Bildung
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Wie sich Gedanken entwickeln...

Ein kurzer Ausflug in die Welt, der sich verselbstständigenden Gedanken

schnelle-germany's insight:

„Wie Gedanken sich materialisieren“ oder „Wie wird aus der Idee ein Produkt?“
Florian Schnelle @ http://schnelle-germany.de
Dieses Dokument stellt keine wissenschaftliche Arbeit dar und darf in unveränderter Form gerne weitergegeben werden.

 


Es ist schon gewaltig, was Menschen sich so einfallen lassen.
Aus Dampfmaschinen werden Generatoren und Ottomotoren, aus dem Traum vom Fliegen Verkehrsmaschinen, die Personen und Fracht auf dem Luftweg befördern.

Wie aus einer Idee ein Produkt, etwas Greifbares und (mehr oder weniger) sinnvolles entsteht, ist nahezu jedem Menschen klar:
Am Anfang steht eine Idee, die, je mehr man darüber nachdenkt, Form annimmt. Sie entwickelt sich also, in dem man sich mit ihr beschäftigt. Sie wird verändert, zurechtgebogen und eines Tages zu Papier gebracht. Nun können sich weitere Menschen dieser Idee annehmen, diese verbessern und weiterentwickeln.


Auf der zwischenmenschlichen Ebene:
Verknüpfen wir nun derartige Erkenntnisse mit Ideen über andere Menschen, so entwickeln sich auch diese weiter.
Findet keine weitere Kommunikation statt, so entsteht aus einem „Ersten Eindruck“ bei weiteren Gedanken ein komplettes Bild von einer fremden Person, welches korrekt, aber auch völlig falsch sein kann.
Was immer wir an Material haben, versuchen wir logisch zu verknüpfen.
Eindrücke wie Geruch, Kleidung, Artikulation, Körperhaltung, usw. verknüpfen wir mit bereits bekannten Charakteren, Vorurteilen und bauen uns so ein grobes Profil zusammen.
Ein nach Öl und Schmierfett riechender Mensch kann für den einen Beobachter den Eindruck eines tüchtigen Mechanikers erwecken, der gerade von der Arbeit kommt, während der andere Beobachter schrecklich empört reagiert, wie sich jemand mit solch schlechter Hygiene unter Menschen wagen kann.
Der Herr im feinen Anzug kann auf den ersten Blick ein Hausierer sein, der einem unsinnige Verträge aufschwatzen will, ein trauernder Mensch, der gerade von einer Beerdigung kommt oder auch ein Staatsanwalt, der im Restaurant die Details einer wichtigen Verhandlung durchsprechen möchte.
Der verschwitze Mann, der im Jogginganzug eine Zeitung kauft, ähnelt dem verschwitzten Mann, der sich morgens seine erste Flasche Alkohol gönnen möchte, sehr stark.

 


Ort, aktuelle Tätigkeit, Aussehen und ggf. Uhrzeit wird von unserem Unterbewusstsein binnen Sekunden kombiniert und mit bereits gemachten Erfahrungen, Klischees und weiteren verfügbaren Informationen verglichen.
Heraus kommt ein klares Bild, welches den Eindruck erweckt, den Menschen gegenüber korrekt eingeschätzt zu haben. Dieses Bild beeinflusst ab sofort unter Verhalten und unsere Gedanken bezüglich der gerade beobachteten Person.


Werden wir nun gefragt, welchen Beruf diese Person nun haben mag, welche Interessen oder welche Musik diese Person hören mag, können wir nur Schätzungen liefern.
Derartige Schätzungen können zutreffend sein, aber haben kaum Aussagekraft.

 

 


„Wie Gedanken sich materialisieren“ oder „Wie wird aus der Idee ein Produkt?“
Florian Schnelle @ http://schnelle-germany.de
Dieses Dokument stellt keine wissenschaftliche Arbeit dar und darf in unveränderter Form gerne weitergegeben werden.

 

 


Gewaltig werden die Ausmaße von Fehleinschätzungen, wenn diese nicht möglichst schnell geklärt werden.
Wenn in Streitfällen nicht der direkte Dialog gesucht wird, sondern ein Gespräch mit nahezu unbeteiligten Dritten stattfindet.
In einem derartigen Gespräch versucht nun die Person, die sich in einem vermeintlichen Konflikt befindet, den Gesprächspartner mit den eigenen Gedanken zu beeinflussen und somit künstlich einen Fürsprecher zu gewinnen. Somit versuchen nun, von einer Seite betrachtet, zwei nahezu unwissende Personen, Theorien zu entwickeln, die für sie persönlich möglichst logisch und somit glaubwürdig sind. Ab diesem Punkt, wird es in der Regel schwer, Meinungen anderer zu akzeptieren und die Basis für einen Streit mit verhärteten Fronten ist erschaffen.


