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Welcome to 2013, the International Year of Quinoa

Welcome to 2013, the International Year of Quinoa | Agrarforschung | Scoop.it
Can we call quinoa a grain? Why do people care?  Where did all these geese feet come from, and what does Ban Ki-moon have to do with it?  On long winter runs, Katherine’s mind wanders over such que...

Via Annals of Botany: Plant Science Research
AckerbauHalle's insight:

2013 - das Jahr von Quinoa? Hier ist wohl sehr viel Optimismus im Spiel

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Aktuelle Meldungen aus der Agrarforschung
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Willkommen im Allgemeinen Pflanzenbau / Ökologischen Landbau der Universität Halle

Willkommen im Allgemeinen Pflanzenbau / Ökologischen Landbau der Universität Halle | Agrarforschung | Scoop.it

Informationen rund um die Agrar- und Ernährungswissenschaften.

AckerbauHalle's insight:

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Twitter: https://twitter.com/AckerbauHalle

Facebook:https://www.facebook.com/pages/Allgemeiner-Pflanzenbau-Universität-Halle/184570258232015

YouTube: https://www.youtube.com/channel/UCHQN_QeKjti97UWb7-XWNDA?feature=guide

Blogger: http://agronomyontour.blogspot.de

 

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Freiland-Eier: Alles nur Mogelei

Freiland-Eier: Alles nur Mogelei | Agrarforschung | Scoop.it
Schwerin - Fast die Hälfte (47,8 Prozent) der Legehennen in Mecklenburg-Vorpommern lebt in Freiland-Betrieben.
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Wege des Fleisches | ARTE

Wege des Fleisches | ARTE | Agrarforschung | Scoop.it
Woher kommt unser täglich Fleisch? ARTE zeigt eine spannende Recherchereise rund um eines unserer wichtigsten Lebensmittel. Die Untersuchung beginnt dort, wo der Verbraucher jeden Tag entscheidet, was er kaufen will: im Supermarkt. Was genau steckt hinter klangvollen Namen wie „Gut Ponholz“, „Wilhelm Brandenburg“ oder „Boucherie St. Clement“. Jenny Roller-Spoo und Jens Niehuss wollen wissen, was die Rückverfolgungssysteme des Handels über die Herkunft des Fleisches verraten. Beide waren überrascht: Beim gemischten Hackfleisch der Discounter Aldi-Nord und Lidl sind unter Herkunft acht verschiedene Regionen in Deutschland genannt. Wie viele Tiere stecken also in einer Packung? Die Antwort: Es ist Fleisch von 150 Schweinen und 60 Rindern.

Bei den Packungen, die nach Frankreich geliefert werden, ist es genauso. Schnell stoßen die Autoren an die Grenzen der exakten Rückverfolgbarkeit des verarbeiteten Fleisches. Denn die Mengen, die konsumiert werden, sind zu gewaltig und die Lieferketten zu unübersichtlich.

Diese verzweigten Handelswege machen die gesamte Branche anfällig für Betrug. Den Beweis erbringen immer wieder neue Skandale wie der Pferdefleischskandal von 2013. Betrüger schleusten in großen Mengen Pferdefleisch in die Lebensmittelkette und gaben es als Rindfleisch aus. In Supermärkten unter anderem in Frankreich und Deutschland tauchte in Rindfleisch-Produkten Pferdefleisch auf. Für Experten zeigt dieser Skandal nur die Spitze eines Eisbergs. Doch wie war er überhaupt möglich? Die Dokumentation folgt den Spuren eines Betrügers und erklärt exklusiv, welche Tricks Kriminelle nutzten, um uns Pferd als Rind zu verkaufen. Kontrollen? Behörden sind oft machtlos, sie können kriminelle Verstöße vielfach nicht nachweisen.

Whistleblower aus der Branche dagegen müssen einen hohen Preis zahlen. Das zeigt der Fall von Miroslaw S.: Der Lkw-Fahrer deckte einen der gravierendsten Gammelfleisch-Skandale in Deutschland auf und verlor anschließend seinen Job.
AckerbauHalle's insight:

Heute auf Arte um 20.15 Uhr

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Erfinderschutz auf Pflanzen: Brokkoli mit Patent

Erfinderschutz auf Pflanzen: Brokkoli mit Patent | Agrarforschung | Scoop.it
BERLIN taz | Das Europäische Patentamt will weiter Patente auch auf Pflanzen erteilen, die nicht gentechnisch verändert wurden. Das macht eine Entscheidung der Großen Beschwerdekammer des Amtes deutlich, die nun bekannt geworden ist. Zwar verbietet das Europäische Patenteübereinkommen Schutzrechte für im wesentlich biologische Züchtungsverfahren. Aber es sei nicht untersagt, die dabei entstehenden Pflanzen zu patentieren, teilte Amtssprecher Rainer Osterwalder der taz mit. „Das ist nirgendwo vorgesehen im Patentrecht“.
Patente auf Lebewesen gefährden Umweltschützern zufolge die globale Ernährungssicherheit. Denn Züchter dürfen patentgeschützte Pflanzen nur weiterzüchten, wenn deren Hersteller einverstanden sind. Der US-Konzern Monsanto etwa kann dafür so hohe Gebühren verlangen, dass vor allem kleine Zuchtfirmen die Pflanzen nicht weiterentwickeln. Dabei muss dringend Saatgut an den Klimawandel angepasst werden.
Deshalb reagierte das Bündnis „Keine Patente auf Saatgut!“ empört auf die lange erwartete Grundsatzentscheidung. Sie höhle das Verbot der Patentierung konventioneller Züchtungsverfahren komplett aus. „Wenn jemand ein Patent auf eine Pflanze mit bestimmten Eigenschaften hat und das Verfahren frei genutzt werden kann, kann es niemand verwenden, weil er ja automatisch zu der Pflanze kommt, die patentiert ist“, erläuterte Sprecher Christoph Then. Ähnlich äußerte sich der Bundesverband Deutscher Pflanzenzüchter.
Then warf dem Patentamt „eine interessengeleitete Auslegung des Patentrechts“ vor. „Das Patentamt verdient ja daran, Patente zu erteilen“, kritisierte der Aktivist. „Wir fordern die europäischen Regierungen auf, jetzt politisch Druck auf das Europäische Patentamt auszuüben, um diese Praxis sofort zu stoppen“, ergänzte er.
Obwohl die deutsche Bundesregierung sich laut Koalitionsvertrag für ein europaweites Verbot der Patentierung von konventionell gezüchteten Pflanzen und Tieren einsetzen will, sei sie bislang untätig geblieben. „Wir appellieren an den zuständigen Bundesjustizminister Heiko Maas, jetzt so rasch wie möglich eine Initiative im Verwaltungsrat des Europäischen Patentamtes zu starten.“ Sonst werde das Patentamt das gesetzlich verankerte Patentierungsverbot weiter aushebeln. Bislang habe das Ministerium erklärt, dass es die jetzige Entscheidung des Patentamts abwarten wolle.
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Wissenschaftliche Studie: Die schmerzvolle Qual der Schweine | BR.de

