternehmen und Start-Ups ohne veraltete Formen der Aufbau-, Ablauf- und Personalorganisation  zu arbeiten, auch wenn Ihnen dort - oder eben weil Ihnen gerade dort - besonders viel abverlangt wird. Selbst hochdotierte Unternehmensberatungen schaffen es nicht mit Geld, velen wechselnden Projekten und Karriereaussichten qualifizierten Nachwuchs heranzuziehen.

 

Die Frage nach einem Wandel ist also keine der betrieblichen Gesundheit und der Vorbeugung von Burnout in Unternehmen. Es sit vielmehr eine frage der Wettbewerbsfähigkeit, der Schlagfertigkeit eines Unternehmens, seiner Agilität und des Wunsches seiner Top-Führung dieses Unternehmen erfolgreich im Wettbewerb weiter bestehen zu sehen.

 

Dafür muss man jetzt nicht unbedingt militärisch vorgebildet oder ausgebildet sein, um dies besonders gut zu können. Man sollte aber unabdingbar offen dafür sein, dass im globalen Wettbewerb dieser spürbar ist, Ertragsdruck spürbar ist, Erfolgsdruck spürbar ist und innerbetriebliche Konflikete und unnötige Friktionen in Prozessen und zwischen Personen spürbar sind und diese dann am besten verarbeitet werden, wenn man deren Verarbeitung nicht in die Freizeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verlegt und sie dort damit alleine lässt (oder die Probleme in die Familien verlagert), sondern indem man erkennt, das zur "Kundenfront" auch eine "Rückfront" gehört, ein Ort wo innerhalb der betrieblichen Gemeinschaft die "Fronterfahrung" verarbeitet wird, weitergegeben wird, durch neues Wissen und neue Fertigkeiten ergänzt wird und zwar in der Gruppe!

Nur einzelne Menschen aus einzelnen, getrennten Abteilungen zusammen zu qualifizieren bringt eher bestehende Gruppen durcheinander, weil sich so die Kenntnisse und damit das Rollenverhalten und Muster in diesen verändern - schlagartig mit der Rückkehr des geschulten Menschen. Aber gerade in den Gruppen wo die eigentliche Arbeit getan wird, dort gilt es den "Korpsgeist" am höchsten zu halten, alle sozialen Konflikte zur gemeinsamen Lösung zu führen, professionell und sachorientiert.

Und nein, der Verweis auf schon lange bestehende Teambuilding-Maßnahmen (was ist gegen den Begriff "Stärkung der Gruppenzusammengehörigkeit zu einzuwenden?) in Unternehmen, auf gemeinsame Freizeitaktivitäten, auf Sabbaticals, auf Gruppenarbeit und Lebensarbeitszeitmodelle, wo man am Ende halt nur weniger arbeitet entkräftet nicht meinen Punkt, der da lautet:

Anders machen, weil das Leben heute anders ist, als zu Zeiten der industriellen Revolution. Es wurde seitdem soviel hinzugelernt, dass es so viel mehr zu lehren und zu lernen gibt. Der Lebenszyklus eines Beschäftigten im Betrieb muss im 21. Jahrhundert ganz neu definiert und von Anfang an anders konzipiert werden. Dies bedeutet nicht nur in gewisserweise eine Fortschreibung des Prinzips der Dualen Ausbildung im Berufsleben (nicht fallweise Fortbildung sondern institutionalisiert), das bedeutet auch, dass aus Lernenden Lehrer gemacht werden, ganz bewusst die Fähigkeit gefördert wird Gelerntes weiterzugeben.

Es gilt viel mehr Verantwortung zu delegieren und vom "was zu tun ist" und "wie es zu tun ist" hin zu einem "das ist zu erreichen" zu gelangen und dieses "das ist zu erreichen" ist eben NICHT die persönliche Zufriedenheit des Vorgesetzten, der sieht das alles so gemacht wird, wie er dass will. Es geht in Unternehmen um Zielerreichung und dazu gehört Eigenverantwortung.

Wer militärisch gedient hat (ich übrigens als gebürtiger West-Berliner des Kalnten Krieges nicht), kennt das Prinzip der Auftragstaktik, wird vielleicht eher erkennen, welche gewaltigen Herausforderungen hier bestehen in Unternehmen Bürokratie abzubauen und durch Kommunikation zu ersetzen, eine Kommunikation die jederzeit und in jeder Lage es erlaubt nicht nur die unmittelbare Situtation zu sehen sondern auch die Gesamtlage erkennen zu können.

Wer in Marketing und Vertrieb arbeitet wird hier sicherlich unmittelbar an Dinge wie die 360-Grad -Sicht des Kunden denken. Und ja, wenn sie zum Kunden auch seine sozialen Beziehungen in Ihrem Kundennetzwerk hinzuziehen, dann haben Sie einen Schritt getan um zumindest im Vertrieb für eine Vertriebsfrage eine gewisse Transparenz zu schaffen, die bessere Entscheidungen ermöglicht, wenn sie denn getroffen werden dürfen und nicht der Zustimmung "von oben" bedürfen!


Die Freizeit gehört den Menschen selber und diese sich zu nehmen ist ihre ureigenste Pflicht. Wo sie dies nicht tun, ist die Autorität des Unternehmens gefordert ihnen die Möglichkeit zum Arbeiten jenseits von Sonderfällen zu nehmen, Arbeit so zu gestalten, dass nicht alles nur an einer Person hängt. Erfolgreiche Menschen streben immer danach sich überflüssig zu machen. Die Leistungsfähigkeit, welche sie dabei hinterlassen, spricht für sie.

Die Arbeitskraft zu erhalten ist Aufgabe des Unternehmens, sie zu stärken und zu verbessern eine Aufgabe, die eben nicht parallel zum "Einsatz an der Front" im täglichen Trommelfeuer erfolgen kann. Auch das Übliche "Projekte neben der Arbeit schieben", welches zu Arbeitsbelastungen von 150 Prozent führt und zu riesigen Überstundenkonten ist keine Antwort auf die in Unternehmen unbesetzte Rückfront. Unternehmensberaterinnen und -berater sind nicht diese Rückfront. Notfalls kann man sie an die Front stellen, während die Belegschaft an der Rückfront ist, aber dann wird im Zweifel an der Front eine andere als die eigene Unternehmenskultur herrschen. In kundengrichtetn Prozessen kann dies zu veränderten Kundenerwartungen führen, ganz genauso als wenn Sie für bestimmte Zeiten ein externen Call-Center zur Unterstützung heranziehen. Dies kann den Kunden begeistern oder aber ihn zum Wechsel zu einem anderen Anbieter bewegen.

Besetzen Sie also Ihre Rückfront und führen Sie Ihre Beschäftigten regelmäßig von der Front an die Rückfront. Nutze Sie diese Möglichkeit Ihre Teams, Ihre Gruppen, Ihre Arbeitseinheiten dort geschlossen zu stärken. Verstehen Sie darunter WEIT MEHR als Teambuilding, Ausflüge, gemeinsame Seminare. Verstehen Sie unter diesem Wechsel von Aufgaben und Belastungen, von der Front zur Rückfront eine eigene Kultur, einen eigenen Weg die Dinge zu tun, Herausforderungen zu begegnen, grundlegende Probleme des modernen betrieblichen Alltags zu lösen, ohne dass Sie dabei die spezifischen Allgtagsprobleme aus den Augen verlieren. Im Gegenteil: Sie helfen diesen und deren Lösungen sich schneller, weiter und tiefgreifender zu verbreiten, als es bisher der Fall ist.

Wenn Sie es richtig angehen und umsetzen, wird Ihre Organisation, wird Ihr Unternehmen, wird Ihr Betrieb, werden Ihre Teams sich als robuster und erfolgreicher erweisen, als die jener Wettbewerber, deren Aufbauorganisation, Ablauforganisation, der Prozesse und Personalwesen noch immer in der Zeit der industriellen Revolution, der ersten Eisenbahn und der Dampfmaschine verhaftet sind, selbst wenn diese Bereiche vor Anglizismen nur so strotzen, um Modernität zu verkünden.

Oder um es mit Steve Jobs zu sagen: "Seine Sie anders!".

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A Simple Daily Intervention Decreases Employee Stress

A Simple Daily Intervention Decreases Employee Stress | Burnout Informationen & Blog | Scoop.it
Employees were directed to write about three things that had gone well each day.
BurnoutBeratung's insight:

Eine bewährte Idee neu entdeckt: Positives erinnern und aufschreiben. Und in der Tat kann sie in Unternehmen viel Gutes bewirken, wie die in diesem englischsprachigen Artikel gezeigt wird.

