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Thoughts, Ideas, Summaries and Collection of some interesting and engaging books.
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Scooped by Martin Daumiller
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Gigerenzer: Calculated Risks

Gigerenzer: Calculated Risks | Book Diary | Scoop.it
At the beginning of the twentieth century, H. G. Wells predicted that statistical thinking would be as necessary for citizenship in a technological world as the ability to read and write.

 

"A device has been invented for screening a population for a disease known as psylicrapitis.
2) The device is a very good one, but not perfect.
3) If someone is a sufferer, there is a 90 percent chance that he will be recorded positively.
4) If he is not a sufferer, there is still a 1 percent chance that he will be recorded positively.
5) Roughly 1 percent of the population has the disease.
6) Mr. Smith has been tested, and the result is positive.
The chance that he is in fact a sufferer is ______. "

Martin Daumiller's insight:

Gigerenzer stresses that statistics is typically poorly taught and numbers are often presented in a misleading way. With countless examples he shows that humans, even doctors and attorneys have difficulties understanding percentages (5%), especially conditional probability (The statement “If a woman has breast cancer, the probability that she will test positive on a screening mammogram is 90 percent” vs “If a woman tests positive on a screening mammogram, the probability that she has breast cancer is 90 percent.”) and understand natural numbers much better (5 out of 100). He presents several ways to quantify risks in a better way and how presented risks mislead people: AIDS tests, breast screening tests and even Alan Dershowitz making fundamental mistakes calculating the probable guilt of O.J. Simpson.

 

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socialnet - Rezensionen - Manfred Spitzer: Digitale Demenz

socialnet - Rezensionen - Manfred Spitzer: Digitale Demenz | Book Diary | Scoop.it

Das erste Kapitel, Taxi in London“ zeigt auf, wie der Gebrauch kognitiver Fähigkeiten zu einer Verbesserung dieser Fähigkeiten führt. Als prägnantes Beispiel illustriert er die neuronale Plastizität von Taxifahrern einer Großstadt (London).

Das zweite Kapitel beginnt mit der Darstellung der Demenz und zeigt auf, wie der Gebrauch von Navigationssystemen die eigenständige Orientierungsfähigkeit einschränkt. Spitzer titelt hier „Training: Neuronen wie Muskeln“ und illustriert hoch komplexe neurowissenschaftliche Erkenntnisse mit alltäglichen Beispielen. Der Autor weist hier darauf hin, dass auch bei älteren Menschen die Neurogenese vor allem im Hippocampus durchaus funktioniert. In diesem Zusammenhang weist er darauf hin, dass eine Vielzahl von Neuronen untergehen kann, ohne dass dies für den Menschen selbst und seine Umwelt merkbar wird. Spitzer stellt in diesem Kapitel auch klar, dass körperliche Aktivität das einzig wirksame Mittel gegen die Entwicklung einer Demenz darstellt

Im dritten Kapitel „Schule: Copy und Paste statt Lesen und Schreiben“ wird verdeutlicht, wie wichtig es ist, sich intensiv (vor allem durch Lesen und Schreiben) mit Lehrinhalten auseinanderzusetzen. „Digitale Medien verringern die Verarbeitungstiefe“, so stellt Spitzer fest und untermauert diese Erkenntnis nachhaltig mit Beispielen aus wissenschaftlichen Studien. Der Autor kritisiert hier drastisch die Initiative „One Laptop per Child (OLPC)“, die es anstrebt jedes Kind in ärmeren Ländern mit einem günstigen Computer zu versorgen und schildert die Abwendung von diesem Konzept, da es an grundlegenderen Dingen (Schulgebäude, Lehrer, etc.) fehlt und Pilotversuche keinerlei günstige Ergebnisse versprachen. Darüber hinaus résumiert der Autor über den Einsatz von „Smartboards“ (als Ersatz für Kreidetafeln) und Computern in deutschen Schulen und weist anhand mehrerer Studien auf die ungünstigen Ergebnisse hin. Hinzu komme eine „digitale Kluft“, wobei die schulischen Leistungen ohnehin unterprivilegierter und schlechterer Schüler durch den Einsatz von Computern noch schlechter wurden.

Im darauf folgenden vierten Kapitel macht der Autor deutlich, dass sich Menschen, die sich auf die omnipräsente Verfügbarkeit von Internetsuchmaschinen wie Google verlassen, Faktenwissen weniger gut merken. Grund ist die nunmehr fehlende/ reduzierte Notwendigkeit des Merkens.