Wissenschaftliche Studie: Die schmerzvolle Qual der Schweine | BR.de | Agrarforschung | Scoop.it
Eine neue Studie der tierärztlichen Fakultät der Uni München hat den Zustand von Mastschweinen in Bayern untersucht. Die Ergebnisse sind alarmierend, was den Tierschutz betrifft. Der Bund Naturschutz fordert Konsequenzen.

 

Eine neue Studie der tierärztlichen Fakultät der Uni München hat den Zustand von Mastschweinen in Bayern untersucht. Die Ergebnisse sind alarmierend, was den Tierschutz betrifft. Der Bund Naturschutz fordert Konsequenzen.

Endstation Schlachthof. In Bayern werden jedes Jahr etwa fünf Millionen Schweine geschlachtet. Nach der Anlieferung begutachtet ein Tierarzt ihren Gesundheitszustand.

Schon seit längerem fällt dabei immer wieder auf, dass die Gliedmaßen der Tiere Veränderungen aufweisen.

Das lässt auf eine nicht tiergerechte Haltung rückschließen. Bisher allerdings wurde das wenig beachtet. Nun hat Tiermedizin-Professor Manfred Gareis von der Münchener Ludwig- Maximiliansuniversität dazu eine Studie vorgelegt. In einer Dissertation wurde an verschiedenen bayerischen Schlachthöfen überprüft, wie viele Schweine in Bayern betroffen sind. 

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Ich mag zum Thema Tierhaltung nun kaum noch etwas sagen, da die Anfeindungen der Branche und der Verbände ja immer massiver werden, aber irgendwie scheint es doch Probleme zu geben, oder? 

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Der Blick zurück #8 auf Agrarwissenschaften und Nachhaltigkeit

Kurz und knapp, ohne Anspruch auf Vollständigkeit und völlig subjektiv in der Auswahl. Was ist mir aufgefallen in der letzten Woche in Umfeld Agrarwissenscha...
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In diesem Rückblick einmal mit dem Fokus auf die Rezeption des   Gutachten des wiss. Beirates zur Zukunft der Nutztierhaltung in Deutschland. 

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Prof. Isermeyer wünscht nationalen Dialog mit Bürgern zur Zukunft der Nutztierhaltung in D

Prof. Isermeyer wünscht nationalen Dialog mit Bürgern zur Zukunft der Nutztierhaltung in D | Agrarforschung | Scoop.it
Im Interview erläutert Prof. Dr. Folkhard Isermeyer, Präsident des Thünen-Instituts, sein Konzept für einen öffentlichen Diskurs über die Zukunft der Nutztierhaltung in Deutschland. Er fordert die Verbraucher mit fundierter Information zu versorgen und so in die Lage zu versetzen, am Dialog über die künftige Ausrichtung der Tierhaltung teilzunehmen. Auch zur Finanzierung des zu erwartenden Mehraufwands …
AckerbauHalle's insight:

Nochmals bei Stallbesuche ein interessante Interview mit Prof. Isermeyer zur Zukunft der Nutztierhaltung. Sein Vorschlag: ein öffentlicher Diskurs. 

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Neolithische Revolution: Jäger und Sammler waren schon vor 10.000 Jahren out

Neolithische Revolution: Jäger und Sammler waren schon vor 10.000 Jahren out | Agrarforschung | Scoop.it
Nach dem Ende der Eiszeit um 12.500 vor Christus wurde es in Mitteleuropa wärmer und feuchter. In der Folge verschwanden die offenen Grassteppen mit ihren Rentier- und Wildpferdeherden. Es kam zu einem Rückgang von Wildgetreide und anderen essbaren Pflanzen. Wälder breiteten sich aus, sie brachten andere Tiere mit (insbesondere Rotwild) und neue Vegetation (Haselnusssträucher).

Der Schwerpunkt der Besiedlung verlagerte sich an die Gewässer. Flussläufe wurden zu Kommunikationswegen. Erstmals finden sich Einbäume und Paddel. Die Forschung bezeichnet diese Periode als Mittelsteinzeit oder Mesolithikum.
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Jetzt hätte ich fast geschrieben: " zum Wochenenden noch etwas Besinnliches", aber da wäre nicht ganz adäquat. Es ist ein schöner Artikel (mit Video) zur neolithischen Revolution. 

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Bio-Lebensmittel sind 70 Prozent teurer

Bio-Lebensmittel sind 70 Prozent teurer | Agrarforschung | Scoop.it
Bio-Lebensmittel sind im Schnitt 70 Prozent teurer als konventionelle, aber nur die Markenprodukte. Die größten Preisunterschiede finden sich bei Fisch, Süßwaren und Molkereiprodukten.
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An American Plate That Is Palatable for Human and Planetary Health

An American Plate That Is Palatable for Human and Planetary Health | Agrarforschung | Scoop.it
What we eat determines our health. It also decides the health of our planet. In the newly proposed Dietary Guidelines, the US is finally moving towards acknowledging the fundamental connections between human and planetary health. The improved diets suggested in the guidelines, offers the US a major opportunity to position itself as a global frontrunner in tackling both the public health and environmental challenges of today.