15 Prozent weniger Fälle von Überlastungsstress und physischen Beschwerden wurden in Unternehmen beobachtet, in denen die Beschäftigten täglich ihre drei größten persönlichen Erfolge in einem Memo zu vermerken.

 

Wenn Sie nicht schon ohnehin zumindest jeden Freitag in Projektgruppen etc. einseitige Wochenberichte schreiben lassen, die die Ereignisse der letzen Woche und Ziele für die kommende Woche als Stichpunkte umfassen, dann probieren Sie es doch einmal mit der stichpunktartigen Erfassung der drei größten täglichen Erfolge.

 

Egal ob Sie dies nun für sich selber tun oder es nach Absprache mit dem Betriebsrat im eigenen Unternehmen oder dem eigenen Bereich (versuchsweise) probieren: Der Erfolg wird Sie in Ihrem Vorhaben bestätigen!

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Depression, the secret we share

"The opposite of depression is not happiness, but vitality, and it was vitality that seemed to seep away from me in that moment." In a talk equal parts eloquent and devastating, writer Andrew Solomon takes you to the darkest corners of his mind...
BurnoutBeratung's insight:

Depressionen sind nicht das Gegenteil von Glück oder Freude, sondern von Vitalität und Lebensfreude. Auf diesen einfachen Ansatz bringt es der einst selbst von Depressionen betroffene Autor Andrew Solomon in seinen Büchern und in dieser Rede bei TED.

 

Auf TED Konferenzen werden interessante Personen, Persönlichkeiten oder Menschen mit einem anderen Blickwinkel und ungewöhnlichen Lebenswegen und -erfahrungen geladen, um sich einer interessierten Hörerschaft mitzuteilen.

 

Die Konferenz hier - und damit das Video - sind in Englischer Sprache gehalten. Ich möchte den Vortrag aber dennoch teilen und hoffe, dass auch Sie die Ansichten und eigenen Ansichten von Andrew Solomon interessant finden mögen.

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Verbindliche Umgangsformen in der Zusammenarbeit fehlen

Verbindliche Umgangsformen in der Zusammenarbeit fehlen | Burnout Informationen & Blog | Scoop.it
Aktuelle Personal News aus dem Bereich Personalwirtschaft, Personalmanagement - Übersicht Meldungen zu Personalmanagement, Personalentwicklung, Personalien, Arbeitswelt, Vergütung und Recruiting.
BurnoutBeratung's insight:

Der Präsidentin am Bundesarbeitsgericht kann in diesem Fall uneingeschränkt zugestimmt werden: Ein Verbot von E-Mails, SMS oder Anrufen nach Feierabend wie es die IG Metall verlangt ist keine vernünftige Antwort auf die Frage, wie man der erhöhten psychischen Belastung am Arbeitsplatz Herr werden kann.

 

Mal abgesehen von der verfassungsrechtlichen Frage, ob der Staat natürlichen oder juristischen Personen vorschreiben darf, wann sie mit anderen zu kommunizieren haben (was in einer globalisierten Wirtschaft zwangsweise nicht nur von neun bis fünf Uhr Ortszeit passieren kann und wird), liegt es ja nicht am Zeitpunkt der Kommunikation. Es liegt, das stellt die Gerichtspräsidentin richtig fest, an der Art und was kommuniziert wird.

 

Die Art, die Umgangsformen sind es, an denen es mangelt. Dabei geht es nicht nur um die Art wie etwas gesagt wird. Es geht um die komplette Aussage die getroffen wird. Auch mit scheinbar freundlichem Umgang und vermeintlich höflichem Ton kann massiver sozialer Druck aufgebaut werden, kann fehlender Respekt ausgedrückt werden, kann negativer Stress erzeugt werden.

 

Gute Umgangsformen galten unabhängig von der sozialen Schicht immer als Zeichen guten Charakters. Galten, da sich irgendetwas geändert zu haben scheint. Zielerreichung scheint Charakter als Bewertungsmaßstab abgelöst zu haben. Charakter fragt nach dem Sinn von Zielen, nach Gründen und ist kreativ, sucht eigene Lösungswege und Alternativen. Zielerreichung ist primitiv, eindimensional und Abweichungen können sofort erkannt und bekämpft werden. Das ist einfacher als Charakter zeigen, was heute wohl eine Charakterschwäche ist?

 

Gute Umgangsformen konnte jeder Mensch haben, egal wieviel Geld er hatte. Gute Umgangsformen konnte jeder haben, unabhängig von deiner Position oder Herkunft. Sie galten als Schlüssel für den Aufstieg. Heute fehlen sie. Wir haben als Gesellschaft den respektvollen Umgang miteinander gegen negativen Stress eingetauscht.

 

Das kling nicht nur nach einem miesen Geschäft, es ist ein mieses Geschäft. Es ist ein so mieses Geschäft, dass es kein guter, kein qualifizierter, kein verantwortungsbewusster Mensch je abschließen würde. Nur wer von fehlender Selbstfürsorge und Zynismus gezeichnet ist, wird einen solchen Tauschhandel abschließen.

Das Geschäft wird aber noch mieser, wenn man weiß, dass Unternehmen in denen Stress herrscht weniger erfolgreich sind, als andere. Zielerreichung mit schlechten Umgangsformen ist ein Trugschluss. Im Gegenteil: Offenherzige Kommunikation ist es, die Teams erfolgreich macht, die Unternehmen erfolgreich macht.

 

Offenherzigkeit ist dabei das Schlüsselwort. Offenherzigkeit ist nicht mit Offenheit gleichzusetzen. Offenheit ist in Zeiten fehlenden Charakters und schlechter Umgangsformen bereits umgedeutet und umdefiniert, leider. Offenheit wird meist als schonungslose Direktheit verstanden. Dahinter verbergen sich aber meist Defizite der "schonungslos offenen" Personen, die im Angriff auf eine andere Person die einzige Chance sehen sich, ihre empfundenen Schwächen oder ihre Ziele zu verteidigen und im Falle von Vorgesetzten hoheitliche Kontrolle auszuüben.

 

Offenherzigkeit hingegen kann als Begriff nicht uminterpretiert werden, denn das Wort "Herz" ist mit positiven Gefühlen besetzt. Einem offenherzigen Menschen kann man nicht Schlechtigkeit unterstellen ohne unglaubwürdig zu wirken. Offenherzigkeit ist weder naiv noch unvorsichtig und auch nicht undiplomatisch. Offenherzigkeit ist realistisch, denn sie verbindet geistige und emotionale Wahrnehmung um die Realität verbal zu beschreiben.

 

Nichts könnte treffender sein, als ein Standpunkt der rationale wie emotionale Aspekte einbezieht. Und nein, man kann dabei nicht den einen oder anderen Aspekt überbetonen, erst recht nicht wenn man bedenkt, das 50 Prozent der menschlichen Entscheidungen von Natur aus emotional sind. Wäre es anders, wäre die menschliche Rasse in der Evolution nicht so erfolgreich gewesen.

 

In ihrer juristischen Karriere erfolgreich war und ist unzweifelhaft die Präsidentin des Bundesarbeitsgerichts. Ihr Wort hat neben dem Rechtsspruch auch eine moralische Komponente. Und die äußert sie klar und eindeutig:

 

Vorgesetzte, die ihre Mitarbeiter regelmäßig in deren Freizeit kontaktieren, stellen sich selbst und ihrer Arbeitsorganisation ein Armutszeugnis aus, so die Juristin. Das Gesetzt beschränke diesen Zugriff klar und eindeutig auf den Notfall. Wer also aus dem Regelfall einen Notfall macht, oder bei wem Notfälle die Regel sind, so kann man die Gerichtspräsidentin kaum fehlinterpretieren, hat offenbar Defizite als Vorgesetzter, ist als Führungskraft ungeeignet.

 

Und eine Unternehmenskultur in der der juristische Dauernotfall herrscht, ist dringend korrekturbedürftig. Und wenn schon der juristische Tatbestand, dem sich Unternehmen im Arbeitsrecht wie auch dem Handelsrecht unterordnen sollten, dann greift was Juristen als die normative Kraft des Faktischen bezeichnen, oder in diesem Fall: Innere Kündigungen, Depressionen und Burnout und eine unendliche Kette des internen Weiterreichens von negativem Stress.

 

Vor kranken, dauerhaft erkrankten oder innerlich gekündigten Beschäftigten kann man den Kopf in den Sand stecken. Zynismus und Sarkasmus auf den Gängen, in Büros und in Werkhallen kann man ignorieren, schönreden oder als harte, offene und ehrliche Kultur loben, anstatt deren ungesunde Natur offenherzig anzusprechen.