Digitale soziale Netzwerke (wie z.B. Facebook), so leitet Spitzer anhand von wissenschaftlichen Studien her, „machen [digitale Netzwerke]unsere Kinder und Jugendlichen einsam und unglücklich“ und führen nicht selten zu einem Phänomen, das es früher nicht gegeben hat: „Cyber-Mobbing“ und „Bullying“. Während digitale soziale Netzwerke bei Erwachsenen zum Aufrechterhalten bereits bestehender Freundschaften dienen, mindert die Nutzung bei Jugendlichen die Anzahl an realen Freundschaften.

Während der Autor im sechsten Kapitel „Baby-TV und Baby-Einstein-DVDs“ einen konstruktiven Nutzen nachweislich abspricht, demonstriert er im siebten Kapitel über „Laptops im Kindergarten“ mit höchster neurowissenschaftlicher Kompetenz wie wichtig „herkömmliches“ Lernen ist.

Das achte Kapitel ist geprägt vom destruktiven Einfluss digitaler Spiele auf die schulischen Leistungen. Hier widerlegt er die Angst vieler Eltern, dass ihr Nachwuchs soziale Kontakte verliere, wenn er nicht ebenso wie andere Kinder Zugriff auf Spielkonsolen habe. Insbesondere weist der Autor auf eine gleichsinnige Beziehung zwischen der mit Computerspielen verbrachten Zeit und den schulischen Leistungen hin.

Über „Digital Natives“ (Menschen, die nach 1980 geboren und mit Computern aufgewachsen sind) und die „Generation Google“ (Digital Natives, die nach 1993 geboren sind) schreibt Spitzer im neunten Kapitel. Im letzten viertel Jahrhundert habe sich die Fähigkeit mit Informationen umzugehen weder verbessert noch verschlechtert; allerdings falle es jungen Menschen schwerer, die Bedeutung unterschiedlicher Quellen adäquat bewerten zu können.

„Multitasking“ ermögliche zwar wortimmanent zum Durchführen mehrerer Aufgaben gleichzeitig, gehe aber zu Lasten der Tiefe und Nachhaltigkeit der Informationsverarbeitung und führe insgesamt zu vermehrter Ablenkbarkeit bei konzentrationsbedürftigen Aufgaben.

Während Manfred Spitzer sich im elften Kapitel mit „Selbstkontrolle versus Stress“ beschäftigt, zeigt er danach auf, welch hohe Bedeutung ausreichend Schlaf für den Menschen hat, der allerdings durch digitalen Medienkonsum oftmals eingeschränkt wird. In diesem Zusammenhang weist Spitzer nachdrücklich auf das Suchpotential digitaler Medien hin und zeigt den enormen Zeitverbrauch auf, der durch die Nutzung des Internets entsteht.

Bevor der Autor im letzten Kapitel Auswege aus der „digitalen Misere“ aufzeigt, fragt er im 13. Kapitel „Warum geschieht nichts?“. Er weist zuerst auf den Einfluss der Medienlobby hin, fragt aber ebenso nach der Verantwortlichkeit in der Politik und Kirche. Spitzer beklagt, dass verunsicherte Eltern kaum eine Möglichkeit hätten, valide Informationen über die Gefahren digitaler Medien einzuholen.

Das letzte Kapitel ist der Darstellung von Lösungsmöglichkeiten vorbehalten, nachdem Manfred Spitzer die gewonnen Erkenntnisse der vorangegangenen Kapitel kurz und prägnant résumiert. Er berichtet, dass „Aufklärung und gute Ratschläge“ nicht ausreichend seien, diskutiert die Sinnhaftigkeit eines „Internetführerscheines“ und manifestiert, dass „eine solide Grund- oder Allgemeinbildung“ von höchster Relevanz sei. Auf ein solches solides Fundament könne man „digital kompetent aufbauen“. Der Autor rät: „Lassen Sie sich durch Medienmarktschreier nicht den Verstand rauben“ und gibt schließlich wertvolle stichpunktartige und im Alltag taugliche Tips.