Every five years the federal government issues advice on what constitutes a healthy diet, through by the Dietary Guidelines Advisory Committee (DGAC). The newly proposed Dietary Guidelines for the first time recognizes the unequivocal connections between the health of humans and the planet. The US government is yet to decide whether to adopt the recommendations - a process which has been rendered all the more tenuous by the outcry of the meat industry.

The controversy surrounds the DGAC's assessment that a diet higher in plant-based foods and lower in animal-based foods could significantly reduce the environmental impacts of the US food and agriculture sector, and thereby ensuring access to sufficient, nutritious and safe food for both the current population and future generations. We find this controversy very regrettable, as the DGAC conclusion is backed by the mandated panel of experts' broad range of consultations and robust body of scientific literature.

Food systems, both in the US and globally, currently operate in ways that are unsustainable both for human and planetary health. While food is one of the most vital human needs, food production is also one of the most resource demanding human activities. Agriculture is responsible for up to 30% of global greenhouse gas emissions, with 14.5% of global emissions caused by livestock production alone. In general, one calorie of animal protein requires more than 11 times as much fossil energy input as producing one calorie of plant protein.

This has, for instance, led the European Union to adjust its dietary recommendations - through its Roadmap to a Resource Efficient Europe - to less animal-based and more plant-based foods. The time has come for the US to do the same. Today, there is enough scientific evidence in support of benefits for human health of adopting a sustainable low-animal protein, plant-based diet for such an integration to be part of modern dietary guidelines. Not acknowledging this would be to deny the most recent science.

With current trends in population growth and changing dietary preferences following economic development, an estimated 50-70% more food must be produced by 2050 to meet the demands of a larger and wealthier world population estimated to reach 9-10 billion. With unsustainable diets kept unabated, this would likely result in the emissions from food systems alone pushing the world across the critical threshold of 2°C globalwarming.
AckerbauHalle's insight:

Ich bin ja bekanntermaßen kein so großer Freund der Huffington Post, aber dieser Beitrag ist - wg. Inhalt und Autoren - sehr lesenswert. Wie sieht eigentlich eine nachhaltige Ernährung aus. 

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Bauern kritisieren Gutachten: Wie glücklich muss ein Schwein sein?

Bauern kritisieren Gutachten: Wie glücklich muss ein Schwein sein? | Agrarforschung | Scoop.it
Die Massentierhaltung müsse sich um 180 Grad drehen, fordern Wissenschaftler. Doch die Bauern werfen den Gutachtern Weltferne vor. Und Agrarminister Christian Schmidt? Der duckt sich weg.
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FAZ online folgt der Diskussion um das Gutachten des Beirates für Agrarpolitik zur Nutztierhaltung in D

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Die größte Indoor Vertical Farm der Welt braucht weder Sonne noch Boden

Die größte Indoor Vertical Farm der Welt braucht weder Sonne noch Boden | Agrarforschung | Scoop.it
Das neue Anbausystem braucht weder Sonne noch Boden, nur wenig Wasser und ist extrem produktiv: eine potentielle Lösung für baldige Probleme?
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Landwirtschaft: Gutachter fordern radikale Wende in der Tierhaltung

Landwirtschaft: Gutachter fordern radikale Wende in der Tierhaltung | Agrarforschung | Scoop.it
Bürger sind kritisch, Bauern unter Druck. Der Bund gab ein Gutachten in Auftrag. Es fordert enorme Änderungen - im Alleingang. Das wird teuer.

 

Die Tierhaltung in Deutschland ist in ihrer jetzigen Form nicht zukunftsfähig. Zu diesem drastischen Schluss kommen mehrere Wissenschaftler in einem Gutachten im Auftrag der Bundesregierung. Die Wissenschaftler bilden den Beirat für Agrarpolitik zur Nutztierhaltung. Das Gutachten soll an diesem Mittwoch der Öffentlichkeit vorgestellt und in Berlin Bundesagrarminister Christian Schmidt (CSU) übergeben werden. Wie diese Zeitung erfuhr, fordern die Professoren weitreichende Änderungen; die Haltungsbedingungen eines Großteils der Nutztiere seien nicht zukunftsfähig, sie bräuchten etwa grundsätzlich Auslauf ins Freie und viel mehr Platz, wie es heute nur in Bio-Ställen der Fall ist.

 

Der Wissenschaftliche Beirat für Agrarpolitik besteht seit 65 Jahren, dieses Gutachten ist schon sein achtzigstes. Doch es wird vermutlich mehr Aufsehen erregen als alle anderen, denn diesmal stand eine Frage von besonderer gesellschaftlicher und politischer Brisanz im Zentrum: Wie soll die Politik damit umgehen, dass Tierschutz und artgerechte Haltung Verbrauchern offenkundig immer wichtiger werden und gängige Haltungsformen nicht mehr als akzeptabel angesehen werden? Dazu gehört, dass schnellwachsende Geflügelrassen gehäuft gesundheitliche Mängel aufweisen, dass Schwänze von Schweinen kupiert werden, männliche Küken zu Millionen getötet, weil sie nicht verwertbar sind. Andererseits gab es Verbesserungen; zum Beispiel ist die Haltung von Rindern heute viel komfortabler und tiergerechter als vor Jahrzehnten. Und Länder wie Niedersachsen, NRW und zuletzt auch der Bund haben schon teils verbindliche, teils freiwillige Ausstiegspläne für manche Praktiken formuliert.