 

Der Präsidentin am Bundesarbeitsgericht mangelt es nicht an dieser Offenherzigkeit. In ihrer Rolle gibt sie dabei auch ein wenig der gesellschaftlichen Diskussion eine Richtung, eine gute Richtung wie ich betonen möchte. Und dies heißt:

 

Unternehmen müssen offen ihre Anforderungen an die Belegschaft kommunizieren und damit die Unternehmenskultur transparent gestalten und nachvollziehbar. Überarbeit oder Mehrarbeit in der Freizeit des Arbeitnehmers ist keine All-Inclusive-Leistung, zu der Beschäftigte nach Unterzeichnung eines Arbeitsvertrages verpflichtet wären. Viele werden aus Angst um die Sicherheit des Arbeitsplatzes gerade auch in der Probezeit darüber hinweg sehen. Dies macht es für sie danach aber umso schwerer diese Sonderwünsche einzudämmen oder nicht mehr zu erbringen.

 

Was gefordert werden wird gehört klar und deutlich zwischen den Tarifpartnern im Betrieb vereinbart und kommuniziert, denn jedes Unternehmen hat seine eigene gewachsene Kultur und hat ein (nicht juristisch verbrieftes) Recht sich und seine Unternehmenskultur zu pflegen und weiterzuentwickeln.

 

Unternehmenskultur ist aber eben nicht für Hochglanzbroschüren, PR-Termine, Investoren-Konferenzen oder Veröffentlichungen des Compliance-Managements geschrieben. Unternehmenskultur ist der gelebte Alltag, der sich nicht vorschreiben lässt, oft auch nur schwer in Worte zu kleiden ist, wenn es keine offenherzige Kultur ist, die das Unternehmen auszeichnet. Aber nur offen kommuniziert wird Bewerberinnen und Bewerbern klar, was von ihnen erwartet wird und was sie am zukünftigen Arbeitsplatz erwartet.

 

Nur diese offene Kommunikation, offenherzige Kommunikation wird Unternehmen auch erfahren lassen, wie stark sie am Arbeitsmarkt wirklich nachgefragt sind; eine wichtige Komponente bei der Entwicklung der Unternehmenskultur. Unternehmensberatungen haben interessanterweise seltenst Probleme ihre Anforderungen und Erwartungen - auch und gerade an die Arbeitszeiten - offen zu kommunizieren.

 

Warum diese Transparenz anderenorts nicht geübt wird, muss dahingestellt bleiben. Es ist aber nicht Aufgabe des Gesetzgebers zu regeln, was sich in der Realität kaum überprüfen lassen wird, was Beschäftigte aus Angst um den Arbeitsplatz nicht einklagen werden, weil etwas nicht klar und transparent kommuniziert wird. Soziale Kompetenz von Handelnden in Unternehmen wie von Unternehmen als juristischen Personen kann weder per Gesetz verordnet werden, noch durch Gesetze ersetzt werden.

 

Auch wenn die höchsten juristischen Instanzen dieser Republik das Bundesverfassungsgericht und der europäische Verfassungsgerichtshof sind: Den klaren Worten und den damit umrissenen juristischen wie gesellschaftlichen Pflichten von Gesetzgebern, Unternehmen, Gewerkschaften sowie Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern kann und sollte sich niemand entziehen, denn am Ende könnte genau Ingrid Schmidt das Urteil über deren Verhalten fällen müssen. Es ist stark zu bezweifeln, dass dies anders als ihr jetzt Geäußertes ausfallen könnte!

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Dealing With Burnout, Which Doesn’t Always Stem From Overwork

Dealing With Burnout, Which Doesn’t Always Stem From Overwork | Burnout Informationen & Blog | Scoop.it
That feeling of overwhelming exhaustion, frustration and a sense of failure may have more to do with the way the workplace operates, or even your colleagues, researchers say.
BurnoutBeratung's insight:

Burnout hat nicht nur einfach mit zu viel Arbeit zu tun. Dieser Artikel aus der New York Times stellt dies besonders gut dar. Er zeigt auf wie die zwischenmenschliche Kommunikation, wie der Umgang miteinander, der durch negativen Stress zusätzlich erschwert wird, eine zentrale Rolle beim Entstehen von Burnout spielt.

 

Civility, also der zivilisierte Umgang miteinander, zu dem zuhören und Respekt beim Sprechen gehören ist wie eine zunehmende Anzahl von Studien zeigt ganz entscheidend bei der Vorbeugung von Burnout und bei der Reduzierung der Wahrscheinlichkeit für Fälle von Burnout in Organisationen aller Art, egal ob in Unternehmen, Hilfsorganisationen oder gemeinnützigen Einrichtungen.

 

Die meisten Manager wollen nicht hören, dass ein unzivilisiertes Miteinander am Arbeitsplatz nicht nur krank macht, sondern dass es auch Geld kostet und Leistung vermindert. Das liegt oftmals daran, das diese "Chefs" selbst über wenig soziale Kompetenz verfügen und oft genug selber ihre Beschäftigten anbrüllen, ihnen nicht zuhören oder in Ermangelung einer Antwort mit Fragen, Anwürfen oder Abstrusitäten reagieren.

 

Von Brüllaffen natürlich kann man keine Einsicht in unternehmerische Notwendigkeiten erwarten. Die aber zeigt der Artikel mit Bezug auf zahlreiche aktuell abgeschlossene und laufende Studien auf: Die ökonomische Notwendigkeit nicht nur einmal etwas gegen Burnout zu tun, sondern das der zivilisierte Umgang miteinander im Unternehmen, aller Menschen egal welche Aufgabe sie haben, dauerhaft gepflegt und gegen die Belastungen des Alltags geschützt und verteidigt werden muss.

 

Wo die Unternehmenskultur stimmt, dort wird Burnout kaum eine Chance haben. Unternehmenskultur aber ist mehr als ein Papier der PR-Abteilung, mehr als ein vom Vorstand verabschiedetes 10-Punkte-Programm. Unternehmenskultur ist der tagtäglich gelebte Umgang miteinander, die Art Vereinbarungen zu treffen, umzusetzen und Ziele zu definieren. Kultur, so hat einer der größten Business-Gurus einmal postuliert, verspeist Strategie schon zum Frühstück.

 

Der Artikel in der New York Times zeigt, das egal von welcher Art von Organisation wir sprechen, Kultur das A und O ist, Kultur deren Bestandteil die Art des Umgangs miteinander ist, zu der Art und Umfang des geübten Respekts gehören, zu der Vorbildfunktionen genauso gehören, wie Hilfsbereitschaft und gegenseitige Unterstützung.

 

Und bei all diesem gilt: Der Fisch stinkt vom Kopf her. Das aber wollen Manager am allerwenigsten hören.

 

Es lohnt sich in jedem Fall den Artikel zu lesen. So Sie der Englischen Sprache nicht mächtig sein sollten, so können Sie die URL des Artikels bei Google Translate eingeben und erhalten dann eine verständliche Übersetzung, die etwa 80 Prozent Genauigkeit ausweist.

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Josef Hecken: Funktionär empfiehlt Bier statt Psychotherapie - SPIEGEL ONLINE

Josef Hecken: Funktionär empfiehlt Bier statt Psychotherapie - SPIEGEL ONLINE | Burnout Informationen & Blog | Scoop.it
Nicht jeder benötige einen Therapeuten, eine Flasche Bier tue es manchmal auch. Das sagte einer über psychisch Kranke, der als mächtigster Mann im Gesundheitswesen gilt. Jetzt kritisieren Psychotherapeuten Josef Hecken heftig.
BurnoutBeratung's insight:

Wenn der führende Kopf des Gremiums, indem Krankenkassen, Ärzteschaft und Pharmakonzerne Preise und Leistungen aushandeln äußert, dass man nicht für jeden Menschen einen Psychotherapeuten braucht, sondern manchmal auch ein Bier helfen würde, so muss man dies als dämlich bezeichnen, egal was nun der Beweggrund oder die inneren Gedanken dahinter gewesen sein mögen.

 

Anders als jene, die gegen diese Äußerung und den Mann dahinter mit Unterschriftenkampagnen zu Felde ziehen, möchte ich mich eher mit Aspekten hinter dieser Äußerung befassen. Denn es ist nicht von der Hand zu weisen, dass viele Menschen annehmen im Alkohol einen Fluchtweg aus ihren Problemen gefunden zu haben. Und in der Tat landet so manches Problem beim Psychotherapeuten, welches dort nicht gelöst werden kann. Denn Arbeitsbedingungen sind teilweise eine Frage der eigenen Wahrnehmung, aber zunächst einmal die direkte Folge unternehmerischer und eigener, freier Entscheidungen.