 

 

Martin Daumiller's insight:

"Krude Theorien, populistisch montiert" (Bartens, 2013), schreibt die Süddeutsche Zeitung. Auf den ersten Blick korrekt: Spitzer betrachtet wissenschaftliche Erkenntnisse nicht von allen Seiten, sondern recht einseitig. Auch stellt er wissenschaftliche Arbeiten nicht vollständig dar und gibt keine Signifikanzniveaus an. Das werfen ihm seine Kritiker zu seinem aktuellen Werk zu recht vor. Aber andererseits möchte Spitzer ja gerade ein populistisches Buch schreiben, er möchte viele Menschen erreichen und nicht nur eine wissenschaftliche Abhandlung verfassen, die sein Zielpublikum entweder überfordert oder langweiligt. Spitzer hat ein Anliegen und kann dies wissenschaftlich untermauern - ein Anliegen jedoch, dass von vielen Kritikern falsch verstanden, oder falsch wiedergegeben wird. Spitzer möchte mE keine Einschränkung der Medien schaffen und zum analogen Zeitalter zurückkehren, sondern vielmehr Aufklärung darüber schaffen, was von vielen verschwiegen und nicht wahr genommen werden will. Dass Spitzer mit seinen Thesen zumindest teilweise Recht hat, zeigt sich auch darin, dass seine Kritiker nicht über die von ihm vorgestellten wissenschaftlichen Befunde und die dargelegten Studien diskutieren, sondern vielmehr über seinen Schreibstil, einzelne Beispiele oder die Konsequenzen seiner Aussagen.

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Daniel Kahneman - Thinking, Fast and Slow

Daniel Kahneman - Thinking, Fast and Slow | Book Diary | Scoop.it

If you’re thinking about persuasion in marketing in terms of rational argument, then you’re missing out on the true power of persuasion; persuasion by appealing to people’s intuition not their reason.

Thinking, Fast and Slow is an accessible overview of Nobel prize-winning insights from psychologists Daniel Kahneman and Amos Tversky’ into how human intuition works.

The basic idea is simple – there are two routes to persuasion, based on two basic modes of thinking.

“System 1” thinking is intuitive thinking – fast, automatic and emotional – and based on simple mental rules of thumb (“heuristics”) and thinking biases (cognitive biases) that result in impressions, feelings and inclinations.“System 2” thinking is rational thinking – slow, deliberate and systematic – and based on considered evaluation that result in logical conclusions.
Martin Daumiller's insight:

This page delivers a very short summary of key aspects discussed in Kahnemans book. In "Thinking, Fast and Slow" the author presents the results of many studies he conducted during his carees, puts them into the light of present scientific results and theories and tries in general to deliver popular-scientific knowledge "for discussions around the watercooler" about how and why we make decisions, pointing out that humans do often not follow the rules of rationality as economic theories suggest. It's an easy, light book to read and presents significant psychological theories and concepts in an entertaining approach.

He characterises system 1 by heuristics, such as affect, anchoring, availability, representativeness and commitment heuristic and system 2 by biases, such as belief, confirmation, optimism, hindsight bias and concepts such as freming effects, loss aversion, narrative, regression and planning phallace, the halo effect, the law of small numbers and a concepts he calls WYSIATI (what you see is all there is).

 

Thinking, Fast and Slow provides the reader with a nice collection of theories and the corresponding vocabulary to discuss them. However it only provides few solutions or approaches towards the elimination of biases and "wrong" decisions. Nevertheless one can argue, that there is a learning effect, especially when it comes to situations where stakes are high and that this books provides the necessary theoretical background, which might help the reader to recognise common fallacies and therefore allow to avoid them.

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Thilo Baum Lounge – „Er ist wieder da“? Ja, so schon

Thilo Baum Lounge – „Er ist wieder da“? Ja, so schon | Book Diary | Scoop.it

Die irre Gegenwart als Vorwand für die Diktatur:

Dem „Führer“ fällt eine Zeitung in die Hand, das Blatt „hieß Media Markt“, die „Informationen darin waren völlig unverständlich, Groll stieg in mir hoch, wie man in Zeiten der Papierknappheit mit so einem hirnlosen Dreck wertvolle Ressourcen des Volkseigentums unwiderbringlich verschleudern konnte“ (Seite 18). Stimmt! Das Ich-bin-doch-nicht-blöd-Marketing produziert jede Menge Abfall und hirnlose Informationen. Kein Mensch braucht alle paar Jahre neue Geräte, und niemand braucht diesen Werbewahnsinn. Wegwerfgesellschaft? Nicht gut. Papierknappheit? Auch heute noch ein gutes Argument.

„Korrekter Satzbau war kaum zu erkennen, es glich eher einem Sprachverhau“ (Seite 122)? Oh welch wohltuendes Öl ins Feuer all jener nationalistischer Sprachpuristen, die die Reinheit der Sprache ebenso verteidigen, wie sie vermutlich auch jene des Blutes verteidigen wollen!