Die neue Botschaft der Professoren an Agrarminister Schmidt geht darüber hinaus; sie ist für ihn hart, steht er doch, wie letztlich jeder Agrarminister der Unionsparteien vor ihm, unter Druck der Grünen, die das Landwirtschaftssystem grundlegend auf ökologisch und fleischärmer umstellen wollen. Nach Informationen dieser Zeitung steht im Gutachten: Mehr Tierschutz sei dringend erforderlich; aus fachwissenschaftlicher Sicht, auch aus Gründen gesellschaftlicher Akzeptanz. Er sei machbar, aber sehr teuer. Jedoch seien die Mehrkosten für Landwirte zumutbar und sollten teils über EU-Geld finanziert werden. Die Rede ist von bis zu fünf Milliarden Euro im Jahr.

Im Schnitt 25.000 Euro Mehrkosten je Betrieb

Laut dem Bauernverband gab es 2013 in Deutschland noch knapp 200.000 tierhaltende Betriebe, das waren rund 70 Prozent aller Höfe. Auf einen Betrieb umgerechnet, hieße das, ein Maß an Tierschutz, das die Wissenschaftler und angeblich „die Gesellschaft“ einfordern, müsste je Betrieb im Durchschnitt bis zu 25.000 Euro Mehrkosten verursachen. Offenbar geht aus dem Gutachten auch die Empfehlung an Schmidt hervor, Deutschland solle die Empfehlungen des Rates auch dann umsetzen, wenn andere Staaten in Europa nicht mitmachten - notfalls also wieder ein deutscher Alleingang.

Dem Beirat gehören Professoren verschiedener agrarwissenschaftlicher Disziplinen an, wie der Agrarökonom Matin Qaim (Göttingen), Alfons Balmann (Betriebsführung, Halle), Jürgen Bauhus (Forst, Freiburg), Harald Grethe (Agrarpolitik, Hohenheim), Achim Spiller (Marketing, Göttingen) oder Matthias Gauly (Tierhaltung, Bozen). Am Mittwoch wird sich zeigen, ob Agrarminister Schmidt die Anregungen aufgreifen wird. Die Ankündigung der Übergabe formulierte sein Haus jedenfalls zurückhaltend: Die Nutztierhaltung habe sich in den vergangenen Jahrzehnten zu einer sehr erfolgreichen Wirtschaftsbranche entwickelt, jedoch nehme die Akzeptanz der modernen Nutztierhaltung ab. Der Wissenschaftliche Beirat gebe langfristige Empfehlungen an Bund, Länder, EU und die Wirtschaft.

Die Hinweise auf Details des Gutachtens lassen sich aus einem Vortrag, den der Beiratsvorsitzende Harald Grethe öffentlich hielt, entnehmen. Landwirte müssten auf Amputationen von Schnäbeln und Schwänzen der Tiere verzichten, Ställe müssten sich deutlich vergrößern, um etwa 50 Prozent beim Geflügel je Tier. Auslauf nach draußen sei nötig. In dem Vortrag ist die Rede von Kostenerhöhungen von rund 20 Prozent. Das alles werde zu einer teilweisen Abwanderung der Produktion ins Ausland führen. Das Ziel müsse „weitgehender“ Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit sein. Der Staat sollte Musterbetriebe fördern und EU-Geld für Tierhaltung umschichten. Änderungen sind in ferner Zukunft nicht ausgeschlossen: Das Mensch-Tier-Verhältnis ändere sich dynamisch im Zeitablauf.

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57. ZEIT-Forums der Wissenschaft - "In Grund und Boden oder Welche Landwirtschaft wollen wir?“

57. ZEIT-Forums der Wissenschaft - "In Grund und Boden oder Welche Landwirtschaft wollen wir?“ | Agrarforschung | Scoop.it
Auf dem 57. ZEIT Forum Wissenschaft widmen wir uns der Zukunft der Landwirtschaft. Die zentrale Frage lautet: Welche Landwirtschaft wollen wir uns leisten? Wollen wir eine Landwirtschaft, die effizient und ökonomisch unabhängig ist, wettbewerbsfähig und innovativ?

Oder soll der Landwirt zuerst Klima-, Umwelt-, Landschafts- und Tierschützer sein? Einer, der "Land" größer als "Wirtschaft" schreibt? Die Gesellschaft, speziell der Verbraucher, fordert einerseits konkurrenzfähige Nahrungsmittel und auf der anderen Seite eine Landwirtschaft auf der Basis ökologischer Ideale. Kann das funktionieren?

Es diskutierten:

Christian Meyer, Niedersächsischer Minister für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
Mathias von Mirbach, Landwirt, Kattendorfer Hof und Vorstand der Solidarischen Landwirtschaft e.V.
Prof. Dr. Hiltrud Nieberg, Agrarökonomin und Leiterin des Thünen Instituts für Betriebswirtschaft, Braunschweig
Kees de Vries, MdB, CDU/ CSU Fraktion im deutschen Bundestag, Landwirt in Sachsen-Anhalt
Gesprächsleitung:

Ulrich Blumenthal, Deutschlandfunk
Andreas Sentker, DIE ZEIT
AckerbauHalle's insight:

wie soll zukünftige Landwirtschaft aussehen? Ein Zeit - Forum 

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Interview: Geld für gesellschaftlich akzeptierte Tierhaltung umschichten?

Interview: Geld für gesellschaftlich akzeptierte Tierhaltung umschichten? | Agrarforschung | Scoop.it
Die Tierhaltung in jetziger From ist 'nicht zukunftsfähig' urteilte vergangene Woche der Wissenschaftliche Beirat in einer Studie. Das dlz agrarmagazin hat einen der Mitverfasser, Prof. Achim Spiller, interviewt.
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Gutachten Zukunft der Nutztierhaltung - der erste Leser !

Gutachten Zukunft der Nutztierhaltung - der erste Leser ! | Agrarforschung | Scoop.it

Das Gutachten, das der Wissenschaftliche Beirat für Agrarpolitik vor wenigen Tagen vorgelegt hat, hat ganz unterschiedliche Reaktionen hervorgerufen. Viele Praktiker und berufsständische Vertreter sehen darin eine Verurteilung dessen, was für sie Stand des Wissens und damit guter fachlicher Praxis in der Tierhaltung ist und sie damit als legitim ansehen.
 