 

Wenn also Herr Hecken postuliert, dass ein Bier bei Problemen helfen würde, dann äußert er damit womöglich sein eigenes Alkoholproblem. Denn wir müssen uns immer gewahr sein, dass die Worte eines Menschen von ihm stammen und zu ihm gehören, nie zu anderen. Vielleicht war es ein unbewusster Hilfeschrei seiner Seele, der uns da ereilte und den ein Mann in seiner Position nicht zugeben kann?

 

Unzweifelhaft ist jede Erklärung die er geben kann zu dieser protokollierten Äußerung für ihn besser, als zuzugeben ein Alkoholproblem zu haben und medizinische Hilfe zu benötigen. Denn mit so einem Eingeständnis wäre er seinen Job los, möglicherweise seinen Lebensstil wenn er danach keine gleichwertig bezahlte Arbeitsstelle findet und womöglich auch viele Freunde, Angehörige und sein Netzwerk, welches ihm vermeintliche Bedeutung verleiht.

 

Er wäre nicht der erste Mensch, der sich in ein Suchtmittel flüchtet, um mit den psychischen Belastungen seiner Arbeit und seiner Aufgaben fertig zu werden. Allgemein wird angenommen, dass z.B. 50 Prozent der Beraterinnen und Berater in großen Unternehmensberatungen unterschiedliche Formen von Suchtmitteln konsumieren. Bier ist da eher eine Art Einstiegsdroge. Und ein wenig ist es verständlich wenn Menschen deren Arbeit andere Menschen den Arbeitsplatz kostet den Gedanken an diesen Verlust versuchen im Alkohol zu ertränken.

 

Denn mit dem Gedanken ist auch das eigene Gefühl, die eigene Angst von Verlust verknüpft. Und nicht zu letzt wird nicht selten die Frage ertränkt, ob man den richtigen Menschen in einem Unternehmen dient, wenn man rationalisiert, umstrukturiert oder Prozesse in andere Länder verlagert und sei es nur zum Zweck der Steuersenkung. Und Alkohol ist hier noch der mildeste Killer der inneren Stimmen, auch wenn an andere Suchtstoffe gewöhnte Gehirne sich anders äußern mögen.

 

Vielleicht geht es dem Menschen, dessen Arbeit darüber entscheidet, welche medizinischen Leistungen wann und zu welchem Preis gewährt werden nicht anders als Unternehmensberatern? Immerhin ist die medizinische Behandlung eine Frage die über Leben und Tod entscheiden kann. Das kann man versuchen auszublenden, sich davon bei der "Sachentscheidung" frei zu machen. Aber die Wirkung ist da. Die kausale Kette existiert in der realen Welt, egal wie sehr man deren Wahrnehmung durch das eigene Gehirn vernebelt.

 

Das Problem bei Alkohol ist, dass es zum "löschen" von Einmalereignissen tatsächlich reicht. Das ist m.W. nach nicht medizinisch belegt, aber alltäglich praktiziert. Es ist der Einstieg und das Bemühen mit immer höherprozentigem Alkohol mehr als nur einen einzelnen Eindruck, eine einzelne belastende Tatsache los zu werden, die zu Folgeproblemen im Leben, Gesundheitsschäden und Sucht führen. Das Löschen funktioniert am Ende dieses Weges dann insofern, als dass das gesamte bisherige Leben ausgelöscht wird, verloren geht, wenn am Ende schwerer Alkoholismus und Arbeitsunfähigkeit stehen.

 

Zu Alkoholismus wollte Herr Hecken sicherlich nicht animieren. Er wollte sicherlich auch nicht Alkoholismus verharmlosen. Und wenn er nicht seiner eigenen Sucht Raum schaffen und einen Hilferuf senden wollte, dann vielleicht auf etwas aufmerksam machen: Wir alle kennen das Feierabend Bierchen, das mit dem man alleine, Mit Kollegen oder mit Freunden den Arbeitstag ausklingen lässt. Es ist Teil unserer Kultur zumindest seit der Industrialisierung.

 

Arbeiterwohnungen wurden von Unternehmern (die sie errichteten) bewusst nahe der Fabriken gebaut. So kamen die Beschäftigten auf dem Weg nach Hause nicht an zu vielen Kneipen vorbei, wo sie ihren Lohn hätten versaufen können, statt ihn zu Hause bei der Familie abzuliefern, wo ein besoffener Vater und Ehemann nur privaten Stress, Sorgen und Leid bedeutete.

 

Sofern es nicht in Saufen ausartet, ist das Bierchen am Feierabend aber genau das: Eine Trennung, ein trennender Moment, ein Abschalten von dem beruflich erlebten hin zum Familienleben. Nun sind wir keine zweigeteilten Wesen, ein Arbeits- und ein Privatmensch. Wir sind keine dualen Wesen, wir sind eine Einheit. Da fällt es manchem Menschen schwerer über das beruflich erlebte abends mit der Ehefrau zu sprechen, weil negative Gefühle wieder hochkommen könnten. Frauen hören das nicht gerne, aber Männer wollen ihre Frauen nicht mit Sorgen belasten (wodurch sich Frauen ausgeschlossen fühlen, was auch belastet). Und da ist es schwer nach den eigenen erlebten Sorgen, auch noch die der Partnerin anzuhören, zumal man sich emotional nicht nur selbst berührt fühlt, sondern auch noch mit dem anderen Menschen fühlt.

 

Das bringt uns an den eigentlichen Punkt: Loslassen.

Nein, ich empfehle keine zynische "alles egal" Einstellung hier. Die ist - wie ich nicht müde werde zu betonen - ungesund. Es geht um das Loslassen. Das Bierchen am Abend zum Abschalten ist ein symbolischer Moment des Loslassens, von den Dingen, die einen bis dahin bestimmt haben. Loslassen heißt nicht, dass man nicht wieder fest zupacken kann. Etwas, dass man loslässt läuft einem nicht weg. Im Gegenteil: Die Dinge kommen zu einem zurück, wenn sie zu einem gehören, wie ein Boomerang oder auch ein Hund, den man zum Spielen auf der Hundewiese von der Leine nimmt.

 

Loslassen ist keine therapeutische Lektion. Loslassen ist eine Entscheidung, die einem auch ein völlig ungeübter Coach nahe legen kann. Loslassen üben ist etwas, dass ich immer empfehle - auch weil ich es an mir selber immer wieder bemerke, wie oft ich es vergesse oder vernachlässige. Und ich hatte schon einen Burnout!

 

Aber ich arbeite halt auch gerne und habe Freude am Arbeiten. Mein Kopf arbeite sich gerne in Probleme ein und löst sie gerne. Für mich ist loslassen daher eine wichtige Übung, sogar etwas wichtiger, als für andere Menschen. Dazu gehört für mich auch vom Loslassen loslassen zu können. Mich nicht immer daran zu halten ist kein Grund mich selbst zu kritisieren. Loslassen von etwas, dass Spaß macht muss nicht immer in jedem Moment richtig sein. Wichtig ist sich zum Loslassen entscheiden zu können. Loslassen hat man erst dann verlernt, wenn man sich nicht mehr dazu frei entscheiden kann, sowohl später als es einem gut getan hätte, als auch einmal früher, wenn eine wichtigere Angelegenheit ansteht, der man persönlich höhere Priorität beimisst.

 

Ob man das Loslassen am Abend traditionell in einer Eckkneipe mit Freunden und Bekannten beim Bierchen symbolisch zelebriert, oder ob man dieses bereits zu Hause zu sich nimmt oder ein Glas Rotwein ist dabei individuell. Manche Menschen leitet das Loslassen mit Jogging, Schwimmen oder einem Besuch im Fitneßstudio ein. Soviele Menschen es gibt soviele Methoden wird man vermutlich (er)finden können. Allen Methoden ist eines gemein:

Nach dem Loslassen, nach dem Bierchen, dem Jogging oder dem Schwimmen sollten Sie nicht zu ihren Smartphone, Blackberry oder Laptop greifen, berufliche eMails checken, schreiben oder anderes tun. Wenn sie losglassen haben, dann fassen sie bitteschön bei einer anderen Sache zu, als der, die sie gerade losgelassen haben.

 

Und da wird dann der Unterschied zwischen echtem Loslassen und Abschalten von einer Sache sowie der kurzzeitigen Erholungssuche deutlich. Man kann sich auch bewusst dafür entscheiden kurzzeitig Erholung zu suchen und danach zur aktuellen Tätigkeit zurück zu kehren. Einige Unternehmen bieten hierfür Betriebssport während der Arbeitszeit, andere bauen diese sportlichen Zwischenpausen in Form von Gymnastik und Bewegung am Arbeitsplatz fest in die Arbeitsprozesse ein.