Der lähmende Föderalismus als Vorwand für die Diktatur
„Im Norden des Landes hatte sich (…) die Sozialdemokratie breitgemacht“ und für ein riesiges „sozialromantisches Vereinsheim“ das „Volksvermögen verschleudert“, und „die übrigen Gestalten dieser Republik“ seien „das übliche Schwätzervolk parlamentarischer Politikdarsteller“ (Seite 141)? Es gibt in Deutschland heute angesichts von fragwürdigen Kuhhändeln zwischen Koalitionsparteien und blind unbekannte Texte abnickenden Abgeordneten wohl nicht wenige, die das genauso sehen, und das auch längst nicht mehr nur an den Stammtischen. Die Frage ist nur: Was folgt daraus? In „Mein Kampf“ war klar, was daraus folgt: Antisemitismus. Hitler schreibt über die „parlamentarische Regierungsform, die wir (…) so unheilvoll wirken sehen, und wirtschaftlich das System einer Gewerkschaftsbewegung, die nicht den wirklichen Interessen des Arbeitnehmers dient, sondern ausschließlich den zerstörenden Absichten des internationalen Weltjuden.“

Mangelndes Volksbewusstsein als Vorwand für die Diktatur
Hartz IV habe den Sinn, den Arbeiterführern „Geld und brasilianische Geliebte zukommen“ zu lassen? Klingt plausibel, vor allem wenn wir uns die jüngsten Nachrichten vor Augen halten, wonach Armut „politisch gewollt“ sei. „Mit dem Geld der Armen wurden die noch Ärmeren zum Wohle der Reichen derart beschwichtigt, dass sie in aller Ruhe ihre Krisengewinnlergeschäfte durchführen konnten“ (Seite 365)? Ja, so kommt einem das vor, solange das heutige Bildungssystem der oft bemühten Kassiererin beim Discounter nicht verrät, wie man erfolgreich wird. Tat es denn der „nationale Sozialismus“? Und gab es zwischen 1933 und 1945 keine Bonzen? Kriegsgewinnler? Profiteure von Enteignungen und Zwangsarbeiter, die in der Rüstungsindustrie unter übelsten Bedingungen schufteten? Doch! Massenhaft.

Gefährliches Verschweigen von Antisemitismus in der Kritik

Es ist natürlich auch Unsinn, wenn dann ein Kritiker (Thomas Knüwer) schreibt:

Geschickt umschifft Vermes auch die größte Klippe: die Judenvernichtung. Denn „die Sache mit den Juden” ist nicht lustig. Das findet auch Hitler. Und er sagt es.

Was einige Kritiker ebenfalls falsch einordnen: Das Buch „Er ist wieder da“ liefert keine Parodie auf Hitler. Es ist keine Satire. Die Figur Hitler ist Hitler. Es ist Hitler, wie er in den meisten der beschriebenen Situationen denken und urteilen würde, und wie er seine Urteile eben auch begründen würde, wenngleich vielleicht in einer variierten Sprache. Es ist insofern ein sehr gut recherchiertes Buch. Es ist populär und nicht wissenschaftlich recherchiert, sicher, mit vielen Entlehnungen aus „Der Untergang“ und damit von Joachim Fest, aber es bietet ein solides Hitler-Bild. Dieser Hitler ist ein Nazi, aber das ist ja nichts Schlechtes, lernt man über die fast vierhundert Seiten hinweg implizit immer wieder. Nazi zu sein, scheint der einzige Weg zu sein, um etwas gegen die verkrusteten Strukturen zu tun.

Martin Daumiller's insight:

""Nein", seufzte ich, "das heißt, bis auf den Führerbunker...".

Er lachte. Dann hielt er inne.

"Sagen Sie, Sie räumen mir doch den Kiosk nicht aus?"

Ich sah ihn empört an: "Sehe ich aus wie ein Verbrecher?"

Er sah mich an: "Sie sehen aus wie Adolf Hitler."

"Eben" sagte ich.""

Trotz aller Kritik, schafft Vermes Buch doch vor allem eines: Mit scharfsinnig, pointierten Dialogen einerseits genau eine Figur "Hitler" zu charakterisieren und gleichzeitig amüsanten Sarkasmus zu betreiben - eine Mischung, die Verbunden mit der Verwendung der "Ich"-Form beinahe Symphatie und Mitleid für den verblendeten, verwirrten und anfangs verwahrlosten Protagonisten erzeugt, bis der Leser plötzlich seiner eigenen Gedanken ertappt und mit der Morbidität Hitlers Ideen konfrontiert aufschrickt und nachsinnt. Ein gutes Buch auf mehreren Ebenen, das einen cleveren Blickwinkel auf unsere heutige Gesellschaft schafft und den Leser zum Nachdenken anregt, jedoch aufgrund mangelnder Konsistenz und schlechter Recherche kein "sehr gut" verdient.