Andere, vor allem die Kritiker moderner Tierhaltungsverfahren, fühlen sich bestätigt. Tatsächlich muss man das Gutachten differenzierter betrachten und darf es nicht auf die wenige Seiten umfassende Zusammenfassung reduzieren.
'Erhebliche Defizite' bringen Tierhalter auf die Palme

Die bereits zum Einstieg verwendete Formulierung "erhebliche Defizite" bringt Nutztierhalter auf die Palme. Sie transportiert bei unbedarften Lesern ein vernichtendes Urteil über ihre tägliche Arbeit. Entsprechend genüsslich haben Publikumsmedien und Aktivistenkreise sie aufgegriffen.
 
Schade eigentlich, dass so ohne Not bestehende Fronten verhärtet werden. Bei den einen, da sie sich in dem bestätigt fühlen, was sie schon immer gesagt haben: Dass das so nicht weiter gehen könne. Bei den anderen - den Tierhaltern -, weil sie ihre Arbeit und vor allem das nicht gewürdigt sehen, was sie selbst in den vergangenen Jahren mit viel Energie schon in die Wege geleitet haben, um den gesellschaftlichen Ansprüchen mehr gerecht zu werden.

Damit wird eine Grundthese - und in meinen Augen auch eine Zielsetzung - des wissenschaftlichen Beirates konterkariert: Den Dialog zwischen Gesellschaft und Betroffenen zu befördern.
Auch Balsam für die Seeler der Tierhalter im Gutachten

Unbeschadet der aus berufsständischer Sicht durchaus diskussionswürdigen Empfehlungen zu zukunftsfähigen Haltungssystemen, steckt in dem Gutachten weit mehr. Man muss allerdings die Mühe aufwenden, um auf den über 300 Seiten den Balsam für die Seele der Tierhalter herauszuschälen.
 
Etwa die Bestätigung für die Brancheninitiative Tierwohl und die klaren Worte für Positionen des Berufsstandes bezüglich der mangelnden Finanzausstattung. Oder die Deutlichkeit, mit der der Beirat der Vereinfachung "große Tierbestände gleich schlecht für Umwelt- und Tierschutz" eine Abfuhr erteilt. Oder dem Verweis auf die Verantwortung anderer Wirtschaftsbeteiligter nicht nur hinsichtlich gesellschaftlicher Anforderungen, sondern auch gegenüber ihrer Wirtschaftspartner, den Landwirten.
 
Nicht zuletzt dem Bekenntnis dazu, dass Deutschland aus Sicht der beteiligten Wissenschaftler weiter ein Standort für die Nutztierhaltung bleiben soll.
Wunschbilder gerade rücken

Die Autoren des Gutachtens plädieren selbst dafür, die Zukunftsfähigkeit der Tierhaltung auch durch den Austausch zwischen Gesellschaft und Tierhaltern herzustellen. Mit einer Verhärtung der Fronten auf beiden Seiten wird das nicht gelingen. Deswegen liegt es besonders an den Mitgliedern des Wissenschaftlichen Beirates, aber auch aller anderen Agrar-Wissenschaftler, sich mit ihrer Expertise in die Diskussion einzuschalten und eben auch selbst Verantwortung zu übernehmen, wenn es darum geht weder wissenschaftlich noch ethisch begründbare Wunschbilder der Gesellschaft gerade zu rücken.
 
So verstehe ich auch Prof. Spiller, der an dem Gutachten mitgeschrieben hat und in dem Interview mit dem dlz agrarmagazin ausführt, es sei ein wichtiger Schritt, dass auch die Gesellschaft lernt und er die Wissenschaft hier in der Verantwortung sieht. 
Interview: Geld für gesellschaftlich akzeptierte Tierhaltung umschichten? ...
Detlef Steinert/dlz agrarmagazin

AckerbauHalle's insight:

Das ist mutig!

Nun schreibt ein Journalist, dass er das Gutachten zur Nutztierhaltung des wiss. Beirates gelesen hat (was umgekehrt bedeutet, dass alle anderen dies bislang wohl nicht gemacht haben) und kommt zu überraschenden Einsichten.

Ich betreibe hier einmal kein Journalisten - Bashing, weil mir alle Arten von Bashing höchst zuwider sind (bin ja selbst in den letzten Tagen genug davon betroffen gewesen), aber  jeder kann sich seinen Teil denken. Übrigens auch die Jubelstimmen nach Veröffentlichung des Gutachtens hatten es nicht gelesen, denn die Exegese der Grünen und von Greenpeace haben hier zu Schlagzeilen geführt, die durch das  Gutachten nicht begründbar sind. 

 


 

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quer komplett: Sendung und Kommentare vom 26.03. | BR.de

quer komplett: Sendung und Kommentare vom 26.03. | BR.de | Agrarforschung | Scoop.it
Nitrat im Trinkwasser: Bauern bremsen Düngeverordnung // Erstes Reinheitsgebot aus Franken? // Der Laborkönig Schottdorf, die CSU und die Justiz // Kulturkampf um einen Kinderhort // Gemeinde will keinen Storch - u.v.m. in dieser quer-Sendung:
AckerbauHalle's insight:

Ab Minute 7.00 der Beitrag zum Thema Nitrat

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Schleswig-Holstein - Vergiftete Wiesen

Schleswig-Holstein - Vergiftete Wiesen | Agrarforschung | Scoop.it
Der Landwirt Dirk Herrmann zeigt auf sein Feld, das auf der Halbinsel Holnis am Hügel liegt. Hier wächst das Gift, hier kann er nichts mehr tun. Seit Jahrzehnten hat er die paar Hektar in der herben, friedlichen Landschaft an der Ostsee von seinem Vetter gepachtet, dem Besitzer der Gaststätte "Fährhaus" weiter unten am Hügel. Herrmann könnte hier Heu ernten für seinen Pferdehof im Glücksburger Ortsteil Drei, direkt am Strand der Flensburger Förde. Aber seit das Land Schleswig-Holstein die Felder als Naturschutzgebiet ausgewiesen hat, geht das nicht mehr. Denn seither wuchert hier ungehindert das Jakobskreuzkraut, eine dürre, anspruchslose Pflanze, die so giftig ist, dass sie Pferde umbringen kann.