 

Diesen Angeboten sollten Unternehmen und auch Beschäftigte prinzipiell offen gegenüberstehen. Aber beide Seiten müssen sich bewusst sein, dass 10 mal Erholen 30 Minuten nicht die gleiche Wirkung haben, wie fünf Stunden echt losgelassen zu haben!

 

Loslassen und etwas ganz anderes zu greifen, ein unterhaltendes Buch, ein Glas Rotwein, die Fernbedienung vom Fernseher, etwas gänzlich anderes bewusst zu tun und daran festzuhalten, darum geht es. Und egal wie sehr sich Ihnen etwas anderes aufdrängen will, wie wichtig es sich nimmt oder als wie wichtig es sich darzustellen versucht: Nichts ist wichtiger als Ihre Entscheidung bei der neu gefassten Sache zu bleiben, nicht zurück oder voraus zu schauen. Lebe den Moment ist hier genau das richtige Motto.

 

Wenn Sie sich nicht frei entscheiden können, dann ist Obacht geboten. Ob sie dann zuerst mit der Familie und Freunden oder mit einem Coach darüber sprechen, dass Sie sich selbst(!) die Freiheit zu entscheiden genommen haben, indem Sie sich Prioritäten von außen vorgeben lassen, bleibt Ihnen überlassen. Ich empfehle immer erst die Familie, frei nach Gene Simmons, Gitarrist der Kult-Rocker von KISS, dem zu Folge nur eines im Leben eines Mannes wichtig sei:"Hör auf Deine Mutter."

 

Problematisch wird es, wenn Sorgen, Verhalten und insbesondere Kommunikationsverhalten über lange Zeit hinweg nicht mehr dem Erhalt des gesunden, eigenen Ichs dienen und der Umgang mit äußeren Einflussfaktoren oder den inneren, eigenen Reaktionen nur noch mehr Probleme bereitet.

 

Hier stoßen Loslassen, soziale Beziehungen und Bindungen an ihre Grenzen. Hier versuchen es viele Menschen leider mit Wellness, einem Coach oder Kurzurlaub. Gefragt ist hier aber in den allermeisten Fällen - und in leider zunehmender Zahl - die medizinisch geschulte und erfahrene Meinung eines Arztes oder Therapeuten. Niemand kann und wird diesen Bedarf in Frage stellen, auch nicht aus Kostengründen. Die Volksgesundheit geht vor!

 

Aber wir sollten nie vergessen, dass es bevor die Notwendigkeit zu medizinischer Behandlung in Folge von negativem Stress, Burnout, Depressionen einsetzt, dass es dort zahlreiche Wege, Möglichkeiten und Chancen gibt, das Leben zu gestalten, so zu gestalten, dass es eben nicht zum Bedarf an medizinischer Hilfe kommt. Wenn er da ist, dann aber sollte er mit allem Nachdruck gesucht werden, der möglich ist. Kleinreden - sich selbst oder seine Probleme hat noch nie gut getan!

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Bochumer Burnout Indikator - Übersicht

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Noch bis zum 15.02.2014 können Sie kostenlos im Internet den Burnout Test der Ruhr Uni Bochum nutzen, um sich einen Eindruck von Ihrer potentiellen Gefährdung zu verschaffen.

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Nahles kritisiert "Anwesenheitswahn" in Unternehmen

Nahles kritisiert "Anwesenheitswahn" in Unternehmen | Burnout Informationen & Blog | Scoop.it
Die neue Arbeitsministerin Andrea Nahles will sich für familienfreundlichere Arbeitszeiten einsetzen. Mit dem
BurnoutBeratung's insight:

Ich verzeihe der neuen Bundesarbeitsministerin ihre Aussage über angeblichen Anwesenheitswahn in Deutschen Unternehmen: Sie ist Berufspolitikerin. Ihr Verständnis von Arbeit und Anwesenheit beruht vermutlich auf den lächerlich geringen Anwesenheitsquoten

 

Deutscher Bundestagsabgeordneter bei Plenarsitzungen. Die sind selbst bei so wichtigen Abstimmungen wie über den EU-Vertrag von Lissabon oder den Euro-Rettungsschirm für Banken so niedrig, dass Abgeordnete sich vor den Kameras der freien Presse als unfähig erweisen zu erklären, was sie eigentlich gleich abstimmen werden und was die Zusammenhänge sind.

 

Geprägt von Berufspolitik und ohne das Risiko jemals entlassen zu werden, redet es sich leichtfertig dahin, zumal wenn man auch noch in den letzten Jahren seine Einkünfte als Abgeordnete fast verdoppelt hat. Viele Deutsche würden auch gerne ihren Lohn und ihr Gehalt festlegen können, ohne echte Kontrolle.

 

Der Witz dabei: Während sich Bundestagsabgeordnete wie Frau Nahles für ihre Abwesenheit monatlich wie Bundesrichter bezahlen lassen, würden Arbeiter oder Angestellte vermutlich ein realistisches Gehalt festlegen, bei welchem Arbeitsleistung und Arbeitsergebnis sich realistisch im Gehalt oder Lohn wiederspiegeln. Dies hängt mit dem psychologisch belegten Umstand zusammen, dass sich Menschen mit geringem Einkommen einander gegenüber sozial kompetent und hilfsbereit verhalten. Je höher das Einkommen desto höher der Drang nach Eigennutz. Die Partei von Frau Nahles, die SPD, hatte die Abgeordnetendiäten in den letzten Jahren auf über 8000 Euro pro Monat erhöht, bevor sie jetzt Ministerin wurde. Darin noch nicht einmal eingerechnet Zusatzeinnahmen aus Reden, Auftritten, Publikationen.

 

Wie gesagt: Ich bin sehr nachsichtig und verstehe die unerfahrene Ministerin. Wer volle Sitze im Deutschen Bundestag nur bei Feierstunden erlebt, dem muss das Leben wohl wie ein einziger Feiertag vorkommen - Zeitmanagement nicht erforderlich, denn vorgeblich sind Abgeordnete ja immer am Arbeiten, wenn sie nicht im Bundestag sind - komischerweise ist Anwesenheit im Bundestag eigentlich Teil der Arbeitsplatzbeschreibung aus Sicht des Volkes.

 

Und so ist es auch bei einfachen Lohn- und Gehaltsempfängern, ein Status den Frau Nahles nie am eigenen Leib erlebt hat. Es muss einer ehemaligen Bundestagsabgeordneten wie Wahnsinn erscheinen, wenn Menschen ihre volle Arbeitszeit auch am Arbeitsplatz anwesend sind und tatsächlich nachprüfbar arbeiten - in der Fertigungslinie, am Schreibtisch, in der Werkstatt und im Einzelhandel oder als Handwerker im Kundenkontakt.

 

Und da empfiehlt Frau Nahles gegen Stress und für mehr Familie gleich einmal bessere Teamarbeit, damit man auch mal früher gehen kann. Das erinnert an Abgeordnete die ihre Stimmkarten ihren Kollegen geben. Die stecken bei Abstimmungen dann deren Stimmkarten in die Abstimmungsanlage im Plenarsaal und gaukeln so deren Anwesenheit vor.

 

In einem Unternehmen würde das als Betrug gelten. Beide Täter würden mindestens abgemahnt wenn nicht gar entlassen werden. Im Bundestag kann das nicht passieren. Da herrscht Arbeitsplatzsicherheit. Wie die Brandenburger SPD einmal bewies, geht diese Arbeitsplatzsicherheit so weit, dass man selbst dann wieder als Kandidat aufgestellt wird, wenn man in einer ganzen Legislaturperiode nachweislich nur einmal an einer Bundestagssitzung teilgenommen hat. Ja richtig: Einmal in vier Jahren im Plenarsaal anwesend gewesen.

 

Ich kann bis heute den ehemaligen Bundesarbeitsminister Norbert Blüm nicht leiden. Dessen Politik war der endgültige Ausstieg aus einer sicheren und angemessenen Rente. Das sehen wir heute an der zunehmenden Altersarmut. Aber immerhin hatte Norbert Blüm
eine Hand voll seiner Lebensjahre mit Arbeiten verbracht, als Werkzeugmacher bei der Adam Opel AG. Aber nicht einmal damit kann Frau Nahles mithalten.

 

Ich wünsche ihr von ganzem Herzen, dass ihr möglichst schnell ein Mensch erklärt, dass es außerhalb der Mauern von Bundestag und Landesparlamenten üblich ist, seine Arbeitszeit auch am Arbeitsplatz zu verbringen. Hat man Planungsfreiheiten bei der Arbeitszeit, plant seine Zeit und seine Termine so, dass sie nicht mit zentralen und wichtigen Terminen wie einer Plenarsitzung kollidieren. denn dafür wurde man gewählt, dafür wird man mindestens bezahlt: Anwesenheit.