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The Magus by John Fowles

The Magus by John Fowles | Book Diary | Scoop.it

"'The human race is unimportant. It is the self that must not be betrayed.'
'I suppose one could say that Hitler didn't betray his self.'
'You are right. He did not. But millions of Germans did betray their selves. That was the tragedy. Not that one man had the courage to be evil. But that millions had not the courage to be good.'"

The Magus is frustrating to review. Describing the plot gives away too much - but the plot and its conclusion isn't as important as the journey.
The story is about a young man going to a Greek isle as a teacher in the 50s. There he encounters an enigmatic figure, the Magus from the tile who changes his life completely. He appears to play a game with him, but face and fiction are soon not to be distinguished any more. It appears in its most straightforward form as a modern version of the myth of a hero's quest for maturity - divided into three sections (chaper1-9 "call to adventure", 10-67 trial and testing, leading to knowledge in the ritual, 68-77 heros return, achievment of maturity).

The author narrates the story from Urfes point of view, therefore drawing the reader very much into the game itself. As the protagonist, also the reader gets to question reality and accept the supernatural. However it is not about the supernatural, but rather about "the description of an immediate perception in figurative terms which expand to express an emotioal additude towards a more complex thing" - which is exactly what happens when Nicholas hears the word "prodotis". The reader feel, as it were, lost in a centre-less maze which leads them nowhere. Although the effect may be frustrating, one should keep in mind that the mise en abyme éclatée neatly echose the thematic message of the novel.

This link shows a letter written by John Fowles towards interpretations of this novel: "He suggests, that the one valid reality or principle for us lies in eleutheria - freedom. Accept that man has the possibility of a limited freedom and that if this is so, he must be responsible for his actions (...) humanely to all humans"

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The Logic of Failure by Dietrich Dörner

The Logic of Failure by Dietrich Dörner | Book Diary | Scoop.it

Dietrich Dörner is an authority on cognitive behavior and a psychology professor at the University of Bamberg, Germany. His research shows that our habits as problem solvers are typically counterproductive.
I this book he presents the work of computer simulation models that allowed participants to play the role of a decision maker in various complex settings and shows how they can be applied to real life situations, such as Chernobyl.
Dorner notes: “... real-world decision-making processes are rarely well documented, and it is hard, if not impossible, to reconstruct them. Reports on real processes ... are often unintentionally distorted or even intentionally falsified.” (p. 9)

Some of the ways in which we do so include:

- acting without prior analysis of situations,

- failing to anticipate side effects and long-term repercussions,

- assuming the absence of immediately obvious negative effects means that correct measures have been taken,

- being blinded to emerging needs and situational changes by over-involvement in ongoing projects, and

- being prone to cynical reactions.
Dörner suggests the following ideas to help dealing with complex situations in a better way:
1. Accepting the slowness of human thinking and thus taking more time (especially when it comes to understanding temporal configurations!)

2. Formulating goals in concrete terms: clarifying complex interrelationships carefully

3. Resisting our tendency to economize which promts us to omit certain steps in the thought process or to cimplify them as much as possible

4. Being aware of the human way of wanting to preserve a positive view of one's competence in a form of self-protection

5. Also think about problems we don't have, but might emerge as side effects of our actions.

 

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Levitt, Dubner: Superfreakonomics

Martin Daumiller's insight:

As in Freakonomics the authors follow the idea of incentives from an economical point of view. The authors state and depict that people respond to incentives which are not necessarily predictable. As an example they discuss the notion of Cable TV having improved the lifes of women in India and walking drunk being more dangerous than driving drunk.

 

Chapter 1: How is a street prostitute similar to deparment store santa?

Data collected from Sudhir Venkatesh’s surveys (http://economics.uchicago.edu/pdf/Prostitution%205.pdf) are presented: "Combining transaction-level data on street prostitutes with ethnographic observation and official police force data, we analyze the economics of prostitution in Chicago. Prostitution, because it is a market, is much more geographically concentrated than other
criminal activity. Street prostitutes earn roughly $25-$30 per hour, roughly four times their hourly wage in other activities, but this higher wage represents relatively meager compensation for the significant risk they bear. Prostitution activities are organized very
differently across neighborhoods. Where pimps are active, prostitutes appear to do better, with pimps both providing protection and paying efficiency wages. Condoms are used only one-fourth of the time and the price premium for unprotected sex is small. The
supply of prostitutes is relatively elastic, as evidenced by the supply response to a 4th of July demand shock. Although technically illegal, punishments are minimal for prostitutes and johns. A prostitute is more likely to have sex with a police officer than to
get officially arrested by one. We estimate that there are 4,400 street prostitutes active in Chicago in an average week."
In summary the authors suggest that street prostitute is similar to a department store santa, as both take advantage of short-term job opportunities (e.g. holiday spikes) in demand.