Dirk Herrmann beugt sich tief übers grobe Gras. Das Kraut blüht erst im Juni, jetzt, im März, muss man noch genau hinschauen, um es zu sehen, aber er muss nicht lange suchen. "Da ist was", sagt Herrmann. Er zeigt auf eine faltige, dunkelgrüne Blattrosette. Das ist der Feind, gegen den der Landwirt Herrmann nicht mehr gewinnen kann, weil er hier überall in der Erde schlummert, und weil das Gesetz eine schnelle Abhilfe verbietet. Unten an der Förde besitzt er auch Flächen, mit dem gleichen Problem. "Für mich ist das wie eine Enteignung", sagt Herrmann. "Ich habe nichts gegen Naturschutz. Bloß: Diese Sache mit dem Jakobskreuzkraut ist ein bisschen aus dem Ruder gelaufen."

Verschiedene Interessen auf engstem Raum
Diese Sache mit dem Jakobskreuzkraut ist mehr als nur ein Ärgernis für stolze Landwirte. Sie steht für das Dilemma eines Kampfes, der seit Jahren heftiger wird. Sie ist das Lehrstück über den vergeblichen Versuch der Menschen, eine Balance in der Natur herzustellen, die mit dem Fortschritt der Industriegesellschaft verloren gegangen ist. Es geht um die Frage, wie man eine Umwelt so aufteilen kann, dass darin von der satten Blumenwiese bis zur einträglichen Energiewirtschaft alles seinen Platz bekommt. Und im kleinen Bundesland Schleswig-Holstein kann man dieses Lehrstück besonders gut beobachten, weil die verschiedenen Interessen hier auf engstem
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Ein Vulkan schreibt Weltgeschichte - Spektrum der Wissenschaft

Ein Vulkan schreibt Weltgeschichte - Spektrum der Wissenschaft | Agrarforschung | Scoop.it
Ein sonniger Nachmittag auf Stuttgarts Cannstatter Wasen, dem zweitgrößten Volksfest der Welt. Besuchergruppen flanieren durch die Gassen zwischen den Losbuden und Schießständen, den Autoscootern und grell beleuchteten Hightech-Karussells. Es riecht nach Bratwurst und gebrannten Mandeln. Und nichts lässt vermuten, dass dieses heitere, unterhaltsame Spektakel seinen Anfang in einer der größten Naturkatastrophen der Menschheitsgeschichte hatte. Einer Katastrophe, die vor 200 Jahren nicht nur Indonesien erschütterte.

Es war der 5. April 1815. In einem Hafen der indonesischen Insel Celebes (heute Sulawesi genannt) lag ein schwer bewaffnetes Segelschiff der britischen East India Company. Gegen Abend vernahm die Besatzung ein mächtiges Donnern, das an schweres Artilleriefeuer erinnerte, durchsetzt von Gewehrsalven. Der Kapitän befahl sofort eine Abteilung Marinesoldaten an Bord und segelte gefechtsklar auf die tropische See hinaus, in der Erwartung, dort auf Piraten zu stoßen – ohne Erfolg.

Es muss etwa eine Dreiviertelstunde später gewesen sein, als auch in Batavia, dem heutigen Jakarta und der damals größten Hafenstadt der Insel Java, rund 1500 Kilometer östlich von Celebes, ein dumpfes Grollen zu hören war. Weil es wie Kanonendonner klang, mutmaßte der Vizegouverneur der britischen Kolonie Sir Thomas Stamford Raffles (1781–1826), ein Schiff sei in Seenot geraten. Er schickte ein Suchboot los – doch nirgends fand sich eine Spur von Schiffbrüchigen.

Der nächste Morgen begann in Batavia (heute: Jakarta) mit einem warmen Ascheregen. Ein Vulkan war ausgebrochen – und der Lautstärke seines Donnerns nach musste er in unmittelbarer Nähe liegen. Die Bewohner rechneten mit Erdbeben, wie sie die Vulkanausbrüche der Vergangenheit immer begleitet hatten. Doch fünf bange Tage lang geschah nichts. Bis am Abend des 10. April 1815 und den ganzen darauf folgenden Tag eine Reihe gewaltiger Explosionen das gesamte 4000 Kilometer lange indonesische Archipel erschütterte. In dem Buch "Vulkane" des Time-Life-Verlags ist über die Tage danach zu lesen: "In Gresik, an der Küste von Java, das knapp 500 Kilometer vom Zentrum der Explosionen entfernt lag, erwachte ein Korrespondent von Raffles am Morgen des 12. April aus einem besonders langen Schlaf." Draußen war es noch stockdunkel, doch als er seine Uhr ins Licht einer Lampe hielt, stellte der verdutzte Mann fest, dass es schon halb neun war, zweieinhalb Stunden nach Sonnenaufgang. Um 9 Uhr war es immer noch nicht hell. "Gegen 10 Uhr", so schrieb er später an Raffles, "erblickte man einen schwachen Lichtschimmer am Himmel, und eine Stunde später begannen die Vögel zu zwitschern wie sonst im Morgengrauen." Während das Dröhnen der fernen Explosionen anhielt, setzte sich der Berichterstatter an seinen von Kerzen erhellten Frühstückstisch.
AckerbauHalle's insight:

Kaum eine Naturkatastrophe hat die Welt so verändert

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Der Wissenschaftliche Beirat beim BMEL empfiehlt - Stallbesuch - Einblicke in Nutztierställe aller Art