 

Das Frau Nahles Fachkräfte mal schnell für ersetzbar oder austauschbar hält, mag an den fehlenden Mindestqualifikationen für Bundestagsabgeordnete liegen. Den Job kann jeder machen, bzw. kann man als Karteneinstecker (=einfacher Abgeordneter) jederzeit ersetzt werden.

 

Im echten Arbeitsleben geht das nicht so einfach. Personaldecken sind meist ohnehin schon so knapp geplant, dass alle Beschäftigten voll ausgelastet sind (Stichwort: Arbeitsverdichtung). Wer nicht krank ist kommt zu Arbeit und ist anwesend. Und meist kommen die Deutschen sogar krank noch zur Arbeit. Rund die Hälfte gibt an, dies mindestens schon einmal getan zu haben.

 

Von so einem Arbeitseinsatz kann man als Wählerin oder Wähler im Deutschen Bundestag nur träumen. Dass dann aber Frau Nahles unterschwellig andeutet, dass die Menschen in Deutschland zu blöde wären sich wo es möglich ist miteinander abzusprechen, damit man organisiert und geplant früher gehen oder später zur Arbeit erscheinen kann, dass ist blanker Hohn und meiner persönlichen Meinung nach der Gipfel der Ahnungslosigkeit über den gelebten Arbeitsalltag in Deutschland, der vielfach von traifvertraglich vereinbarten Gleitzeitklauseln geprägt ist.

 

Da kann man Dank Arbeitszeitkonten früher gehen oder später kommen, Überarbeit in Form freier Tage abbauen und bekommt angeordnete Mehrarbeit zusätzlich entlohnt oder in Form von Freizeit vergolten. Das ist natürlich nicht der Dauerurlaub der Hinterbänkler im Bundestag - und die Hinterbanken scheinen gelegentlich ab Reihe drei zu beginnen.

 

Die neue Bundesarbeitsministerin hat aus meiner Sicht - anders als ihre Vorgängerin von der Leyen im Bundesministerium für Verteidigung, einen klaren Fehlstart hingelegt, einen der an den Zehnkämpfer Jürgen Hingsen bei den Olympischen Spielen in Seoul erinnert.

 

Das ist fatal und es steht zu befürchten, aus dem Bundesministerium für Arbeit könne in den kommenden vier Jahren in erster Linie warme politische Propagandaluft kommen, aber keine sachlich fundierten Ansätze, z.B. zur Verringerung der weiter steigenden Zahlen an psychischen Erkrankungen bei Deutschen Beschäftigten. Schon fürchte ich eine Anti-Stress Verordnung, ganz so als könne man Stress per Verordnung unterbinden und positiven Stress sollte man ja schon einmal garnicht unterbinden.

 

Aber ob die Arbeitsministerin weiß, das es positiven und negativen Stress gibt? Mir fehlt der Glaube. Auch ihr Vorgänger Norbert Blüm war ja der Ansicht, die Rente wäre sicher. Er bezog sich dabei vermutlich auf die eigene Altersversorgung aus seiner Tätigkeit als Bundestagsabgeordneter und Bundesminister? Die hat mit der staatlichen Rente für das Volk in Deutschland eines gemeinsam:

 

Sie steht in keinem Verhältnis zur geleisteten Arbeit. Während allerdings die Bevölkerung immer weiter in die Altersarmut driftet und damit der Lebensleistung kein angemessener Wert gegenübergestellt wird, sind Berufspolitiker im Alter wie in der Abwesenheit von Arbeitsplatz im Plenarsaal reichlich überbezahlt. Wie sich dies auf die eigene Mentalität auswirkt, hat Frau Nahles, wie der Berliner Tagesspiegel m.E. eindrucksvoll wiedergibt, gezeigt: Die Bodenhaftung und der Bezug zum Leben gehen gänzlich zwischen politischen Ideologien und verloren. Leider!

 

 

P.S.: Jetzt bin ich einmal gespannt, ob ich hierfür von den Anwälten der SPD höre, oder ob mir in meinem Mikroblog von den Genossen Meinungsfreiheit zugestanden wird?

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Damit Burn-Out kein Flächenbrand wird

Damit Burn-Out kein Flächenbrand wird | Burnout Informationen & Blog | Scoop.it
Gesundheitsvorsorge in Unternehmen umfasst auch die Reduzierung der Stressbelastung. Seminare und Lehrgänge helfen Führungskräften, Burn-outs und Krankenstände im Unternehmen zu vermeiden.
BurnoutBeratung's insight:

In Österreich ist es seit einem Jahr gesetzliche Pflicht für Unternehmen bei der gesundheitlichen Bewertung von Arbeitsplätzen nicht nur Gefahrneigung und körperliche Aspekte zu berücksichtigen sondern auch psychische Aspekte.

 

Das ist nicht immer einfach. Die psychischen Belastungen z.B. für die Piloten der Austrian Airlines im Langstreckenflugverkehr sind bereits durch weltweite Forschung recht gut belegt. Aktuelle Forschung im Bereich der psychischen Belastung von Ärzten sind in Folge der Burnout-Welle in der Medizin in den USA, Großbritannien oder auch der Schweiz schon recht weit untersucht. Dem einfachen Betrieb stehen aber diese Mittel und Möglichkeiten nicht zur Verfügung.

 

 

Hinzu kommt, dass für Berufe bei denen eben keine besonderen psychologischen Eignungstests erforderlich sind praktisch jeder Mensch eingestellt werden kann. Damit ist die subjektive Wahrnehmung von negativem Stress und psychischer Belastung sehr weit gefächert. Man kann es aber nicht allen recht machen, selbst wenn es ein Gesetz verlangt. Am Ende müssen auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bereit sein einzugestehen, dass sie den psychischen Anforderungen eines Berufsbildes nicht gewachsen sind, auch wenn sie es gerne wären.

 

 

Der Wert des Gesetzes besteht letztendlich in zwei wichtigen Punkten. Zum Einen kann es sich das österreichische Gesundheitssystem nicht mehr länger leisten die Kosten von bis zu 500.000 Betroffenen von Burnout und Depressionen zu tragen. Die Volksgesundheit darf und muss etwas kosten dürfen. Es darf in der Gesellschaft aber keine Externalisierung von betrieblichen Kosten geben. Indem Betriebe nicht auf ihre Prozesse achten und Kosten für deren laufende Verbesserung einsparen, fördern Sie die Erkrankung von Mitarbeitern, egal ob physisch (in Form von Muskel- und Skeletterkrankungen) oder psychisch. Damit werden interne Kosten externalisiert, auf die Gesellschaft abgewälzt und dies darf in einer Marktwirtschaft nicht sein.

 

 

Zum Anderen haben die seit mehreren Jahrzehnten unbedacht aus der anglo-amerikanischen Managementlehre übernommenen Vorstellungen dazu geführt, dass der Fokus von der Bereitung optimaler Einsatzbedingungen für Beschäftigte auf die Anpassung der Beschäftigten verschoben wurde. Entgegen jedwedem Rational der freien Marktwirtschaft wurde unter Begriffen wie Teamfähigkeit und Einsatzfreude die sozialistische Gleichschaltung der Beschäftigten betrieben, wurde die Fähigkeit zum kreativen Denken und selbständigen Denkens zu einem Ausschlusskriterium bei Bewerbungen und Beförderungen.

 

 

Wer unter dem Diktat von Angst um den Arbeitsplatz Menschen die Anpassung an unsinnige Rahmenbedingungen aufnötigt, muss innere Kündigung als Konsequenz akzeptieren, muss hinnehmen, dass es dem Unternehmen langfristig an Fachkräften mangeln wird und Spezialisten für hohe Kosten extern werden eingekauft werden müssen, da sich qualifizierte Kräfte keinen untragbaren Bedingungen mehr unterordnen. Dies ist aber eine unternehmerische wie gesellschaftliche Fehlentwicklung.

 

 

Durch gesetzliche Vorgaben werden nun in Österreich Unternehmen gezwungen ihre Pflicht zu tun - gegenüber sich selber, indem sie ihre Unzulänglichkeiten und Schwächen in Prozessen und Qualität beseitigen und gegenüber der Gesellschaft indem sie auch diese Weise wettbewerbsfähig bleiben.

 

 

Anti-Stress-Gesetze vermeiden oder verhindern keinen Stress. Dieser Gedanke der ehemaligen Arbeits- und Sozialministerin war indiskutabel. Der österreichische Weg aber, bei dem Unternehmen gegenüber sich selbst und Ihren Beschäftigten, aber auch zukünftigen Bewerbern Klarheit schaffen, mit welchen Belastungen zu rechnen ist, mag anstrengend sein, er ist aber auch zielführend.