 

Chapter 2: Why should Suicide bombers buy Life Insurance?
The effects of surnames in academia (http://www.cesifo-group.de/portal/page/portal/DocBase_Content/WP/WP-CESifo_Working_Papers/wp-cesifo-2007/wp-cesifo-2007-03/cesifo1_wp1948.pdf) are discussed, as well as why terrorism is so cheap. It is shown how the ER management system Azyxxi was introduced and how it proofes the power of statistics. Drawing this point further, the authors suggest that one of the defining characteristic of (and ways to track) suicide bombers is, that they dont acquire life insurances.

 

Chapter 3: Unbelievable Stories about Apathy and Altruism

Levitt and Dubner set the social psychological story of the murder of Kitty Genovese straight and moderate the drastic impact of the bystander effect in this example as it is presented in most psychology books.

 

Chapter 4: Fix is in – and It’s cheap and Simple

This part deals with unintended consequences and simple fixes. It is stated that cheap and Simple fixes often solve problems that seem impervious to any solution. To make that point, examples of Ignaz Semmelweis (who came up with the simple fix of desinfecting hands to solve perpetual fever and went crazy trying to convince others about that), seat belts, child seats and the possibility of reducing hurricanes.

 

Chapter 5: What do Al Gore and Mount Pintabu have in common?

This chapter discusses externalities and global warming and I consequently the most discussed part.

 

 

In summary this book (as well as its textbook "quantitive analysis and statistics") presents data as a fun thing to deal with and is written in light, entertaining style.

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Levitt, Dubner: Freakonomics

Martin Daumiller's insight:

The bestseller by Steven Levitt and Stephen Dubner wasn't written with an eye toward academia, but nevertheless has been employed there: Senior Honors Thesis Seminar at Berkeley used it as the only textbook, other Universities such as the American University or NYU employed it regulary.

 

To follow this new usage, HarperCollins compiled an Instructor's and Student's Guide free of charge to allow students to effectivly review the individual chapters, become clear about the main points and test their knowledge.

 

Themes and fundamental ideas of this book are

- Positive vs. normative Analysis: scientific assessment of data

- The nature of scientific inquiry: often unconventional methods of data gathering are required to make sense of the world

- Incentives (moral - consciences / conviction, social - shame/glory, economic reasons trigger our actions): "The typical economist believes the world has not yet invented a problem that he cannot fix if given a free hand to design the proper incentive scheme.”

- Conventional wisdom: The authors argue that the conventional explanations for many social issues is often not correct

- Subtle causes for dramatic effects: “the answer to a given riddle is not always right in front of you.”

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Dietrich Dörner - Bauplan für eine Seele

Dietrich Dörner - Bauplan für eine Seele | Book Diary | Scoop.it

The MicroPsi project has its roots in an architecture for emotional agents, the Artificial Emotion Project. Our agents are based on executable semantic networks (for lack of a better name, we refer to them as AEP node nets), and a great deal of our work is concerned with providing and extending a framework to run and test agents.

Martin Daumiller's insight:

Das von Dietrich Dörner 1999 erstmalig veröffentlichte Buch versucht zu zeigen, daß und wie man psychische Vorgänge auf Maschinen nachbilden kann. Dieser Ansatz ist nicht neu und schon leit längerem Gegenstand der Kognitionswissenschaften. Neu in Dörners Ansatz ist jedoch der Gedanke "künstlicher Emotion":

Um aufzuzeigen, inwieweit sich die Seele um ein informations-verarbeitendes System handelt, baut der Autor im Rahmen des Buches selbst eine, indem er eine Dampfmaschiene namens "Psi", welche zuerst aus einfachen Regelschaltkreisen besteht, durch Hinzufügen von Wahrnehmung, Emotion, sozialen Bedürfnissen und Sprache, zu einem autonomen, selbstreflektierenden Individuum entwickelt. Dabei basiert jegliches Vorgehen auf der Basis von Neuronenschaltungen, welche schrittweise komplexer und abhängiger werden. Dörners Ziel ist zu zeigen, dass auf Basis solcher Schaltungen jegliches menschlichen Verhalten erklärt werden kann.