Der Wissenschaftliche Beirat beim BMEL empfiehlt - Stallbesuch - Einblicke in Nutztierställe aller Art | Agrarforschung | Scoop.it
Heute wurde im Bundeslandwirtschaftsministerium ein dicker Band mit dem Titel „Wege zu einer gesellschaftlich akzeptierten Nutztierhaltung“ mit Empfehlungen zur zukünftigen Gestaltung der Nutztierhaltung in Deutschland überreicht. Das letzte Mal hatte sich der Beirat 2005 zu Wort gemeldet. Das regt zum Vergleich mit den aktuellen Empfehlungen an. Im Jahr 2005 hieß es: – Bei der nationalen Ausgestaltung …
AckerbauHalle's insight:

Hier hat sich doch tatsächlich einmal Thomas Wengenroth die Mühe gemacht und die Kernaussagen der Gutachten zur Nutztierhaltung des Wiss. Beirates 2005 und 2015 zu vergleichen. Spannend. Warum ist diesmal die Aufregung so groß? Mich erinnern die Reflexe sehr an die Situation bei dem Gutachten zu Nachwachsende Rohstoffen (2007). Auch da war die Aufregung groß. Inzwischen sind die Empfehlungen weitgehend verwirklicht und besonders die Überlegungen bei Biogas (u.a.) werden heute überwiegend begrüßt. 

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"Unverantwortlich leichtfertig" - Landwirtschaftliches Wochenblatt Westfalen-Lippe

"Unverantwortlich leichtfertig" - Landwirtschaftliches Wochenblatt Westfalen-Lippe | Agrarforschung | Scoop.it
Das Beiratsgutachten „Wege zu einer akzeptieren Nutztierhaltung“ stößt in der Branche auf Kritik. Sowohl der Deutsche Bauernverband als auch der...
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Hohebuch: Landwirte diskutieren mit Professor über Tierschutz

Hohebuch: Landwirte diskutieren mit Professor über Tierschutz | Agrarforschung | Scoop.it
Kein anderes Problem beschäftigt gegenwärtig die deutsche Agrarpolitik und öffentliche Diskussion, wenn es um die Landwirtschaft geht, wie der Tierschutz. Dabei steht Tierethik und Tiergerechtigkeit auf der einen Seite, die praktische…
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Akademien nehmen Stellung zur Grünen Gentechnik

Akademien nehmen Stellung zur Grünen Gentechnik | Agrarforschung | Scoop.it
Neuartige Methoden der Pflanzenzüchtung auf Basis molekulargenetischer Verfahren ermöglichen die Anpassung des Erbguts von Kulturpflanzen an bestimmte Anbaubedingungen und an die Nachfrage. Die resultierenden Sorten lassen sich mitunter nicht mehr von den durch konventionelle Züchtung gewonnenen Pflanzen unterscheiden. Die Nationale Akademie Leopoldina, acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und die Union der deutschen Akademien der Wissenschaften haben aus diesem Anlass eine Stellungnahme mit Empfehlungen zum Umgang mit Methoden molekularer Züchtung veröffentlicht.

Seit Mitte der 1990er Jahre nimmt der Anbau molekulargenetisch veränderter Kulturpflanzen stetig zu. Diese Pflanzen unterscheiden sich von den Ursprungssorten dadurch, dass gezielt Gene in die Pflanzen eingebracht oder bestehende modifiziert werden. Dadurch wird beispielsweise die Resistenz gegenüber Pflanzenschädlingen erhöht oder die Zusammensetzung von Vitaminen und Speicherprodukten, wie Stärke und Fettsäuren, angepasst. Gentechnisch veränderte Organismen (GVO) wurden 2014 bereits auf 13% des weltweit bearbeiteten Ackerlandes angebaut. Wissenschaftlich erhobene Daten zeigen, dass der Einsatz von GVO in Ertragssteigerungen, höheren Einkommen für die Landwirte und einem verringerten Einsatz von Insektiziden resultieren kann. Der internationale Trend zu vermehrtem GVO-Anbau ist klar erkennbar; er steht jedoch im Gegensatz zur politisch-rechtlich bedingten Situation in Deutschland, wo inzwischen weder Feldversuche noch kommerzieller Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen stattfinden.

Fraglich ist, ob der spezifisch an bestimmte Verfahren der genetischen Veränderung anknüpfende Regelungsansatz des deutschen Gentechnikgesetzes noch praktikabel und zweckmäßig ist. Einige neue molekulargenetische Methoden sind von den nicht regulierten, als konventionelle Züchtung geltenden Verfahren im Ergebnis kaum oder gar nicht mehr unterscheidbar. Zudem können mit herkömmlichen Züchtungsmethoden ähnliche Pflanzen, allerdings mit sehr geringer Effizienz und großer zeitlicher Verzögerung, erzeugt werden.

Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina, die Deutsche Akademie der Technikwissenschaften – acatech und die Union der deutschen Akademien der Wissenschaften empfehlen, für die Risikobewertung zukünftig vor allem auf die spezifischen Eigenschaften neuer Pflanzensorten und nicht auf den Prozess ihrer Erzeugung abzustellen. Die Akademien sprechen sich gegen wissenschaftlich unbegründete pauschale Anbauverbote für GVO aus und empfehlen mit Nachdruck wissenschaftsbasierte Einzelfallprüfungen. Sie sehen durch solche Anbauverbote in Deutschland die Forschungs- und Berufsfreiheit, den Schutz des Eigentums sowie die allgemeine Handlungsfreiheit und damit die Chancen der Erforschung, Weiterentwicklung und kommerziellen Nutzung der Grünen Gentechnik akut bedroht. Die für die Risikobeurteilung von GVO unerlässlichen Freilandversuche, insbesondere Feldversuche mit zugelassenen GVO, werden durch pauschale Anbauverbote in Deutschland unmöglich.
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Paläo-Diät : Uns fehlen die richtigen Darmbakterien - Spektrum der Wissenschaft

Paläo-Diät : Uns fehlen die richtigen Darmbakterien - Spektrum der Wissenschaft | Agrarforschung | Scoop.it
Sich so zu ernähren, wie es unsere steinzeitlichen Vorfahren vermutlich einst taten, gilt einigen Menschen als Weg zu einem gesunden Lebensstil. Doch möglicherweise ist es mit der reinen Auswahl ursprünglicher Nahrungsmittel nicht getan. Wie sich zeigt, unterscheidet sich auch die Darmflora von Menschen mit traditionellem Lebensstil eindeutig von der eines Durchschnittswestlers.