Selbst bei einem anfänglich reinen Interessenskonflikt zwischen zwei oder mehreren Personen kann der fehlende Dialog in einem Streit enden, der weite Kreise zieht.
Dabei ist der Auslöser oft eine Nichtigkeit, die aufgrund von „spannend“ machenden, erfundenen Ausschmückungen in den eigenen Gedanken oder auch beim Versuch, dritte zu manipulieren,
im schlimmsten Fall zu einer erfundenen Straftat führen kann.

 

 


In Industrie und Wissenschaft:
Um ein Produkt zur Marktreife zu führen, oder aufgestellte Thesen zu wissenschaftlichen Aussagen zu formulieren, sind ähnliche Vorgänge notwendig, wie im oberen Absatz beschrieben.
Der einzige Unterschied ist die Art des Dialoges, da es um Dinge/Thesen geht, die sich zunächst einmal nicht persönlich angegriffen fühlen können. (Wohl aber deren Verfechter….)
In der Produktentwicklung gilt es, die Phantasie mit vorhandenen Erkenntnissen und erlerntem Wissen zu verknüpfen. Die Kombination guter Ideen schafft in kreativen Köpfen weitere, teilweise völlig neue Ideen, die ihrerseits wieder verändert, verbessert, oder mit weiteren Ideen verknüpft werden können. Ein treffendes Beispiel ist das Hybrid-Auto, welches die Idee der Elektromotoren zum umweltschonenden Fahren mit der Reichweite eines Otto-Motors kombiniert.
In rein wissenschaftlichen Bereichen, so kommt es mir immer mehr vor, werden Standpunkte eingenommen, von denen aus über möglichst schlüssige Argumentation und das Anführen von Studienergebnissen versucht wird, Fürsprecher der eigenen Theorien zu finden und somit die eigenen Thesen zu bestätigen.


<< Über Statistiken und der geschickten Durchführung von Studien, um gezielt ein bestimmtes Ergebnis wissenschaftlich korrekt zu erhalten, äußere ich mich in einer weiteren Veröffentlichung. >>

 


Grundsätzlich sind es aber die in zwischenmenschlichen Beziehungen sehr schädlichen Gedankenspiele, die die Entwicklung neuer Ideen und neuer wissenschaftlich fundierten Erkenntnisse maßgeblich voran führen und dafür sorgen, dass immer wieder neue Produkte auf den Markt kommen, hinter denen sich die verschiedensten, genialen Ideen verbergen.

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Via theo byland
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Was passiert beim Suchen im Gehirn?

Was passiert beim Suchen im Gehirn? | Bildung | Scoop.it

Warum schaffen wir es oft, selbst die sprichwörtliche Nadel im Heuhaufen zu finden? Und warum entwickeln wir beim Suchen meist eine Art Tunnelblick? Diese Frage haben US-amerikanische Forscher jetzt genauer untersucht - mit überraschenden Ergebnissen: Denn unser Gehirn mobilisiert bei einer solchen Suche fast alle Ressourcen. Selbst Hirnbereiche, die eigentlich ganz andere Aufgaben haben, werden nun mit eingespannt. Diese Umwidmung der Zuständigkeiten erst macht es uns möglich, trotz der verwirrenden Vielfalt von Objekten um uns herum genau das herauszufiltern, das wir gerade suchen, so die Forscher im Fachmagazin "Nature Neuroscience".

Wenn wir unseren Schlüssel suchen oder einen Bekannten in einer Menschenmenge entwickeln wir fast eine Art Tunnelblick: Wir scannen die Umgebung systematisch nach genau dem gesuchten Objekt ab, was nicht passt, wird ignoriert. Wir konzentrieren uns voll und ganz darauf, inmitten der vielen ablenkenden Formen, Farben und Strukturen genau die zu finden, die unserem gesuchten Objekt entsprechen. Was dabei in unserem Gehirn geschieht, war bisher jedoch weitgehend unbekannt, wie Tolga Cukur von der University of California in Berkeley und seine Kollegen erklären.....


Via Thomas Menk
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