Dörners Buch ist freilich sehr interessant zu lesen, fasst es doch entscheidene psychologische Theorien, erklärt diese mit Witz und Charme und bettet sie in seine Theorie ein. Viel interessanter jedoch ist es die Wellen zu betrachten, welche sein Buch geschlagen hat:

 

Die von Dörner entwickelte PSI-Theorie umfasst also die Emotion, Regulation und Auswahl menschlichen Verhaltens und modelliert das menschliche Gehirn als eine informationsverarbeitende Instanz, welche lediglich durch einige, grundlegende Prinzipien (in Form von physiologischen, sozialen und kognitiven Antrieben) gesteuert wird. Gelernt wird durch autonomes Ausprobieren und Enkodierung entsprechender semantischer Zusammenhänge in einem hirarchisch auffächernden Netzwerk, welches auf einfachen Sensoren und Rezeptoren beruht.

 

Eine interessante Anwendung liegt beispielsweise in dem hier verlinkten MicroPsi Projekt vor, welches versucht systematisch, ausgehenden von der PSI-Theorie, künstliche Intelligenz (welche sich selbst entwickelt) im Rahmen einer Computer-Software zu programmieren.

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Paul Watzlawick: Menschliche Kommunikation - Formen, Störungen, Paradoxien

Paul Watzlawick: Menschliche Kommunikation - Formen, Störungen, Paradoxien | Book Diary | Scoop.it

In seinem Erstlingswerk, das mittlerweile als Klassiker anzusehen ist, beschreibt Paul Watzlawick die pragmatischen Wirkungen der menschlichen Kommunikation, unter besonderer Berücksichtigung von Verhaltensstörungen, wobei er versucht entsprechende Denkmodelle zu formulieren und Sachverhalte zu veranschaulichen.

 

Als Kommunikationsaxiome postuliert er:
1. Man kann nicht nicht kommunizieren - Sobald zwei Personen sich gegenseitig wahrnehmen können, kommunizieren diese miteinander, da jedes Verhalten kommunikativen Charakter hat. Zugleich bedeutet dies, dass Verhalten kein Gegenteil hat.

Gestörte Kommunikation kann somit durch Ignorieren (Abweisung), Widerwilliger Annahme, Entwertung des Gespräches, etc entstehen

2. Jede Kommunikation hat einen Inhalts- (was?) und Beziehungsaspekt (wie?), derart, dass letzter den ersteren bestimmt und daher eine Metakommunikation ist. Erfolgreiche Kommunikation braucht also Einigkeit auf der Beziehungsebene.

3. Die Natur einer Beziehung ist durch die Interpunktion der Kommunikationsabläufe seitens der Partner bedingt. Sender und Empfänger gliedern den Kommunikationsverlauf unterschiedlich und schreiben ihr eigenes Verhaltens oft nur als Reaktion auf das des Partners. Erfolgreiche Kommunikation benötigt daher, das Begreifen eines Kommunikationsablaufes als Regelkreis und gleicher Interpunktion der Kommunikationspartner.

4. Menschliche Kommunikation bedient sich analoger (archaisch, Beziehungen zwischen Dingen und Menschen) und digitaler (logische, abstrakte Sprache, Informationen) Modalitäten, welche sich gegenseites ergänzend entsprechend Beziehungs- und Inhaltsaspekt übermitteln. Erfolgreiche Kommunikation setzt also eine gleiche Richtung beider Modalitäten voraus.

5. Zwischenmenschliche Kommunikationsabläufe sind entweder symmetrisch (Ungleichheiten werden vermindert, Streben nach Gleichheit) oder komplementär (Man versucht sich möglichst gut zu ergänzen). Erfolgreiche Kommunikation benötigt also ein ausgeglichenes Verhältnis beider Interaktionsformen.

 

Paradoxa definiert Watzlawick als "... einen Widerspruch, der sich durch folgerichtige Deduktion aus widerspruchsfreien Prämissen ergibt". Hierbei unterscheidet er

1. Logisch-mathematische Paradoxien (Antinomien): Klasse aller Klassen

2. Paradoxe Definitionen (semantische Antinomien): Ich lüge

3. Pragmatische Paradoxien: Soldat von Sevilla

Diese überträgt er auf die Kommunikation im Sinner mindestens zweier enthaltener Teile die widersprüchlich sind und schließt mit der Doppelbindungstheorie ab, welche eine enge Beziehung dieser Personen vorschreibt, eine entsprechende Mittteilung enthält und dem Empfänger nicht die Möglichkeit gibt der Beziehungsstruktur zu entgehen oder zu metakommunizieren - dieser sich also in einer unhaltbaren Situation befindet.