Egal wie groß der Stress sein mag, der Wunsch vor der Realität weg zu laufen. Es hilft nicht wegzulaufen, den Kopf in den Sand zu stecken. Nur sich professionell mit den Problemen zu befassen ist richtig, ist unternehmerisch, kann einem Unternehmen und seinen Beschäftigten helfen.

 

 

Erst wenn Prozesse und Organisation so auf die Beschäftigten zugeschnitten sind, dass diese bestmöglich ihre Hauptaufgabe verrichten können, erst dann kann ein Unternehmen gesund und stabil wachsen. Nur wenn Bedingungen und Anforderungen klar formuliert sind und nicht in Form vom Stellenausschreibungen, erst dann wird es möglich Menschen anhand ihrer gesamten Qualifikation auszuwählen und einzustellen. Und auch diesen sind die zu erwartenden Arbeitsbedingungen transparent er, als zuvor.

 

 

Eine gesetzliche Lösung sollte immer an letzter Stelle stehen, wenn es um wirtschaftliche Lösungen im Unternehmertum geht. Aber für den Fall, dass sich die Unternehmen in Deutschland nicht von ihrem falschen Weg begeben und weiter auf den Pfaden US-amerikanischen Personalmanagements wandeln, dann sollte auch in Deutschland der Gesetzgeber den Tarifparteien gesetzliche Vorgaben machen. Die aber sollten nicht anhand einer dubiosen Stressdefinition geschrieben werden. Die würden sich idealerweise an den Erfahrungen und Regelungen aus Österreich orientieren.

 

 

Es bleibt abzuwarten, ob und wie die Groko sich in den kommenden vier Jahren der abnehmenden Gesundheit an deutschen Arbeitsplätzen stellen wird.

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Schmerzen: Patienten mit Depression gesucht

Schmerzen: Patienten mit Depression gesucht | Burnout Informationen & Blog | Scoop.it
Der Zusammenhang zwischen Depression und dauerhaften körperlichen Schmerzen wird erforscht.
BurnoutBeratung's insight:

Für eine Studie der Universitätsklinik in Heidelberg werden Patientinnen und Patienten mit Depressionen und gleichzeitigen chronischen Schmerzen gesucht. Telefonnummer und weitere Informationen finden Sie im Artikel.

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"Ihr seid die Burnout-Gesellschaft"

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Nicht einzelne Firmen oder Menschen, sondern das System ist schuld am Burnout-Phänomen - so die Ärztin Martina Leibovici-Mühlberger in "Die Burnout-Lüge"
BurnoutBeratung's insight:

Das oben vorgestellte Buch kostet fast 20 Euro!

 

Meine Buchtipps (unter http://bit.ly/1bZUJOD im Internet zu finden) für Betroffene sind schon ab 5 Euro zu haben und aus meiner Sicht besser zur Selbsthilfe und zur eigenen Gesundung oder Prävention geeignet, als jede "Fachbuch" zum Thema Burnout:!

 

Und auch für Manager habe ich einige Buchtipps im Angebot!

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Warum Introvertierte die besseren Chefs sind

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Extrovertierte Menschen punkten im Berufsleben leichter: Ihnen liegt die Selbstdarstellung im Blut. Doch in sich gekehrte Persönlichkeiten haben viel Potenzial – auch für Führungsaufgaben.
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Bill Gates von Microsoft und Larry Page von Google - sind beide introvertierte Menschentypen. Und sie zeigen, das introvertierte Menschen in Leitungspositionen erfolgreich sein können, für Führungsaufgaben geeignet sind ja gar zu erheblichen Innovationen in Ihrer Branche befähigt sind.

 

Und dennoch haben introvertiertere Menschen bei Personalabteilungen (neudeut: Human Ressources) einen schlechten Ruf, gelten als ungeeignet. Gesucht werden vermeintlich starke und charismatische Führungspersönlichkeiten, die rational entscheiden können, hart entscheiden können, die sich nicht in Fakten verstricken sondern Oberwasser behalten und auch in stressigen Situationen schnell entscheiden.

 

Dieses Anforderungsprofil führt dazu, dass 37 Prozent der Personen in Positionen mit Personalverantwortung zur Gruppe der Psychopathen gehören, also dringend medizinisch / therapeutisch behandlungsbedürftig sind. Nur in Hochsicherheitstrakten von Gefängnissen, dort wo Mörder, Raubmörder, Erpresser und andere Schwerstkriminelle einsitzen, dort ist mit 50 Prozent der Anteil der Psychopathen noch höher, als in Leitungspositionen in Unternehmen.

 

Suchen sich Personalchefs da wirklich die richtigen Leute aus? Schaffen Headhunter wirklich die richtigen Kandidaten ran? Gerade die Weihnachtszeit sollte uns ein Anlass sein, einmal über Werte, Ziele und Fähigkeiten nachzudenken, die in Unternehmen an eine Führungskraft gestellt werden. Und wir sollten uns fragen, wer denn wirklich erfolgreiche Führungspersönlichkeiten waren.

 

Zur Weihnachtszeit sollten wir anerkennen, dass es nicht große Generäle waren, deren Reiche überlebten, Könige, Kaiser oder Feldherren. Die heute größte Demokratie der Welt, Indien, so unvollkommen sie 50 Jahre nach ihrer Entstehung auch sein mag, sie ist das Ergebnis von gewaltlosem Widerstand, organisiert von Mahatma Gandhi, dessen Ziel die Befreiung des Landes vom englischen Kolonialismus war.

 

Die Worte von Jesus Christus sind der Quell auf dem die christlichen Religionen aufbauen und die haben über 2000 Jahre bestand. Selbst wenn die Spaltung in katholische un evangelische Kirche nicht ohne weltliche Gewalt vonstatten ging, so war der Mann am Anfang, Martin Luther strikt gegen Gewalt. Sein Namensvetter in den 1960er Jahren setzte friedlich die Bürgerrechte für die afro-amerikanische Bevölkerung durch.

 

Alle diese Männer hatten nur das Wort. Es war ihre schärfste Waffe und sie gebrachten sie besser, als ihre Gegner ihre Feuerwaffen. Das Kreuz konnte dem Christentum ebenso kein Ende bereiten, wie die spätere Christenverfolgung im römischen Reich.

 

Der Weise und wohlüberlegt handelnde Führer ist nicht hoch angesehen in einer Welt der Unternehmensorganisation, deren erste Prinzipien in Ermangelung von Vorbildern auf militärischer Organisation und Struktur beruhen. Was im imperialen Zeitalter gut gewesen sein soll, soll heute allen Ernstes zur Führung von kundenorientierten Unternehmen in demokratischen Staaten taugen?

 

Auf Twitter hat mir in 140 Zeichen einmal eine Mitarbeiterin bzw. ein Mitarbeiter einer der größten Deutschen Organisationen zum Personalwesen erklären wollen, dass Führung erlernbar sein, wie man auch ohne Talent zumindest die Grundprinzipien eines Handwerkes erlernen könne. Meine Erwiderung war wohl so direkt oder auch so geschickt zweischneidig formuliert, dass ich darauf nie eine Antwort bekam. Und ich war nicht unhöflich.

 

Ich stellte nur fest, dass es gegen alle Erkenntnisse zum Thema Führung von vor 200 Jahren verstieße, wenn man heute solch mutige Thesen aufstelle. Und in der Tat kann man mit den heutigen Zahlen von innerer Kündigung, Klagen über Überlastung und steigenden Zahlen von Depressionen und Burnout, zunehmendem Arbeitsausfall durch psychische Erkrankungen kau noch davon ausgehen, dass bisher wirklich qualifiziertes Führungspersonal angeworben worden wäre - jedenfalls weder ausschließlich noch mehrheitlich.

 

Schon ein fauler Apfel kann die ganze Ernte vernichten. So ist es auch mit ungeeigneten Kandidaten für Leitungspositionen. Wer klare Vorstellungen von der eigenen Karriere hat gilt als gut. Dass der für die Karriere auch das eigene Unternehmen opfert, um weiter zu kommen, dass scheint ausgeschlossen? Das der eigene Bonus wichtiger ist, als das Wohlergehen im Betrieb, das ist eine abwegige Entscheidung bei karriereorientierten Personen?

 

Ich sage immer: Wer Karriere machen will, der muss Beamter werden. Dort ist die Karriere relativ sicher mit dem Alter vorgezeichnet. Unternehmen agieren in viel zu unsicheren und unter vielschichtigen Rahmenbedingungen,, als das ein mensch in einer Branche seinen persönlichen Aufstieg planen und umsetzen könnte, ohne dafür nicht genau diese Rahmenbedingungen zu ignorieren.