Insbesondere eine Bakteriengattung fällt durch ihr völliges Fehlen bei Menschen aus Industrieländern auf: die der Treponema. Wissenschaftler um Cecil Lewis von der University of Oklahoma in Norman bestätigen diesen an namibischen Jägern und Sammlern gemachten Befund durch eigene Analysen beim Volk der Matses in Peru. Nicht nur tummelten sich in deren Stuhlproben die zu den Spirochäten gehörenden Treponema-Bakterien, die Bewohner des Amazonasregenwalds hatten insgesamt auch eine auffällig vielfältigere Darmflora als Menschen der Kontrollgruppe aus Oklahoma.


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Verschiedene Treponema-Arten sind als Krankheitskeim bekannt, etwa als Syphilliserreger. Die bei den Matses entdeckten Stämme ähneln allerdings anderen Arten, die man unter anderem aus dem Schweinedarm kennt, wo sie für die Verdauung von Kohlenhydraten zuständig zu sein scheinen. Da sich Treponema bei den vielen voneinander isolierten traditionellen Gesellschaften weltweit zeigt und zudem auch bei uns verwandten Primaten nachweisbar ist, halten Lewis und Kollegen das Bakterium für einen alten Begleiter, der Menschen aus Industrieländern offenbar irgendwie abhanden gekommen ist, berichtet das Magazin "Science".

Die entscheidende Frage sei nun, welche Funktion Treponema im menschlichen Darm übernimmt und welche Folgen ihr Fehlen hat. Es zeige sich immer deutlicher, dass ein vielfältiges Darm-Mikrobiom eine Schutzfunktion ausübt, erläutert Koautorin Christina Warinner, ebenfalls von der University of Oklahoma. Es verhelfe der Verdauung zu einer gewissen Flexibilität und Widerstandskraft. "Also selbst wenn man eine echte Paläo-Ernährung nachbilden könnte, würden immer noch die ursprünglichen Darmbakterien fehlen, die bei der Verdauung im Paläo-Darm mitwirkten", fasst Lewis zusammen.
AckerbauHalle's insight:

Die Geschichte mit der Plato-Diät scheint doch etwas komplizierter zu sein. 

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Bioland fordert scharfe Bodenschutzvorgaben

Bioland fordert scharfe Bodenschutzvorgaben | Agrarforschung | Scoop.it
Um unsere Böden steht es nach Ansicht von Bioland schlecht. 24 Mrd. t fruchtbarer Boden gehen nach Informationen des Anbauverbandes weltweit jedes Jahr verloren. Und auch in Europa seien schon mehr als 25 % des EU-Gebiets von Erosion durch Wasser betroffen.
Bioland fordert daher eine umfassende Strategie zum Bodenschutz und eine Förderung bodenschonender Landwirtschaft - nach dem Vorbild des Biolandbaus. Intensive Landwirtschaft, Pestizide, Überdüngung und Bodenverdichtung durch schwere Maschinen seien maßgeblich Schuld am Bodenverlust. Aus diesem Grund haben die Bundesdelegierten von Bioland am Montag in Fulda eine Resolution zur Rettung der Böden verabschiedet.
Darin fordern sie eine ressort- und länderübergreifende Politik zum Schutz des Bodens. „Deutschland muss sich für eine Bodenschutz-Rahmenrichtlinie auf europäischer Ebene einsetzen“, erklärt Bioland-Präsident Jan Plagge. Der Biolandbau zeigt, wie man Böden fruchtbar macht und erhält: durch Humusaufbau, Fruchtfolgen und den Anbau von Hülsenfrüchten, sogenannten Leguminosen. „Humusaufbau ist essentiell für den Schutz des Bodens und sollte entsprechend honoriert werden.“

Bioland fordert zudem, Forschung, Züchtung und Anbau von Leguminosen stärker zu fördern. Denn diese binden Stickstoff aus der Luft, sorgen so für eine natürliche Düngung des Bodens und schützen das Klima.
Gesunde Böden würden außerdem vor Hochwasser schützen, da sie mehr Feuchtigkeit speichern können. Ökologisch bewirtschaftete Felder könnten sogar 39 % mehr Wasser aufnehmen als die Flächen der konventionellen Landwirtschaft, heißt es.
Bioland fordert darüber hinaus ein Verbot des Totalherbizids Glyphosat, das auf rund 40 % der deutschen Äcker ausgebracht wird.
AckerbauHalle's insight:

Das ist interessant. Bioland fordert einen Schutz der Böden. Das ist ein lobenswertes Ziel. Ob allerdings eine Bewirtschaftung nach den Richtlinien des ÖL hier der beste Weg ist, möchte ich zumindest nach unseren Erkenntnissen hinsichtlich der Bodenphysik bezweifeln. Die Anzahl der Überfahrten ist teilweise extrem hoch, so dass eventuelle andere positive Effekte der Bewirtschaftung gleich wieder nivelliert werden. Auch bei der Erosion wäre ich daher eher vorsichtig, denn eine pfluglose Bewirtschaftung im ÖL ist halt eher die Ausnahme. Die Gründe sind bekannt. Der völlige Verzicht auf Bodenbearbeitung ist i.d.R. (dahinter verbirgt sich massiver Forschungsbedarf) nur mit dem Einsatz entsprechende Herbizide möglich. Ob gut oder schlecht, hier muss abgewogen werden, aber es ist sicherlich nicht schwarz-weiß. 

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