Dies wird schlussendlich auch als eine Methode der Therapie genannt, im Sinne der paradoxen Aufforderung "Sei spontan", dem Patienten sein eigenes Symptom verschrieben wird und somit gar keine andere Wahl hat als dieses entweder einzusehen oder sich zu bessern.

 

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Math Girls by Hiroshi Yuki

Math Girls by Hiroshi Yuki | Book Diary | Scoop.it

Math Girls, translated from the Japanese novel, 数学ガール, is a recent book about a collection of conversations between high school students on how to solve mathematics problems that require deep thought. Each chapter focuses on a historically significant problem, which (in some cases) can be solved via more than one approach. In addition to tutoring readers on how to solve math problems, the conversations between the students are on mentoring each other on how to think, approaches for tackling a new problem, and understanding difficulties associated with the learning process.

Among the general populous, for some inexplicable and unjustified reason, mathematics has come to symbolize and embody the horrors of required schoolwork and the inability of earnest students to make headway. When the narrator falls into this mathematical rut, Miruka consoles him with wisdom that all math majors gratefully received at some point in their careers from their teachers:

"‘I couldn’t solve it,’ I said, ‘I got lost.’ ...
‘You’re hardly the first mathematician to go down the wrong path. But you know what? If you don’t go looking, you’ll never know what you might have found. If you don’t try new things, you’ll never know what you’re capable of. We’re on a journey here. Sometimes we get tired, and sometimes we get lost. But that’s no reason to give up. ... If you get tired, rest. If you get lost, backtrack. That’s what the journey is all about." (p. 252)

Math Girls is not a novel. To dub it a “romance” or “love story” would be grossly misleading. It is a math book that clearly reads like one written by an author who truly loves mathematics. Some viewed the intended message of the book to be about the awkwardness of teenagers, freedom of exploring interests outside of prescribed courses of study, and the delights of self-directed learning, as can be gleaned from conversations in which the narrator urges Tetra to play with math until she is satisfied with explanations, to see the beauty in elegant proofs and approaches, and not to focus on solving math problems as a means to some other ends.
In any case this book summarizes important Analytical theorems in a lighthearted and easy-to-understand manner. It incorporates proofs in fluent text and certainly is a one-of-a-kind book.

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Bloodlands by Timothy Snyder

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Bloodlands presents the Second World War with a different perspective: Instead of studying Nazi atrocities or Soviet atrocities separately, he looks at them together and merges the Ukrainian famine, the Holocaust, Stalin’s mass executions and the planned starvation of Soviet POWs to similar reasons. He presents a focus of WW2, as the title suggests, on the Europe between Hitler and Stalin, but shows also that their leading styles where partly not that different and the way they cooperted until 1941, for instance against the Polish people and the Jews. The auther suggests that Hitler and Stalin  shared a certain politics of tyranny by bringing  catastrophes, blaming the enemy of their choice, and then using the death of millions for their political ideas: “In this competition for memory, the Holocaust, the other German mass killing policies, and the Stalinist mass murders became three different histories, even though in historical fact they shared a place and time.”

He stresses that each of them had some kind of a transformative Utopia - but the realisation of only one of them was possible - which lead to some of the most extreme results of the second wold war: A policy of mass murder that could be proclaimed as a kind of ersatz victory.

Each of the dead became a number. Between them, the Nazi and Stalinist regimes murdered more than fourteen million people in the bloodlands. The killing began with a political famine that Stalin directed at Soviet Ukraine, which claimed more than three million lives. It continued with Stalin's Great Terror of 1937 and 1938, in which some seven hundred thousand people were shot, most of them peasants or members of national minorities. The Soviets and the Germans then cooperated in the destruction of Poland and of its educated classes, killing some two hundred thousand people between 1939 and 1941. After Hitler betrayed Stalin and ordered the invasion of the Soviet Union, the Germans starved the Soviet prisoners of war and the inhabitants of besieged Leningrad, taking the lives of more than four million people. In the occupied Soviet Union, occupied Poland, and the occupied Baltic States, the Germans shot and gassed some 5.4 million Jews. The Germans and the Soviets provoked one another to ever greater crimes, as in the partisan wars for Belarus and Warsaw, where the Germans killed about half a million civilians. These atrocities shared a place, and they shared a time: the bloodlands between 1933 and 1945.

 

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