 

Gandhi hat nie die Rahmenbedingungen der englischen Kolonialherrschaft ignoriert und seine Gegner sehr gut verstanden. Die macht der Priester in Jerusalem war Jesus bekannt und Martin Luther kannte die Macht des Papstes, als er nach Worms reiste. Alle drei haben gegen die professionellen Machtmenschen gewonnen.

Und was ist heute? Was ist in einer Zeit, in der eben gerade stille und leise Worte wirken, mehr denn je geistige Inspiration vor den lauten Schlachtruf tritt? Da schicken wie im Artikel oben beschrieben Eltern ihre ruhigen Kinder, die Introvertierten in die psychische Behandlung?

 

Wenn Bill Gates oder Larry Page die Ausnahme sein sollen, ebenso Einstein oder Newton, warum dann sollen die erfolgreichen, lauten Führer wie Alexander der Große, Cäsar, Dschengis Kahn, Napoleon die Regel sein, wenngleich doch ihre "Werke", ihre Reiche, von kurzer Dauer waren? Und was sagt uns, dass ihre Art der Führung die langfristig erfolgreichere war?

 

Weihnachten ist auch für Manager, Vorstände und Aufsichtsräte eine gute Zeit einmal inne zu halten. Es ist eine gute Gelegenheit für Personalabteilungen die in dieser Zeit des Jahres allgegenwärtigen Gefühle und Weisheiten, die Worten von Frieden auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen auf sich wirken zu lassen, anstatt sie als Kinderkram oder Unsinn ab zu tun.

 

Das vermeintlich weiche Wasser formt den vorgeblich starken Stein. Nur der Wandel ist beständig und was hilft es an alten Vorstellungen fest zu halten, wenn sie einen doch nur hinab ziehen? Niemand kann behauten, dass die heutigen Auswahlverfahren für Personen mit Personalverantwortung erfolgreich sind. Sie bescheren den Beschäftigten in Unternehmen gerade einmal 13 Prozent weniger Psychopathen in Führungsebenen, als man als Insassen in Gefängnissen - in Hochsicherheitstrakten wohlgemerkt - findet.

 

Ich halte wenig von Vorsätzen für das Neue Jahr. Aber ich halte viel von der Entscheidung etwas dauerhaft zu ändern. Dazu sollte der Abbau von Vorurteilen gehören und das Eingeständnis, dass Führung situativ ist. Jede Lage erfordert andere Fähigkeiten, Kenntnisse und Einsichten, mal mehr Analyse, mal mehr Kreativität.

Universalgenies sind rar und wenn es mal einen Leonardo da Vinci gibt, dann vergräbt er sich in seiner Arbeit, bietet sich als Arbeitskraft an - ganz introvertiert. Unternehmen sollten lernen darauf zu verzichten sehr unterschiedliche Lagen den gleichen Personen anzuvertrauen.

 

Und sie sollten in Zeiten des Fachkräftemangels schnell realisieren, dass die Persönlichkeitseigenschaften introvertierter Menschen sehr gut dazu geeignet sind Unternehmen in vielen Situationen zu stärken und zu Erfolgen zu führen, vor Schaden zu bewahren oder Neues zu schaffen.

 

Die Erfolgsgeschichten von stillen und introvertierten Menschen, Managern und Führungspersönlichkeiten sind zahlreich, Sie werden nur nicht so oft gelesen oder erzählt. Übersehen kann man Microsoft oder Google aber nicht. Von Commodore oder Atari Computern eines Jack Tramiel erzählen heute nur noch ältere Herren aus ihren Erinnerungen.

 

Ich wünsche Ihnen eine besinnliche Weihnachtszeit, egal ob Sie introvertiert oder extrovertiert sind oder zur Mehrheit jener gehören, die irgendwo dazwischen einzuordnen sind.

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Gesundheit: Richtig runterfahren - Arbeitnehmer brauchen echte Auszeiten - Diverses

Gesundheit: Richtig runterfahren - Arbeitnehmer brauchen echte Auszeiten - Diverses | Burnout Informationen & Blog | Scoop.it
Die Digitalisierung führt häufig dazu, dass Arbeitnehmer rund um die Uhr erreichbar sind. Doch schnell wird die grenzenlose Bereitschaft zur psychischen Belastung. Ein Vorsatz fürs Neue Jahr könnte da lauten: Mehr auf Erholungszeiten achten.
BurnoutBeratung's insight:

Vielleicht haben Sie schon Urlaub diese Woche, vielleicht beginnt er auch erst morgen. Vielleicht aber auch arbeiten Sie über die Feiertage. Sicherlich haben Sie irgendwann einmal Urlaub, haben einmal freie Tage, arbeiten Überstunden ab. Und dann?
 

Erholen Sie sich wirklich? Sind Sie für die Arbeit unerreichbar? Oder nehmen Sie die Arbeit mit in die Erholung? Nein, damit ist nicht nur das Smartphone gemeint, oder der Blackberry, mit dem man immer per E-Mail oder telefonisch erreichbar ist, mit dem man "im Notfall" auch mal eine Datei bearbeiten kann?
 

Oder spukt Ihnen nur die Arbeit im Kopf herum? Wie sehr schalten Sie wirklich ab? Kann man für drei Tage überhaupt abschalten? Können Sie den Schalter im Kopf einfach umlegen, von einem zum anderen Moment die Arbeit abschalten und ganz Privatmensch sein, ganz Familienvater oder -mutter?
 

Abschalten und dann, wenn es geschafft ist? Kraft tanken für die Arbeit? Da kann doch etwas nicht stimmen, wenn Freizeit der Ertüchtigung zur Arbeit dienen soll. Was ist das für eine merkwürdige Form von Work-Life-Balance bei der Arbeit vom Leben getrennt ist, die Lebenszeit aber dem Erhalt der Arbeitskraft dient? Das ist die Abwesenheit von Balance.
 

Ich habe daher schon vor über einem Jahr in einem Blog davon geschrieben, dass es statt einer Work-Life-Balance einer Worklife-Balance bedarf, also einer besseren Balance im Arbeitsleben selber. Denn es gibt eben nicht einen Arbeits- und einen Privatmenschen sondern immer nur den einen Menschen. Dem fällt es naturgemäß leichter ein glückliches Privatleben zu führen, wenn es beruflich gut für ihn läuft. Und ja, so manche Zusatzbelastung auf der Arbeit kann durch ein starkes Familienbündnis aufgefangen werden. Aber das ist NICHT der Sinn der Sache!

 

Hier einmal der Link für Sie zu meinem Blog: http://bit.ly/1e3vZEY

 

 

Wenn Sie also während der Feiertage abschalten können, dann tun sie es richtig und konzentrieren Sie sich auf das, was wichtig ist: Familie und Freunde. Laasen Sie sich einfangen von der ganz speziellen Stimmung des Jahres und von Ihren Kindern - so diese sich noch nicht zu alt und zu cool fühlen, mit ihren Eltern zu spielen.

Nutzen Sie die Tage um sich selbst davon zu überzeugen, dass ihre Arbeitsbelastung dem Arbeitsleben entspringt und auch dort ausgeglichen werden muss. Ihr Familienleben, Ihre Privatsphäre sind viel zu schade, um nur als Ausgleich für Arbeitsbelastung zu dienen. Es geht um Ihr Wachstum, Ihre Freude, Ihre Zufriedenheit. Die sollte sich niemals nur einzig und alleine aus Ihrem Berufsleben speisen.
 

Wenn es erst einmal soweit gekommen ist, dass eben genau das der Fall ist, dann sind es nur noch wenige Schritte hin zum Erwachen mit depressiven Stimmungen, wenn es mal nicht so läuft und schlimmstenfalls stehen Sie dann eines Tages mit einem Burnout da.
 

Es bedarf nicht gleich neuer Vorsätze für das ganze Jahr. Solange Sie nicht aus beruflichen Gründen in Rufbereitschaft oder als Sicherheitsreserve eingeplant sind und deshalb nun wirklich erreichbar sein müssen, schalten Sie Smartphone, iPhone, Blackberry oder was auch immer ab! Nicht stumm schalten, sondern ausschalten (Achtung: Manche Menschen haben ihre PIN vergessen, weil sie das Gerät nie ausschalten).

 

Nehmen Sie sich nur für drei Tage einmal vor nur für die Menschen in Ihrer unmittelbaren Umgebung da zu sein. Sie werden sehen, wie gut Ihnen dies tut.

 

Ich wünsche Ihnen eine friedvolle und besinnliche Weihnachtszeit, Ihnen und Ihren Familien, Angehörigen und Freunden!

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